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        <title type="volume" n="vol-45">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 224</title>
        <title type="content">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel</title>
        <title type="citation_line_1">Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel, 9. Juli 1935</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/45226 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935, hrsg. v. Erler, Rolf-Joachim (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 2008, S. .</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Charlotte von Kirschbaum. Briefwechsel Bd. I 1925–1935</title>
          <title type="text">Brief Nr. 224: Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel</title>
          <author ref="kbga-actors-223">Kirschbaum, Charlotte von</author>
          <editor>Erler, Rolf-Joachim</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2008</date>
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                        von Kirschbaum an  B. in
                Basel
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                        [<placeName ref="kbga-places-817">Bad Honnef</placeName>], <date when="1935-07-09">9.7.1935</date>
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                    <salute>
                        <hi rend="italic">Lieber</hi> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>!</salute>
                    </opener>
            
                <p> Ich liege auf einem bequemen Lager unter einem schönen alten Nußbaum und einem
                    lieben dunklen Holzdach auf Schwester Helenes
                    Balkon. Es ist
                        <hi rend="italic">schön</hi> da, so still und ausruhend. Auf dem Tischlein neben mir
                    stehen Rosen von – – <persName ref="kbga-actors-1924">Katsumi Takizawa</persName>, wohl die einzigen, die ich im Leben von einem Japaner
                    bekomme! – Gestern abend zog ich im Auto um, wieder im Auto jenes netten
                    evangelischen Buchhändlers, der mich zehn Tage vorher von <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> herausgeholt
                    hatte. Der Nachmittag war noch lebhaft gewesen. Erst – oh Schrecken – erschien
                    die Russin<note xml:id="n01">Nicht ermittelt.</note>, dann <persName ref="kbga-actors-6470">Lore
                        Schlomka</persName> mit Kind. So war ich etwas
                    erschöpft, als ich schließlich bei Schwester Helene landete. Aber nun geht es mir
                        <hi rend="italic">gut</hi>. Schwester <persName ref="kbga-actors-9607">Helene</persName> ist eine jener seltenen Frauen, die Alles sieht, Alles
                    bedenkt, Alles tut und – fast nichts spricht und selbst <hi rend="italic">fast</hi>
                    unsichtbar bleibt. Ich glaube, so bin ich im ganzen Leben noch nicht versorgt
                    worden, in dieser über die Maßen wohltuenden Lautlosigkeit und
                    Unaufdringlichkeit. Ich lag bis um 10 h auf dem dämmernden Balkon, <persName ref="kbga-actors-408">Träublein</persName> setzte
                    sich eine Weile dazu, und dann <pb xml:id="p549" ed="pga"/> führte mich S. Helene in –
                        <hi rend="italic">ihr</hi> Schlafzimmerchen, das sie stillschweigend geräumt hatte, um
                    nebenan auf den Schlafdivan zu ziehen. Und da lag ich nun, an den Wänden
                    Photographien aus dem Schwesternhause, auf dem Nachttisch die Andachtsbücher der
                    Diakonisse und über der Türe – das darf nicht fehlen – der gebrannte
                    Bibelspruch. Ich lag lang wach und habe über die Seltsamkeit des Lebens
                    nachgedacht und über die Problematik meines eigenen. Und kam zu dem Schluß, daß
                    es nicht anders sein sollte und wollte und daß ich dich sehr lieb habe. – Wenn du mich noch ein
                    drittes Mal frägst, ob du kommen und mich holen sollst, werde ich nicht mehr
                    Nein sagen, nicht weil es nötig, aber weil es so <hi rend="italic">schön</hi> wäre. Wir
                    würden dann zusammen hier und bei Frau <persName ref="kbga-actors-6470">Schlomka</persName> und bei <persName ref="kbga-actors-431">Wölflein</persName> Lebewohl sagen und noch gute
                    Stunden haben. Aber nein, es ist ein Luxus-Gedanke und angesichts der vielen
                    Auslagen jetzt wohl kein erlaubter. Ich hoffe immer noch <hi rend="italic">Samstag</hi>
                    fahren zu dürfen, <hi rend="italic">spätestens</hi> Sonntag. Ich bin auch noch ein bißchen
                        schwächlich.
                    Am Donnerstag will ich eine kleine Probefahrt nach <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> allein unternehmen.
                    Gelingt sie gut, dann Samstag. In <placeName ref="kbga-places-66">Zürich</placeName> muß ich mich dann wohl noch eine
                    Zeitlang verbinden lassen. Etwa drei Wochen dauert es wohl noch, bis die Wunde
                    verheilt ist. Aber sie reinigt sich <hi rend="italic">sehr schön</hi>.</p>
                <p>Ich <hi rend="italic">danke</hi> dir für deinen Brief vom Sonntag. Er klingt ein bißchen
                    müde und traurig. Und nun habe ich dir doch Frl. <persName ref="kbga-actors-6478">Seifert</persName> verordnet! Schlimm? Sie hat sich so
                    lieb angeboten, und da <persName ref="kbga-actors-26">Nelly</persName> erklärt hatte, sehr mit <persName ref="kbga-actors-24">
                            <hi rend="italic">Markus’</hi></persName> Hilfe zu rechnen,
                    dachte ich, du würdest zu sehr allein gelassen sein. Hoffentlich ärgerst du dich
                    nicht über meine «Eigenmächtigkeit». Du kannst sie ja auch, wenn nicht mehr
                    nötig, gut ein wenig zur Hilfe dem Hause überlassen. Um <persName ref="kbga-actors-22">Joggeli</persName> sorge
                    ich mich ohnehin ein wenig. Er war so nervös und unversorgt die letzten Tage
                    hier. Und <persName ref="kbga-actors-25">Matthis</persName> mit seinem Furunkel?</p>
                <p> Ärgere dich nicht über <persName ref="kbga-actors-26">Nellys</persName> «finanzielle Sorgen». Es ist <hi rend="italic">gut</hi>, daß sie wegen des kleinen
                    Vermögens nun alle Wege <hi rend="italic">selbst</hi> als ergebnislos ausprobiert hat. Das
                    beruhigt sie, und das entlastet uns. – Ob <hi rend="italic">du</hi> das Zimmerchen
                        <hi rend="italic">unten</hi> bekommen hast? Ich hoffe immer noch ein wenig und träumte
                    es heute gegen Morgen als den Schluß eines etwas belastenden Traumes. –</p>
                <p> Über <persName ref="kbga-actors-12">Asmussen</persName>
                     mit dir zu reden, freue ich mich. Meine Eindrücke scheinen sich mit
                    denen von <persName ref="kbga-actors-6917">Eichholz</persName> zu decken,
                    der morgen abend <pb xml:id="p550" ed="pga"/> noch herüber kommt. Dann wird es auf
                    diesem Balkon große theologische Gespräche geben!! Ich bin so glücklich, daß ich
                    doch bei dir von Jahr zu Jahr etwas mehr Übersicht über diese, ach immer noch so
                    schweren und <hi rend="italic">zu</hi> schweren Dinge bekommen darf. Ganz langsam begreife
                    ich Zusammenhänge. – Gestern das große Gespräch zwischen <persName ref="kbga-actors-408">Traub</persName> und dem Japaner in <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName>
                    blieb in ungelösten Bruchstücken stecken. Es ist sehr nötig, daß <persName ref="kbga-actors-1924">Takizawa</persName> mit dir noch
                    spricht. Er zeigte Traub Bilder von seiner Hochzeit und seiner Frau, die etwas vom
                    Lieblichsten sei, was man sich vorstellen könne. Sie hat übrigens an ihren Mann
                    geschrieben, er solle doch bitte mit ihr, wenn er heimkehre, Bibel lesen. Sein
                    Büblein, das zwei Monate alt war, als er ging, läuft und spricht jetzt. Und
                    unterdessen geht der kleine Mann nahezu ununterbrochen hier theologischen Fragen
                    nach, fährt heute nach <placeName ref="kbga-places-52">Paris</placeName> und ist dann noch drei Wochen in <placeName ref="kbga-places-1054">Kloster Beuron</placeName>,
                    ehe er etwa am 20. August nach <placeName ref="kbga-places-66">Zürich</placeName> kommt. <persName ref="kbga-actors-408">Traub</persName> sagte am Schluß des
                    Gespräches – ich hätte es vielleicht <hi rend="italic">nicht</hi> getan -, es wäre doch
                    schön, wenn er hier noch
                    den Schritt der Taufe wage. Er soll ganz still geantwortet haben: «Ja, ich weiß.
                    Aber ich weiß noch nicht, ob ich darf.» – Ach, gelt, <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>, wir fahren noch
                    einmal zusammen nach <placeName ref="kbga-places-911">Japan</placeName>,
                    aber vielleicht doch wir beide allein. Das wäre <hi rend="italic">noch</hi> schöner, oder
                    ist das häßlich gegen den lieben <persName ref="kbga-actors-316">Ruedi</persName>? Weißt du, Ruedi
                    <hi rend="italic">dauert</hi> mich doch in all seinem Leben<hi rend="italic">wollen</hi> und
                        Nichtleben<hi rend="italic">können</hi>. Überhaupt, wie <hi rend="italic">plagen</hi> sich die
                    Menschen! Gestern zum Abschied frug mich plötzlich mein Chirurg – er fand mich eben fast immer bei der
                    Lektüre des N. T. und [des] Galaterbriefes -, ob ich denn
                    glaube, daß <hi rend="italic">ein</hi> Mensch nicht Alles, was er täte, aus
                        <hi rend="italic">Egoismus</hi>
                    täte. Der Eine wolle es
                    im Diesseits und der Andere eben im Jenseits <hi rend="italic">gut</hi> haben. Das sei
                    Alles. – Meine etwas idealistische, sehr liebe Ärztin, die auch dabei war – das Ganze spielte,
                    während sie meinen Hals umwickelten!! – schrie entsetzt: «Aber, Herr Dr., nein, das ist zu pessimistisch.» Ich lachte
                    und sagte: Doch, doch, ich glaubte schon, daß er recht hätte. Nur daß
                        <hi rend="italic">das</hi> gar keine so entsetzlich wichtige Frage sei.
                        <hi rend="italic">Wichtig</hi> sei, daß <hi rend="italic">Einer</hi> es <hi rend="italic">anders</hi>
                    gemacht hätte, und zwar <hi rend="italic">für uns</hi>. –</p>
                <p>Unter mir lärmen, singen, weinen, lachen die Kleinen des Kindergartens. Und
                    dazwischen immer wieder die geduldige, unermüdliche Stimme von Tante Else, der
                    Kindergärtnerin, einem <hi rend="italic">netten</hi> Mädchen von vielleicht 26 Jahren.
                    Sehen kann ich sie nicht, nur <hi rend="italic">hören</hi>. Eben hat <pb xml:id="p551" ed="pga"/> sich die Tragödie ereignet, daß «Paulchen» seinen Spielkameraden – in die
                    Backe biß!! «Aber, Paulchen, alle Zähne sieht man. Ist das lieb, darf man Kurt
                    beißen?» Tiefes Schweigen. Paulchen hat jeden Kommentar verweigert. – –</p>
                <p> Vorgestern abend hat Schwester Gloriosa mir noch <hi rend="italic">lange</hi> aus ihrem Leben erzählt. Das
                    war rührend. <persName ref="kbga-actors-408">Traub</persName> meinte, ich sollte doch einmal ein Buch schreiben über alle
                    diese Erlebnisse. Aber es gibt schon so viele dilettantische Bücher!! Nein, wenn
                    schon, dann etwas <hi rend="italic">Anderes</hi>. Und wahrscheinlich überhaupt
                    nicht. – –</p>
                <p> Ja, der August wird etwas überfüllt sein auf dem <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName>. Aber wir haben es im <placeName ref="kbga-places-1265">Törli</placeName> ja gut
                    und bleiben einfach ein bißchen abseits. Ich habe eigentlich nur vor <persName ref="kbga-actors-7188">Hertha</persName> ein bißchen Angst, aber wahrscheinlich ist auch das
                    unangebracht. – An <persName ref="kbga-actors-1913">
                            <hi rend="italic">Steck</hi></persName> will ich heute noch schreiben. Sein letzter
                    Rundbrief<note xml:id="n02">Rundbrief vom <date when="1935-06-29">29.6.1935</date> 
                        (<ref type="kba-objects-id" target="26676">KBA 9335.664</ref>).</note> – Durchschlag ging an dich aufs <placeName ref="kbga-places-100">Bergli</placeName> – , der gestern kam,
                    gibt mir etwas zu denken. Wie <hi rend="italic">empfindlich</hi> ist er gegen jeden
                    Einspruch. Daß sein Onkel <persName ref="kbga-actors-6857">Burger</persName> starb<note xml:id="n03">Oberkirchenrat <persName ref="kbga-actors-6857">D. Ernst Burger</persName> war am <date when="1935-06-30">30.6.1935</date> in München gestorben.</note>, tut mir
                    leid für ihn. Er hat in seiner Familie auch fast niemand, dem er sich nah weiß.
                    Und gerade er hat eine
                    gewisse Anlehnung noch <hi rend="italic">sehr</hi> nötig. – Unser <persName ref="kbga-actors-110">Martin Eras</persName> soll übrigens ein Semester
                    lang in <hi rend="italic">Erlangen verbissen</hi> umhergelaufen sein, bis <persName ref="kbga-actors-1935">Trillhaas</persName>, in dessen
                    Seminar er war, ihn sich einmal vornahm und dann durch eine Aussprache eine
                    bessere Situation geschaffen wurde und Trillhaas ihn nun, wie er zu <persName ref="kbga-actors-431">Wolf</persName> sagte, sehr schätzt.
                    Aber gelt, deine armen Kücken! Immerhin: ich glaube, sie schlagen sich ganz gut, und das
                    ist schließlich die Hauptsache! – <hi rend="italic">Lieber</hi> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>, es wird so gut
                    sein, wenn du erst im Winter wieder an dieser deiner eigentlichen Arbeit bist,
                    und ich bin dann so froh, wenn ein paar von <hi rend="italic">hier</hi> mithören und
                    mitlernen. Auf diese Weise sprichst du ja hier sehr gewichtig weiter mit,
                    gewichtiger als mit allen Situationserwägungen. – Und dann wird zum Frühjahr der
                    2. Band<note xml:id="n04">Die Fertigstellung von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD I/2,</bibl> dem zweiten Halbband der «Prolegomena zur Kirchlichen
                        Dogmatik», erfolgte freilich erst später. Am <date when="1937-06-08">8.6.1937</date> notierte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in
                        seinem Pfarrerkalender <hi rend="italic">«Ende der Prolegomena»</hi>, am <date when="1937-06-16">16.6.1937</date>
                        «Die ersten Druckbogen von K. D. I2!» Der Band
                        erschien im Januar 1938.</note> fertig, und das ist doch auch eine große
                    Sache! –</p>
                <p><pb xml:id="p552" ed="pga" rend="noPipe"/>Geht es dir in diesen Tagen ein bißchen gut? Wahrscheinlich seid ihr zu den
                    Mahlzeiten bald da bald dort eingeladen. Ach du, vielleicht war es doch
                        <hi rend="italic">gnädig</hi>, daß ich so gewaltsam herausgerufen wurde. Und daß
                    dieser Umzug nun zwischen <persName ref="kbga-actors-26">N.</persName> und mir keine Gefahrenquelle
                    werden mußte! – Zum Herbst nehme ich dann Alles mit <hi rend="italic">neuer</hi> Kraft
                    auf. –</p>
                <p>Behüt dich Gott, <hi rend="italic">lieber</hi> <persName ref="kbga-actors-2151">Karl</persName>. Wenn die «Unvernunft» siegen und du
                    doch hierher kommen solltest, dann rufe mich <hi rend="italic">Donnerstag abend</hi> an,
                    <placeName ref="kbga-places-817">Bad Honnef</placeName> 525. Ich bin <hi rend="italic">sofort</hi> gerufen, und keine Schneegänse sind
                    da. Aber ich erwarte <hi rend="italic">nichts</hi> in dieser Richtung und sage das mehr
                    aus Freude an der unmöglichen Möglichkeit!! – Grüße <hi rend="italic">Alle</hi> von
                    mir.</p>
            <closer>
                    <salute>Deine</salute> <signed><persName ref="kbga-actors-223">L</persName>.</signed>
            </closer>
                <postscript>
                    <p>
                        <persName ref="kbga-actors-408">Traub</persName> läßt
                        dich grüßen. ­Er predigt am Sonntag über den
                        Text: «Ihr seid das Salz der Erde … das Licht der Welt» [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.5.13 Mt.5.14">Mt. 5,13f.</ref>]. – Heute abend muß er nach <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName>,
                        unsere Arbeitsgemeinschaft über das 4. Gebot. – <lb/>Eben ertönt von
                        unten herauf die Mahnung von Tante Else: «Spucken darf man aber nicht!» –
                        <lb/>Mit den 200 Mark hoffe ich zu reichen. Gestern zahlte ich 86 Mark für
                        das Krankenhaus, mit Operationssaalbenützung und Medikamenten.</p>
                </postscript>
            
        </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
