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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 158</title>
        <title type="content">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern</title>
        <title type="citation_line_1">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern, 30. September 1934</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45160 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 158: Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern</title>
          <author ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth, 30. September 1934. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/24606">KBA 9372.29</ref>. </bibl>
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          <persName ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</persName>
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                        von Kirschbaum an  B. in Bern
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                        [<placeName ref="kbga-places-43">München</placeName>, <date when="1934-09-30">30.9.1934</date>]
                        Sonntag abend (<foreign xml:lang="grc">ι. βθ</foreign>!)<note xml:id="n01">Bedeutung der griechischen Buchstaben nicht
                            geklärt.</note>
                    </dateline>
                    <salute>Lieber <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>!</salute>
                  </opener>
            
                <p> So froh war ich über deine Karte heute morgen. (Bayern hat jetzt auch
                    Sonntagspost!!) – Du mußt dich nicht plagen mit Schreiben. Ich kann mir denken,
                    daß es viel und daß es unruhig ist in <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName>. Morgen der Vortrag. Ich
                    denke daran. – Wie gut, daß du die Tage mit <persName ref="kbga-actors-5802">Fränzeli</persName> hattest! Das ist sicher das Beste, was sich für sie
                    ereignen konnte. Was du über ihr Geschick mit <persName ref="kbga-actors-438">M[ax] Z[ellweger]</persName> schreibst, kann ich natürlich
                    noch nicht ganz überblicken. Auf dem <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName> schien mir der Stand der Dinge problematisch, aber wenn sie
                    jetzt anders darüber denkt und du es bejahen kannst, dann wird es recht so sein,
                    und dann freue ich mich natürlich mit ihr über die einfache Lösung. –</p>
                <p> Heute morgen hörte ich <persName ref="kbga-actors-7361">Sammetreuther</persName>. Seit dem vorigen Jahr – da hörten wir ihn am
                    Erntedankfest zusammen<note xml:id="n02">Über das Wochenende
                        <date when="1933-09-30">30.9.</date>/<date when="1933-10-01">1.10.1933</date> hielten sich <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> und <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName> anläßlich der
                        Aussprache über die Zeitschrift «<orgName ref="kbga-actors-6169">Zwischen den Zeiten</orgName>» in <placeName ref="kbga-places-43">München</placeName> auf (s.
                      oben <ref type="pub" target="../volume/45/p316#fn_n10">S. 316, Anm. 10</ref>).</note> – hat er
                        <hi rend="italic">viel</hi> gelernt. Es war eine tapfere, aufrechte Predigt. Theologisch wäre
                    freilich Manches zu bemerken, so vor allem schien mir fatal die immer noch
                    reichlich isolierte Betrachtung des <hi rend="italic">1.</hi> Artikels.<note xml:id="n03">Der Schöpfungsartikel konnte, isoliert für sich
                        genommen, zur Grundlage für die Rede von Rasse, Volk und Staat als
                        Schöpfungsordnungen Gottes dienen.</note> Aber vielleicht lernen die älteren
                    Pfarrer das nicht mehr. Die Jungen merken, daß es noch um eine viel
                        <hi rend="italic">grundsätzlichere</hi> Besinnung und Revision gehen muß. Ich sprach
                    mit <persName ref="kbga-actors-1913">Steck</persName> darüber. –</p>
                <p> Am Nachmittag war ich mit <persName ref="kbga-actors-7165">Emmy</persName>
                    im Botanischen Garten, wo wir auch voriges Jahr waren: Du, <persName ref="kbga-actors-1913">Steck</persName>, <persName ref="kbga-actors-7165">Emmy</persName> und ich. – – Es war schön und friedlich,
                    und sie sprach mir – zum <hi rend="italic">ersten</hi> Mal! – unter Tränen – von ihrer
                    Mutter und ihrer Jugend. –</p>
              <p><pb xml:id="p383" ed="pga" rend="noPipe"/> Zu Hause geht es mangelhaft.
                    Meine <persName ref="kbga-actors-7118">Mutter</persName> ist
                        <hi rend="italic">sehr</hi> nervös und gereizt, und ich fliehe oft. Heute abend langes
                    politisches Gespräch mit dem <persName ref="kbga-actors-7119">Bruder</persName>.
                    Erstaunlich, erstaunlich!! –</p>
                <p> Hier schicke ich dir <persName ref="kbga-actors-408">Traubs</persName> Brief<note xml:id="n04">
                            <persName ref="kbga-actors-408">Traub</persName> erwähnt in seinem Brief
                        an <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName> vom <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/24597">28.9.1934</ref> neben kirchenpolitischen Ereignissen auch
                        seine persönliche Lage und seine Angst vor den Prüfungen. «Dazu beelendet
                        mich auch das Leben im Hause ­- verzeihen Sie!» Nach einer von <persName ref="kbga-actors-26">Nelly Barth</persName>
                        geschaffenen «Ordnung» habe er mit ihr Mittag zu essen und dann Kaffee zu
                        trinken. Bei dem, was er da zu hören bekomme, sei er «nicht immer der Lage
                        gewachsen».</note>.<hi rend="sup">*</hi> Er hat mich in seiner Offenheit von <hi rend="italic">ihm</hi>
                    gefreut, in den einzelnen Mitteilungen bedrückt. Es wird dir auch so gehen. Aber
                    wir kennen es ja. – – – Es grüßt dich und sagt dir Gute Nacht! unter vielen
                    Gedanken und Wünschen</p>
            <closer>
                    <salute>Deine</salute> <signed>
                        <persName ref="kbga-actors-223">L.</persName>
                    </signed> 
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                  <postscript><p><hi rend="sup">*</hi> Zeige ihn bitte <hi rend="italic">nicht!!</hi></p></postscript>
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