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        <title type="volume" n="vol-48">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
        <title type="content">Vorwort</title>
        <title type="citation_line_1">Drewes, Hans-Anton: Vorwort, in: Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921, 9. Juli 2012</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/48001 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921, hrsg. v. Drewes, Hans-Anton / Marquardt, Friedrich-Wilhelm (Gesamtausgabe, Abt. III), Zürich 2012, S. IX–XIX.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
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        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
          <title type="text">Vorwort</title>
          <author ref="kbga-actors-3664">Drewes, Hans-Anton</author>
          <editor>Drewes, Hans-Anton</editor>
          <editor>Marquardt, Friedrich-Wilhelm</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2012</date>
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                <head>VORWORT</head>
                <p>Als <persName ref="kbga-actors-397">Hinrich Stoevesandt</persName> und ich im Oktober 1992 die Arbeit an den «<ref type="pub-" target="../texts?facet-volume=22">Vorträgen und kleineren Arbeiten 1909–1914</ref>» abschlossen und als sie 1993 erschienen, war unsere Meinung selbstverständlich, dass der Band mit den weiteren Texten aus der Safenwiler Zeit, für den <persName ref="kbga-actors-1753">Friedrich-Wilhelm Marquardt</persName> einerseits und ich andererseits die editorischen Vorbereitungen getroffen hatten<note xml:id="n01"><persName ref="kbga-actors-1753">Fr.-W. Marquardt</persName> hatte für folgende Texte die Verantwortung übernommen: <ref type="pub" target="48004">Das neue Fabrikgesetz</ref>, 1914; <ref type="pub" target="48013">Politik, Idealismus und Christentum bei Friedrich Naumann</ref>, 1914; <ref type="pub" target="48016">Unsre Stellung als Schweizer zum Weltkrieg</ref>, 1914; <ref type="pub" target="48017">Krieg, Sozialismus und Christentum [I]</ref>, 1914; <ref type="pub" target="48018">Weihnachtsfeier des Arbeitervereins Rothrist</ref>, 1914; <ref type="pub" target="48020">Krieg, Sozialismus und Christentum [II]</ref>, 1915; ­<ref type="pub" target="48023">Krapotkin</ref>, 1915; <ref type="pub" target="48025">Christus und die Sozialdemokraten</ref>, 1915; Eindrücke aus Deutschland, 1915; <ref type="pub" target="48028">Die innere Zukunft der Sozialdemokratie</ref>, 1915; <ref type="pub" target="48029">Was heißt: Sozialist sein?</ref>, 1915; <ref type="pub" target="48032">Religion und Sozialismus</ref>, 1915; <ref type="pub" target="48033">Sozialismus und Kirche</ref>, 1916 [?]; <ref type="pub" target="48035">Unsre Stellung zur Kirche</ref>, 1916; <ref type="pub" target="48036">Das Gewissen</ref>, 1916; <ref type="pub" target="48037">Der Wille Gottes und der Krieg</ref>, 1916; <ref type="pub" target="48038">Die Gewerkschaftsbewegung</ref>, 1916; <ref type="pub" target="48041">Die Friedensaussichten</ref>, 1917; <ref type="pub" target="48043">Politische Lage</ref>, 1917; <ref type="pub" target="48044">Das höchste Recht</ref>, 1917; <ref type="pub" target="48045">Sozialdemokratie und Militärwesen</ref>, 1917; <ref type="pub" target="48047">Die Zukunft des Christentums und der Sozialismus</ref>, 1917; <ref type="pub" target="48051">Schweizerischer Parteitag und internationale Konferenz</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48052">Der Generalstreik im November 1918</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48053">Der internationale Sozialistenkongress in Bern</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48054">Die russische Revolution 1917</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48055">Bolschewismus</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48056">Demokratie oder Diktatur?</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48047">Christliches Leben</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48058">Ein Wort an das aargauische Bürgertum!</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48059">Das, was nicht geschehen soll</ref>, 1919; <ref type="pub" target="48062">Vom Rechthaben und Unrechthaben</ref>, 1919. Für die übrigen Texte lag die Verantwortung bei mir.</note>, sich in absehbarer Zeit anschließen werde. Dass es nun doch anders gekommen ist, dass dieser Band erst nach mehr als der doppelten von <persName ref="kbga-actors-2046">Horaz</persName> empfohlenen Warte- und Reifefrist erscheinen kann, hat neben den selten genau vorauszusehenden Schwierigkeiten, die bei der Edition solcher Texte immer zu bewältigen sind, vor allem einen Grund: Als ich 1997 von Hinrich Stoevesandt die Leitung des <orgName ref="kbga-actors-8253">Karl Barth-Archivs</orgName> und der Karl Barth-Gesamtausgabe übernommen hatte, stellte sich bald heraus, dass diese beiden Funktionen – und dabei vor allem die Verantwortung des ­Gesamtherausgebers – kaum Zeit ließen, daneben noch eine eigene Edition vorzubereiten und zum Erscheinen zu bringen. So konnte ich die Arbeiten an dem vorliegenden Band mit einiger Mühe erst im Übergang in den Ruhestand beenden.</p> 
                <p><pb xml:id="pr010" ed="pga" rend="noPipe"/> Einerseits hatte ich nämlich auch an den von mir übernommenen Texten, die ich zum Teil bereits vor Jahren abgeschlossen zu haben meinte, doch noch weiter zu verbessern, seufzend und fröhlich dem keine Ausnahme zulassenden «<foreign xml:lang="lat">dies diem docet</foreign>» Tribut zahlend, das Lust und Last der Arbeit mit historischen Dokumenten ist. Fand ich aber, mit den jeweils zum Erscheinen drängenden anderen Bänden der Gesamtausgabe einigermaßen beschäftigt, schon zur Verbesserung meines Teils der vorgesehenen Texte nur ungenügend Zeit, so war es erst recht unmöglich, die Bearbeitung der von Marquardt vorbereiteten sogenannten «Sozialistischen Reden» nebenbei zu erledigen. Marquardt konnte und wollte sich in den 1990er Jahren, inzwischen mit dem großen wichtigen Projekt seiner siebenbändigen Dogmatik beschäftigt, die sich ganz im lernenden Gespräch mit dem Judentum entwickelt und so einen wichtigen Anstoß <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barths</persName> entfaltet, nicht mehr der Aufgabe unterziehen, das von ihm mit großem Einsatz vorbereitete Material noch weiter nach den Grundsätzen der Karl Barth-Gesamtausgabe zu überarbeiten und zu ergänzen. So überließ er die Aufgabe einer Schlussredaktion in gutem freundschaftlichen Vertrauen dem damaligen Gesamtherausgeber H. Stoevesandt und mir als dem Herausgeber des anderen Teils des Bandes. Doch stellte diese Aufgabe vor sehr viel größere Probleme, als wir miteinander gedacht hatten, zumal die Editionsgrundsätze im Laufe der Jahre gerade im Blick auf Texte, in denen viele historische Bezüge nach Erläuterung rufen, eine wichtige Präzisierung erfahren hatten, die den Aufwand für die editorische Arbeit jedenfalls nicht verminderte. Es war nämlich klar geworden, dass viele Anspielungen und Bezugnahmen in den Texten <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>, dass aber vor allem die tagespolitisch-zeitgeschichtlichen Ereignisse, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> ja in einer Reihe von Referaten und Artikeln beschäftigen, sachgemäß, d.h. sachlich aufschlussreich nur unter ständiger Berücksichtigung <hi rend="italic">seiner</hi> (vermutlichen) Quellen kommentiert werden können, während Belege aus anderen, <hi rend="italic">allgemeinen</hi> Quellen oft nur ein vages, in manchen Fällen auch täuschendes Licht auf <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Referat werfen können. In der konkreten Arbeit stellte sich übrigens heraus, dass bestimmte Einzelheiten in <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Notizen überhaupt nur im Rückgang nicht auf <hi rend="italic">eine</hi>, sondern auf <hi rend="italic">die</hi> exakte Quelle erhellt, manchmal auch erst an Hand dieser Quelle vollständig und verlässlich entziffert werden konnten.</p> 
                <p><pb xml:id="pr011" ed="pga" rend="noPipe"/> Wäre es möglich gewesen, für die Überarbeitung der «Sozialistischen Reden» in dieser Richtung eine entsprechend qualifizierte Kraft zu gewinnen, so wäre es wohl zum Schluss auf eine durchgehende Umarbeitung hinausgekommen. Vielleicht ist es nun aber in einer Hinsicht auch ein Gewinn, dass statt dessen die Aufgabe schließlich sehr ungewollt mir zufiel und dass ich mir nun freilich nicht mehr als eine Überarbeitung vornehmen konnte, bei der ich – insbesondere in den Einleitungen – soweit möglich Informationen und Formulierungen unverändert ließ, die Marquardt und seine Mitarbeiter gefunden hatten. So bleiben der Ansatz und die Richtung seiner Lektüre dieser Texte trotz aller hinzugekommenen Ergänzungen und Präzisierungen noch erkennbar. Marquardt war es ja, der früh die Aufmerksamkeit auf diese Dokumente aus <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Safenwiler Zeit gelenkt, der für sie unter Mithilfe seiner Frau Dorothee eine Transkription und einen erläuternden Apparat erarbeitet und in vielen Fällen auch Einleitungen entworfen hatte und der sie in einer bestimmten Auffassung zum Fußpunkt eines mit seinem Namen verbundenen neuen Barth-Verständnisses gemacht hatte<note xml:id="n02"><bibl corresp="kbga-bibls-4829"><persName ref="kbga-actors-1753">Fr.-W. Marquardt</persName>, <hi rend="italic">Theologie und Sozialismus. Das Beispiel <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barths</persName></hi>, (1972) 3., um ein Nachwort erweiterte Auflage München 1985</bibl>.</note>. So schien es mir richtig, dass der Bearbeitung, zu der Marquardt uns grundsätzlich freie Hand gegeben hatte, faktisch bestimmte Grenzen gezogen waren.</p>
                <p>Dennoch musste z.B. im Falle des Referates über den Schweizer Generalstreik <date when="1918">1918</date><note xml:id="n03">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p444#p444">S. 444–463</ref>.</note> fast der gesamte erläuternde Apparat neu erarbeitet werden, weil die in der Tat grundlegende Monographie von <persName ref="kbga-actors-3851">W. Gautschi</persName><note xml:id="n04"><bibl corresp="kbga-bibls-4453"><persName ref="kbga-actors-3851">W. Gautschi</persName>, <hi rend="italic">Der Landesstreik 1918</hi>, Zürich 1988</bibl><hi rend="sup">3</hi>.</note>, auf die sich Marquardt vor allem bezogen hatte, die Ereignisse, auf die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> eingeht, teilweise gar nicht, teilweise auf Grund anderer Primärquellen mit anderen Akzenten und Gewichtungen als <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> behandelt. Es ist zu hoffen, dass aus der Kommentierung aus <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Quelle, den von ihm täglich gelesenen «<orgName ref="kbga-actors-5804">Basler Nachrichten</orgName>», der Gewinn für das Verständnis der Vorgänge und der Wahrnehmung und Urteilsbildung <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> deutlich wird, der sich ergibt, wenn man die Erläuterung – in einem formelhaften Ausdruck – nicht auf eine mögliche Quelle der berührten Fakten, sondern auf <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> faktische Quelle zu stützen versucht.</p> 
                <p><pb xml:id="pr012" ed="pga" rend="noPipe"/> Etwas anders verhält es sich bei einem zweiten Beispiel: bei <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Referat über die <orgName ref="kbga-actors-9915">Sozialistenkonferenz</orgName> vom <date when="1919-02">Februar 1919</date> in <placeName ref="kbga-places-9">Bern</placeName><note xml:id="n05">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p464#p464">S. 464–480</ref>.</note>, bei dessen Kommentierung Marquardt sich ganz auf die Protokolle und Resolutionen des Kongresses stützte, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> jedoch wahrscheinlich nicht im Wortlaut kannte. Die außerordentlich sorgfältige und inhaltsreiche Edition der Protokolle, Memoranden, Berichte und Korrespondenzen zu dieser Konferenz<note xml:id="n06"><bibl corresp="kbga-bibls-4830"><hi rend="italic">Die II. Internationale 1918/1919. Protokolle, Memoranden, Berichte und Korrespondenzen</hi>, hrsg. von Gerhard A. Ritter, 2 Bde., Berlin/Bonn 1980</bibl>.</note> macht deutlich, wie vielfältig und kompliziert die Quellenlage nur schon hinsichtlich dieser Primärdokumente ist. Trotzdem konnte es in vielen Fällen genügen, den Verweisen auf diese Quellen Hinweise auf die spezifische Quelle <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> – wieder die «Basler Nachrichten» – hinzuzufügen, in vielen anderen aber waren Zitate aus dieser direkten Quelle einzufügen, weil anders die Notizen <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> nicht verständlich werden können.</p>
                <p>Ähnlich wäre von dem Bericht, den <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> über «Die russische Revolution 1917» gegeben hat<note xml:id="n07">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p481#p481">S. 481–493</ref>.</note>, zu sagen, dass natürlich viele der berührten Ereignisse in Gesamtdarstellungen der russischen Geschichte erwähnt werden, dass aber <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> besondere Auswahl und Beurteilung des über die Ereignisse vom <date to="1918-01" from="1917-07">Juli 1917 bis zum Januar 1918</date> Berichteten nur aus dem Bezug auf die von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> benutzte Darstellung <persName ref="kbga-actors-812">Trotzkis</persName> «Von der Oktober-Revolution bis zum Brester Friedensvertrag»<note xml:id="n08">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-4831"><persName ref="kbga-actors-812">L. Trotzki</persName>, <hi rend="italic">Von der Oktober-Revolution bis zum Brester Friedensvertrag</hi>, Belp-Bern 1918</bibl>.</note> deutlich wird.</p>
                <p>Ein weiteres Beispiel mag die Richtung der geforderten Arbeit abschließend erläutern: Wenn <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in einem Vortrag vom <date when="1914-10">Oktober 1914</date><note xml:id="n09">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p080#p080">S. 80–85</ref>.</note> im Zusammenhang mit Ausführungen zu den Implikationen der Neutralität den Namen <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName> erwähnt, liegt es natürlich nahe, an die Erklärungen des amerikanischen Präsidenten vom <date to="1914-08-19" from="1914-08-04">4. und 19. August</date> zu denken, die in den Gesamtdarstellungen des 1. Weltkrieges immer erwähnt werden. Jedoch: diese Erklärungen wurden in der Presse in der Schweiz nicht besprochen. Wohl aber wurden die Telegramme im Wortlaut wiedergegeben, die <persName ref="kbga-actors-839">Wilhelm II.</persName> und Wilson im <pb xml:id="pr013" ed="pga"/> <date when="1914-09">September</date> und <date when="1914-10">Oktober 1914</date> wechselten. Diese werden wiederum in den Handbüchern nicht erwähnt. Es ist aber mit Händen zu greifen, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> ausdrücklich auf die Ausführungen in <persName ref="kbga-actors-841">Wilsons</persName> Telegramm anspielt.<note xml:id="n10">Vgl. unten <ref type="pub" target="../volume/48/p083#fn_n22">S. 83, Anm. 22</ref>.</note></p>
                <p>So werden die Stichworte, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich für seine Referate im <orgName ref="kbga-actors-9909">Arbeiterverein Safenwil</orgName> notiert hat, meist nur vor dem Hintergrund und in der Beleuchtung der von ihm zugrunde gelegten Berichte wirklich aussagekräftig. Ohne diesen Bezug bleiben die Notizen oft – nichts-sagend. Wenn sie dagegen von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> präziser Kenntnisnahme spezifischer Meldungen und Berichte sprechen, werfen sie ein überraschendes Licht auf die unerhört eindringliche Weise, in der <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich mit den Ereignissen seiner Zeit auseinandergesetzt und die Rolle der Gemeinde wie der sozialen und der sozialistischen Bewegung in ihr zu verstehen und zu bestimmen gesucht hat. Das bekannte dictum von der Zeitung und dem Neuen Testament, über denen «man abwechselnd» «brütet» – «und sieht eigentlich furchtbar wenig von dem organischen Zusammenhang beider Welten, von dem man jetzt deutlich und kräftig sollte Zeugnis geben können», wie <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in den Tagen des Schweizer Generalstreiks an <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName> schreibt<note xml:id="n11"><bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, <ref type="pub" target="../volume/03/p300#p300">S. 300</ref>.</bibl></note> – , gewinnt auf diese Weise verpflichtende Anschaulichkeit. So ist das ganz allgemein gesteckte Ziel, die spezifischen Anspielungen eines Textes aus den spezifischen Quellen des Autors zu erhellen, im Blick auf solche aktuellen Bezüge gewiss besonders sorgfältig im Auge zu behalten. Auf die damit intendierte «Historisierung» auf der elementaren Ebene mag sich, wenn man es darauf absieht, eine weitere Historisierung in komplexere Zusammenhänge stützen – sie kann aber auch dazu dienen, den Vorgang des je einmaligen theologischen und politischen Urteils schärfer zu begreifen, auf das es <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> ankam. Indem ich in diesem Sinne den von Marquardt begonnenen Weg fortzusetzen versuchte, hoffe ich, seinen Intentionen entsprochen und für eine erneute, fruchtbare Auseinandersetzung mit seinem Interpretationsansatz eine Hilfe gegeben zu haben, auch wenn die Frage nach <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Quellen in manchen Fällen – z.B. für die Februar-Revolution <date when="1917">1917</date> – noch nicht in der wünschbaren Genauigkeit beantwortet werden kann.</p> 
                <p><pb xml:id="pr014" ed="pga" rend="noPipe"/> Neben den vielen bisher unveröffentlichten Texten, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Auseinandersetzung mit den Zeitereignissen in einer Breite und Tiefe dokumentieren, die für das Verständnis seines Denkweges neue Aufschlüsse verspricht, stehen die Beiträge, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> selber zu politischen Fragen im «<orgName ref="kbga-actors-4685">Freien Schweizer Arbeiter</orgName>» und im «<orgName ref="kbga-actors-6494">Neuen Freien Aargauer</orgName>» erscheinen ließ<note xml:id="n12">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p303#p303">S. 303–309</ref>, <ref type="pub" target="../volume/48/p514#p514">S. 514–520</ref> und <ref type="pub" target="../volume/48/p512#p512">S. 521–527</ref>.</note>. Obwohl sie ja gedruckt vorlagen und so grundsätzlich zugänglich waren, sind diese von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> selber als pointierte Meinungsäußerungen veröffentlichten Texte weniger beachtet worden, als sie es in der Diskussion um den Safenwiler Pfarrer und Sozialisten<note xml:id="n13">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p224#p224">S. 224</ref>.</note> grundsätzlich verdient hätten und als es zur Klarheit dienlich gewesen wäre. Dass sie hier nun mit historischen Erläuterungen versehen vorliegen, wird der Diskussion hoffentlich zusätzlich Richtung und Gewicht geben.</p>
                <p>Unter <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Zeitungsartikeln finden sich auch Stellungnahmen zu einem zweiten politischen Komplex, der <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in diesen Jahren lebhaft beschäftigte: das Thema des Glücksspiels und der Spielbanken.<note xml:id="n14">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p042#p042">S. 42–47</ref> und <ref type="pub" target="../volume/48/p303#p303">S. 303–309</ref>.</note> Die Frage berührt sich grundsätzlich und praktisch mit dem Problem des rechten Verständnisses der menschlichen Arbeit und damit des Kapitalismus und des Sozialismus, und so sah <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich veranlasst, auch hier deutlich Position zu beziehen.</p>
                <p>Zwei weitere Zeitungsbeiträge betreffen die aargauische Kirchensynode und die Auseinandersetzung mit der kirchlichen Richtung der «Freisinnigen», die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in diesen Artikeln weiterführte<note xml:id="n15">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p003#p003">S. 3–8</ref> und <ref type="pub" target="../volume/48/p033#p033">S. 33–35</ref>.</note>, bevor er <date when="1915">1915</date> mit dem «Antrag betr. Abschaffung des Synodalgottesdienstes» noch direkter eine Entscheidung suchte, indem er konstatierte: «Der Geist des Evangeliums ist die Richtung auf Gott hin, unsre Synode aber ist nicht in der Richtung auf Gott, sondern auf die Götzen hin.»<note xml:id="n16">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p164#p164">S. 164–176</ref>, Zitat <ref type="pub" target="../volume/48/p172#p172">S. 172</ref>.</note> Unmittelbar auf diesen Vorstoß in der Kirche folgte mit dem Vortrag «Kriegszeit und Gottesreich» ein Angriff auf <persName ref="kbga-actors-420">Paul Wernle</persName> als einen Vertreter des theologischen Liberalismus.<note xml:id="n17">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p177#p177">S. 177–210</ref>.</note></p> 
                <p><pb xml:id="pr015" ed="pga" rend="noPipe"/> Es scheint, als habe der doppelte Misserfolg, den <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich im Rückblick auf diese beiden Interventionsversuche eingestehen zu müssen meinte, ihn erst recht in eine prägnante Zuspitzung seiner Position und in eine ruhige Konzentration bei der Darlegung seiner Einsichten geführt. So mutet die Reihe der großen, genau zielenden und anschaulich ausführenden Texte an, die von «<ref type="pub" target="48034">Die Gerechtigkeit Gottes</ref>» (<date when="1916-01">Januar 1916</date>) und «<ref type="pub" target="48039">Auf das Reich Gottes warten</ref>» (Sommer <date when="1916">1916</date>) über «<ref type="pub" target="48042">Die neue Welt in der Bibel</ref>» (<date when="1917-02">Februar 1917</date>) nach einer Unterbrechung im Römerbriefjahr <date when="1918">1918</date> zu «<ref type="pub" target="48061">Der Christ in der Gesellschaft</ref>» (<date when="1919-09">September 1919</date>), zu den «<ref type="pub" target="48063">Unerledigten Anfragen an die heutige Theologie</ref>» (Frühjahr <date when="1920">1920</date>) und zu den «<ref type="pub" target="48064">Biblischen Fragen, Einsichten und Ausblicken</ref>» (<date when="1920-04">April 1920</date>) führte.</p>
                <p>In die chronologische Reihe dieser weithin bekannten 6 Texte treten nun 15 verstreut gedruckte, vor allem aber 42 bisher ungedruckte Texte. Wenn man sie in ihrem historischen Zusammenhang studiert, überrascht die Breite der Themen, mit denen <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich neben- und nacheinander beschäftigte und in die er die Gemeinde und seine Parteigenossen einzuführen versuchte, insbesondere aber erstaunen die Beziehungen, die er zwischen den Themenbereichen sichtbar macht: nicht nur zwischen dem Evangelium und dem Sozialismus, sondern z.B. auch zwischen der «Befreiung speziell der Frau aus unwürdigem Verhältnis dem Mann gegenüber» und der «Militärdienst-Frage»<note xml:id="n18">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p352#p352">S. 352f.</ref></note>.</p>
                <p> Zu den bisher unveröffentlichten Texten zählen zum einen größere, ausgearbeitete Stücke wie der bedeutsame Vortrag über «<ref type="pub" target="48047">Die Zukunft des Christentums und der Sozialismus</ref>» (<date when="1917-07">Juli 1917</date>), zum anderen Vortragsskizzen wie die «<ref type="pub" target="48046">Alltagskraft</ref>» (<date when="1917-04">April 1917</date>) und zum dritten Stichworte und Thesen für Referate wie etwa die Unterlagen für die «Sozialistischen Reden». Zusammen mit den schon gedruckten ergeben die bisher ungedruckten Texte ein sehr viel reicheres Bild von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> intellektueller Biographie, als es die eben genannten, sozusagen klassischen sechs Texte vermittelten, die durch den Abdruck in den ersten beiden Aufsatzsammlungen und in der zweiten Auflage der Predigtsammlung «<bibl corresp="kbga-bibls-1461">Suchet Gott, so werdet Ihr leben!</bibl>» allgemein bekannt sind. Doch auch bei diesen Stücken geben die historischen Erläuterungen in den Einleitungen und die Erklärungen in den Fuß<pb xml:id="pr016" ed="pga" break="no"/>noten hoffentlich wie bei den übrigen Texten Hilfen zum genaueren Verständnis.</p>
                <p>Zu den Leitlinien der Edition ist im Anschluss an das dazu im Vorwort zu den «<ref type="pub-" target="../texts?facet-volume=21">Vorträgen und kleineren Arbeiten 1905–1909</ref>» im Einzelnen Ausgeführte zu bemerken:</p>
                <p>1. Die von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> selber <hi rend="italic">publizierten Texte</hi> sind nach den Grundsätzen der Gesamtausgabe in Orthographie und Zeichensetzung an die heute gültigen Regeln angepasst worden – behutsam und unter Respektierung der Barthschen Eigenheiten. So blieben etwa auch gewisse Uneinheitlichkeiten in der Groß- und Kleinschreibung unverändert, weil sie doch, obgleich nicht regeImäßig, Bedeutungsnuancen anzuzeigen scheinen – so z.B. das «neue Testament» neben dem «Neuen Testament»<note xml:id="n19">Siehe z.B. unten <ref type="pub" target="../volume/48/p688#p688">S. 688f.</ref> und <ref type="pub" target="../volume/48/p692#p692">S. 692</ref>.</note>. Lange Passagen werden gelegentlich durch Herausgeber-Absätze untergliedert. Diese sind erkennbar an einem senkrechten Strich | nach dem Punkt.</p>
                <p>Bei den in den Aufsatzsammlungen «<bibl corresp="kbga-bibls-929">Das Wort Gottes und die Theologie</bibl>» und «Die Theologie und die Kirche» und in der zweiten Auflage der Predigtsammlung «<bibl corresp="kbga-bibls-1461">Suchet Gott, so werdet Ihr leben!</bibl>» erschienenen Stücken wie auch bei dem in der Zeitschrift «<orgName ref="kbga-actors-6939">Evangelische Theologie</orgName>» publizierten Vortrag «<ref type="pub" target="48049">Religion und Leben</ref>» sind die Seitenzahlen dieser Abdrucke zwischen senkrechten Strichen | | im Text mitgeführt, so dass in der Sekundärliteratur zitierte Stellen leicht gefunden werden können.</p>
                <p>2. Die <hi rend="italic">bisher ungedruckten Texte</hi> sind in der in den Handschriften vorliegenden Form wiedergegeben. Nicht durchgängig, aber doch dort, wo es zum Verständnis hilfreich oder notwendig schien, sind in eckigen Klammern fehlende Satzzeichen ergänzt und abgekürzte Worte – in der Regel beim ersten Vorkommen in einem Text – vervollständigt worden. Beim Inhalt der eckigen Klammern handelt es sich also um Zusätze der Herausgeber, zu denen auch das Fragezeichen in eckigen Klammern gehört, das eine unsichere Entzifferung kennzeichnet. Die verschiedenen Stufen der Hervorhebungen in den Handschriften durch feinere und stärkere Unterstreichung und Wellenlinie werden durch Kursivierung, Unterstreichung und Fettdruck wiedergegeben. Zu beachten ist <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> je nach der Schrift wechselnde <pb xml:id="pr017" ed="pga"/> Schreibweise: in den in der alten deutschen Schrift vorliegenden Texten gebraucht <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> das ß (natürlich nach den am Anfang des 20. Jahrhunderts gültigen Regeln), während dafür in den in lateinischen Lettern geschriebenen Texten ss steht.</p>
                <p>3. In den ungedruckten Texten wie im textkritischen Apparat zu den gedruckten Stücken sind die Unterstreichungen, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> manchmal zur Verdeutlichung der Stelle im Gedankengang nachträglich mit Bleistift oder Farbstift im Manuskript eingetragen hat, durch die <hi rend="sans-serif">Helvetica-</hi>Schrift kenntlich gemacht, die dort <hi rend="sans-serif italic">kursiviert</hi> erscheint, wo eine gedankliche Hervorhebung aus der Phase der Niederschrift und eine rhetorische Markierung aus der Phase der Vorbereitung des mündlichen Vortrags zusammentreffen.</p>
                <p>4. In den textkritischen Anmerkungen im ersten, mit Buchstaben bezeichneten Apparat sind die Varianten der vorliegenden Drucke aufgeführt. Wenn die dem Druck vorangehenden Vortragsmanuskripte vorliegen, folgen wir der Druckfassung, weisen aber die Abweichungen vom Manuskript nach, um so, wie es in entsprechenden Fällen auch in den Predigten geschehen ist, <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> stetig weitergehende Arbeit am Gedanken und an der Sprache zu dokumentieren. Reine Erweiterungen der Druckfassung gegenüber dem Manuskript sind in ˹ ˺ gesetzt, sonstige Veränderungen sind im ersten Apparat festgehalten, soweit es sich nicht nur um orthographische Varianten, um Abweichungen im Lautbestand eines Wortes und andere rein formale Unterschiede handelt. Entsprechend sind, wo sie vorliegen, die Fragmente des dem Druck zugrunde liegenden Druckmanuskripts berücksichtigt. Der veränderte Ausdruck ist mit einem hochgestellten Buchstaben gekennzeichnet, wo der gemeinte Verweis damit deutlich ist. Sonst ist die von der Veränderung betroffene Sequenz mit hochgestellten Buchstaben vor dem ersten und nach dem letzten Wort markiert.</p>
                <p>5. In den erläuternden Anmerkungen des zweiten Apparates wird, wie schon angedeutet, das Maß an Informationen zu geben versucht, das zum genaueren Verständnis der Intention und des spezifischen Gewichts eines Hinweises oder einer Anspielung im Text hoffentlich hilfreich ist. Ein besonderes Problem stellen die Zitate dar, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> nicht immer so wort- und buchstabengetreu bietet, wie es die Anführungszeichen heute fordern, sondern in der <persName ref="kbga-actors-47">Blumhardt</persName>- und in der <pb xml:id="pr018" ed="pga"/> <persName ref="kbga-actors-312">Overbeck</persName>besprechung<note xml:id="n20">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p275#p275">S. 275–302</ref> und <ref type="pub" target="../volume/48/p622#p622">S. 622–661</ref>.</note> öfter dem Duktus seines Referates anpasst. Da dabei die Substanz des Referierten nicht berührt wird, schien es jedoch unangebracht, diese Abweichungen z.B. in der Schreibweise oder in der Wortstellung im einzelnen in Anmerkungen zu notieren.<note xml:id="n21">Vgl. unten <ref type="pub" target="../volume/48/p288#p288">S. 288</ref>.</note></p>
                <p>Zum Schluss ist zu danken: Der erste Dank gilt in aufrichtigem Andenken <hi rend="italic">Friedrich-Wilhelm Marquardt</hi> (
                    <date to="2002-05-25" from="1928-12-02">2.12.1928–25.5.2002</date>), der mit hohem Engagement die Grundlage für einen gewichtigen Teil dieses Bandes geschaffen hat. In gleichem Atem ist dankbar <hi rend="italic">Hinrich Stoevesandt</hi> zu nennen, der in vielen Jahren die Probleme der nun endlich insgesamt vorliegenden drei Bände der «Vorträge und kleineren Arbeiten 1905-1921» mit mir erörtert und nach der entscheidenden Mitwirkung an den ersten beiden Bänden damit auch dem vorliegenden Band den Weg geebnet hat.</p>
                <p>Sodann möchte ich mit freudigem Dank <hi rend="italic">Reinhard Breymayer</hi> erwähnen. Der vielerfahrene Pietismusforscher und Fachmann der Geschichte der Rhetorik hat mich in der letzten Phase der Arbeit an diesem Band mit einem Vorausexemplar einer Veröffentlichung überrascht, in der zwei Fragen, die ich einmal den Kennern der württembergischen Kirchengeschichte ans Herz gelegt hatte<note xml:id="n22"><bibl corresp="kbga-bibls-4832">H.-A. Drewes, <hi rend="italic">Karl Barth und die württembergische Theologie</hi>, in: Blätter für württembergische Kirchengeschichte, Jg. 105 (2005), S. 51–63, dort S. 54 und S. 56</bibl>.</note>, pünktlich bearbeitet und beantwortet werden: das Problem des teilweise übereinstimmenden Textes der Römerbriefauslegungen von Steinhofer und Rieger und das Rätsel der durch <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> gelegentliche Verweise weiter verbreiteten Aussage über die Evangelien: «spirant resurrectionem». Bei Bengel, dem <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sie zuschreibt, ist sie nicht zu finden. Ich bin froh, dass nun in der betreffenden Anmerkung eine präzise Angabe gemacht und auf Breymayers anregend-aufschlußreiche Abhandlung verwiesen werden kann.<note xml:id="n23">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p567#fn_n75">S. 567, Anm. 75</ref>.</note> In Württemberg, einem von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> «schon wegen seiner chthonischen Eigentümlichkeiten geschätzten Landstrich»<note xml:id="n24">Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-574">Helmut Goes</persName> vom
                    <date when="1935-11-16">16.11.1935</date> (<idno>KBA 9235.344</idno>).</note>, ist auch <hi rend="italic">Jörg-Michael Bohnet</hi> verwurzelt, der schon als Stu<pb xml:id="pr019" ed="pga" break="no"/>dent seinen Spürsinn und seinen Scharfblick in den Dienst der Edition der vorangehenden Bände der «Vorträge und kleineren Arbeiten» gestellt und sich nun bei diesem Band noch einmal in treuer kluger Mitsorge bei den Korrekturen bewährt hat.</p>
                <p>Dankbar sind auch die Zivildienstleistenden zu erwähnen, die sich nacheinander an den Vorbereitungen zur Drucklegung beteiligt und in verschiedenen Hinsichten Wichtiges zur formalen Vereinheitlichung der Texte und der Anmerkungen, zur Genauigkeit der Textwiedergabe und zur möglichst klaren und übersichtlichen Information in den Anmerkungen beigetragen haben: <hi rend="italic">Bastian Thurneysen, Andreas Betschart, Michael Stephan Pfenninger</hi> und <hi rend="italic">Lars Cleary</hi>.</p>
                <p>Besonders ist erneut <hi rend="italic">Marcel Wittwer</hi> zu danken, der die Grundlagen für die Register gelegt und sich darüber hinaus in vielen Einzelheiten kundig und tatkräftig um den Band verdient gemacht hat. Nicht weniger erwähnenswert sind die Verdienste, die sich <hi rend="italic">Jan Arni</hi> um das Auffinden und um die Kontrolle von Zeitungsmeldungen und Kirchenordnungen, vor allem aber um die Aufklärung wichtiger Details der kirchlichen und politischen Auseinandersetzungen im <orgName ref="kbga-actors-9010">Aargau</orgName> – so z.B. um den Bolschewismus in Apachengestalt!<note xml:id="n25">Siehe unten <ref type="pub" target="../volume/48/p617#p617">S. 617</ref>.</note> – erworben hat. Aber auch die freundschaftliche Hilfe von <hi rend="italic">Christophe Chalamet</hi>, der in Neuchâtel die seltenen «Nouvelles de l’Association chrétienne d’etudiants» besorgte, bleibt unvergessen. Schließlich ist auch hier noch einmal sehr dankbar <hi rend="italic">Margrit Müller</hi> zu nennen, die bei der Kontroll-Lektüre vieler der hier vorgelegten Texte eine ermutigende Hilfe war. Ihr wie den übrigen Helfern sage ich von Herzen Dank.</p>
                <p>Im Rückblick auf den langen Weg wie nun im Blick auf die künftigen Leserinnen und Leser mag es nicht unangemessen und jedenfalls nicht unangebracht sein, sich zum Schluss unter das Wort, unter die Bitte zu stellen: Denen zu wenig oder zu viel getan scheint – sie mögen verzeihen. Denen es genug ist – die mögen Gott mit uns danken.</p> <!-- leerzeile --> 
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                    <dateline rend="left"><placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>, <date when="1912-07-09">9.7.2012</date></dateline>
                    <signed rend="right">Hans-Anton Drewes</signed> 
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