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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 124</title>
        <title type="content">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli, 14. April 1933</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45126 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 124: Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum, 14. April 1933. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/21398">KBA 9272.111</ref>. </bibl>
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          <persName ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</persName>
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          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
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                        Barth an v.K. auf dem Bergli
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                        <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>, <date when="1933-04-14">14.4.1933</date>
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                <p> Noch ist nicht viel zu erzählen, aber du sollst morgen doch nicht ohne einen
                    Gruß von mir sein. Es gab gestern auf dem Berner Bahnhof dann noch einmal ein
                    Sichverfehlen, aber schließlich kam alles zurecht, und das Gemeinschaftsleben
                    von <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName> und Sohn konnte wieder einmal beginnen mit seinen schönen und
                    auch mit seinen etwas schwierigeren Seiten. Wir haben, wie vorauszusehen war,
                    bis um Mit<pb xml:id="p284" ed="pga" break="no"/>ternacht über Alles geredet. Auch sie hatte einen
                    etwas ruhigeren Brief von <persName ref="kbga-actors-26">N.</persName>, auf den hin sie nun natürlich
                    geneigt ist, zu weiterem Abwarten zu raten. Der Gedanke an die Scheidung erfüllt sie
                    mit allen möglichen großen und kleineren, inneren und äußeren Sorgen. Aber noch
                    läßt sich nicht sagen, wo unsere Gespräche schließlich hinführen werden. Genug,
                    daß sie sich vorläufig in einem im Ganzen guten und offenen Sinn führen
                    lassen.</p>
                <p> Wir haben heute morgen eine schwache Predigt von Pfr. <persName ref="kbga-actors-9555">Bäschlin</persName><note xml:id="n01"><persName ref="kbga-actors-9555">Friedrich Karl Bäschlin</persName> (1882–1965), 1908-1914
                        Pfarrer in Biberist-Gerlafingen (Kt. Solothurn), 1914-1920 in Thierachern
                        (Kt. Bern), 1920-1945 an der Nydeggkirche in Bern.</note> gehört, einem
                    Mann, mit dem ich noch studiert habe, der aber seither sehr verworren gelebt
                    haben muß als Pfarrer. Bewegend war mir eigentlich nur das Lokal, die <placeName ref="kbga-places-279">Nydeggkirche</placeName>, in der ich
                    einst die in ihrer Art gewaltigen Predigten von <persName ref="kbga-actors-2">Aeschbacher</persName><note xml:id="n02"><persName ref="kbga-actors-2">Robert Aeschbacher</persName>
                        (1869–1910), 1895-1907 Pfarrer an der Nydeggkirche, 1907-1910 am Münster in
                        Bern, Schüler und später naher Freund von <persName ref="kbga-actors-21">Fritz Barth</persName>. Zu Aeschbachers
                        Einfluß auf den Entschluß Barths zum Theologiestudium vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-134">Busch, S. 42f.</bibl></note>
                    gehört, in der ich konfirmiert<note xml:id="n03">Am 23.3.1902
                        durch <persName ref="kbga-actors-2">R. Aeschbacher</persName>.</note> und dann doch auch … getraut<note xml:id="n04">Am 27.3.1913 durch <persName ref="kbga-actors-636">A. Keller</persName>.</note> worden bin. Nachher waren wir an der Schwarztorstraße. Die
                    Kinder haben mich ganz besonders stürmisch begrüßt. Der kleine <persName ref="kbga-actors-7187">Thomas</persName><note xml:id="n05"><persName ref="kbga-actors-7187">Thomas Lindt</persName>
                        (geb. 1932), Sohn von <persName ref="kbga-actors-669">Karl</persName> und <persName ref="kbga-actors-668">Gertrud Lindt</persName>, später Pfarrer
                        in Reichenbach und Sigriswil (Kt. Bern).</note> ist ein nettes Büblein, das
                    aber augenblicklich an einem Ausschlag leidet. Auf der Straße begrüßte
                    mich – – – Herr <persName ref="kbga-actors-9554">Lüthy</persName><note xml:id="n06">Vermutlich <persName ref="kbga-actors-9554">Ernst Lüthi</persName> aus Stalden bei Bern,
                        ein Künstler, der später in Bonn bei <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> studierte.</note>, und soeben
                    habe ich ein Telephongespräch mit <persName ref="kbga-actors-8013">Röthlisberger</persName> gehabt. Er geht nächsten
                    Mittwoch ins Examen, und weil dies hier eine öffentliche Angelegenheit ist,
                    werde ich nicht versäumen, mich dazu zu setzen, umso mehr, da auch von <persName ref="kbga-actors-7494">Tscharner</persName> geprüft werden wird. Ob ich den
                    Berner Kollegen bei diesem Anlaß ebenso willkommen sein werde, die Frage kann
                    ruhig auf sich beruhen. Ich bin nun eben da!!</p>
                <p>Das Radio ist bereits eingebaut und läßt häufig seine Stimme ertönen, was
                    allerlei für sich hat als kl[eine] Unterbrechung von Gesprächen.</p>
               
                <p> <pb xml:id="p285" ed="pga" rend="noPipe"/>Morgen bekomme ich also deine Briefe, hoffentlich mit eingehendem Kommentar von
                    dir.</p>
                <p> Grüße alle Lieben dort. Das Osterprogramm wird nun in voller Abwickelung
                    begriffen sein, hoffentlich so, daß <persName ref="kbga-actors-316">Rudi</persName> nicht schwermütig
                    darüber wird! Heute vor acht Tagen um diese Zeit sausten wir wohl durch das so
                    wohlriechende <placeName ref="kbga-places-23">Genua</placeName>.<note xml:id="n07">Vom <date to="1933-04-09" from="1933-04-06">6.4. bis 9.4.1933</date> waren
                        <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName> und das Ehepaar <persName ref="kbga-actors-316">Pestalozzi</persName> mit ihrem
                        Sohn <persName ref="kbga-actors-7291">Frieder</persName> nach
                        <placeName ref="kbga-places-35">Italien</placeName> und <placeName ref="kbga-places-21">Frankreich</placeName> gereist.</note>
                    </p>
                <p> Ich h. d. unentwegt l.
                    </p>
                <closer>
                    <salute>Dein</salute> <signed><persName ref="kbga-actors-2151">K.</persName></signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p> Heute abend kommen <persName ref="kbga-actors-669">Kari</persName> und <persName ref="kbga-actors-668">Trudi</persName> zum Nachtessen.
                        Ob du wohl zum Kirchenbesuch kommst in diesen Tagen? Ich wollte so gerne mit
                        dir gehen können.</p>
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