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        <title type="volume" n="vol-44">Predigten 1921</title>
        <title type="content">Vorwort</title>
        <title type="citation_line_1">Drewes, Hans-Anton: Vorwort, kein Datum</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/44001 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1921 (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 2007, S. XVI.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1921</title>
          <title type="text">Vorwort</title>
          <author ref="kbga-actors-3664">Drewes, Hans-Anton</author>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2007</date>
          <biblScope unit="page">XVI</biblScope>
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      <div type="paper">
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        <head>VORWORT</head>
        <div>
          <head><hi rend="italic">1) Dank an den Herausgeber</hi></head>
          <p rend="noindent">An den Schluß seiner Vorworte pflegte <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-3929">Hermann
              Schmidt</persName></hi> jeweils einen «Dank des Herausgebers» zu stellen: Unter dieser
            Überschrift führte er mit schöner Sorgfalt, die ein Ausdruck seines Respekts war, alle
            die auf, die ihm im Laufe der Arbeiten an dem jeweiligen Band behilflich gewesen waren.
            Das Vorwort zu diesem Band muß nun mit einem Dank an den Herausgeber beginnen: Pfarrer
            i. R. <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName> ist am <date when="2005-12-14">14.12.2005</date> im Alter von 80 Jahren in <placeName ref="kbga-places-414">Oldenburg</placeName>
            (<placeName ref="kbga-places-414">Oldenburg</placeName>) gestorben. Auf dem Sterbebett konnte ihn noch die Nachricht erfreuen, daß
            der von ihm vorbereitete Band mit den Predigten Karl Barths aus dem Jahr 1920 in den
            nächsten Tagen zur Auslieferung komme. Es war der achte Band, den <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName> in der
            Karl Barth-Gesamtausgabe betreut hatte. Nun kommen als neunter Band die Predigten 1921
            hinzu, die schon weitgehend von ihm vorbereitet waren.</p>
          <p>In der gemeinsamen Arbeit an den Predigten, in der mir die Überprüfung der
            Transkription, die Überarbeitung und Ergänzung des Anmerkungsapparates und die
            Überwachung der Drucklegung zufielen, habe ich immer wieder mit Staunen und Bewunderung
            darauf geblickt, wie <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName> aus der Handschrift Karl Barths, die sich in den
            Safenwiler Jahren immer mehr der «<foreign xml:lang="lat">littera inintelligibilis</foreign>» des <persName ref="kbga-actors-1282">Thomas von Aquino</persName>
            anzunähern scheint, mit zäher Geduld einen Sinn zu entbinden wußte. Nur wer mit den
            Problemen solcher Handschriften ein wenig Erfahrung hat, kann die Leistung recht
            ermessen, mehr als 2700 Druckseiten aus den ­- aus <hi rend="italic">diesen</hi>
            Manuskripten zu transkribieren. Angesichts dessen habe ich die wissenschaftliche
            Bescheidenheit ebenso bewundert, mit der er seine Entzifferung mit einem Fragezeichen
            zur Diskussion stellen, und die Offenheit, mit der er abweichende
            Entzifferungsvorschläge prüfen konnte. Über der großen Leistung der sieben Bände
            Safenwiler Predigten 1915-1921 (erschienen von 1996 bis 2007) darf aber der wichtige
            Dienst nicht vergessen werden, den <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName> der Karl Barth-Gesamtausgabe und
            damit der weltweiten Barth-Forschung geleistet hat, indem er, noch vor diesen Predigten,
            Barths erste Römerbriefauslegung von <pb ed="pga" xml:id="pr008"/> 1919 und dann die
            «Vorträge und kleineren Arbeiten 1925-1930» für die Gesamtausgabe bearbeitete: zwei
            wichtige und gewichtige Bände, die 1985 bzw. 1994 herauskamen.</p>
          <p><persName ref="kbga-actors-8973">Prof. Dr. Rolf Schäfer</persName>, der hochangesehene Schleiermacher-Herausgeber, wußte, wovon er
            sprach, als er in seiner Predigt im Trauergottesdienst am <date when="2005-12-19">19.12.2005</date> die «lange
            geduldige Arbeit im Studierzimmer oder in den Bibliothekssälen» erwähnte, die <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann
            Schmidt</persName> zu tun hatte, um diese neun Bände zu bewältigen. Mit viel Recht fährt <persName ref="kbga-actors-8973">Rolf
            Schäfer</persName> aber fort: «Wer ihn kannte, wußte auch, daß das für ihn kein philologischer
            Frondienst war, sondern ­- bei aller Sorgfalt ­- eine Freude, die seinem theologischen
            Herzen wohltat.» Alle, die Hermann Schmidts Arbeit nun instand setzt, das Erbe Karl
            Barths umfassender, sorgfältiger und fruchtbarer zu verstehen, werden mit ehrerbietigem
            Dank an ihn denken. Es ruft einen charakteristischen Zug seines Denkens, seines Herzens,
            in Erinnerung ­- und es ist uns ein lebendiger Trost, wenn <persName ref="kbga-actors-8973">Rolf Schäfer</persName> von ihm sagt:
            «Er hielt nicht viel von Spekulationen über das Jenseits, von poetischen Umschreibungen
            oder von philosophischen Behauptungen oder Widerlegungen der Unsterblichkeit. Das Leben
            nach dem Tode begründete er für sich und andere viel einfacher darin, daß Gott unser
            gedenkt.» </p>
          <div>
            <head><hi rend="italic">2) Biographisches</hi></head>
            <p rend="noindent">Auch für Karl Barths Verhältnisse war 1921 ein außergewöhnliches
              Jahr. Am <date when="1920-10-25">25.10.1920</date> hatte er in seinen Pfarrerkalender
              eingetragen: «Gogarten fort. Begonnen: <hi rend="italic">Römerbrief II. Aufl.!</hi>»
              Am <date when="1921-09-22">22.9.1921</date> notierte er: <hi rend="italic">«Römerbrief
                fertig.»</hi> Betrachtet man diese Daten und bedenkt, daß sie die Entstehung des
              Manuskripts für ein Buch von 521 Seiten umschließen, versteht man ohne weiteres, daß
              <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich in diesen Monaten oft vorkam «wie ein alter Hafner, den ich einmal in einem
              Ofen arbeiten sah: so, daß tatsächlich nur noch die Schuhe hervorragten»<note xml:id="n01"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 481</bibl>.</note>. Am <date when="1921-07-27">27.7.1921</date>
              schreibt <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> an <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName>: «Ich stehe jetzt in der Tat unter stärkstem Druck, fahre
              mit abgeblendeten Lichtern gradaus ins Dunkle und bin des Trostes und der Ermunterung
                <pb ed="pga" xml:id="pr009"/> sehr bedürftig.»<note xml:id="n02"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I,
                S. 506</bibl>.</note> Am <date when="1921-08-03">3.8.1921</date>: «Eine weitere Lieferung
              Römerbrief. Du siehst, ich gebe jetzt aus großen und kleinen Kalibern Schnellfeuer.
              Dieser heiße Sommer wird mir aber unvergeßlich bleiben. Ich wandle wie betrunken hin
              und her zwischen Schreibtisch, Eßtisch, Bett, bei jedem Kilometer schon immer den
              nächsten im Auge.»<note xml:id="n03"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 508</bibl>.</note> Am <date when="1921-02-22">22.2.1921</date> hatte es bereits geheißen: «Es ist wirklich eine
              Kanufahrt auf dem <placeName ref="kbga-places-1002">Niagara</placeName>.»<note xml:id="n04"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 471</bibl>.</note> Am <date when="1921-05-04">4.5.1921</date> schreibt <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> seinem Freund: «Hier ein weiteres
              Stück Römerbrief. Die Sorge um dieses Buch verfolgt mich bis in die Träume. Das
              Schreiben fällt mir bedenklich sauer.» Und höchst sorgenvoll fährt er fort: «Werde ich
              in dieser Weise in <placeName ref="kbga-places-27">Göttingen</placeName> Vorlesungen aus mir herausquetschen müssen?»<note xml:id="n05"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 483</bibl>.</note> Denn seit dem <date when="1921-02-01">1.2.1921</date> hatten sich die Sorgen bedenklich verschärft durch die Nachricht
              aus <placeName ref="kbga-places-27">Göttingen</placeName>, «daß die Reformierten (unter Einverständnis mit der Fakultät, wie es
              scheint) mich auf einen neu zu errichtenden, aus <placeName ref="kbga-places-2">Amerika</placeName> zu bezahlenden reformierten
              Lehrstuhl für systematische Theologie setzen wollen»<note xml:id="n06"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I,
                S. 463</bibl>.</note>. Die Erwägungen des Für und Wider, die Verhandlungen mit den
              verschiedenen Instanzen beschäftigten <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> nun bis in die Träume: «Mein Angst-Traum
              des Nachts ist nun öfters die Vorlesung».<note xml:id="n07"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 513</bibl>.</note>
              Und bei Tag beschäftigt <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> neben der Mühe um das Manuskript («Wenn nur das
              Römerbrief-Ungetüm bälder erlegt wäre!»<note xml:id="n08"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 489</bibl>.</note>)
              die Sorge um die Erarbeitung der künftigen Vorlesungen und die Befürchtung, daß statt
              einer «erfolgreichen Lehrtätigkeit» im Gegenteil «nach kurzem Aufschwung eine
              fürchterliche Flucht vor meinen erknorzten Mitteilungen einsetzen wird»<note xml:id="n09"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 483</bibl>.</note>.</p>
            <p>Es klingt nur zu glaubhaft, wenn <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> später im Vorwort zu dem unter solchen
              Umständen entstehenden Buch sagt, seine Gemeindegenossen hätten «ihren Pfarrer oft nur
              in seiner Studierstube gehabt»<note xml:id="n10"> <bibl corresp="kbga-bibls-96">Römerbrief 2, S. XVII (bzw.
                S. XVIII)</bibl>.</note>. Anders als in strenger Konzentration auf dies Manuskript <pb ed="pga" xml:id="pr010"/> hätte, so meint man, das Buch wohl nicht in solch kurzer
              Zeit zustande kommen können. Nun sind aber einerseits in diesen Monaten in der
              Studierstube des Safenwiler Pfarrhauses neben diesem epochemachenden Buch auch die 31
              Predigten entstanden, die in diesem Band vorgelegt werden. Selbst wenn man in Betracht
              zieht, daß einige nicht bis zum eigentlichen Schluß ausformuliert sind, ist das eine
              erstaunliche Leistung. Denn andererseits gingen ja ­- abgesehen von den fünf Wochen,
              in denen <persName ref="kbga-actors-246">Fritz Lieb</persName> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> entlastete ­- auch die übrigen Pflichten des Pfarramts
              weiter. Der Briefwechsel zwischen <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> und <persName ref="kbga-actors-403">Thurn­eysen</persName> vermittelt einen lebendigen
              Eindruck von all den Besuchen und Begegnungen, den Anforderungen und Aufregungen, die
              in dieser Zeit Barths Aufmerksamkeit forderten ­- nicht zu vergessen: die erstaunliche
              Liste der Bücher, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> noch nebenher las («Dann habe ich <persName ref="kbga-actors-673">Ludendorff</persName> und
              <persName ref="kbga-actors-761">Scheidemann</persName> in einem Zug durchgelesen, mit gespanntester Anteilnahme an der Entstehung
              des Wracks, auf das wir nun vielleicht uns begeben sollen»<note xml:id="n11">
                <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 473</bibl>.</note>). Nimmt man hinzu, daß <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> z. B. auch noch neben dem
              regulären Konfirmanden-Unterricht «zwei <hi rend="italic">ganz</hi> schwache Knaben
              privatim» unterrichtete<note xml:id="n12"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 478</bibl>.</note>, bewundert man die
              Energie und die Konzentration, mit der er den Forderungen, die das Pfarramt an ihn
              stellte, <hi rend="italic">und</hi> dem verwegenen Versuch, mit dem «Römerbrief» eine
              neue Hermeneutik: ein «ganz auf die <hi rend="italic">Sache</hi>» ausgerichtetes
              «Gespräch zwischen Urkunde und Leser»<note xml:id="n13"> <bibl corresp="kbga-bibls-2">Römerbrief 2, S. X (bzw.
                S. XI)</bibl>.</note> zu initiieren, zugleich gerecht wurde.</p>
            <p>Zwar finden sich in den Predigten nur verhältnismäßig wenige direkte Reflexe dieser
              Arbeit am Römerbrief. Sie geben jedoch insgesamt davon Zeugnis, wie <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> den gleichen
              Ansatz einer neuen Hermeneutik im Genus der Gemeindepredigt durchführte. Auch hier
              ging es jedesmal darum, so in den Innenraum des Textes vorzustoßen, daß der Prediger
              mit seinen Hörern «nahezu nur noch vor dem Rätsel der <hi rend="italic">Sache</hi>»
                steht<note xml:id="n14"> <bibl corresp="kbga-bibls-96">Römerbrief 2, S. XI (bzw. S. XII)</bibl>.</note>. Ob und wie das
              gelingt, entzieht sich der Feststellung eines Zuschauers.<note xml:id="n15"> Vgl.
                <bibl corresp="kbga-bibls-96">Römerbrief 2, 2. Abdruck S. XXI</bibl>.</note> Umso kritischer gibt <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> selber dem Ge<pb ed="pga" xml:id="pr011" break="no"/>fühl des Mißlingens Ausdruck, wenn ihm eine
              Predigt, wie er meint, «irgendwie unter den Händen zu einer Reihe von Mitteilungen»
                zerfließt<note xml:id="n16"> <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 482</bibl>, vgl. unten S. 102.</note>. Die
              Erforschung der Römerbriefauslegung von 1922 wird in diesen Predigten, die die Arbeit
              am Manuskript stetig begleiten, spannendes Material zum Verständnis jener radikalen
              hermeneutischen Wende finden ­- und übrigens auch zur Illustrierung der sehr
              grundsätzlichen Aussage Barths in seiner letzten öffentlichen Äußerung: «Im Grunde
              [...] ist meine ganze Theologie eine Theologie für Pfarrer. Sie ist herausgewachsen
              aus meiner eigenen Situation, in der ich unterrichten, predigen und ein bißchen
              Seelsorge üben mußte.»<note xml:id="n17"> <bibl corresp="kbga-bibls-4104">K. Barth, <hi rend="italic">Gespräche
                  1964-1968</hi>, hrsg. von E. Busch (Gesamtausgabe, Abt. IV), Zürich 1997,
                S. 534</bibl>.</note> Es steht freilich zu hoffen, daß diese Veröffentlichung nicht nur
              Stoff zur theologischen Forschung, sondern zugleich auch eine Hilfe zur theologischen
              Existenz bietet, indem sie noch «<hi rend="italic">ganz anders</hi> auf den schmalen
              Weg» verweist<note xml:id="n18"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, S. 482</bibl>.</note>.</p>
          </div>
          <div>
            <head><hi rend="italic">3) Zu dieser Edition</hi></head>
            <p rend="noindent">Dieser Band enthält 31 Predigten und eine Taufansprache Barths aus
              dem Jahre 1921. Die Göttinger Predigt vom <date when="1921-02-27">27.2.1921</date>
              trägt keine Nummer, die übrigen haben die Nummern 549-578. Nur die Predigt Nr. 551
              fehlt, sie war nicht auffindbar. Hingegen liegt die Predigt Nr. 552 in zwei Versionen
              vor, die wir als Nr. 552A und 552B wiedergeben. Die im Karl Barth-Archiv aufbewahrten
              Predigt-Manuskripte sind auf unlinierte Bögen geschrieben. Diese haben eine Höhe von
              22,7 cm, eine Breite von 36,4 cm und sind einmal quergefaltet. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schrieb in eng
              gedrängter deutscher Handschrift und benötigte für keine Predigt mehr als einen Bogen.
              In 10 Fällen ist die 4. Seite des Bogens halb oder ganz beschrieben; 6-mal endet die
              Predigt auf S. 3; 13 Predigten umfassen 2 Seiten, die Predigt Nr. 576 und die Skizze
              zur Konfirmationspredigt Nr. 560 umfassen nur 1 Seite. 7 Predigtmanuskripte brechen
              gegen Ende ab. Bei 7 Predigten liegt der Schluß nur in Skizze oder in Stichworten
              vor.</p>
            <p>
              <pb ed="pga" xml:id="pr012" rend="noPipe"/> Die Transkription hat <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName>
              erarbeitet. Er vollzog dann mit seiner Frau die nötigen Kontrollesungen. Danach habe
              ich die Transkriptionen noch einmal an Hand der Originalmanuskripte überprüft.
              Weiterhin unsichere Wörter sind mit einem [?] oder einer Anmerkung versehen.</p>
            <p>Orthographie und Interpunktion werden nach den für die Gesamtausgabe gültigen Regeln
              modernisiert unter Beibehaltung charakteristischer Eigentümlichkeiten Barths.
              Abkürzungen werden in der Regel ausgeschrieben. Lange Passagen werden untergliedert
              durch Herausgeber-Absätze. Diese sind erkennbar an einem | hinter dem Punkt.
              Gedankenstriche, mit denen <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> einen Abschnitt unterteilt, werden öfters in
              Druckabsätze umgewandelt. Unterstreichungen mit Tinte werden durch Kursivsatz
              wiedergegeben. Mit Blaustift unterstrichene Wörter ­- eher Markierungen des
              Gedankengangs als Hervorhebungen ­- sind in abweichender Schrift (<hi rend="small">Helvetica</hi>) gesetzt. <hi rend="italic">Kursive Helvetica</hi> steht dann, wenn
              ein Wort mit Tinte und Blaustift unterstrichen ist. Texte in eckigen Klammern ­-
              meistens Bibelstellennachweise ­- stammen stets vom Herausgeber.</p>
            <p>Eine Predigt des Jahrgangs, die Göttinger Predigt über «Das große ‹Aber›», hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
              in dem von ihm und Thurneysen 1924 herausgegebenen Band «Komm Schöpfer Geist!»<note xml:id="n19"> <bibl corresp="kbga-bibls-935">K. Barth/E. Thurneysen, <hi rend="italic">Komm Schöpfer Geist!
                  Predigten</hi>, München 1924, S. 14–23</bibl>.</note> in Druck gegeben. Dazu wurde eine
              neue Reinschrift angefertigt. Dabei hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> seinen Manuskripttext zahlreichen
              Veränderungen unterworfen. Neben Verbesserungen und Ergänzungen finden sich auch
              sinnstörende Abschreibfehler. Wir folgen der Druckfassung, weisen aber die
              Abweichungen vom Manuskript vollständig nach. Reine Erweiterungen sind in [ ] gesetzt,
              sonstige Veränderungen sind in einem ersten, durch Buchstaben gekennzeichneten Apparat
              festgehalten. Vernachlässigt werden im ersten Apparat Unterstreichungen im Manuskript.
              Die Seitenzahlen des Drucks in «Komm Schöpfer Geist!» werden zwischen senkrechten
              Strichen || mitgeführt; so können in der Sekundärliteratur zitierte Stellen leicht
              gefunden werden.</p>
            <p>Bei der Göttinger Predigt und bei den Predigten Nr. 562-565, 567, 569 und 570 hat
              <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> den Bibeltext in lateinischer Schrift über die <pb ed="pga" xml:id="pr013"/>
              Predigt geschrieben. Bei den übrigen Predigten hat der Herausgeber den Text in [ ]
              hinzugefügt, und zwar in der Fassung der Lutherbibel von 1912.</p>
            <p>Bei den meisten Predigten hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> auf S. 1 des Manuskripts rechts oben die
              Liednummern für den Gottesdienst eingetragen. Es handelt sich um das Gesangbuch für
              die <bibl corresp="kbga-bibls-1087">Evangelisch-reformirte Kirche der deutschen Schweiz, Basel 1891 (GERS)</bibl>. Wir teilen
              nach der Predigt die Lieder mit und fügen die Liednummern des <bibl corresp="kbga-bibls-1089">Gesangbuchs der
              Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz, Basel/Zürich 1998 (RG
              [1998])</bibl> und <bibl corresp="kbga-bibls-1088">des (deutschen) Evangelischen Gesangbuchs von 1992f. (EG)</bibl> hinzu. Finden
              sich die Lieder hier nicht, geben wir nach Möglichkeit eine andere Quelle an.</p>
            <p>Der Erschließung des Buches für die Lektüre dienen die Register. Dort werden
              nachgewiesen: 1. Bibelstellen, 2. Namen, 3. Begriffe.</p>
          </div>
          <div>
            <head><hi rend="italic">4) Dank</hi></head>
            <p rend="noindent">Der Dank, der Pfarrer i. R. <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName></hi>
              auch für diesen Band gebührt, ist am Anfang angedeutet worden. Es ist seine
              Transkription, es ist sein Entwurf für die Anmerkungen, auf denen die Edition gründet.
              Es ziemt sich aber, hier auch dem Dank Ausdruck zu geben, den <persName ref="kbga-actors-3929">Hermann Schmidt</persName> für die
              Begleitung seiner Frau, <hi rend="italic">Gertraude Schmidt</hi>, geb. Ittmann,
              empfand. Er hat gelegentlich geäußert, wie gerne er die Arbeit an Barths Predigten
              tat, weil ihn der Austausch über diese Texte mit seiner Frau froh machte.</p>
            <p>Herrn Dr. Dr. h. c. mult. <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-397">Hinrich Stoevesandt</persName></hi> und seine Frau
                <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-3935">Elis­­abeth Stoevesandt</persName></hi> (<placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>) habe ich wieder bei einer
              Reihe von schwierigen Entzifferungsproblemen um ihre Meinung und um ihren Rat bitten
              dürfen. Herr Pfarrer <hi rend="italic">Marcel Wittwer</hi> (<placeName ref="kbga-places-1">Aarau</placeName>) hat weitgehend
              selbständig die Register erarbeitet. Frau Dr. <hi rend="italic">Katja Tolstaja</hi>
              M. A. (<placeName ref="kbga-places-858">Kampen</placeName>) und Herr Pfarrer Peter <hi rend="italic">Leuenberger</hi> (Füllinsdorf,
              früher <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>) und mit besonderer Ausdauer und Anteilnahme auch wieder Frau <hi rend="italic">Margrit Müller</hi> (<placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>) haben zum Band beigetragen. Ihnen allen
              gilt mein herzlicher Dank.</p>
            <p><hi rend="italic">Aber ­-</hi> wie früher die vielen, die auf den Titelblättern und
              in den Vorworten der bisher erschienenen 43 Bände aufgeführt sind, so könnten auch die
              heute in diesem Band Genannten ihre Arbeit für das <pb ed="pga" xml:id="pr014"/> Karl
              Barth-Archiv und für die Karl Barth-Gesamtausgabe nicht in sinnvoller Kontinuität und
              mit der Hoffnung auf einen Nutzen für Theologie und Historie ­- und im weiteren Kreis:
              für ecclesia und polis ­- tun ohne den Einsatz der <hi rend="italic">Karl
                Barth-Stiftung</hi> und der <hi rend="italic">Karl Barth-Nachlass-Kommission.</hi>
              Daß deren Präsidenten in diesem Jahr besondere Geburtstage haben, ist ein willkommener
              Anlaß, die Leserinnen und Leser der Karl Barth-Gesamtausgabe in aller Welt an dieser
              Stelle einmal ausdrücklich auf die Bedeutung der Stiftung und der Nachlass-Kommission
              für die Barth-Forschung hinzuweisen.</p>
            <p>Die theologische Arbeit betrifft «jeden Christen, sofern sein Leben bewusst oder
              unbewusst auch ein Zeugnis ist. Sofern er in ihm auch der Wahrheitsfrage gegenüber
              verantwortlich ist, ist jeder Christ als solcher auch zum Theologen berufen.»<note xml:id="n20"> <bibl corresp="kbga-bibls-5157">K. Barth, <hi rend="italic">Einführung in die evangelische
                  Theologie</hi> (1962), Zürich 2004<hi rend="sup">5</hi>, S. 48</bibl>.</note> Der 65.
              Geburtstag von Dr. iur. <hi rend="italic">Bernhard Christ</hi> ist eine schöne
              Gelegenheit, an diese Sätze Karl Barths zu erinnern: in Dankbarkeit und Respekt für
              das sich an diese Berufung haltende große Engagement, mit dem Bernhard Christ die Karl
              Barth-Stiftung leitet. Wie sich Besinnung auf die Vergangenheit und Wahrnehmung der
              Gegenwart fruchtbar bedingen, das zeigt sehr schön der Rückblick Bernhard Christs auf
              einen «Kampf ums Bekenntnis» im alten <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName><note xml:id="n21"> <bibl corresp="kbga-bibls-6739">B. Christ, <hi rend="italic">Ein Kampf ums Bekenntnis</hi>, in: K. Kusmierz / N. Peter (Hrsg.),
                  <hi rend="italic">dreissig-, sechzig-, hundertfältig. Basler Predigten aus sechs
                  Jahrhunderten</hi>, Zürich 2004, S. 132–136</bibl>.</note>: ein Exempel des aufmerksamen,
              verantwortlichen Hörens auf die «Väter von vorgestern und gestern»<note xml:id="n22">
                <bibl corresp="kbga-bibls-4407">K. Barth, <hi rend="italic">Letzte Zeugnisse</hi>, Zürich 1969, S. 71</bibl>.</note>, wie
              <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> es gefordert ­- und selber in stets frischer Neugier geübt hat. In diesem
              Sinne versucht die Karl Barth-Stiftung unter ihrem Präsidenten Bernhard Christ dem
              offenen kritischen Hören auf das Werk Karl Barths zu dienen. Die Aufgabe ist schon im
              Blick auf den Umfang dieses ungewöhnlich vielgestaltigen Werkes nicht einfach. Umso
              größer ist der Dank.</p>
            <p>Etwas von jener Neugier, die sich im Feuer der Frage nach der Wahrheit erneuert und
              bewährt, hat <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> zweifellos seinem Enkel <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-1976">Dieter
                Zellweger</persName></hi> mitgegeben ­- vielleicht besonders einprägsam in dem privaten
              zusätzlichen Konfirmandenunterricht, in dem er mit <pb ed="pga" xml:id="pr015"/> ihm
              seine damals eben erschienene «Einführung in die evangelische Theologie» durchnahm. Ob
              im theologischen Unterricht in Afrika oder im Dienst als Pfarrer und Dekan der
              Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Landschaft, ob auf den ihm sozusagen von
              Kindesbeinen an vertrauten Wegen oder auf den Wegen anderer, neuer theologischer
              Fragestellungen und Methoden ­- das sehr prinzipielle Motto hat <persName ref="kbga-actors-1976">Dieter Zellweger</persName> immer
              begleitet: «Credo, ja! Aber: credo, <hi rend="italic"><foreign xml:lang="lat">ut intelligam</foreign>.</hi>»<note xml:id="n23"> <bibl corresp="kbga-bibls-5157">K. Barth, <hi rend="italic">Einführung in die evangelische
                  Theologie</hi> (1962), Zürich 2004<hi rend="sup">5</hi>, S. 54</bibl>.</note> Hier
              liegt der entscheidende Antrieb zu freier theologischer Forschung. Im Blick auf Dieter
              Zellwegers 60. Geburtstag ist ihm für den großen Dienst Dank zu bezeugen, den er in
              der Tradition seines unvergeßlichen Vaters <persName ref="kbga-actors-438">Max Zellweger</persName> als Präsident der
              Nachlass-Kommission für das Erbe Karl Barths leistet, und insbesondere ist ihm dafür
              zu danken, daß er die Verantwortung für den Nachlaß Karl Barths in Gemeinschaft mit
              den anderen Vertretern der Familie Karl Barths: <hi rend="italic">Shabnam-Edith
                Barth</hi>, Dr. <hi rend="italic">Daniel Barth</hi> und Dr. <hi rend="italic">Nikl­­aus Peter</hi>, und mit Dr. <hi rend="italic">Georg Vischer</hi>, dem alt
              Kirchenratspräsidenten der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, stets
              entschieden zugunsten der freien Forschung wahrgenommen hat.</p>
            <p>Es bleibt, allen Genannten herzlich zu danken und zu wünschen: «Möge ihnen und uns
              allen das so schön Eingeleitete zu folgereichem Genuß gedeihen. Und so fortan!» </p>
            <!-- leerzeile -->
            <closer><dateline rend="left"><placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>, im Oktober 2007</dateline>
              <signed rend="right"><persName ref="kbga-actors-3664">Hans-Anton Drewes</persName></signed></closer>
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      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
