<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="kbga-texts-48041">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="volume" n="vol-48">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
        <title type="content">Die Friedensaussichten</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Die Friedensaussichten, 1917</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/48041 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921, hrsg. v. Drewes, Hans-Anton / Marquardt, Friedrich-Wilhelm (Gesamtausgabe, Abt. III), Zürich 2012, S. 310–316.</title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/48041</idno>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
        <bibl type="pga" xml:id="pga">
          <title type="volume">Vorträge und kleinere Arbeiten 1914–1921</title>
          <title type="text">Die Friedensaussichten</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Drewes, Hans-Anton</editor>
          <editor>Marquardt, Friedrich-Wilhelm</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2012</date>
          <biblScope unit="page">310-316</biblScope>
          <!--position within a volume-->
          <biblScope unit="part">41</biblScope>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Die Friedensaussichten  A.V. 30.1.17, 30. Januar 1917. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/754">KBA 12120</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date type="creation" when="1917">1917</date>
      </creation>
      <langUsage>
        <language ident="ger">German</language>
      </langUsage>
      <textClass>
        <keywords>
          <term>paper</term>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
    <revisionDesc>
      <change when="2026-10-02T07:56:15+02:00">teiHeader was automatically produced from the database 2026-10-02T07:56:15+02:00</change>
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div type="paper">
        <pb xml:id="p310" ed="pga"/>
        <head>DIE FRIEDENSAUSSICHTEN</head>
        
          <head type="sub">
            <date when="1917">1917</date>
          </head>
        
        <div type="abstract">
          <p>
            <hi rend="italic">Zum Jahreswechsel <date when="1916">1916</date>/<date when="1917">17</date> gab es begründete Hoffnung auf ein baldiges Ende des <term ref="kbga-keywords-170">Weltkrieges</term>. Im <date when="1916-12">Dezember 1916</date> hatten die <orgName ref="kbga-actors-8827">Mittelmächte</orgName> in einer gemeinsamen Note ihren Willen zum Frieden erklärt. Gleichzeitig brachte der amerikanische Präsident <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName> die Friedensdiskussion in Gang, indem er die kriegführenden Nationengruppen aufforderte, ihre Kriegsziele bekanntzugeben. Es zeigte sich jedoch, dass die Zeit für einen Frieden noch nicht reif war; der Krieg nahm im <date when="1917-01">Januar</date> sogar deutlich schärfere Formen an. In dieser Situation hielt <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vor dem <orgName ref="kbga-actors-9909">Arbeiterverein Safenwil</orgName> seine Vorträge über «Die Friedensaussichten» und «Die politische Lage» (s. unten <ref type="pub" target="../volume/48/p344#p344">S. 344–348</ref>). – Aus einem Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an seine <persName ref="kbga-actors-18">Mutter</persName> vom <date when="1917-02-25">25.2.1917</date><note xml:id="n01"><ref type="kba-objects-id" target="9339">KBA 9217.6</ref>.</note>:</hi>
          </p>
          <p> <hi rend="text-recte">Alle Dienstage habe ich <term key="Arbeiterverein"><orgName ref="kbga-actors-9909">Arbeitervereins</orgName></term>-Sitzung, wo ich den Mannen wunderbare politische Reden halte, <persName ref="kbga-actors-902">Bethmann-Hollweg</persName> und <persName ref="kbga-actors-672">Lloyd George</persName> samt <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName> weit überblickend. Alle Mittwoche ist jetzt wieder Bibelstunde über Gleichnisse Jesu, die <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName> und ich neu ‹verstanden› haben!! Dafür habe ich nur noch alle 14 Tage <orgName ref="kbga-actors-8613">Blaues Kreuz</orgName>, und</hi> diese <hi rend="text-recte">Sache droht, mit der Zeit ganz einzuschlafen. Die Leute haben einfach kein rechtes Interesse dafür u.</hi> ich <hi rend="text-recte">im Grunde auch nicht.</hi></p>
        </div>
        <div>
          <head>Die Friedensaussichten</head>
          
            <head type="sub"><orgName ref="kbga-actors-9909">A[rbeiter-]V[erein]</orgName>
<date when="1917-01-30">30. I 17</date>
            </head>
          
          <div>
            <p>a) <hi rend="bold">Die Friedensangebote</hi></p>
            <p><hi rend="italic">Das deutsche.</hi> Guter Wille. Notwendigkeit. Politik. Böse Form<note xml:id="n02">Gemeint ist das Friedensangebot der <orgName ref="kbga-actors-8827">Mittelmächte</orgName> vom <date when="1916-12-12">12.12.1916</date>. Es wurde in der Presse der neutralen Länder, z.B. der <orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName>, allgemein als Zeichen des guten Willens gewertet, auch wenn es inhaltlich zum Teil scharf kritisiert wurde. Die «böse Form» beruhte auf General <persName ref="kbga-actors-673">Ludendorffs</persName> Forderung, in der Note jeden Eindruck einer Schwäche auszuschließen. So enthält die Note Sätze wie: «<orgName ref="kbga-actors-8248">Österreich-Ungarn</orgName> und seine Verbündeten: <orgName ref="kbga-actors-9047">Deutschland</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-9126">Bulgarien</orgName> und die <orgName ref="kbga-actors-9890">Türkei</orgName>, haben in diesem Kampfe ihre unüberwindliche Kraft erwiesen. Sie haben über ihre an Zahl und Kriegsmaterial überlegenen Gegner gewaltige Erfolge errungen. Unerschütterlich halten ihre Linien den immer wiederholten Angriffen der Heere ihrer Feinde stand» (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 634 vom 13.12.1916 [2. Blatt], S. [1]</bibl>). Gleichzeitig mit dieser Note erließ <persName ref="kbga-actors-839">Kaiser Wilhelm II.</persName> einen Tagesbefehl an die deutsche Armee, in dem er erklärte, dass das Friedensangebot «im Gefühle des Sieges» der deutschen Truppen und ihrer Verbündeten unterbreitet worden sei (ebd.); kurz zuvor war <orgName ref="kbga-actors-8526">Rumänien</orgName> unterworfen worden (vgl. unten <ref type="pub" target="#fn_n11">S. 313, Anm. 11</ref>).</note></p>
            <p><pb xml:id="p311" ed="pga" rend="noPipe"/> <hi rend="italic">Das amerikanische[.]<note xml:id="n03">Gemeint sind die Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName> vom <date when="1916-12-21">21.12.1916</date>. Zu den folgenden Stichworten <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> vgl. unten <hi rend="italic">Politische Lage</hi>, <ref type="pub" target="../volume/48/p344#p344">S. 344–348</ref>.</note></hi> Interesse. Humanität. Böse Verbindung</p>
            <p><hi rend="italic">Das schweizerische</hi> gut, aber zu sehr politisch klug in der Wahl des Moments u. in Anlehnung an <orgName ref="kbga-actors-8455">Amerika</orgName><note xml:id="n04">Gemeint ist eine Note des Schweizerischen <orgName ref="kbga-actors-7798">Bundesrates</orgName> vom <date when="1916-12-22">22.12.1916</date>, die mit dem Satz schließt: «<hi rend="italic">Der schweizerische Bundesrat ergreift daher freudig die Gelegenheit, die Bestrebungen des Präsidenten der <orgName ref="kbga-actors-8455">Vereinigten Staaten von Amerika</orgName> zu unterstützen;</hi> er würde sich glücklich schätzen, wenn er in irgend einer auch noch so bescheidenen Weise für die Annäherung der im Kampfe stehenden Völker und die Errichtung eines dauerhaften Friedens tätig sein könnte» (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 655 vom 24.12.1916 [2. Blatt], S. [2]</bibl>).</note></p>
         
            <p>b) <hi rend="bold">Friedensaussichten.</hi> Volksstimmung in <placeName ref="kbga-places-1041">Österreich</placeName><note xml:id="n05">In der österreichischen Bevölkerung machte sich seit dem Winter <date when="1916">1916</date>/<date when="1917">17</date> eine vor allem von ungenügender Lebensmittelversorgung bedingte Kriegsmüdigkeit bemerkbar. Sogar die Armee an der Isonzofront gegen <orgName ref="kbga-actors-8521">Italien</orgName> litt unter Hunger. In <placeName ref="kbga-places-64">Wien</placeName> fand am <date when="1916-12-30">30.12.1916</date> eine große sozialdemokratische Friedensversammlung statt, der im Lauf des <date when="1917-01">Januar 1917</date> mehrere andere, auch bürgerliche Friedensdemonstrationen in der österreichischen Hauptstadt folgten. Auf der Versammlung am <date when="1916-12-30">30.12.1916</date> hielt der Sozialdemokrat <persName ref="kbga-actors-9127">Victor Adler</persName> eine Rede, in der er u. a.  sagte (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 20, Nr. 3 vom 4.1.1917, S. 2</bibl>): «Europa ist ausgeblutet und es ist beinahe wie bei einem Brand, der ausgetobt hat und kein Objekt mehr findet, um weiter zu wüten. Europa ist zu Rande, der Krieg brennt ab, erlischt, weil nichts Brennbares mehr da ist. [...] Die Sehnsucht nach dem Frieden war ja immer da, aber etwas anderes ist es, aus der Sehnsucht einen Willen zu machen, aus dem Wunsche eine bewegende Kraft.»</note> und <placeName ref="kbga-places-35">Italien</placeName><note xml:id="n06"><orgName ref="kbga-actors-8521">Italien</orgName> war <date when="1915">1915</date> von <orgName ref="kbga-actors-8605">Großbritannien</orgName> zum Kriegseintritt bewegt worden und hegte große Erwartungen hinsichtlich Gebietsgewinnen gegenüber <orgName ref="kbga-actors-8248">Österreich</orgName>. Der Kriegsverlauf hatte diese Erwartungen eher enttäuscht. Im <date when="1916-12">Dezember 1916</date> / <date when="1917-01">Januar 1917</date> kam es zur Rationierung von Kohlen, Brot und Fleisch. Die Volksstimmung gab vielleicht am treffendsten der sozialistische Abgeordnete <persName ref="kbga-actors-9984">Lucci</persName> wieder, der in einer parlamentarischen Rede gegen Außenminister <persName ref="kbga-actors-9985">Sonnino</persName> u. a.  sagte (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 19, Nr. 296 vom 17.12.1916, S. 3</bibl>): «Die Menge Ihrer diplomatischen Mißerfolge, die den militärischen Mißerfolgen die Hand reichen, lassen das Volk über die Gründe unseres Kriegseintritts nachdenken. [...] Mit welch trügerischen Worten haben Sie <orgName ref="kbga-actors-8521">Italien</orgName> in den Krieg hineingelockt. Wie falsch stellten Sie die Lage <orgName ref="kbga-actors-8248">Österreichs</orgName> dar, das nach Ihnen bereits dem Untergange geweiht war. Wissen Sie, was <orgName ref="kbga-actors-8521">Italien</orgName> heute droht? Daß es zwischen die beiden Kolosse <orgName ref="kbga-actors-9047">Deutschland</orgName> und <orgName ref="kbga-actors-8732">Rußland</orgName> gerät und zerrieben wird. Wie dachte sich die Regierung eigentlich die Folgen unseres Kriegseintrittes? Wehe, wenn die Soldaten in den Schützengräben draußen die Dinge erfahren werden. Für uns reihte sich Enttäuschung an Enttäuschung. So kann es nicht fortgehen.»</note>!</p>
            <p><pb xml:id="p312" ed="pga" rend="noPipe"/> Sozialisten in <placeName ref="kbga-places-21">Frankreich</placeName>.<note xml:id="n07">Ende <date when="1916-12">Dezember 1916</date> hatte ein fünftägiger Kongress der französischen Sozialisten stattgefunden. Wichtigstes Ergebnis neben dem Beschluss, die internationalen Beziehungen zu den sozialistischen Parteien der feindlichen Staaten nicht wiederaufzunehmen, war eine Stellungnahme zum Friedensangebot der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName>, in der es hieß (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 19, Nr. 305 vom 29.12.1916, S. 1</bibl>): «Die Partei stellt fest, daß die Note der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName> keinen wahrhaften Friedensvorschlag darstellt. Sie enthält keine genauen Angaben für einen Gesamtfrieden, die allein erlauben würden, über die Bedeutung zu urteilen, die der feindlichen Initiative beigemessen werden muß. [...] Die <orgName ref="kbga-actors-8828">Alliierten</orgName> müssen für ihre eigenen Friedensbedingungen eine einheitliche Auffassung festlegen, die nicht weniger unerläßlich ist, als die Einheit in der militärischen Aktion. Diese einheitliche Auffassung können sie in ihren Antworten auf die Noten der <orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName> und der <orgName ref="kbga-actors-8455">Vereinigten Staaten</orgName> [...] bekunden. [...] Als Antwort müssen die <orgName ref="kbga-actors-8828">Alliierten</orgName> den eklatanten Beweis erbringen, daß sie im Jahre <date when="1914">1914</date> die Katastrophe vermeiden wollten, indem sie Vermittlungs- und Schiedsgerichts-Verhandlungen vorschlugen, die aber abgewiesen wurden, [und] nun bereit sind, den Krieg unter der Bedingung zu beenden, daß von den <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächten</orgName> richtige Entschädigungen gewährt werden und daß Garantien für einen organisierten und dauerhaften Frieden geschaffen werden.» Und in einer anderen Stellungnahme hieß es (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 19, Nr. 306 vom 30.12.1916, S. 2</bibl>): «Der Kongreß verlangt [...] von der Regierung eine energischere Politik in militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht, damit bei Aufbietung aller nationalen Kräfte das Ende des Krieges so nahe als möglich herangerückt werde.» – Der Basler Vorwärts kommentierte in seiner Ausgabe vom 29.12. (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Jg. 19, Nr. 305, S. 1</bibl>) die Voten des Kongresses mit dem Satz: «Die französischen Sozialisten [...] haben vor der öffentlichen Meinung <orgName ref="kbga-actors-7856">Frankreichs</orgName> kapituliert.»</note> Stellung der deutschen Presse zur schweiz[erischen] Note.<note xml:id="n08">Die Note wurde begrüßt. So schrieb z.B. die <orgName ref="kbga-actors-9986">Vossische Zeitung</orgName> am <date when="1916-12-27">27.12.1916</date>: «Wenn die weiter zu erwartenden neutralen Noten in einer ähnlichen Tonart abgefaßt sind wie die schweizerische, so werden sie bei uns einem sympathischen Verständnis begegnen. Die Schweizernote atmet die Ehrlichkeit jener wahren Neutralität, die die <orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName> während des ganzen Krieges ausgezeichnet hat» (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 659 vom 28.12.1916 [1. Blatt], S. [2]</bibl>).</note> Langes Schweigen der Ententeregierungen <pb xml:id="p313" ed="pga"/> (3 Wochen an <orgName ref="kbga-actors-9047">Deutschland</orgName>, 3 Wochen an <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName>).<note xml:id="n09">Auf die Friedensnote der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName> vom <date when="1916-12-12">12.12.1916</date> hatte die <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> erst am <date when="1916-12-30">30.12.1916</date> geantwortet (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 666 vom 31.12.1916 [2. Blatt], S. [1]</bibl>). Auf das Wilsonsche Vermittlungsangebot vom <date when="1916-12-21">21.12.1916</date> antworteten die Mächte der <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> gemeinsam am <date when="1917-01-10">10.1.1917</date>.</note> Opposition 352:41 in <placeName ref="kbga-places-35">Italien</placeName><note xml:id="n10">Das italienische Parlament billigte am <date when="1916-12-19">19.12.1916</date> mit 352 zu 41 Stimmen den Vorschlag von Außenminister <persName ref="kbga-actors-9985">Sonnino</persName>, das Friedensangebot der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName> nicht zu akzeptieren. <persName ref="kbga-actors-9985">Sonnino</persName> hatte zuvor in einer Rede vor dem Parlament den «prahlerische[n] Ton» und den «Mangel an Ernst» in der Note gerügt (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 19, Nr. 298 vom 20.12.1916, S. 2</bibl>).</note></p>
          
            <p>c) <hi rend="bold">Symptome der Verschärfung</hi></p>
            <p>Der siegreiche <hi rend="italic">Feldzug</hi> in <placeName ref="kbga-places-793">Rumänien</placeName>.<note xml:id="n11"><orgName ref="kbga-actors-8526">Rumänien</orgName> war am <date when="1916-08-23">23.8.1916</date> in den Krieg gegen <orgName ref="kbga-actors-9047">Deutschland</orgName> und <orgName ref="kbga-actors-8248">Österreich-Ungarn</orgName> eingetreten und wurde bereits im Spätherbst von der deutschen Armee besetzt; am <date when="1916-12-06">6.12.1916</date> fiel <placeName ref="kbga-places-1035">Bukarest</placeName>.</note> Königreich <placeName ref="kbga-places-286">Polen</placeName>.<note xml:id="n12">Die <orgName ref="kbga-actors-8827">Mittelmächte</orgName> dachten <orgName ref="kbga-actors-9987">Polen</orgName> für die Zukunft die Rolle eines Pufferstaates zwischen sich und <orgName ref="kbga-actors-8732">Russland</orgName> zu. Am <date when="1916-11-05">5.11.1916</date> wurde von <orgName ref="kbga-actors-9047">Deutschland</orgName> und <orgName ref="kbga-actors-8248">Österreich</orgName>, ohne polnische Mitwirkung, ein «Königreich Polen» proklamiert (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 564 vom 5.11.1916 [2. Blatt], S. [1]</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-4129">Nr. 565 vom 6.11.1916 [1. Blatt], S. [1]</bibl>).</note></p>
            <p>Haltung der <hi rend="italic">Ententepresse</hi> u. Regierungen (in <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> nur die rechtsstehende Opposition)<note xml:id="n13">Die <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName>-Initiative hatte die Kriegszieldiskussion in Gang gesetzt. Durch das Scheitern der Friedensbemühungen im <date when="1917-01">Januar 1917</date> verhärtete sie sich bei allen kriegführenden Parteien; überall setzten sich die Kräfte durch, die den militärischen Sieg über den Gegner forderten.</note></p>
            <p><hi rend="italic">Innere Vorkehren</hi> (<persName ref="kbga-actors-672">Lloyd George</persName> u. s[ein] Kriegsrat<note xml:id="n14"><persName ref="kbga-actors-672">Lloyd George</persName> hatte am <date when="1916-12-07">7.12.1916</date> die englische Regierung übernommen. Er baute das von seinem Vorgänger Lord <persName ref="kbga-actors-9988">Asquith</persName> übernommene Doppelsystem, dem zufolge innerhalb des Kabinetts ein besonderes War Council tätig wurde, zu einem fünfköpfigen War Cabinet aus, das unter den erhöhten Anforderungen der letzten beiden Kriegsjahre zum entscheidenden Instrument der britischen Regierung wurde.</note>, Ermordung <pb xml:id="p314" ed="pga"/> <persName ref="kbga-actors-1185">Rasputins</persName><note xml:id="n15"><seg type="bio"><persName ref="kbga-actors-1185">Grigorij Rasputin</persName> (1871–1916), ein aus dem sibirischen Bauerntum stammender, als Mönch auftretender Wundertäter, war seit 1907 Berater der Zarin und erhielt so einen bedeutenden politischen Einfluß. Er galt als Gegner der herrschenden Militärpartei. Seinem Einfluss wurde es zugeschrieben, dass <orgName ref="kbga-actors-8732">Russland</orgName> im Balkankonflikt <orgName ref="kbga-actors-8248">Österreich</orgName> nicht den Krieg erklärt hatte. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges war er ausgeschaltet gewesen, weil er sich in <placeName ref="kbga-places-1388">Sibirien</placeName> von den Folgen eines Attentates erholte. Seine Ermordung am 17.(30.)12.1916 galt als Hinweis darauf, dass sich <orgName ref="kbga-actors-8732">Russland</orgName> den einsetzenden Friedensbemühungen der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName> und der Neutralen verweigern würde.</seg> </note>, Konferenz in <placeName ref="kbga-places-53">Rom</placeName><note xml:id="n16">Vom <date to="1917-01-07" from="1917-01-04">4. bis 7. Januar 1917</date> trafen die Regierungschefs <orgName ref="kbga-actors-8521">Italiens</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-8733">Englands</orgName> und <orgName ref="kbga-actors-7856">Frankreichs</orgName> in <placeName ref="kbga-places-53">Rom</placeName> zusammen, um einen gemeinsamen Oberbefehl für ihre Streitkräfte einzurichten, ihre Versorgungsprobleme zu diskutieren, auch um eine gemeinsame Antwort auf die <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName>-Botschaft zu formulieren.</note>, Anleihen, Zivildienstpflicht in <placeName ref="kbga-places-151">D[eutschland]</placeName><note xml:id="n17">Am <date when="1916-04-07">7.4.1916</date> war in <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> eine vierte, am <date when="1916-10-08">8.10.1916</date> eine fünfte Kriegsanleihe aufgenommen worden. Am <date when="1916-12-02">2.12.1916</date> wurde im <orgName ref="kbga-actors-8623">Reichstag</orgName> ein Dienstpflichtgesetz verabschiedet, dem zufolge alle männlichen Personen vom 15. bis zum 60. Lebensjahr zum öffentlichen Dienst und zu jeder Organisation der Kriegswirtschaft herangezogen werden konnten. Gleichzeitig sollten alle Fünfzehnjährigen zu einer vormilitärischen Ausbildung eingezogen werden können.</note>)</p>
            <p><hi rend="italic">Äußere Maßnahmen[.]</hi> General <persName ref="kbga-actors-9983">Nivelle</persName><note xml:id="n18">Am <date when="1916-12-12">12.12.1916</date> wurde General <persName ref="kbga-actors-9983">R. Nivelle</persName> zum Oberkommandanten der französischen Nord- und Nordostarmee ernannt (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 634 vom 13.12.1916 [2. Blatt], S. [3]</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-4129">Nr. 638 vom 15.12.1916 [2. Blatt], S. [3]</bibl>).</note>, Angriff auf <orgName ref="kbga-actors-9125">Griechenland</orgName><note xml:id="n19"><orgName ref="kbga-actors-9125">Griechenland</orgName> war offiziell neutral, neigte aber den <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächten</orgName> zu. Am <date when="1916-12-01">1.12.1916</date> kam es zu Übergriffen griechischer Armeeeinheiten gegenüber Marineeinheiten der <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName>, die in <placeName ref="kbga-places-3">Athen</placeName> stationiert waren. <orgName ref="kbga-actors-8733">England</orgName> verhängte darauf eine Seeblockade über <orgName ref="kbga-actors-9125">Griechenland</orgName>, und <orgName ref="kbga-actors-7856">Frankreich</orgName> setzte Marineeinheiten zu Land in Bewegung. <orgName ref="kbga-actors-9125">Griechenland</orgName> wurde gezwungen, seine Armee auf die <placeName ref="kbga-places-1412">Peloponnes</placeName> zurückzuziehen, um auf dem <placeName ref="kbga-places-788">Balkan</placeName> nicht in den Krieg auf Seiten <orgName ref="kbga-actors-9126">Bulgariens</orgName> eingreifen zu können (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 640 vom 16.12.1919 [2. Blatt], S. [3]</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-4129">Jg. 73, Nr. 16 vom 10.1.1917 [2. Blatt], S. [2f.]</bibl>).</note>, Verdunoffensive <date when="1916-12-15">15.XII</date>.<note xml:id="n20">Die große Schlacht um die Festung <placeName ref="kbga-places-1037">Verdun</placeName> tobte vom <date to="1916-07-11" from="1916-02-21">21.2. bis zum 11.7.1916</date>. Am <date when="1016-10-24">24.10.</date> wurde ein erster lokaler französischer Gegenangriff bei <placeName ref="kbga-places-1037">Verdun</placeName> geführt, bei dem die Forts von Douaumont und Vaux zurückerobert werden konnten. Am <date when="1916-12-15">15.12.1916</date> wurde ein zweiter Gegenangriff begonnen.</note>, Schweizerneutralität<note xml:id="n21">In der Presse der <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> wurde im <date when="1917-01">Januar 1917</date> über Wochen hinweg die Möglichkeit eines deutschen Neutralitätsbruchs der <term key="Schweiz, Neutralität"><orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName></term> gegenüber diskutiert.</note>, Mobilisation<note xml:id="n22">Am <date when="1917-01-16">16.1.1917</date> hatte der Schweizerische <orgName ref="kbga-actors-7798">Bundesrat</orgName> für den <date when="1917-01-24">24.1.</date> eine Teilmobilisation der <orgName ref="kbga-actors-8712">Armee</orgName> angeordnet.</note></p>
            <p><pb xml:id="p315" ed="pga" rend="noPipe"/> <hi rend="italic">Haltung d. <term ref="kbga-keywords-889">Neutralen</term></hi> (<orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName> – <orgName ref="kbga-actors-9627">Spanien</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-8393">Holland</orgName>)<note xml:id="n23">Die <orgName ref="kbga-actors-8387">Schweiz</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-9627">Spanien</orgName> und die <orgName ref="kbga-actors-8393">Niederlande</orgName> besaßen besonderes Ansehen als neutrale Staaten. Ein Teil der Friedensnoten, die im <date when="1916-12">Dezember 1916</date> und <date when="1917-01">Januar 1917</date> ausgetauscht wurden, wurden nicht nur über die diplomatischen Vertretungen der <orgName ref="kbga-actors-8455">USA</orgName>, sondern auch über die der drei genannten Länder gewechselt. Die Friedensinitiative <persName ref="kbga-actors-841">Wilsons</persName> traf in der <placeName ref="kbga-places-58">Schweiz</placeName> auf freudige Zustimmung (s. oben <ref type="pub" target="../volume/48/p311#fn_n04">S. 311, Anm. 4</ref>); <orgName ref="kbga-actors-9627">Spanien</orgName> und die <orgName ref="kbga-actors-8393">Niederlande</orgName> verhielten sich demgegenüber ablehnend, sie konnten eine aktive Vermittlerrolle nicht mit ihrer strikten Neutralität vereinbaren.</note></p>
            <p><hi rend="italic">Moralisches.</hi> Sozialisten in engl. Minist[erium]<note xml:id="n24">Der Führer der gemäßigten Labour Party, <persName ref="kbga-actors-9989">Arthur Henderson</persName>, wurde ins engere Kriegskabinett berufen, als <persName ref="kbga-actors-672">Lloyd George</persName> 1916 Premierminister wurde. Am 11.12.1916 erklärte er in einer Rede in <placeName ref="kbga-places-40">London</placeName>, daß er wünsche, «der ganzen Welt die <hi rend="italic">Gefahr eines verfrühten Friedens</hi> darlegen zu können. [...] Mögen die Amerikaner und andern Neutralen alle ihre Anstrengungen vereinigen um eine Liga für das Schiedsgerichtsprinzip zu schaffen: ich unterstütze sie gerne, aber nicht jetzt. Wir sind im Kriege. Vergebliche Diskussionen über den Frieden bei einem wenig skrupelvollen Feinde geraten in Gefahr, eine Erneuerung des ganzen Kampfes hervorzurufen. Wir wollen keinen Frieden mit dem Zustande in dem sich gegenwärtig <orgName ref="kbga-actors-8730">Belgien</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-7856">Frankreich</orgName>, <orgName ref="kbga-actors-8731">Serbien</orgName> und <orgName ref="kbga-actors-8526">Rumänien</orgName> befinden. Wir wollen keinen unehrenhaften Frieden, aber einen dauerhaften, starken Frieden, der gegründet ist auf das Recht und die Ehre der Nationen» (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 634 vom 13.12.1916 [2. Blatt], S. [3]</bibl>).</note>, Empfindungen d. <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> gegenüber <persName ref="kbga-actors-841">Wilson</persName><note xml:id="n25">Erste Reaktionen in der <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName>-Presse wiesen die moralische Gleichstellung mit den <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächten</orgName>, die in den Peace-without-Victory-Vorstellungen des Präsidenten lag, energisch zurück (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">BN, Jg. 72, Nr. 655 vom 24.12.1916 [2. Blatt], S. [1f.]</bibl>).</note>, französ. u. <term key="Sozialdemokratie, deutscheSozialdemokratie, französische">deutsche</term> Sozialisten<note xml:id="n26">Die deutschen und französischen Sozialisten waren mit Ausbruch des Krieges mehrheitlich von Kriegsgegnern zu Kriegsbefürwortern geworden. Die Kriegszieldiskussion der Jahreswende <date when="1916">1916</date>/<date when="1917">17</date> zeigte die Größe der Kluft, die zwischen den beiden Schwesterparteien entstanden war. Während die französischen Sozialisten sich auf einem Kongress für die energische Fortsetzung des Krieges einsetzten (s. oben <ref type="pub" target="../volume/48/p312#fn_n07">S. 312, Anm. 7</ref>) und die Wiederaufnahme der Beziehungen zur <orgName ref="kbga-actors-6133">SPD</orgName> ablehnten, bis die Haltung der deutschen Sozialisten bei Kriegsausbruch geklärt sei, sagte der deutsche Sozialistenführer <persName ref="kbga-actors-761">Philipp Scheidemann</persName> in einer Rede am <date when="1917-01-04">4.1.1917</date> (<bibl corresp="kbga-bibls-4422">Basler Vorwärts, Jg. 20, Nr. 4 vom 5.1.1917, S. 2f.</bibl>): «Die <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> fordert in ihrer Antwort [auf die Friedensnote der <orgName ref="kbga-actors-8827">Zentralmächte</orgName>] die Räumung der besetzten Länder, erst dann könnten Verhandlungen stattfinden. Wir könnten demgegenüber auch erst die Räumung unserer Kolonien fordern und die freie Bahn für unsere Schiffe im Weltverkehr. Die Antwort der <orgName ref="kbga-actors-8828">Entente</orgName> ist daher so deutlich ablehnend wie nur möglich. Die deutschen Sozialisten haben es daran nicht fehlen lassen, ihre Regierung in der Bereitschaft, Frieden zu schließen, vorwärts zu treiben. Mögen nun die französischen und anderen Sozialisten auch ihre Schuldigkeit tun. Wir wollen uns gewiß nicht unter preußisch-junkerliche Vormundschaft stellen, aber noch weniger unter englisch-russische Knechtschaft. Wenn die anderen den Kampf durchaus wollen, so müssen wir ihn durchkämpfen bis zum äußersten. Nur so kommen wir vom Weltkrieg zum Weltfrieden.»</note>, <persName ref="kbga-actors-672">Lloyd <pb xml:id="p316" ed="pga"/> George</persName>. B. N. 649<note xml:id="n27">Die <orgName ref="kbga-actors-5804">BN</orgName> druckten am <date when="1916-12-21">21.12.1916</date> (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">Jg. 72, Nr. 648, 1. Blatt, [S. 1–3]; Nr. 649, 2. Blatt, S. [2f.]</bibl>) eine Rede <persName ref="kbga-actors-672">Lloyd Georges</persName> vor dem Unterhaus ab, in welcher dieser die «moralischen» Motive seiner Politik ansprach: «Dieser Krieg ist ein Kampf für das Völkerrecht, für die Ehre, für die internationale <foreign xml:lang="lat">bona fides</foreign>.» Ein Triumph <orgName ref="kbga-actors-8263">Preußens</orgName> wäre ein Triumph der Gier und eine Zerstörung des internationalen Gewissens und der Gerechtigkeit in der Welt. «Deshalb habe ich seit Beginn des Krieges ein einziges politisches Ideal gekannt [...]: Die Rettung der Menschheit von der fürchterlichsten Katastrophe, die sie jemals in ihrem Wohlergehen bedroht hat» (<bibl corresp="kbga-bibls-4129">a.a.O., Nr. 649, S. [3]</bibl>).</note></p>
         
            <p>d) <hi rend="bold">Ergebnis[.]</hi> Nur guter Wille u. Demut, nur der Wille der Völker könnte retten!</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
