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        <title type="volume" n="vol-34">Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935</title>
        <title type="content">Karl Barth an Nelly Barth</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Nelly Barth, 19. April 1933</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/34117 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935, hrsg. v. Algner, Caren (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2000, S. 399–400.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
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        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Eduard Thurneysen. Briefwechsel Bd. III 1930–1935</title>
          <title type="text">Karl Barth an Nelly Barth</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Algner, Caren</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2000</date>
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe V.34, Karl Barth - Eduard Thurneysen Briefwechsel Band III 1930-1935, letter 109</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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                    <persName ref="kbga-actors-2151">K. Barth</persName> an Nelly Barth 
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                        Bern-<placeName ref="kbga-places-603">Wabern</placeName>, Bellevuestrasse 152,
                        <date when="1933-04-19">19. April 1933</date><note xml:id="n01">Es ist sicher, daß <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName> den Wortlaut des vorliegenden Briefes
(von dem nur ein Durchschlag erhalten ist) zugänglich machte (s. unten <ref type="pub" target="../volume/34/p402#p402">S. 402</ref>),
wahrscheinlich ebenfalls durch Zusendung eines Durchschlags (vgl. oben <ref type="pub" target="../volume/34/p371#fn_n01">S. 371,
Anm. 1</ref>).</note>
                       
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               <salute>Liebe <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName>!</salute>
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        <p>Ich hätte wohl gewünscht, daß du mir eine andere Antwort hättest geben können.<note xml:id="n02">Brief anscheinend nicht erhalten.</note> Die bloße Erklärung deines Willens hat mich natürlich nicht davon überzeugen können, daß wir mit meinem Vorschlag nicht doch den besseren Weg antreten würden. Und ebensowenig hat mich das gewiß ernste und wohlgemeinte, aber nun doch nicht ganz kompetente Dreinreden der Freunde in <placeName ref="kbga-places-177">Bremen</placeName><note xml:id="n03">Am 12.4., demselben Datum wie seine Frau (vgl. oben <ref type="pub" target="../volume/34/p391#fn_n03">S. 391, Anm. 3</ref> und <ref type="pub" target="../volume/34/p391#fn_n04">4</ref>), aber ohne Absprache mit ihr und ohne Kenntnis des Inhalts ihrer Gespräche mit <persName ref="kbga-actors-26">Nelly Barth</persName> hatte auch <persName ref="kbga-actors-1269">K. Stoevesandt</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> geschrieben und ihn unter Hinweis auf seine Verantwortung für seine Familie und «vor der Kirche» brieflich dringend vor einer Scheidung gewarnt, weil «der juristische Weg immer begangen wird, um in eine Sicherheit hineinzutäuschen, deren Täuschung aber nur ganz kurze Zeit vorhalten kann. Denn wir entziehen uns da dem andern Menschen, indem wir den Paragraphen zwischen uns stellen, der tot ist und nur so lange lebt, wie ihn der Jurist gerade handhabt. / Sie müssen selbst entscheiden, und wir wollen uns nicht anmaßen, als könnten wir Ihnen eine Entscheidung aufdrängen. Aber das sollen Sie wissen, daß wir das ‹Angst haben in der Welt› mit Ihnen teilen.»</note> auf andere Gedanken zu bringen vermocht. Du mußt also damit rechnen, daß ich grundsätzlich in der Einstellung nach <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> zurückkomme, die ich dir in meinen beiden letzten Briefen dargelegt habe. Wir wollen uns allerseits Mühe geben, unser Zusammensein auf dem vorläufig deiner Entscheidung entsprechenden äußeren Boden so freundlich wie möglich zu gestalten. Ich denke doch, daß wir früher oder später dort endigen werden, wo ich dich jetzt rasch und direkt hinführen wollte. Aber wenn dein freies Einverständnis dazu jetzt nicht zu haben ist, dann ist es eben so, und an gutem Willen, zur Tragbarkeit des Ganzen das Unsrige auch unter diesen Umständen zu tun, soll und wird es hoffentlich auch <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName> und mir nicht fehlen, obwohl es sich nach unserer Ansicht um etwas Anderes als um ein mehr oder weniger lange dauerndes Provisorium nicht mehr handeln kann.</p>
        <p>Eben weil nun aber auch deine Abwesenheit von <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> von dir aus nur als eine provisorische gedacht und gewollt ist, muß ich deinem Plan in zwei Punkten widersprechen. Es spricht zwar nichts dagegen, daß du lieber nach <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName> statt <pb xml:id="p400" ed="pga"/> nach <placeName ref="kbga-places-66">Zürich</placeName> kommst; es wird sich dann aber nur darum handeln können, daß du zu <persName ref="kbga-actors-18">Mama</persName> kommst, die dich gerne hier erwartet. Das Beziehen einer selbständigen Wohnung hier würde nur dann sinnvoll sein, wenn wir in der Absicht auf die Scheidung eines Sinnes wären. Und dasselbe gilt von der Herausnahme des <persName ref="kbga-actors-25">Matthislein</persName> aus seinem regelmäßigen Schulgang: ein bloßes Experimentieren damit könnte ich im Interesse des Kindes nicht für gut halten.</p>
        <p>Morgen kehre ich noch einmal für ein paar Tage auf das <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName> zurück. Am Montag Abend werde ich (mit dem bekannten Zug) mit <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName> wieder in <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> eintreffen. Bitte laß mich meine Unterkunft in dem nun frei gewordenen<note xml:id="n04"><persName ref="kbga-actors-5802">Fr. Barth</persName> war zu einem viermonatigen Aufenthalt nach Schweden abgereist (vgl. oben <ref type="pub" target="../volume/34/p334#fn_n65">S. 334, Anm. 65</ref>).</note> Zimmer von <persName ref="kbga-actors-5802">Fränzeli</persName> finden.</p>
        <closer>
          <salute>Grüße alle vier Buben und sei selber herzlich gegrüßt</salute>
          <salute>von deinem</salute>
          <signed><persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName></signed>
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