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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 103</title>
        <title type="content">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München, 19. September 1932</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45105 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 103: Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum, 19. September 1932. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/20669">KBA 9272.98</ref>. </bibl>
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          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
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                        Barth an v.K. in München
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                        <placeName ref="kbga-places-603">Wabern</placeName> [bei Bern], <date when="1932-09-19">19.9.1932</date>
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                  <salute>Meine Liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>!</salute>
                  </opener>
                
                <p> Ich war so froh über deinen guten Brief, der heute morgen ankam. Denk, ich hatte
                    gerade heute nacht auch von einem Streit mit dir geträumt. Wir wollen das doch nicht einmal im Traum
                    mehr tun, geschweige denn wachend. Das Leben ist viel zu kurz, und Streiten ist
                    etwas viel zu Häßliches.</p>
                <p> Ich sende dir hier wieder allerlei Briefdurchschläge, in denen du so
                    ziemlich Alles findest, was seither über mein hiesiges Leben zu berichten ist.
                    Gelt, einigen dieser Briefe merkt man es an, daß das gute Maschinlein jetzt ganz
                    nach den zweifelhaften Eingebungen meines Gemütes läuft, ohne daß auf Grund der
                    Warnungen oder Vorschläge <pb xml:id="p239" ed="pga"/> der lieben Lollo Einiges
                    anders zu laufen genötigt wäre! Das Gespräch mit dem Franzosen<note xml:id="n01">Siehe oben <ref type="pub" target="../volume/45/p233#fn_n06">S. 233, Anm. 6.</ref>
                        </note> heute
                    war eines jener ausführlichen, aber sicher im Grunde unnützen Interviews, wie du
                    sie kennst. Er brachte alle blöden Einwürfe vor, die wir seit zehn Jahren gut
                    genug kennen. Ich habe sie ihm aber gutmütig der Reihe nach beantwortet, und er
                    schied dann scheinbar sehr zufrieden. Nun erwarte ich die Studenten. <persName ref="kbga-actors-7494">Von Tscharner</persName><note xml:id="n02">
                            <persName ref="kbga-actors-7494">Daniel von Tscharner</persName> (1907–1999), 1932 und 1933/34 Studium bei <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in
                        Bonn, 1934 ordiniert, Pfarrer u. a. in Trub, Lützelflüh (Kt. Bern) und in
                        Zofingen (Kt. Aargau).</note> wird leider nicht dabei sein. Er ist im
                    «Dienst», d. h. im Militärdienst. Ich hatte eine Korrespondenz mit <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName> wegen des
                    Antrags von 
                      <rs type="person" ref="kbga-actors-763 kbga-actors-7377">Schilds</rs><note xml:id="n03">Siehe oben
                        <ref type="pub" target="../volume/45/p230#fn_n03">S. 230, Anm. 3.</ref>
                        </note>, <persName ref="kbga-actors-22">Hansjoggeli</persName>
                    noch einige weitere Monate dort zu behalten. Ich habe nun negativ entschieden.
                    Er kann doch, so gesund es dort sein mag, nicht ewig im <placeName ref="kbga-places-1095">Emmental</placeName> sein, und es müßte dann eine eigene
                    Abholungsexpedition inszeniert werden. So habe ich es nun Nelly und Schilds
                     geschrieben, daß ich ihn am Dienstag abholen und heimbringen werde
                        (Nelly auf
                    einer Karte, nur damit du den Durchschlag nicht vermissest – die Karten, auf
                    denen ich mich zu den Zeitgenossen äußere, kommen dir eben überhaupt nicht zu
                    Gesicht, gelt, das ist schade!). <persName ref="kbga-actors-669">Karis</persName>
                    gestrige Predigt war weniger gut als andere, die ich von ihm hörte. Was war denn das für ein
                    geheimnisvoller Absturz <persName ref="kbga-actors-408">Träubleins</persName>? 20 Meter tief abstürzen ist gewiß schon an sich eine
                    schlimme Sache. Ist ihm darüber hinaus noch ein Bergdämon erschienen, oder was
                    ist nur los? Sag ihm jedenfalls meine volle Teilnahme. Wahrscheinlich hänge das
                    damit zusammen, daß er den Himmel für schwarz halte.</p>
                <p>Ich muß abbrechen. Die Knäblein kommen. Es sollte nur ein Gruß sein, und in den
                    Beilagen hast du ja noch eine Menge Kundgebungen meines Inneren.</p>
                <p>Grüße alle guten Menschen und denke liebreich an deinen liebreich an dich
                    denkenden</p>
                <closer>
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                        <persName ref="kbga-actors-2151">K</persName>.</signed>
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                    <p> Heute ging wieder ein Schock Korrekturen<note xml:id="n04">Siehe oben <ref type="pub" target="../volume/45/p233#fn_n05">S. 233,
                            Anm. 5.</ref>
                        </note> an dich ab. Hast du mit <persName ref="kbga-actors-662">Lempp</persName> schon Fühlung genommen? Und über den
                        Einband geredet?</p>
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