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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 100</title>
        <title type="content">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli, 25. März 1932</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45102 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 100: Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
          <!--position within a volume-->
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        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum, 25. März 1932. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/20085">KBA 9272.95</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1932-03-25">25. März 1932</date>
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          <persName ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</persName>
          <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>
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          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
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                        Barth an v.K. auf dem Bergli
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                        <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>, den <date when="1932-03-25">25.3.1932</date>
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                  <salute>Du liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>!</salute>
                  </opener>
                
                <p> Ich danke dir für deinen schönen langen Brief, der mich nicht lange nach dem
                    Abgang meines letzten erreicht hat und den ich mit Freude und immer wieder
                    gelesen habe. Aus den Beilagen siehst du, daß ich mich immer wieder nicht mit
                    dem beschäftige, womit ich mich beschäftigen sollte, so daß ich in höchster
                    Unklarheit hinsichtlich der Mission<note xml:id="n01">Siehe oben
                        <ref type="pub" target="../volume/45/p213#fn_n01">S. 213, Anm. 1.</ref>
                        </note> bei dir eintreffen
                    werde. «Man kann das nicht so machen, Karl!», pflegst du in solchen Fällen unter
                    Hinweis auf die Sterne und andere
                    Schicksalsfaktoren zu sagen. Gelt, du nimmst mich dann trotzdem liebevoll auf.
                    Heute morgen war ich im Gottesdienst der Altkatholiken, in dem <persName ref="kbga-actors-569">Gilg</persName> die Messe und <persName ref="kbga-actors-3216">Gaugler</persName> die Predigt hielt, und hatte eigentlich einen recht guten
                        Eindruck, nur daß eben
                    sozusagen keine Gemeinde da war. Denk, an der Schwarztorstraße<note xml:id="n02">D. h. bei der Familie <persName ref="kbga-actors-669">Lindt</persName>.</note> haben sie andauernd
                    allerlei Krankheit, und auch in <placeName ref="kbga-places-418">Madiswil</placeName> ist einer der Buben im Bett. Das ist ein Moment ständiger
                        Beunruhigung für meine gute <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName>.</p>
                <p> Es bleibt dabei, daß ich am Montag komme. <placeName ref="kbga-places-1161">Dürrenroth</placeName>, wo <persName ref="kbga-actors-763">Schild</persName><note xml:id="n03">
                            
                            <persName ref="kbga-actors-763">Paul Alexander Schild</persName> (1884–1966), 1907-1930
                        Pfarrer in Uerkheim (Nachbarort von Safenwil, Kt. Aargau), 1930-1950 in
                        <placeName ref="kbga-places-1161">Dürrenroth</placeName> (Kt. Bern); die Ehefrau <persName ref="kbga-actors-7377">Hedwig Schild</persName>, geb. Mauch, war Patin von <persName ref="kbga-actors-22">Hans Jakob Barth</persName>.</note> wohnt, wird für diesmal noch verschoben; es ist
                    nämlich fast nicht zu erreichen. Auch <placeName ref="kbga-places-418">Madiswil</placeName> lasse ich nun eben links liegen, werde, wenn ihr nichts
                    Anderes berichtet, 17<hi rend="sup">26</hi> hier abfahren und 19<hi rend="sup">30</hi> in <placeName ref="kbga-places-66">Zürich</placeName> eintreffen. Hier im Auto abgeholt zu werden,
                    wäre freilich auch eine schöne Sache. Ich habe meiner <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName> mitgeteilt, welche
                    Möglichkeiten da in Betracht kommen könnten und habe festgestellt, daß sie zwar
                    zum Sichmitnehmenlassen den nötigen seelischen Auftrieb nicht hat, daß sie es
                    aber wohl zufrieden wäre, wenn ihr euch z. B. zum Tee oder auch schon zum
                    Schwarzen Kaffee hier einfinden würdet, und daß sie dem kritischen Moment, wo
                    ich mit euch davonrollen <pb xml:id="p231" ed="pga"/> würde, mit Fassung
                    entgegensehen würde. Diese psychisch naturgemäß belastete Situation müßte
                    (besonders auch von dir!) gut vorbereitet und mit Liebe und Eleganz gestaltet
                    werden. Wenn das unter Vermeidung aller Kühe in der Luft<note xml:id="n04">Siehe oben <ref type="pub" target="../volume/45/p172#fn_n09">S. 172, Anm. 9.</ref>
                        </note>
                    geschehen könnte, wäre diese Lösung wirklich eine schöne Lösung, der ich mit
                    großem Vergnügen entgegensehen würde. Aber darüber müßt ihr euch nun dort
                    verständigen. Wenn du mir keine Nachricht mehr gibst, nehme ich an, ich solle
                    mit der Eisenbahn kommen.</p>
                <p> Der Plan bezüglich <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName> gefällt mir ausnehmend.<note xml:id="n05">
                            Vom <date to="1932-04-13" from="1932-04-09">9.-13.4.1932</date> reiste <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> mit <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName>
                  und dem <rs type="person" ref="kbga-actors-316 kbga-actors-315">Ehepaar Pestalozzi</rs> vom <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>
                        aus nach <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName>, um dort am <date when="1932-04-11">11.4.</date> seinen Vortrag an der Brandenburgischen Missionskonferenz zu halten (s. oben
                    <ref type="pub" target="../volume/45/p213#fn_n01">S. 213, Anm. 1</ref>). Während seines Aufenthaltes
                        in Berlin traf er mit <persName ref="kbga-actors-92">Otto Dibelius</persName>, dem Missionsdirektor <persName ref="kbga-actors-2437">S. Knak</persName> und mit <persName ref="kbga-actors-50">D. Bonhoeffer</persName> zusammen (s. <bibl corresp="kbga-bibls-134">
                                Busch, S. 231f.</bibl>; zur
                        Begegnung mit Bonhoeffer s. Bonhoeffers Brief vom <ref type="kba-objects-id" target="20977">24.12.1932</ref> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, in:
                        <bibl corresp="kbga-bibls-2699">
                                <persName ref="kbga-actors-50">D. Bonhoeffer</persName>, <hi rend="italic">Berlin 1932-1933</hi>, hrsg. von C. Nicolaisen und
                        E.-A. Scharffenorth, Dietrich Bonhoeffer Werke, Bd. 12, Gütersloh 1997,
                        S. 37f.</bibl>, und den kurzen Bericht über <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Aufenthalt in Berlin in
                        Bonhoeffers Brief vom 17.5.1932 an <persName ref="kbga-actors-1280">E. Sutz</persName>, in: <bibl corresp="kbga-bibls-2700">
                                <persName ref="kbga-actors-50">D. Bonhoeffer</persName>, <hi rend="italic">Ökumene, Universität, Pfarramt
                            1931-1932</hi>, hrsg. von E. Amelung und Chr. Strohm, Dietrich
                        Bonhoeffer Werke, Bd. 11, Gütersloh 1994, S. 87-91</bibl>).</note> Wir ordnen dann
                    alles Nötige vom <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName> aus. Ich höre
                    aber, solange es mit meinem Vortrag noch so mies steht, noch gar nicht gerne von Berlin
                    reden.</p>
                <p>Ja, ist es denn wahr, daß es nun nur noch drei Tage geht? Du weißt ja gar nicht,
                    wie ich mich freue. Du dich gar nicht, gelt? Oder doch auch ein bißchen?</p>
                <closer>
                    <salute>Dein</salute> <signed>
                        <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>
                    </signed> </closer>
                <postscript>
                    <p> Wenn die Abholung im Auto zustande käme, so wäre es günstig, wenn die
                        Einrichtung für das Gepäck mitgenommen würde, weil ich soviel Zeug bei mir
                        habe. Aber ihr dürft es nur tun, wenn nicht nur die Sterne einwandfrei gut stehen, sondern auch der
                        Himmel von <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName> Gemüt völlig unbewölkt ist.</p>
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