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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 117</title>
        <title type="content">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel</title>
        <title type="citation_line_1">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel, 21. März 1933</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45119 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 117: Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel</title>
          <author ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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        <date type="creation" when="1933-03-21">21. März 1933</date>
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          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
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                        von Kirschbaum an B. in
                Basel
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                        <date when="1933-03-21">21.3.1933</date> Frühlings Anfang!! </dateline>
                    <salute>Liebster <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>,</salute>
                    </opener>
                
                <p> was für Botschaften werden noch eintreffen in dieser Woche?? Heute morgen kam
                    dein Brief mit der Beilage von <persName ref="kbga-actors-23">Heiner</persName>, kam eine Karte von <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName>, kam ein
                    Brief von <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName>. Ich habe deinen Brief samt Beilage und Nellys Karte an Gerty
                    geschickt. Diese Dokumente sprechen in ihrem Dreiklang für sich und erübrigen
                    jeden Kommentar. Und Gertys Schilderung von Nellys
                    «ergreifendem» Dransein und
                    deinem «fröhlichen Feriengesicht» schien mir dieser Korrektur zu bedürfen.
                    Obwohl – – – <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>, ich bin es leid und mag eigentlich keinen <pb xml:id="p267" ed="pga"/> Finger mehr rühren. Ich <hi rend="italic">verstehe</hi> es ja
                    auch, daß es Gerty jetzt überschlagen hat und Heiner ebenfalls. <persName ref="kbga-actors-26">N.</persName>
                    <hi rend="italic">ist</hi> ja wirklich bejammernswert dran. Und das darf ja jetzt einmal
                    im Vordergrund stehen. Und wir machen es ja sicher nicht gut mit ihr. Und
                    warum soll das nicht auch einmal wieder gesagt werden? – Über Alles hinweg und
                    durch Alles hindurch ist mir Eines völlig klar: daß wir beisammen bleiben. Diese
                    Notwendigkeit ist mir viel klarer als noch vor ein paar Jahren und viel
                    zwingender und viel eindeutiger. Und wie immer, wenn Dinge klar sind, werden sie
                    auch einfach. Und so kann all die Unruhe und all das Mitreden der Anderen nicht
                    mehr <hi rend="italic">so</hi> beunruhigend für mich sein. Es ist mir jetzt am ärgsten,
                    daß du nicht <hi rend="italic">ausruhen</hi> darfst. Du hast es so nötig. – Und darauf
                    hoffe ich allerdings <hi rend="italic">stark</hi>, daß ich am Montag fahren darf. Wenn wir
                    erst wieder zusammen reden können, wird Manches leichter sein. – – Grüße <persName ref="kbga-actors-403">Eduard</persName>. Daß er so die Linie
                    hält, das ist hilfreich, und ich bin ihm immer wieder neu dankbar dafür. Gerade
                    weil das für ihn ja keine Parteinahme bedeuten kann. – –</p>
                <p> Und heute ist die Eröffnung des <orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstags</orgName><note xml:id="n01">
                            Am 21.3.1933, dem «Tag von Potsdam», fand in der
                        Garnisonkirche die Konstituierung des am 5.3. neu gewählten <orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstags</orgName>
                        statt. Ihr waren interne Verhandlungen mit der Kirchenleitung
                        vorausgegangen. <persName ref="kbga-actors-185">Hitler</persName>
                        hatte bereits am 2.3. – noch vor den Wahlen – erklärt, die Eröffnung des
                        Reichstags in die Garnisonkirche zu verlegen. <persName ref="kbga-actors-92">Otto Dibelius</persName>, der als Generalsuperintendent der
                        Kurmark für <placeName ref="kbga-places-668">Potsdam</placeName> zuständig war, weigerte sich, das zuzulassen. Es kam zu
                        einem «Kompromiß»: Die Eröffnungsgottesdienste fanden in der Nikolaikirche
                        und in der katholischen Pfarrkirche statt, die Eröffnung des <orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstags</orgName> mit
                        Ansprachen des <persName ref="kbga-actors-1047">Reichspräsidenten</persName> und des neuen <persName ref="kbga-actors-185">Kanzlers</persName> in der Garnisonkirche (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-173">Scholder I, S. 285.296</bibl>;
                        <bibl corresp="kbga-bibls-3205"><persName ref="kbga-actors-92">O. Dibelius</persName>, <hi rend="italic">Ein Christ ist immer im Dienst. Erlebnisse und
                            Erfahrungen in einer Zeitenwende</hi>, Stuttgart 1961, S. 170-173</bibl>;
                            <bibl corresp="kbga-bibls-3206"><persName ref="kbga-actors-2120">R. Stupperich</persName>,
                            <hi rend="italic">Otto Dibelius. Ein evangelischer Bischof im Umbruch der
                            Zeiten</hi>, Göttingen 1989, S. 203-205</bibl>; vgl. die ausführlichen
                        Schilderungen über den seine Wirkung auf konservative und christliche Kreise
                        nicht verfehlenden Verlauf des Tages in dem Berichtsheft von <bibl corresp="kbga-bibls-3207">H. Hupfeld
                        [Hrsg.], <hi rend="italic"><orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstags</orgName>-Eröffnungsfeier in Potsdam. Das Erlebnis
                            des 21.3. in Wort und Bild</hi>, Potsdam 1933</bibl>).</note>. Ach, <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>,
                    das nimmt mich im Augenblick fast stärker in Anspruch als all der persönliche
                    Kram. Ich bin eben heulend über den Münsterplatz gelaufen, wo das Volk
                    (unzählige Kinder dabei!) sich drängt, um durch den Lautsprecher Alles
                    mitzuhören. Dieses <hi rend="italic">arme</hi> Volk. Und man läuft so vereinsamt mitten
                    hindurch, wenn man nicht ergriffen ist von den Wellen dieser Bewegung. – Der
                    Abend mit Frau <persName ref="kbga-actors-6701">Sch[midt]</persName><note xml:id="n02">Siehe oben
                        <ref type="pub" target="../volume/45/p263#fn_n01">S. 263, Anm. 1</ref>.</note> gestern hat mich
                        <pb xml:id="p268" ed="pga"/> auch bewegt.<note xml:id="n03">Siehe
                            oben <ref type="pub" target="../volume/45/p263#fn_n02">S. 263, Anm. 2</ref>.</note> Sie ist soweit, daß
                    sie «mit Haß» diese Vorgänge begleitet und sich wünscht, fort zu dürfen, um ihre
                    Kinder vor <hi rend="italic">diesem</hi>
                    <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> zu
                    bewahren. Da hab ich mich auch einsam gefühlt. So <hi rend="italic">kann</hi> ich nicht
                    denken und empfinden. Ich könnte nur unter tausend Qualen weggehen und hinge an
                    diesem <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> wie vielleicht nie zuvor. Das alles ist so dunkel und
                    schwer. Ich glaube ziemlich sicher, daß du nicht bleiben kannst. – Vielleicht
                    hat <persName ref="kbga-actors-92">Dibelius</persName> jetzt eben schon
                    Alles verraten.<note xml:id="n04">Der Eröffnungspredigt von <persName ref="kbga-actors-92">Otto
                            Dibelius</persName> über <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.8.31">Röm. 8,31</ref> in der Nikolaikirche (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-3206">Stupperich, a.a.O., S. 204f.</bibl>) war ein kurzer
                        Briefwechsel mit <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vorausgegangen. Am <ref type="kba-objects-id" target="21256">8.3.1933</ref> hatte Dibelius ein vier
                        Druckseiten umfassendes und als vertraulich gekennzeichnetes Rundschreiben
                        an alle Pfarrer seines Sprengels versenden lassen (<bibl corresp="kbga-bibls-173">Scholder I, S. 293-295</bibl>). Am <ref type="kba-objects-id" target="21253">13.3.</ref> sandte
                        er dieses Rundschreiben an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> «mit dem Bemerken, vielleicht interessiere
                        es ihn, ‹einen praktischen Beleg für einiges von dem, was ich damals› –
                        nämlich bei einem Gespräch in <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName> im Frühjahr 1932 – ‹ausführte, zu
                        Gesicht zu bekommen›» (<bibl corresp="kbga-bibls-173">Scholder I, S. 295f.</bibl>). Am <ref type="kba-objects-id" target="21267">17.3.</ref> antwortete <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> (<bibl corresp="kbga-bibls-143">Briefe 1933, S. 85f.</bibl>) mit einigen Bedenken und Einwänden zu bestimmten politischen und
                        kirchenpolitischen Formulierungen des Briefes. Hinsichtlich der
                        bevorstehenden Eröffnungspredigt am <date when="1933-03-21">21.3.</date> in <placeName ref="kbga-places-668">Potsdam</placeName> erinnerte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
                        Dibelius daran, «daß Sie dieses Wort in einer Situation auszusprechen haben
                        werden, die für viele Millionen von Deutschen – die, wenn in Potsdam die
                        Glocken läuten und die Fahnen wehen, schweigend und abgewandt abseits stehen
                        werden – eindeutig unter dem Aspekt von Gewaltherrschaft und Unterdrückung
                        steht» (<bibl corresp="kbga-bibls-143">Briefe 1933, S. 85</bibl>). – <persName ref="kbga-actors-92">Otto Dibelius</persName> (1880–1967), 1909-1925 Pfarrer in
                        Danzig, Lauenburg (Pommern) und an der Gemeinde zum Heilsbronnen in Berlin,
                        1925-1933 Generalsuperintendent der Kurmark, 1933-1945 amtsenthoben und in
                        den Ruhestand versetzt, 1934-1945 Mitglied von Bruderräten der BK, 1945-1961
                        Bischof von Berlin, 1949-1961 Vorsitzender des Rates der Evangelischen
                        Kirche in Deutschland.</note> Wer weiß? – Deine gute <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName>! Nimm’s ihr nicht
                    übel. Ich bin auch durch diese schwache Stunde gegangen, nur einen Augenblick
                    lang. Aber ich bin mir ganz klar, daß du das <hi rend="italic">nicht</hi> tun darfst. –
                    Mit <persName ref="kbga-actors-246">Fritz L[ieb]</persName> hatte ich ein langes Telefongespräch. Er kommt einmal zu mir
                    und <persName ref="kbga-actors-24">Markus</persName> zum Kaffee,
                    dann bleibt <persName ref="kbga-actors-1732">Ruth</persName>
                    ohne Gefährdung zu eifersüchtigen Regungen. Er ist sehr trostbedürftig, kommt
                    mir vor. «Wie dankenswert»<note xml:id="n05">Eine typische
                        Redewendung von <persName ref="kbga-actors-135">W. Goeters</persName>, hier als Name verwendet.</note> war bei ihm und hat
                    sich scheußlich benommen! Widerwärtig triumphierend und alle seine Mikoxe
                    abreagierend!! Wieviele mögen das jetzt so machen! Aber <persName ref="kbga-actors-246">Fritzleins</persName>
                    <pb xml:id="p269" ed="pga"/> reine Seele grämt sich. Über <persName ref="kbga-actors-192">Hölschers</persName> Anständigkeit war er gerührt. Das
                    stimmt ja sicher. Nur weißt du, sie sind alle ein bißchen <hi rend="italic">schwach</hi>.
                    Das empfinde ich etwas verstimmt. Und bin es von dir so gar nicht gewohnt. –</p>
                <p> Mit <persName ref="kbga-actors-22">Joggeli</persName> hatte ich gestern abend noch ein Gespräch. Er ist jetzt
                    etwas im Bilde, was heute in der Schule «gefeiert» wird. Rührend war, wie er sagte: «Aber das ist
                    doch noch nichts für uns Kleinen?» Immerhin ist er klug genug zu begreifen,
                    warum «man» sich auch schon an die <hi rend="italic">Kleinen</hi> hält. Das
                        <hi rend="italic">gute</hi> Bürschlein. Zu <persName ref="kbga-actors-9551">Vrone</persName><note xml:id="n06"><persName ref="kbga-actors-9551">Veronika
                            Schmidt</persName>, Tochter
                        von <persName ref="kbga-actors-367">Karl Ludwig Schmidt</persName>.</note> soll er gesagt haben: «Ich werde immer dahin
                    gehen, wo die <hi rend="italic">Meisten</hi> sind. Da passiert mir nichts», worüber Vrone
                    <hi rend="italic">entrüstet</hi> war. – Von <persName ref="kbga-actors-5802">Fränzeli</persName> kam Nachricht, daß sie <hi rend="italic">gut</hi> angekommen ist. –
                    Für <persName ref="kbga-actors-1716">Erica</persName> kauften wir eine
                    schöne Ledermütze. Es war köstlich, sie bei der Anprobe im modischen Hütchen zu
                    sehen. Die Gute ist geplagt von Depressionen und kommt alle Augenblicke an. Und
                    wie das immer so ist, es hilft ihr über das eigene Elend, von dem
                        <hi rend="italic">Anderer</hi> (in diesem Falle «wir») zu hören. Sie begleitet meine
                    Mitteilungen mit vielen «Ja, <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>? Wirklich?» und «Naain?», aber sie ist doch
                    eine <hi rend="italic">gute</hi> Seele. Und dich liebt sie aufrichtig. -</p>
                <p> Der Brief von <persName ref="kbga-actors-1013">Grobe</persName><note xml:id="n07">In seinem Brief vom <date when="1933-03-19">19.3.1933</date> erklärte «der
                        grundtreue, schlechterdings zuverlässige Lehrer <persName ref="kbga-actors-1013">Grobe</persName>» (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p098#p098">S. 98</ref></bibl>) seine
                        Übereinstimmung mit <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> und <persName ref="kbga-actors-12">Asmussen</persName> und erwähnte dabei, daß ihm Barths <bibl corresp="kbga-bibls-2">Dogmatik (KD I/1)</bibl> «ein Andachtsbuch» sei. – <persName ref="kbga-actors-1013">Emil Grobe</persName> (1878–1949), 1899-1943
                        Lehrer in Hamburg, seit 1920 im Kontakt mit <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>.</note> ist doch gut,
                    gelt? Daß es solche Menschen gibt, ist so tröstlich. –</p>
                <p> Deine Buben lassen dich alle grüßen. Wenn ich sie ansehe, dann weiß ich, daß nicht
                        <hi rend="italic">Alles</hi> bei uns schlecht steht. Die beiden Großen sind doch
                    einfach feine Kerle. Am meisten beschäftigt mich ja <persName ref="kbga-actors-25">Matthis</persName>. Er ist sehr wechselnd, entzieht sich viel und ist am
                    undurchsichtigsten. Im Sommer will er auf keinen Fall «Familienferien». Das hat er mir gestern abend sehr
                    bestimmt und begründet erklärt. Viel lieber zu <persName ref="kbga-actors-1620">Helmut Gollwitzer</persName>. Die ganze <placeName ref="kbga-places-1291">Adria</placeName><note xml:id="n08"><persName ref="kbga-actors-26">Nelly Barth</persName> plante
                        für die Sommerferien einen Aufenthalt mit den vier Buben an der <placeName ref="kbga-places-1291">Adria</placeName> (<bibl corresp="kbga-bibls-143">Briefe 1933, S. 74</bibl>).</note>
                    schenke er her. –</p>
                
                <p><pb xml:id="p270" ed="pga" rend="noPipe"/>
                        <hi rend="italic">Lieber</hi> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>. Was mag dir inzwischen widerfahren sein? Vielleicht
                    sogar Ordre aus dem Hauptquartier in <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>?<note xml:id="n09"> Der
                        Wohnsitz der <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName> <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> in <placeName ref="kbga-places-603">Wabern</placeName> bei
                        Bern.</note> Weißt du, Karl, eigentlich und endlich sind wir ja mündig, und
                    die Familie in allen Ehren, aber da muß ich mit <persName ref="kbga-actors-110">Martin Eras</persName> still, aber fest erklären: «die wird sich
                    fügen müssen»<note xml:id="n10"><persName ref="kbga-actors-110">Martin Eras</persName> (1907–1991), seit 1932 Student bei <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
                        in Bonn, entschloß sich 1933, von der katholischen zur evangelischen Kirche
                        zu konvertieren (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-143">Briefe 1933, S. 71f.</bibl>). Im Blick auf die in diesem
                        Zusammenhang mit seiner Familie geführten Auseinandersetzungen (vgl.
                            <bibl corresp="kbga-bibls-143">a.a.O., S. 207</bibl>) scheint Eras diesen Ausspruch getan zu haben. – Eras war
                        später Pfarrer in Erkersreuth bei Selb, nach dem Krieg in Burgbernheim und
                        1955-1974 in Sickershausen.</note>. – –</p>
                <p>Von ganzem Herzen</p>
                <closer>
                    <salute>Deine</salute> <signed><persName ref="kbga-actors-223">L.</persName></signed> 
                </closer>
                <postscript>
                    <p> Ich habe heute an deinen Predigtübungen<note xml:id="n11">Siehe zu <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>
                            «Übungen in der Predigtvorbereitung», deren Protokolle <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName> in
                        Maschinenschrift übertrug, unten <ref type="pub" target="../volume/45/p307#fn_n03">S. 307f.,
                            Anm. 3</ref>.</note> gearbeitet. Das ist etwas vom <hi rend="italic">Schönsten</hi> des
                        letzten Semesters. Laß dich ein bißchen von <hi rend="italic">daher</hi> trösten.
                            <hi rend="italic">Guter</hi>, <hi rend="italic">lieber</hi> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>.</p>
                </postscript>
            
        </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
