<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="kbga-texts-34080">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="volume" n="vol-34">Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935</title>
        <title type="content">Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen</title>
        <title type="citation_line_1">Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen, 3. August 1932</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/34080 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935, hrsg. v. Algner, Caren (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2000, S. 250–252.</title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/34080</idno>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
        <bibl type="pga" xml:id="pga">
          <title type="volume">Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935</title>
          <title type="text">Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen</title>
          <author ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</author>
          <editor>Algner, Caren</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2000</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 250-252</biblScope>
          <!--position within a volume-->
          <biblScope unit="part">80</biblScope>
        </bibl>
        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
        <bibl type="asp" xml:id="asp">
          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe V.34, Karl Barth - Eduard Thurneysen Briefwechsel Band III 1930-1935, letter 72</title>
          <author ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Kirschbaum, Charlotte von, Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen, 3. August 1932. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/20521">KBA 9270.575</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date type="creation" when="1932-08-03">3. August 1932</date>
      </creation>
      <langUsage>
        <language ident="ger">German</language>
      </langUsage>
      <textClass>
        <keywords>
          <term>letter</term>
        </keywords>
      </textClass>
      <correspDesc>
        <correspAction type="sent">
          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
          <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName>
          <date when="1932-08-03">3. August 1932</date>
        </correspAction>
        <correspAction type="received">
          <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen, Eduard</persName>
          <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>
        </correspAction>
        <correspContext>
          <ref type="previous" target="kbga-texts-34079"/>
          <ref type="next" target="kbga-texts-34081"/>
          <ref type="previous-in-corresp" target="kbga-texts-34070"/>
          <ref type="next-in-corresp" target="kbga-texts-34091"/>
        </correspContext>
      </correspDesc>
    </profileDesc>
    <revisionDesc>
      <change when="2026-10-02T07:56:01+02:00">teiHeader was automatically produced from the database 2026-10-02T07:56:01+02:00</change>
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    
    <body>
      <div type="letter">
        <pb xml:id="p250" ed="pga"/>
        <opener>
                    <persName ref="kbga-actors-223">Ch. von Kirschbaum</persName>
                    <dateline>
                        <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>, <date when="1932-08-03">3. August 1932</date>
                    </dateline>
                    <salute>Lieber <persName ref="kbga-actors-403">Eduard</persName>,</salute></opener>
        <p>der zweite Ferientag — ein erster verging mit viel Schlaf und allerhand Begrüßungsgesprächlein — ist angebrochen. Auf diesen ersten <hi rend="italic">ruhigen</hi> Augenblick habe ich gewartet, um dir zu danken für deinen Brief<note xml:id="n01">Nicht erhalten.</note>, der als eine ganz unerwartete und umso größere Freude zu mir kam. Ich kann zu allem, was du mir in seiner ersten Hälfte sagst, nichts schreiben. Ich kann es nur <hi rend="italic">ganz dankbar</hi> hinnehmen und <hi rend="italic">ganz froh</hi> darüber sein. — Es ist ein Geschenk, lieber <persName ref="kbga-actors-403">Eduard</persName>, ganz und gar ein Geschenk und eines von den wenigen, die man nicht mehr vergißt und die helfend mit einem gehen. —</p>
        <p>Hier hast du den letzten Paragraphen<note xml:id="n02">
                        <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD I/1, S. 470–514</bibl>: § 12: Gott der heilige Geist. Dieser Paragraph beschließt den Abschnitt über die Trinitätslehre (2. Kapitel, 1. Abschnitt).</note>, und hier hast du die von Anfang an für dich bestimmten <persName ref="kbga-actors-339">Ritschl</persName>-Protokolle<note xml:id="n03">Abschriften der Protokolle des Seminars über «Albrecht Ritschls Unterricht in der christlichen Religion».</note>, die nur den Umweg über einen ehemaligen Schüler von <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName> nahmen, der flehend darum bat. —</p>
        <p>Statt alles weiteren Erzählens und Fragens nur dies: Ist es euch recht, wenn <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName> und ich einmal, und zwar <hi rend="italic">sehr bald</hi> einmal auf ein paar Stunden zu euch hinüberfahren? <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName> hat den <hi rend="italic">dringenden</hi> Wunsch, dich zu <pb xml:id="p251" ed="pga"/> sprechen (<persName ref="kbga-actors-63">Brunner</persName> und allerhand andere «Dinge» will er mit dir erwägen! ), und ich käme <hi rend="italic">freudig</hi><note xml:id="n04">Das Wort ist im handschriftlichen Original doppelt unterstrichen.</note> mit, euch alle zu begrüßen. — (Der von <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-316">Ruedi</persName></hi> ins Auge gefaßte Plan, uns einmal im Auto zu euch mitzunehmen, kann ja dann trotzdem ein ander Mal noch verwirklicht werden.) — Vielleicht rufst du einfach einmal hier an und machst mit <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName> den Tag ab. —</p>
        <p>Sei mit <persName ref="kbga-actors-1285">Marguerite</persName> von <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName> und mir herzlichst gegrüßt. — <persName ref="kbga-actors-403">Eduard</persName>, es ist <hi rend="italic">so schön</hi>, daß es immer wieder <hi rend="italic">solche</hi> Ferien gibt!</p>
        <closer>
          <salute>Deine</salute>
          <signed><persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName></signed>
        </closer>
      <postscript>
        <p>Karl schreibt eben an seinem Vorwort zur 2. Auflage.<note xml:id="n05">Das in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD I/1, S. VI-XII</bibl> gedruckte, auf den <date when="1932-08">August 1932</date> datierte Vorwort stellt eine erweiterte Fassung des genannten Manuskripts dar, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> am <date when="1932-10-23">23.10.1932</date> an den Verlag schickte. Die Manuskripte sind nicht erhalten. Eine Überarbeitung des Vorwortes war nötig geworden, weil es inzwischen auf Vorschlag von <persName ref="kbga-actors-662">Lempp</persName> zu einer Änderung des ursprünglich vorgesehenen Titels «Die kirchliche Dogmatik im Entwurf» gekommen war. Warum die Streichung auch des Artikels, die nach <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Ansicht aus Lempps Kürzungsvorschlag folgte, schließlich unterblieb, ist unbekannt. Barth hatte Lempp die «entsprechende Abänderung und Erklärung im Vorwort» am 22.8.1932 angekündigt (Brief Lempps an Barth vom <ref type="kba-objects-id" target="20565">19.8.1932</ref> und dessen Antwort vom <ref type="kba-objects-id" target="20572">22.8.1932</ref>).</note> Weißt du schon, daß nun doch auch die Trinitätslehre in diesen 1. Halbband aufgenommen wird<note xml:id="n06">
                        <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD I/1, S. 311–514</bibl>: 2. Kapitel, 1. Abschnitt: «Der dreieinige Gott» (§§ 8-12). — Wann und warum die Entscheidung fiel, die Trinitätslehre in KD I/1 aufzunehmen, läßt sich nicht mehr ermitteln. Sie muß <persName ref="kbga-actors-662">Lempp</persName> spätestens im Juni mitgeteilt worden sein, denn als dieser am <ref type="kba-objects-id" target="20432">30.6.1932</ref> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schrieb, war der größte Teil der Trinitätslehre bereits gesetzt: «Wir haben bis jetzt 30 umbrochene Bogen», also 480 Druckseiten. Der erste Halbband endet somit mitten im zweiten Kapitel. Wahrscheinlich hatte das weitere Anschwellen des Manuskripts es unvermeidlich erscheinen lassen, den zweiten geplanten Prolegomena-Halbband auf diese Weise zu entlasten.</note> und er sich somit zu einem stattlichen Wälzer von ca. 500 Seiten auswächst? Ich brüte über dem Sachregister. — Und schon warten unten in einer Kiste 20 Goethebände<note xml:id="n07">Bände aus <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> eigener Ausgabe: <bibl corresp="kbga-bibls-7320">Goethes Sämtliche Werke, Jubiläumsausgabe in 40 Bänden, in Verbindung mit K. Burdach hrsg. von E. von der Hellen, Stuttgart/Berlin o. J. [1902-1907]</bibl>. — Barth wollte einen Paragraphen über <persName ref="kbga-actors-136">Goethe</persName> vorbereiten, der den Abschluß der im WS 1932/33 gehaltenen Vorlesung über die «Vorgeschichte der neueren protestantischen Theologie (Aufklärung, Idealismus, Romantik)» bilden sollte, aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr fertiggestellt und vorgetragen werden konnte; vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-34">Pr.Th., S. V</bibl>, und unten <ref type="pub" target="../volume/34/p322#fn_n13">S. 322, bei Anm. 13</ref>.</note> und hier oben auf dem <pb xml:id="p252" ed="pga"/> Tisch noch 17 unkorrigierte Prüfungsarbeiten über den Begriff der Offenbarung bei Lessing!! Aber durch alles hindurch ertönt eben Gertys Stimme und ruft zum Mittagsmahl. — Leb wohl!</p>
      </postscript>
              </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
