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        <title type="volume" n="vol-41">Gespräche 1963</title>
        <title type="content">Vorwort</title>
        <title type="citation_line_1">Vorwort, in: Gespräche 1963, kein Datum</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/41001 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Gespräche 1963, hrsg. v. Busch, Eberhard (Gesamtausgabe, Abt. IV), Zürich 2005, S. .</title>
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      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Gespräche 1963</title>
          <title type="text">Vorwort</title>
          <editor>Busch, Eberhard</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2005</date>
          <!--position within a volume-->
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        <date type="creation">kein Datum</date>
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            <head>VORWORT</head>

<p>1963 war für <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> noch einmal ein glückliches Jahr. Seine Lehrtätigkeit 
in der <orgName ref="kbga-actors-5398">Basler Universität</orgName> hatte er im Vorjahr
76jährig gern abgeschlossen, und noch zeigten sich nicht die Schatten der Krankheiten, 
die ihn in den folgenden Jahren zeichneten. Und noch hatte er
nicht die samstäglichen – mit Bedacht so genannten – Kolloquien der
nächsten Zeit an der <orgName ref="kbga-actors-5398">Universität Basel</orgName> eingerichtet. Er hat die Freiheit,
die er gerade in diesem Jahr <date when="1963">1963</date>
erfuhr, damit gefüllt, mit verschiedenen Gruppen und Einzelnen «Gespräche» zu führen, und dies teils
in <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>, teils an auswärtigen Orten. Drei Texte stammen aus der Zeit
seiner Reise nach <placeName ref="kbga-places-630">Dänemark</placeName> im April des Jahres und fünf Texte aus
seinen Begegnungen während mehrfacher Reisen nach <placeName ref="kbga-places-52">Paris</placeName>. Es ist
übrigens auch in diesem Band «Gespräche» wie in den zwei anderen
so gehandhabt worden, daß die fremdsprachigen Texte in einen Anhang gerückt wurden, 
während sie im Hauptteil in einer deutschen Übersetzung vorgelegt sind.</p>
<p>Über die Form der hier geübten Mitteilung, die <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> besonders in seinen Altersjahren gepflegt hat, 
ist schon in den Vorworten zu den Bänden mit Gesprächen aus den Jahren <bibl corresp="kbga-bibls-3174"><ref type="pub" target="../texts?facet-volume=25">1959–1962</ref>
(Karl Barth-Gesamtausgabe, Abt. IV, in der Reihenfolge des Erscheinens Band 25), 
Theologischer Verlag Zürich 1995</bibl>, und <bibl corresp="kbga-bibls-4104"><ref type="pub" target="../texts?facet-volume=28">1964–1968</ref> (Karl Barth-Gesamtausgabe, Abt. IV, in der Reihenfolge des Erscheinens
<ref type="pub" target="../texts?facet-volume=28">Band 28</ref>), Theologischer Verlag Zürich 1997</bibl>, einiges Erklärendes gesagt worden. In einem in dem 
vorliegenden Band abgedruckten Gespräch sagte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, als es unversehens zu einer schroffen Konfrontation 
zwischen «moderner» und «evangelikaler» Theologie kam und ein Abbruch des Gesprächs drohte: «Solange wir noch miteinander
reden können, müssen wir doch miteinander reden» (<ref type="pub" target="../volume/41/p316#p316">S. 316</ref>). Den Satz
kann man als eine Bitte für die in der Folgezeit noch schärfer werdende Konfrontation verstehen. 
Man darf den Satz aber auch abgesehen
von der Situation, in der er entstand, als Motto für diesen Band im
ganzen und als eine Anzeige der Art des hier geübten Redens auffassen.</p>
<p>
Ich unterstreiche das mit Worten, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> im Eingang des Gesprächs mit der <orgName ref="kbga-actors-10485">Kirchlichen Bruderschaft 
in Württemberg</orgName> bemerkte:
«Es wird nicht angehen, daß ich den ganzen Tag [allein] rede, sondern <pb ed="pga" xml:id="pr010"/>
ich möchte mit Ihnen reden, ich möchte Sie auch hören. Also, es soll
nun gerade nicht so laufen, daß Sie hören und ich rede, sondern wir
wollen uns miteinander austauschen. Ich werde immer wieder dazwischen fragen: 
was sagt ihr jetzt dazu? oder: was meint ihr eigentlich?» (<ref type="pub" target="../volume/41/p044#p044">S. 44</ref>). Das bedeutet auch, 
daß hier nicht ein vorher niedergeschriebener Text verlesen, sondern daß in freier Rede und Gegenrede
agiert und reagiert, gefragt und geantwortet wird. Der Nachteil, daß
dabei zuweilen etwas «ins Unreine» gesprochen und Sätze unvollständig formuliert sind, gestattet 
wohl zarte Korrekturen, die in eckigen Klammern eingefügt sind. Der Nachteil wird jedenfalls aufgewogen 
durch die auch im Drucktext noch spürbare Lebendigkeit des
Dialogs und des Beschäftigtseins der Beteiligten durch die sie gemeinsam angehende Wahrheit.
Zum Teil wurden die Gespräche mit einem Tonbandgerät aufgenommen, zum Teil – namentlich 
sofern es sich um Interviews handelt –
liegen sie gedruckt im Zeitungstext vor, zum Teil sind sie auch durch
Mitschriften festgehalten. Soweit sich anhand von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Kalendernotizen feststellen läßt, hat er 1963
mehr solcher Gespräche geführt,
als sie in diesem Band gesammelt sind. Auch nach allerhand Nachforschungen konnte zu 
einer Reihe von ihnen kein Dokument gefunden werden. Die betreffenden Stücke seien hier wenigstens genannt:</p>
<table>
    <row>
<cell rend="width(15%)"><date when="1963-01">21. Januar</date></cell> <cell>Gespräch mit Zürcher Studenten über «Kirche und
Staat» im Basler Restaurant <placeName ref="kbga-places-579">Bruderholz</placeName></cell>
</row>
    <row>
<cell><date when="1963-01-29">29. Januar</date></cell> <cell>Fragebeantwortung im Helferkreis der evangelisch-reformierten 
    Kirche auf dem Bruderholz in der <placeName ref="kbga-places-999">Bruderholzkapelle</placeName></cell>
</row>
<row>
<cell><date when="1963-02-04">4. Februar</date></cell><cell> Gespräch mit der Arbeitsgemeinschaft von Pfarrer <persName ref="kbga-actors-1744">Walter Lüthi</persName> in <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName></cell>
</row>
<row>
    <cell><date when="1963-05-13">13. Mai</date></cell><cell> Fragebeantwortung in der <orgName ref="kbga-actors-10451">Protestantischen Theologischen Fakultät in Paris</orgName></cell>
</row>
<row>
    <cell> <date when="1963-06-08">8. Juni</date></cell><cell>Interview von Mr. Erwal, Paris Express, in <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Haus in <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName></cell>
</row>
<row>
  <cell><date when="1963-06-10">10. Juni</date></cell><cell>Gespräch mit evangelischen und katholischen Studentenmin der Bursa in Basel</cell>
</row>
</table>

<p>
Ein besonderes Editionsproblem im Blick auf diesen Band muß eigens
genannt werden. Von dem zweitägigen Gespräch <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> mit französischen Pfarrern und Theologen 
im Anschluß an <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> ins Franzö<pb ed="pga" xml:id="pr011" break="no"/>sische übersetzte letzte Vorlesung
<bibl corresp="kbga-bibls-5157">Einführung in die evangelische Theologie, Zürich 1962</bibl>, bzw.
Introduction a` la the  ́ologie évangélique, Gene`ve 1962, ist nur ein 
Tonband vom ersten Tag des Treffens aufgefunden worden. Ob es am zweiten Tag wohl gar keine Aufnahme gab?
Aber es ist auch keine Mitschrift bekannt geworden. Die Hoffnung, in
dieser Sache doch noch fündig zu werden, ist einer der Gründe, weshalb der Teil der Gespräche 1963 erst jetzt veröffentlicht wird, obwohl
dieser Band gleichzeitig mit den anderen Bänden – <ref type="pub" target="../texts?facet-volume=25">1959–1962</ref> und
<ref type="pub" target="../texts?facet-volume=28">1964–1968</ref> – schon im wesentlichen bearbeitet worden ist. Nun, nachdem sich diese Hoffnung 
nicht erfüllt hat, soll der Band eben mit
dieser Lücke auf den Weg zur Leserschaft gehen. Und diese möge den
Mangel mit der Freude umso mehr an den erhaltenen Stücken kompensieren.</p>
<p>Die Verzögerung der Herausgabe der vorliegenden Texte hat es mit
sich gebracht, daß zu verschiedenen Zeiten an ihrer Edition gearbeitet
wurde. Darum habe ich nun doppelt zu danken. In den 90er Jahren
des letzten Jahrhunderts haben, im Zusammenspiel mit Dr. Hinrich
Stoevesandt im Basler <orgName ref="kbga-actors-8253">Barth-Archiv</orgName>, in der <orgName ref="kbga-actors-10784">Göttinger Barth-Forschungsstelle</orgName> Tilman Kingreen, 
Wilfried Schutt und besonders Christoph Dahling-Sander mitgearbeitet. Bei der Revision des Bandes in
diesem Jahr haben in Göttingen Barbara Schenck und Bartolt Haase
und in Genf Dr. Théo Schneider mitgetan, in Basel der jetzige Leiter
des Karl Barth-Archives Dr. Hans-Anton Drewes, der die Drucklegung des Bandesin 
sorgfältiger Weise betreut und zu Ende geführt
hat. Besonders diese Personen haben je in ihrer Weise und mit ihrer
Kompetenz nennenswert eindrücklich geholfen, daß jetzt auch dieser
weitere «Gespräche»-Band publiziert werden kann. Ihnen sei an dieser Stelle für ihren 
kundigen und förderlichen Einsatz herzlich gedankt. Möge das Buch eine interessierte 
Leserschaft finden, die sich hineinnehmen läßt in die hier begonnenen Gespräche!</p>

<closer> 
    <dateline rend="left">Göttingen, im Herbst 2004</dateline>
    <signed rend="right">Eberhard Busch</signed>
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