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        <title type="volume" n="vol-48">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
        <title type="content">Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort, 1914</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/48012 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921, hrsg. v. Drewes, Hans-Anton / Marquardt, Friedrich-Wilhelm (Gesamtausgabe, Abt. III), Zürich 2012, S. 46–47.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
          <title type="text">Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Drewes, Hans-Anton</editor>
          <editor>Marquardt, Friedrich-Wilhelm</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2012</date>
          <biblScope unit="page">46-47</biblScope>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Karl Barth: Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort., in: Aargauer Tagblatt Jg. 68, Nr. 170 (26.6.1914), S. 1f. </bibl>
        <bibl xml:id="A1" type="source">A1 (Exemplar von A): Barth, Karl, Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort, 26. Juni 1914. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/5402">KBA 54</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
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        <head>DIE GEWINNCHANCEN BEIM RÖSSLISPIEL. <term key="Rösslispiel">ANTWORT</term></head>
        
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            <date when="1914">1914</date>
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        <div type="abstract">
          <p>
            Einleitung s. oben <ref type="pub" target="../volume/48/p021#p021">S. 21–25</ref>.
          </p>
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          <head>Die Gewinnchancen beim Rösslispiel. Antwort</head>
          <p>Der <persName ref="kbga-actors-9878">M.-Korrespondent</persName> in der Dienstagsnummer<note xml:id="n01"><bibl corresp="kbga-bibls-3977"><persName ref="kbga-actors-9878">-M-Korr.</persName>, <hi rend="italic">Die Gewinnchancen beim Rößlispiel</hi>, in: Aargauer Tagblatt, Jg. 68, Nr. 167 vom 23. Juni 1914, S. 1f.</bibl></note> hat sich scharfsinnig darum bemüht, die berühmte «Harmlosigkeit» der – na? «Unterhaltungsspiele» in den schweizerischen Kursälen<note xml:id="n02"><bibl corresp="kbga-bibls-3977">A.a.O., S. 2</bibl>: «Es handelt sich auch nicht, wie die Initianten uns glauben machen wollen, um eine moralische oder finanzielle Schädigung des Volkes, sondern lediglich um ein Unterhaltungsspiel, das unseren beliebten Nationalspielen an Harmlosigkeit nicht nachsteht.»</note> aufs neue nachzuweisen. Zum Schlusse aber warnt er mit gewichtigen Worten vor dem durch die <term key="Spielbankinitiative">Initiative</term> der schweizerischen Volkswirtschaft drohenden Schaden, «der hoch in die Millionen geht».<note xml:id="n03"><bibl corresp="kbga-bibls-3977">Ebd.</bibl>: «Man will – ich gebe zu, in bester Absicht – ein vermeintliches Übel, einen vermeintlichen Schaden beseitigen, und schafft dafür einen tatsächlichen, der hoch in die Millionen geht.»</note> Pardon, aber eine von diesen beiden Behauptungen muss nach allen Regeln der Logik falsch sein. <hi rend="italic">Entweder</hi> die Verluste der Spieler resp. die Gewinne der Spielhalter sind so harmlos, wie <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> uns vorrechnet, dann kann es mit der befürchteten Schädigung der schweizerischen Geschäftswelt bei Abschaffung der Spiele nicht so weit her sein. <hi rend="italic">Oder</hi> diese Abschaffung ist ein solches Landesunglück, wie <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> behauptet, dann sehen aber die Umsätze etwas anders aus, als seine Berechnungen uns glauben machen wollen. <hi rend="italic">Entweder – oder</hi>, aber nicht beides! Wir sind nun durch den Artikel von <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> bestärkt worden in der Ansicht, dass es mit der «Harmlosigkeit» dieser Spiele nicht weit her ist. Man sehe sich doch die von <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> selbst ausgerechneten Zahlen ruhig an! Verlustmöglichkeit in einer Stunde ununterbrochenen Spiels bei Minimaleinsatz und normaler Gewinnchance = 30 Franken!<note xml:id="n04"><bibl corresp="kbga-bibls-3977">A.a.O., S. 1</bibl>.</note> Ist denn das eine Kleinigkeit, selbst wenn immer so wenig gesetzt und immer so günstig gespielt würde? Lässt sich denn eine normale Spielstunde «Jass» auch nur entfernt an die Seite stellen? Und wenn nach <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName>s Berechnung nur im <pb xml:id="p047" ed="pga"/> Kursaal <placeName ref="kbga-places-67">Genf</placeName> jährlich 50’000 Personen je neun Franken netto abgenommen werden<note xml:id="n05"><bibl corresp="kbga-bibls-3977">A.a.O., S. 1f.</bibl> -<persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> bezieht sich auf die Berechnung von <bibl corresp="kbga-bibls-3974"><persName ref="kbga-actors-10406">K. Laely</persName>, <hi rend="italic">Der Spielbanken-Artikel der Bundesverfassung</hi>, Davos 1914<hi rend="sup">2</hi>, S. 73</bibl>.</note>, ist das ein harmloses Unterhaltungsspiel, dem die Öffentlichkeit herzlich erfreut zusehen müsste? Doch es könnte ja sein, dass Herr <persName ref="kbga-actors-9878">M.</persName> und wir uns da ganz unnütz mit theoretischen Zahlen bemühen. Darum <hi rend="italic">eine Bitte an die hohen Kursaalverwaltungen</hi>, deren Advokaten jetzt einer nach dem andern auf den Kampfplatz treten! Es müsste ihnen doch ein Leichtes sein, die behauptete Harmlosigkeit ihrer Sache durch <hi rend="italic">eine öffentliche Abrechnung über den Ertrag der Spiele</hi> zu beweisen, womöglich mit genauen, amtlich festgestellten Angaben über den Verlauf einiger Spieltage (Spielerzahl, Spielgänge, Einsätze und Nettoverlust der Spieler!) anfangs, Mitte und ausgehends einer Saison, schließlich eine Anzahl Jahresgewinne aus der letzten Zeit! Ist das schon zu viel verlangt? Warum ist das alles so ins Dunkel gehüllt? Warum hat man uns nicht gleich zu Beginn der Initiativkampagne durch eine solche Abrechnung zum Schweigen gebracht? Warum wartet man jetzt so lange damit? Und, ich wiederhole die Anfrage meines ersten Abwehrartikels: warum kein einziges <term key="Rösslispiel">Rössli</term>, keine einzige «Boule»<note xml:id="n06"> Das Boulespiel ist eine Variante des heute bekannteren Roulettespiels mit neun Vertiefungen auf der Spielscheibe, auf die gesetzt werden kann.</note> an der <term key="Landesausstellung"><orgName ref="kbga-actors-8708">Landesausstellung</orgName></term>, wo sonst alle ehrlichen Erwerbszweige zeigen, was sie sind?<note xml:id="n07">Vgl. oben <ref type="pub" target="../volume/48/p045#p045">S. 45</ref>.</note> Darauf einmal eine Antwort, das wäre uns lieber und der Sache dienlicher als das ewige Aufwärmen der gleichen längst beantworteten Einwürfe, dass doch das erspielte Geld so moralisch verwendet werde, dass es nichts ausmache, die paar Fremden zu ihrem eigenen Vergnügen zu rupfen, und dass unsere Fremdenindustrie absolut gerade auf diese Einnahmequelle angewiesen sei. Wir verzichten für diesmal darauf, auf diese alten Geschichten noch einmal einzutreten.</p>
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