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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 213</title>
        <title type="content">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bad Honnef</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bad Honnef, 2. Juli 1935</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45215 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 213: Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bad Honnef</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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                        Barth an  v.K. in Bad Honnef
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                        <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>, <date when="1935-07-02">2.7.1935</date>
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                    <salute>Liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>!</salute>
                </opener>
            
                <p> Heute morgen kamen deine beiden Grüße aus dem Krankenhaus, aus denen ich nun
                    erst den ganzen Umfang des Schadens erfahren habe. Sag, hat
                    man dir gestern, Montag mittag, meinen telephonischen Gruß ausgerichtet? Ich
                    hatte es offenbar mit irgendwelchen Schneegänsen zu tun, die dauernd vom Apparat
                    wegliefen und mir schließlich nur sagten, daß es dir «besser» gehe. Weder <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName> noch
                    ich – wir <pb xml:id="p514" ed="pga"/> sind augenblicklich die einzigen erwachsenen
                    Bewohner des <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>, verstehen, was das für ein Furunkel gewesen sein mag, um
                    deswillen man dir ein Loch von 4 cm im Quadrat in den Kopf – in mein so
                    ausgesprochen liebes Köpflein! – schneiden mußte. Es gibt doch wirklich nichts,
                    was es nicht gibt! Zehn Tage! Eine schlimme Aussicht! Da wird sich ja der ganze
                    Auszug dort und Einzug hier ohne dich vollziehen! Nun, es wird dir Vieles
                    damit erspart bleiben. Aber was wird unterdessen aus mir werden? Und aus der
                    sinngemäßen Einrichtung der neuen <placeName ref="kbga-places-1021">Vatikanstadt</placeName>? Werde ich es dir so treffen,
                    daß du auch damit zufrieden bist? Aber wie dem auch sei, du darfst dich auf
                    keinen Fall mit dem Gebot des Arztes in Widerspruch setzen. Und das sehe ich nun
                    schon, daß du hier dann ausgiebig ausruhen können mußt und daß meine Vorstellung, dich nach deiner
                    Ankunft alsbald auf ein Pferd setzen
                    zu können, dir gewiß sehr läppisch und ahnungslos vorkommen mußte.
                        <hi rend="italic">Natürlich</hi> bezahle ich Alles, was dort zu bezahlen ist. Ist die
                    Krankenkasse, in die du all die Jahre einzahlen mußtest – oder war es gar keine
                        Krankenkasse? -, nun
                    eigentlich zu nichts gut? Nein, was ist das für eine seltsame Sache, daß ich
                    dich so für acht Tage von hier weggehen ließ, und da wirst du mir krank, ein
                    Auto kommt und führt dich weg, man betäubt dich total und schneidet dir ein Loch 4
                    cm im Quadrat in den Kopf, und unterdessen sitze ich hier allein im <placeName ref="kbga-places-1265">Törli</placeName>, und
                    du fragst noch, ob ich ein bißchen Sehnsucht habe! Wie stellst du dir
                    das eigentlich vor?</p>
                <p>
                        Hast du meinen Brief vom Sonntag bekommen?
                    Unterdessen traf hier ein ganz beglückter Brief von … <persName ref="kbga-actors-63">Brunner</persName><note xml:id="n01">Brief vom
                        <date when="1935-07-01">1.7.1935</date>: <bibl corresp="kbga-bibls-76">Bw.Br., <ref type="pub-" target="../volume/33/p286#p286">S. 286-288</ref></bibl>.</note> ein, dem ich scheinbar diesmal mit
                        «Lindigkeit« [<ref type="can" subtype="bible" target="Phil.4.5">Phil. 4,5</ref> u. ö.]
                    viel mehr zugesetzt habe als zuvor mit Grimm. Der Fall ist wohl im Grunde ganz
                    einfach: er möchte irgendwie beachtet, auf- und mitgenommen sein, und in diesem
                    schließlich begreiflichen Streben macht er dann Dummheiten. Wir werden <persName ref="kbga-actors-63">ihn</persName> in Zukunft «pfleglich»
                    behandeln müssen.
                    </p>
                <p> Was mache ich morgen? Die Bücher sind nämlich – o schöner Vorwand! – noch nicht
                    da. Und also mache ich mit <persName ref="kbga-actors-7233">Peter Meyer</persName> einen Tagesritt nach
                        <placeName ref="kbga-places-818">Einsiedeln</placeName> und zurück über den
                        <placeName ref="kbga-places-1626">Etzel</placeName><note xml:id="n02">Der <placeName ref="kbga-places-1626">Etzelpass</placeName> (1098 m) liegt zwischen
                        <placeName ref="kbga-places-818">Einsiedeln</placeName> (Kt. Schwyz) und dem <placeName ref="kbga-places-362">Zürichsee</placeName>.</note>. Im Übrigen <pb xml:id="p515" ed="pga"/> habe ich noch viele Briefe zu schreiben. Alles wartet
                    dann hier auf dich.</p>
                <p> Wie mag’s jetzt an der Siebengebirgstraße aussehen? Im Presbyterium habe ich mich abgemeldet und
                        <persName ref="kbga-actors-45">Bleibtreu</persName>
                        geschrieben<note xml:id="n03">Am <ref type="kba-objects-id" target="26680">30.6.1935</ref> würdigte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in
                        seinem Abschiedsbrief an <persName ref="kbga-actors-45">O. Bleibtreu</persName> dessen Arbeit als sein juristischer Beistand: «An
                        Ihnen lag es wirklich nicht, wenn nun die ganze Sache nicht einen andern
                        Ausgang nehmen konnte, sondern Sie werden sich lebenslänglich dessen freuen
                        dürfen, daß Sie in dieser Angelegenheit eine gute und saubere Klinge
                        geschlagen haben.» Fernerhin fragte er ihn: «Ist es Ihnen wohl klar, daß Sie
                        nun nach <persName ref="kbga-actors-192">Hölschers</persName>,
                            <persName ref="kbga-actors-431">Wolfs</persName> und
                        meinem Wegzug <hi rend="italic">der</hi> ‹prominente Vertreter› der Liste ‹Für die
                        Freiheit des Evangeliums› in der evangelisch Gemeinde sein werden?» (<bibl corresp="kbga-bibls-106">Prolingheuer, S. 338</bibl>)</note>, daß es nun seine Sache sei, die Gruppe «Für die Freiheit des
                        Evangeliums»<note xml:id="n04">Mit dem Abschied <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>
                        waren fünf der sechs Vertreter der Liste «Für die Freiheit des Evangeliums»,
                        die zu den Kirchenwahlen zum <date when="1933-07-23">23.7.1933</date> aufgestellt worden war, aus der
                        Größeren Gemeindevertretung ausgeschieden (neben <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> <persName ref="kbga-actors-223">von Kirschbaum</persName>, <persName ref="kbga-actors-192">G. Hölscher</persName>, <persName ref="kbga-actors-416">H. E. Weber</persName> und <persName ref="kbga-actors-431">E. Wolf</persName>). Für die
                        beiden Sitze der Liste im Presbyterium stand nur noch <persName ref="kbga-actors-45">O. Bleibtreu</persName> zur Verfügung, so daß am
                        <date when="1935-07-22">22.7.1935</date> eine Nachwahl vorzunehmen war (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-106">
                                Prolingheuer, S. 215</bibl>).</note> weiter zu
                    führen. Sag, hat er wohl ein Honorar bekommen? Doch du sollst dich jetzt um
                    geschäftliche Dinge nicht kümmern, sondern nur wieder gesund werden. Auch Frau
                        <persName ref="kbga-actors-6470">Schlomka</persName> bekam einen Brief
                    und natürlich <persName ref="kbga-actors-1950">Hannele</persName>!<note xml:id="n05">Am <date when="1935-06-30">30.6.1935</date> schrieb <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
                        Abschiedsbriefe an <persName ref="kbga-actors-6470">L. Schlomka</persName> und <persName ref="kbga-actors-1950">H. Weber,</persName> da er sich von beiden nicht mehr
                        persönlich verabschieden konnte (<ref type="kba-objects-id" target="26683">KBA 9235.164</ref> und <ref type="kba-objects-id" target="26684">KBA 9235.165</ref>). In seinem
                        Abschiedsbrief an Schlomka schilderte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> auch seine eigene damalige
                        Situation: «Sie haben im Persönlichen ein großes Leid zu tragen und wir, wie
                        Sie wissen, auch. Vielleicht gehören wir zu der Sorte Menschen, die einen
                        solchen Packen zum Tragen einfach nötig haben, weil sie ohne das viel zu
                        viel Auftrieb hätten, um wirklich in der Furcht Gottes ihren Weg zu gehen.
                        Sicher ist dies, daß wir nicht ohne Hilfe sind noch sein werden.»</note> Die
                    Portokosten, die ich <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName> verursache, wachsen
                    in diesen Tagen ins Unendliche. Heute morgen hatte ich mit <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName> ein Gesprächlein über
                    ihren Lebensstand und Seelenzustand. Beide sind
                    wohl immer noch ein bißchen geheimnisvoller und zugleich … einfacher, als man
                    immer wieder denkt. Auch sie begehrt schließlich nur, so richtig aufgenommen zu
                    werden. Das ist’s wohl überhaupt, was die Menschheit von uns verlangt und was
                    wir ihr wohl noch mehr als bisher leisten müssen.</p>
                <p><pb xml:id="p516" ed="pga" rend="noPipe"/> Was war das für eine schmale Karte, auf der du mir zuletzt schriebst? Und von
                    wem das – in der Lehre übrigens
                    nicht ganz einwandfreie, aber schöne Gedicht?? Solltest du es etwa gar selber gemacht haben???</p>
                <p> <persName ref="kbga-actors-9593">Leine Eyth</persName> bzw. Frau <persName ref="kbga-actors-9593">Mosetter</persName> war acht Tage
                    hier und gefiel mir besser als früher, obwohl ich gegen alles Badensische nach
                    wie vor ernste Vorbehalte habe. Ich mußte ihr einen ernsten kleinen Mahnbrief
                    mitgeben an eine in <placeName ref="kbga-places-1317">Schiltach</placeName> existierende Frau Oberstleutnant, die sich auf
                    mich beruft zugunsten eines phantastischen Planes, dessen Hauptpunkte darin
                    bestehen, daß 1. ihr eigener Mann, 2. die Frau des dortigen Pfarrers durch Tod
                    vom Schauplatz abzugehen hätten, damit sie selbst dann den Pfarrer heiraten und
                    mit ihm zusammen irgend ein Erlösungswerk vollbringen könne. Nochmals: es gibt
                    nichts, was es nicht gibt, und die Theol[ogische] Existenz muß offenbar zu
                    Vielem gut sein.</p>
                <p> <persName ref="kbga-actors-7690">Frhr. von Pechmann</persName> hat mir wieder einen geradezu zärtlichen Brief
                        geschrieben.<note xml:id="n06">Brief vom <ref type="kba-objects-id" target="26636">26.6.1935</ref>
                            (<bibl corresp="kbga-bibls-3306 ">Kantzenbach [s. oben <ref type="pub" target="../volume/45/p377#fn_n06">S. 377, Anm. 6</ref>],
                        S. 147f.</bibl>).</note> In der Grafschaft <placeName ref="kbga-places-662">Bentheim</placeName> wissen sie offenbar von Allem
                    noch gar nichts und rufen mir dringlichst zu, ich solle zu einer neuen
                    Versöhnungsaktion dorthin kommen. Ich habe eben zwei Briefe dorthin gerichtet.
                    Heute kam ein rührendes kleines Schreiben von der Sozietät!<note xml:id="n07">Brief von <persName ref="kbga-actors-7642">Eduard Hesse</persName> und
                        den anderen Sozietätsteilnehmern vom <date when="1935-06-28">28.6.1935</date> (<ref type="kba-objects-id" target="26659">KBA 9335.658</ref>).</note>
                    <persName ref="kbga-actors-1044">Hesse</persName> spekuliert (der
                    Vater nämlich!) bereits auf die nach vier Jahren erfolgende Wiederkehr <persName ref="kbga-actors-77">Calvins</persName> nach <placeName ref="kbga-places-67">Genf</placeName>.<note xml:id="n08">Brief <persName ref="kbga-actors-1044">H. A. Hesses</persName> vom <date when="1935-06-28">28.6.1935</date> 
                        (<ref type="kba-objects-id" target="26660">KBA 9335.659</ref>), in dem Hesse die Hoffnung zum Ausdruck brachte, daß es sich bei
                        <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Weggang in die Schweiz «wie bei Calvin um einige Straßburger Jahre»
                        handle. Anspielung auf <persName ref="kbga-actors-77">Calvins</persName> Aufenthalt in <placeName ref="kbga-places-149">Straßburg</placeName> nach seiner Wegweisung aus <placeName ref="kbga-places-67">Genf</placeName>
                        1538 bis zu seiner Rückkehr 1541.</note> Ich verwehrte es ihm nicht,
                    erinnerte ihn aber an die 1000, ja 10 000 Jahre des dritten Reiches und an mein Alter von
                    bereits 49 Jahren.<note xml:id="n09"><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> antwortete <persName ref="kbga-actors-1044">Hesse</persName> am
                        <date when="1935-07-01">1.7.1935</date> (<ref type="kba-objects-id" target="26694">KBA 9235.170</ref>): «Was nun die Rückkehr <persName ref="kbga-actors-77">Calvins</persName> nach <placeName ref="kbga-places-67">Genf</placeName> […]
                        betrifft, so bitte ich zu bedenken, daß der Mann damals 33 Jahre alt war,
                        während ich selbst schon nach vier Jahren ein Knabe von 53 Lenzen sein
                        werde. <foreign xml:lang="lat">Ceteris <hi rend="italic">maxime</hi> imparibus</foreign>!! Und sind es nicht 1000, ja 10
                        000 Jahre, die dem dritten Reiche aus autoritativsten Mündern verheissen
                        sind?! Was kann ich tun in dieser Hinsicht, als Ihnen versprechen, daß ich
                        für alle künftigen Möglichkeiten grundsätzlich offen bleiben will, ohne doch
                        im Voraus sagen zu können, wie die Dinge dann laufen werden?»</note>
                    </p>
                <p><pb xml:id="p517" ed="pga" rend="noPipe"/> ­Liebe <persName ref="kbga-actors-223">Lollo</persName>, was könnte ich dir noch schreiben, um dich zu unterhalten, zu
                    erheitern, zu trösten? Die eigentlichen Dinge, nicht wahr, lassen sich ja doch
                    nicht aufs Papier bringen. Du weißt sie schon. Ich bin hier ja trotz Allem auch
                    äußerlich etwas verlassen.
                    Z. B. ist mir jetzt eben der Tabak ausgegangen, und weil <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName> große Wäsche hat, kann
                    ich in dieser Sache nicht einmal einen Zwilling<note xml:id="n10">Zwillingstöchter des Ehepaares <persName ref="kbga-actors-316">Pestalozzi</persName>: <persName ref="kbga-actors-7290">Franziska</persName> und <persName ref="kbga-actors-7298">Ursula</persName> (geb.
                        1923).</note> in Marsch setzen.</p>
                <p>
                    <persName ref="kbga-actors-316">Rudis</persName>
                    Bilderbuch ist nun erschienen, in welchem man irgendwo auch m. L. vor dem
                    Spiegel schreiben sieht.<note xml:id="n11"><bibl corresp="kbga-bibls-3348">«Schreibende am Spiegel», in: <persName ref="kbga-actors-316">R. Pestalozzi</persName>, <hi rend="italic">Bilderbuch eines Leica-Amateurs</hi>,
                        Zürich 1935, S. 11</bibl>. Siehe oben S. LII.</note> Im ersten Augenblick war
                    übrigens lauter Jammer und Verstimmtheit, weil irgend ein paar ästhetische
                    Details nicht klappen sollen, was <persName ref="kbga-actors-315">Gerty</persName> dann sofort aussprach,
                    worauf Rudi in tiefe Depression versank. Weißt du, daß <persName ref="kbga-actors-7294">Heiner</persName> nach Ostern in einem Konfirmandenverein einen Vortrag über
                    mich gehalten hat?<note xml:id="n12">
                            Nach Auskunft von <persName ref="kbga-actors-9598">E. Röthlisberger</persName> handelt es sich vermutlich um einen Vortrag
                        ihres Bruders <persName ref="kbga-actors-7294">Heiner Pestalozzi</persName>. Nicht erhalten.</note> Mit diesen Kindern wird man
                    immer wieder Überraschungen erleben.</p>
                <p>Morgen kann und werde ich dir also, weil unterwegs, nicht schreiben. Umso
                    bestimmter hoffe ich nach meiner Rückkehr viele Briefe von dir vorzufinden. Aber
                    doch <hi rend="italic">nur</hi>, wenn der Zustand deines Köpfleins es dir überhaupt erlaubt,
                    dich in dieser Weise zu beschäftigen. Telephonieren kannst du mir wohl noch
                    nicht? Nein, bleib in deinem Bettelein, es ist besser so. Du siehst, wie es mich
                    dauernd hin und her zieht.</p>
                <p>­M. l.L. I. h. d. s. l.!</p>
            <closer>
                    <salute>Dein</salute> <signed><persName ref="kbga-actors-2151">K.</persName></signed> 
            </closer>
                <postscript>
                    <p> Ich lasse <persName ref="kbga-actors-408">Träublein</persName> grüßen! Was sagt denn er zu Allem?</p>
                </postscript>
                
            
        </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
