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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 105</title>
        <title type="content">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München, 24. September 1932</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45107 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 105: Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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                        Barth an v.K. in München
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                    <salute>Du liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>!</salute>
                  </opener>
                
                <p> Du kannst nicht wissen, was es für mich für eine Befreiung bedeutete, als
                    gestern abend endlich, endlich – ich hatte ja seit fast einer Woche nichts mehr
                    bekommen – dein Brief eintraf und mir sagte, daß du noch lebest, gesund und mir
                    noch gut seist. Ich kann es dir ja nicht erklären – wie man es wohl in allen
                    solchen Lagen überhaupt nicht erklären kann – warum es mir eigentlich die ganze
                    Zeit so schwer ums Herz war.
                    Aber wie dem auch sei: daß nun auch noch deine Briefe in dieser Weise
                    ausblieben, das hatte nur noch gefehlt, um bei Tag und besonders in schlaflosen
                    Nachtstunden einen traurigen und bösen Gedanken um den anderen in mir
                    wachzurufen. Nun bin ich so froh, wenigstens wieder zu wissen, daß du da bist,
                    und so viele gute hoffnungsvolle Töne aus deinem Brief zu mir reden lassen zu
                    können. Weißt du, wenn ich mir Alles überlege, so glaube ich ja auch, daß meine
                    Aufregung wegen dem heutigen <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> zu ihrem Gegenstand
                    in keinem rationalen Verhältnis steht bzw. daß <persName ref="kbga-actors-3432">Papen</persName><note xml:id="n01">
                            <persName ref="kbga-actors-3432">Franz von
                            Papen</persName> (1879–1969),
                        vom 3.7.-2.12.1932 Reichskanzler im «Kabinett der nationalen
                        Konzentration», 1933/34 <persName ref="kbga-actors-185">Hitlers</persName> Vizekanzler. Über die Vorgänge bei und nach der
                        Auflösung des <orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstags</orgName> am 12.9.1931, in denen <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> eine Mißachtung der
                        Reichsverfassung sah, berichteten die <orgName ref="kbga-actors-5804">Basler Nachrichten</orgName> fortlaufend (vgl.
                        oben <ref type="pub" target="../volume/45/p238#fn_n11">S. 238, Anm. 11</ref>).</note> mit sei<pb xml:id="p246" ed="pga" break="no"/>nem mich durch alle illustrierten Zeitungen bis in die
                        Träume verfolgenden langen
                    Gesicht in meiner Bekümmerung nur eine Vordergrundsfigur oder gar nur ein Symbol
                    ist. Für was? Ja eben, wenn ich das wüßte! Du fragst mich, ob ich mit dir «nicht
                    zufrieden» sei. Ach, so kann man auch das nicht nennen. Wenn ich mich ganz
                    ehrlich frage und wenn ich dir ganz ehrlich antworten soll, so drängt sich mir
                    freilich auf, daß ich schwer daran trage, daß du mir gegenüber in der
                    Geltendmachung deines Rechtes so oft so heftig und ausfällig werden mußt und
                    mich andererseits oft so scharf bedrängst in Dingen, in denen ich lieber meinem
                    eigenen Instinkt folgen würde. Es ist da irgendwo in
                    mir eine gewisse Betrübnis in mir angesammelt, weil ich dich nun einmal gerne
                    anders hätte: weiser, gütiger, lockerer oder wie man es nennen will, und weil
                    ich nie oder nur so selten ruhig mit dir darüber reden kann, ohne gerade damit
                    gerade das aufs Neue bei dir hervorzurufen, wovor ich mich so fürchte, wie sich nur ein
                    Kind vor etwas fürchten kann. Aber wenn ich dann weiter über Alles nachdenke,
                    dann sage ich mir sicher, daß auch das nicht das Eigentliche ist, was mich
                    bedrückt. Ich weiß, ich verstehe doch die Not der Lage, in die ich selber dich
                    gebracht habe. Ich habe dich doch lieb, so wie du bist, d. h. so wie ich dich
                    nun kenne, und nicht nur als die stille feine Krankenschwester von 1925,
                    die ich wohl naiverweise «eigentlich» meine und die ja doch übrigens wahrlich
                    auch noch auf dem Plane ist. Ich sehe und anerkenne doch gewiß, daß du selber
                    auch im Streite mit dir selber bist und Alles, was ich dir sagen könnte, dir
                    selber sagst und also wohl auch darin recht hast, wenn du mich nicht anhören
                    willst. Und ich zweifle auch wirklich nicht, daß wir über Alles, was sich da an
                    «Betrübnissen» fernerhin unvermeidlich noch ereignen mag, weil wir uns so lieb
                        haben, hinwegkommen
                    werden, wie es bisher noch immer geschehen ist. Also darüber traurig zu sein,
                    wäre wirklich auch nicht lohnend und nicht recht. Denke ich dann weiter, so
                    komme ich darauf, daß mir so richtig bange ist in der schweren und gefährlichen
                    Arbeit, in der ich nun einmal stehe: Wegen der fast totalen Einsamkeit, in der ich mich
                    sehen muß, wegen meines schlechten Gedächtnisses, meines ungenügenden Wissens,
                    meiner geringen Arbeitsintensität, wegen der überall – man kann wohl sagen –
                    hoffnungslosen Zerfahrenheit des Protestantismus, zu der ich vielleicht auch nur noch beitrage, wegen
                    der heillosen Relativität alles menschlichen Tuns, die <pb xml:id="p247" ed="pga"/>
                    wohl in der ganzen Welt nirgends so kraß an den Tag tritt, wie in dem
                    theologischen Denken, Reden, Streiten, Aufbauen, dem ich nun meine Lebenstage
                    verschrieben habe. Ich gehe so mutlos an das cyklopische Programm dieses
                        Winters<note xml:id="n02">Siehe zum Arbeitsprogramm <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> für
                            das Wintersemester 1932/33 oben <ref type="pub" target="../volume/45/p237#fn_n10">S. 237,
                        Anm. 10.</ref>
                        </note> heran, <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>. Wieder hinter dem allem mag dann wohl auch
                    einfach das Physiologische stehen, das dem Menschen gesetzt ist, einmal zu
                    sterben, und daß man – ja du magst sagen, was du willst – mit 47 Jahren anfängt,
                    ein älterer Kauz zu werden, dem man mit Recht «die Jungen» entgegenhält und
                    vorzieht, dessen Grenzen mehr und mehr sichtbar werden, dessen Zeit und Kräfte
                    bemessen sind.
                    Selbstverständlichkeiten, mit Humor zu ertragen? Ja, aber es drückt irgendwo,
                    auch wenn man Alles weiß, was dazu zu sagen ist. Vielleicht drückt es mich hier
                    in <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>, wo mich Alles, Alles so lebhaft
                    an meine Kindheit, Bubenzeit und Studentenzeit erinnert, besonders lebhaft. Aber
                    warum gerade jetzt? Transite<note xml:id="n03">D. h. «Übergänge» der
                        Planeten über die Himmelskonstellation, auf die sich das Grundhoroskop
                        bezieht. Sie sind für astrologische Überlegungen von besonderer
                        Bedeutung.</note>? Vielleicht, aber das bin dann doch auch irgendwie ich
                    selber mit meiner ganzen unübersichtlichen Schuld und Not.
                    Vielleicht, wahrscheinlich hat auch Eduard recht, der mich im Blick auf deinen
                    Autounfall<note xml:id="n04">Siehe oben <ref type="pub" target="../volume/45/p235#fn_n03">S. 235,
                        Anm. 3.</ref>
                        </note> darauf aufmerksam gemacht hat, daß der Teufel es auf die neue Dogmatik abgesehen
                    haben könnte und mich gerade jetzt schachmatt setzen will.<note xml:id="n05">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p284#p284">S. 284</ref></bibl>.</note> Und dem Teufel dürfte man ja dann
                    wirklich den Gefallen nicht tun, jetzt wirklich müde zu werden. Aber wie dem auch sei, gelt,
                    ich darf dir das alles sagen, obwohl du dich selber auch als einen Posten auf
                    dieser so wenig erfreulichen Rechnung findest. Und gelt, wir haben uns lieb und
                    da kommt nichts dazwischen!</p>
                <p> Von den letzten Tagen ist äußerlich wenig zu berichten und auch außer dem Brief
                    an <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName><note xml:id="n06">Brief an <persName ref="kbga-actors-316">R.</persName> u. <persName ref="kbga-actors-315">G. Pestalozzi</persName> vom <date when="1932-09-23">23.9.1932</date> (<ref type="kba-objects-id" target="20692">KBA 9232.277</ref>).</note> – einen an Pfarrer <persName ref="kbga-actors-623">Jäckh</persName> in der Schützangelegenheit<note xml:id="n07">Auf <persName ref="kbga-actors-623">Jäckh</persName>s Klage über die
                        Verzeichnung <persName ref="kbga-actors-47">Blumhardts</persName> in dem Buch von <bibl corresp="kbga-bibls-2713">
                                <persName ref="kbga-actors-2500">Paul Schütz</persName>
                        <hi rend="italic">«Säkulare Religion». Eine Studie über ihre Erscheinung in der
                            Gegenwart und ihre Idee bei Schleiermacher und Blumhardt dem
                            Jüngeren</hi>, Tübingen 1932</bibl> (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-3397">ZZ, Jg. 10 [1932], S. 541-550</bibl>),
                            antwortete <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in Briefen vom <date when="1932-07-26">26.7.</date> und vom <date when="1932-09-22">22.9.1932</date> (<ref type="kba-objects-id" target="20498">KBA 9232.228</ref> und
                            <ref type="kba-objects-id" target="20685">KBA 9232.276</ref>). – <persName ref="kbga-actors-623">Eugen Jäckh</persName> (1877–1954), 1911-1920 Pfarrer, Mitarbeiter und
                        Stellvertreter von Pfarrer <persName ref="kbga-actors-47">Chr. Blumhardt</persName> in Bad Boll, seit 1920 Pfarrer in
                        Oehringen, seit 1926 in Göppingen, Verfasser der Blumhardt-Biographie
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2714">
                                <hi rend="italic">Christoph Blumhardt, ein Zeuge des Reiches Gottes</hi>,
                        Stuttgart 1950</bibl>.</note> habe ich zunächst direkt an <persName ref="kbga-actors-403">Eduard</persName> aufs <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName> ge<pb xml:id="p248" ed="pga" break="no"/>schickt – nichts beizulegen. Immerhin den Brief von Eduard<note xml:id="n08">Brief
                        vom 22.9.1932 (<bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p280#p280">S. 280–285</ref></bibl>).</note> und die Zeilen von Rudi und
                        <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName>
                    wirst du auch gerne lesen.</p>
                <p> Meiner <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName> habe ich deinen Gruß ausgerichtet, und diesmal läßt sie ihn
                    sogar betont erwidern. Sie werde dir, wenn die Zeit da sei, schon auch wieder
                    schreiben. Die Gründe ihres Verhaltens in den letzten Zeiten kamen ziemlich
                    deutlich an den Tag inzwischen. Es sind in der Hauptsache zwei: Einmal ist sie
                    eben seit einem Jahr sehr betroffen und beschäftigt durch die seither
                    eingetretene Wiederholung unseres Falles bei <persName ref="kbga-actors-27">Peter</persName><note xml:id="n09">Siehe dazu
                        oben <ref type="pub" target="../volume/45/p236#fn_n04">S. 236, Anm. 4</ref>
                        </note>. Verstehen der Söhne,
                    Bedauern mit den Schwiegertöchtern und dann … großes Rätseln an dem Geheimnis
                    der «beiden Fräulein» (!!), das geht in ihr Alles durcheinander, und wie sollte
                    das einer 69jährigen nicht schwierig fallen, wo ja uns selbst Alles so unlösbar
                    schwierig ist. Das andere ist der bei ihrem Besuch an der letzten Weihnacht
                    unauslöschlich empfangene (und durch Peter und … Onkel <persName ref="kbga-actors-3923">Ernst</persName><note xml:id="n10">
                            <persName ref="kbga-actors-3923">Ernst Sartorius</persName>.</note> bestätigte) Eindruck, du und ich machten es
                    mit <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName> auch
                    unter Voraussetzung der Lage als solcher nicht gut, sondern seien notorisch
                        «ungattig»<note xml:id="n11">= unangemessen, unpassend, nicht
                        dem erwartbaren Verhalten entsprechend.</note> mit ihr, hart, spöttisch,
                        abweisend usw., so daß Nelly auch unter Voraussetzung der
                    Lage als solcher ein trauriges und bedauernswertes Leben habe. Also diese zwei Dinge seien es, die sie
                    dir bzw. «uns» gegenüber in der letzten Zeit gehemmt hätten.</p>
                <p> Auch sie meint übrigens, daß sich bei <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName> eine Veränderung zum Guten
                    vollzogen habe und daß wir es leichter haben würden in dieser Beziehung. Ich
                    konnte ihr nicht sagen, daß unser Schwerdransein ja zum Wenigsten
                    (wahrscheinlich eben viel zu wenig) durch Nellys So- oder Andersdransein
                    bedingt sei, sondern viel mehr durch uns <hi rend="italic">selbst</hi> in unserem
                    Verhältnis zu ihrem <hi rend="italic">Da</hi>sein. Ja,
                    da wird noch Vieles auf uns warten, dem gut und d. h. anders, besser zu begegnen
                    wäre und dem <pb xml:id="p249" ed="pga"/> ich mich – wirklich sogar, wenn du ein
                    Engel oder sagen wir: <hi rend="italic">nur</hi> ein Engel wärest (du bist es ja
                        <hi rend="italic">auch!</hi>) – so gar nicht gewachsen weiß.</p>
                <p> Da, eben bringt mir die Post dein Brieflein und damit Sonnenschein ins Herz
                    hinein! Nach <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName> wirst du mir nun also nicht mehr schreiben? Aber vielleicht
                    nach <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>, wo ich am Dienstag abend
                    eintreffen werde? Magst du für <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName>, wie ich es ihnen
                    verheißen, aus den dir gesandten Durchschlägen eine Auswahlsendung
                    zusammenstellen? Gestern war ich zum Tee bei unserem alten Kinder- und
                    Familienarzt Prof. Stooss. Am Abend
                    waren <persName ref="kbga-actors-669">Kari</persName> und der eine
                    von den zwei Pfr. <persName ref="kbga-actors-1510">Burri</persName><note xml:id="n12">Vermutlich ist Pfarrer <persName ref="kbga-actors-1510">Eduard Burri</persName> von der Johanneskirche
                        in Bern gemeint.</note> da. Wir sprachen bis ½1 Uhr zusammen.</p>
                <p> Ach du, es ist so gut, daß du da bist, und du darfst und sollst wohl auch
                    bleiben, wie du bist, und jedenfalls habe ich dich gerade so lieb, wie du bist,
                    und wahrscheinlich kommt alles Ungute nur davon her, daß ich so Sehnsucht nach
                    deiner Gegenwart habe, denn wenn wir
                    beieinander sind und in actu ist Alles ganz anders, als wenn es sich so zu einem
                    habitus verdichten kann. Ich erwarte dich also dringend und auf alle Fälle am
                    29. abends. Heute in acht Tagen um diese Zeit haben wir dann schon wieder zwei
                    Tage miteinander gelebt und Alles wird gut sein. Bei <persName ref="kbga-actors-662">Lempp</persName> ist eine Konfusion eingetreten. Er schickt
                    mir soeben Korrekturen von … <persName ref="kbga-actors-6928">Ellweins</persName> Laiendogmatik<note xml:id="n13">
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2715">
                                <persName ref="kbga-actors-6928">Th. Ellwein</persName>,
                            <hi rend="italic">Evangelische Lehre. Eine Laiendogmatik</hi>, München
                        1932</bibl>.</note>, und der wird wohl unterdessen die meinigen erhalten haben.</p>
                <p>Grüß Gott, liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>. Ich sende den Brief nun eben ab, wie er ist. Du wirst ja
                    das rechte Oberhalb dazu schon zu gewinnen wissen. Ich danke dir für alle deine
                    guten Worte.</p>
                <closer>
                    <salute>Dein</salute> <signed>
                        <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>
                    </signed> </closer>
                <postscript>
                    <p> Als Drucksachen sind heute Korrekturbogen und <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName>
                        Photographien<note xml:id="n14">Vermutlich handelt es sich dabei um Photographien des
                            gemeinsamen <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>-Aufenthaltes vom <date to="1932-09-13" from="1932-08-01">1.8. bis zum 13.9.</date> sowie um
                            Photographien der gemeinsamen Italienfahrt mit dem <rs type="person" ref="kbga-actors-316 kbga-actors-315">Ehepaar Pestalozzi</rs> vom <date to="1932-08-20" from="1932-08-17">17.8. bis zum 20.8.1932</date>.</note> an dich
                        abgegangen, unter den letzteren die nur für «reife Menschen» bestimmten in
                        einem besonderen Umschlag zu unterst. Die roten Buchstaben auf der Adresse
                        bezeichnen den Menschen, den ich lieb habe.</p>
                </postscript>
                
        </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
