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        <title type="volume" n="vol-52">Vorträge und kleinere Arbeiten 1934–1935</title>
        <title type="content">Uelsener Protokoll</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Uelsener Protokoll, 1934</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/52031 (Stand: 2. Oktober 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Vorträge und kleinere Arbeiten 1934–1935, hrsg. v. Beintker, Michael / Hüttenhoff, Michael / Zocher, Peter (Gesamtausgabe, Abt. III), Zürich 2017, S. 626–637.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/52031</idno>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Vorträge und kleinere Arbeiten 1934–1935</title>
          <title type="text">Uelsener Protokoll</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Beintker, Michael</editor>
          <editor>Hüttenhoff, Michael</editor>
          <editor>Zocher, Peter</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2017</date>
          <biblScope unit="page">626-637</biblScope>
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        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Peter Schumacher: Das Uelsener Protokoll, in: Biblische Zeugnisse Jg. 32, Nr. 21/24 (1934), S. 299f. </bibl>
        <bibl xml:id="B" type="source">B (Vorlage der Edition): , Protokoll über eine Aussprache im Pfarrhause zu Uelsen am 21. Dezember 1934, 21. Dezember 1934. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1189">KBA 10589</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
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			<head>Uelsener Protokoll</head>
			<head type="sub">
				<date>1934</date>
			</head>
			<div type="abstract">
			<p rend="left">
				<hi rend="italic">Mit der in diesem Text dokumentierten Übereinkunft versuchte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> die reformierte Landeskirche der Provinz <placeName ref="kbga-places-30">Hannover</placeName> und ihre <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Kirchenleitung">Kirchenleitung</term> auf einen <term type="sachen" key="Bekennende Kirche">bekenntniskirchlich</term> orientierten Kurs zu bringen und dadurch sowohl eine Spaltung innerhalb der <term type="sachen" key="Reformierte / Reformiertentum, Hannover">Reformierten</term> Hannovers als auch zwischen der Landeskirche und dem <orgName ref="kbga-actors-4134">Reformierten Bund</orgName> abzuwenden.</hi>
			</p>
			<p>
				<hi rend="italic">Die nicht deutschchristlich beherrschte Leitung der reformierten Landeskirche hatte, um ihren Status zu erhalten und nicht in die <term type="sachen" key="Deutsche Evangelische Kirche, Eingliederungen">Reichskirche</term> eingegliedert zu werden, während des Jahres <date when="1934">1934</date> gegenüber der <term type="sachen" key="Deutsche Evangelische Kirche, Kirchenregierung">Reichskirchenleitung</term> eine zwischen Kritik und Kooperation hin- und herschwankende Haltung eingenommen. Das führte im November 1934 zur Bildung einer <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Bekenntnisgemeinschaft">Bekenntnisgemeinschaft</term> innerhalb der Landeskirche und zu einer Krise zwischen der Landeskirchenleitung und dem <orgName ref="kbga-actors-4134">Reformierten Bund</orgName>, dessen Hauptversammlung sich in <placeName ref="kbga-places-748">Detmold</placeName> auf die bekenntniskirchliche Seite gestellt hatte. Sichtbarer Ausdruck dieser Krise war der Austritt <persName ref="kbga-actors-5282">Walter Hollwegs</persName> aus dem <term type="sachen" key="Reformierter Bund, Moderamen">Moderamen</term>.</hi><note xml:id="n01">Vgl. zum Ganzen oben, <ref type="pub" target="../volume/52/p560#p560">S. 560-578</ref>. </note>
			</p>
			<p>
				<hi rend="italic">In dieser Situation baten zunächst <persName ref="kbga-actors-1652">Walter Herrenbrück</persName> und <persName ref="kbga-actors-7284">Heinz Otten</persName></hi><note xml:id="n02"><persName ref="kbga-actors-7284">Heinz Otten</persName> (1909–1942), seit 1934 Hilfsprediger im ostfriesischen ­Manslagt. </note>
				<hi rend="italic">, beide ehemalige Studenten <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>, ihn um Rat, weil sie weder mit dem Kurs ihrer Landeskirchenleitung noch mit der Art und Weise, in der die Bekenntnisgemeinschaft dagegen opponierte, einverstanden waren. <persName ref="kbga-actors-1652">Herrenbrück</persName> schrieb: «Sind die Voraussetzungen zur Bildung einer von der Kirchenleitung unabhängigen Bekenntnisgemeinschaft innerhalb unserer Landeskirche wirklich gegeben? Diese Bekenntnisgemeinschaft hätte doch nur dann Recht und Sinn, wenn die Landeskirche als solche nicht mehr Hüterin des Bekenntnisses wäre. Kann man ihr diesen Vorwurf wirklich machen? Hat sie das Bekenntnis wirklich ‹aktiv›, durch einen Akt verletzt, oder liegt ihre Schuld nicht eher in der Linie einer ‹passiven› Verletzung, die wohl in einem falschen Verständnis des Bekenntnisses […] begründet ist, aber dennoch <pb xml:id="p627" ed="pga"/> nicht die Grundlage zur Bildung einer außerordentlichen <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Bekenntnisgemeinschaft">‹Bekenntnisgemeinschaft›</term> abgeben würde?»</hi><note xml:id="n03">Brief <persName ref="kbga-actors-1652">Herrenbrücks</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
					<date when="1934-11-07">7.11.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="24850">KBA 9334.1059</ref>). </note>
				<hi rend="italic"> Ganz ähnlich äußerte sich auch <persName ref="kbga-actors-7284">Otten</persName> über die «verquere Lage» in der reformierten Landeskirche <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche"><placeName ref="kbga-places-30">Hannover</placeName></term>: Das <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Kirchenleitung">Kirchenregiment</term> habe «noch von Keinem etwas Bekenntniswidriges verlangt», sei aber «nicht auf der Linie geblieben», die Anfang des Jahres mit der <orgName ref="kbga-actors-5873">reformierten Bekenntnissynode von Barmen</orgName> «so verheißungsvoll» begonnen habe.</hi><note xml:id="n04">Brief <persName ref="kbga-actors-7284">Ottens</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
					<date when="1934-12-05">5.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25147">KBA 9334.1249</ref>). </note>
				<hi rend="italic"> Besonders störte <persName ref="kbga-actors-7284">Otten</persName> sich an der «Form, die die Opposition gegen die jetzige Haltung des Landeskirchenrats anwendet», denn: «Es wird m. E. zu oft vergessen, daß wir auch jetzt noch eine andere Kirchenregierung haben, als die Altpreußische Union.»</hi><note xml:id="n05">Ebd. </note>
				<hi rend="italic"> <persName ref="kbga-actors-7284">Otten</persName> bat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, mit <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> Kontakt aufzunehmen und zu versuchen, ihn «wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört», und gab seiner Befürchtung Ausdruck, dass ansonsten die Landeskirche «zerbricht».</hi><note xml:id="n06">Ebd. </note>
			</p>
			<p><hi rend="italic">Schließlich wandte sich am <date when="1934-12-12">12. Dezember 1934</date> der Uelsener Pfarrer <persName ref="kbga-actors-1239">Peter Schumacher</persName></hi><note xml:id="n07"><persName ref="kbga-actors-1239">Peter Schumacher</persName> (1878–1950), seit 1911 Pfarrer in <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName>. </note><hi rend="italic">, mit dem <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schon seit <date when="1922">1922</date> in einem regen Austausch stand, an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>. Er hatte eine Woche zuvor in einer Eingabe den Landeskirchenvorstand in <placeName ref="kbga-places-653">Aurich</placeName> darum gebeten, eine Aussprache zwischen <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> und <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> über den Kurs der Landeskirche in die Wege zu leiten: <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sei der Einzige, «der der unsere Landeskirche zerreissenden Bildung einer Bekenntnisfront Einhalt tun kann», und ihm allein sei es auch in <placeName ref="kbga-places-748">Detmold</placeName> «zu danken» gewesen, dass die Hauptversammlung des <orgName ref="kbga-actors-4134">Reformierten Bundes</orgName> «mit einer massvollen Entschliessung ihren Abschluss fand».</hi><note xml:id="n08">An <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> gesandte Abschrift der Eingabe <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> vom
				<date when="1934-12-05">5.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25186">KBA 9334.1275</ref>). </note><hi rend="italic"> <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> bekam daraufhin eine Antwort <persName ref="kbga-actors-5282">Hollwegs</persName>, in der dieser seine Bereitschaft zu einer solchen Aussprache bekundete, als Ort das <term type="sachen" key="Uelsen">Uelsener</term> Pfarrhaus und als weiteren Teilnehmer <persName ref="kbga-actors-7508">Carl Octavius Voget</persName> vorschlug.</hi><note xml:id="n09">Vgl. Brief <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
					<date when="1934-12-12">12.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25185">KBA 9334.1274</ref>). Auf <persName ref="kbga-actors-7508">Carl Octavius Voget</persName> (1874–1936), damals Pfarrer in Stapelmoor und Mitglied des Landeskirchenvorstands, gingen laut <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> die «‹Entschließung› und die ‹Klarstellung› in ihrer Urgestalt zurück», zwei Texte der Landeskirchenleitung, die in den Diskussionen der vorangehenden Monate und auch bei <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> für besonderen Unmut gesorgt hatten (vgl. ebd.; zu den genannten Texten vgl. oben, <ref type="pub" target="../volume/52/p562#p562">S. 562</ref> und <ref type="pub" target="../volume/52/p566#fn_n31">566, Anm. 31</ref>). </note><hi rend="italic"> Da <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> <pb xml:id="p628" ed="pga"/> der Meinung war, «dass für eine solche Besprechung kaum ein Ort in jeder Beziehung ungestörter sein möchte» als sein Haus, bat er <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>: «würden Sie sich der grossen Mühe unterziehen, die weite Reise hierher zu machen?»</hi><note xml:id="n10">Brief <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> vom
<date when="1934-12-12">12.12.1934</date> (<ref type="pub" target="#fn_n09">Anm. 9</ref>). </note><hi rend="italic"> Er verband damit ebenfalls die Hoffnung, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, der in <placeName ref="kbga-places-748">Detmold</placeName> einmal geäußert habe, er sei über die Lage in der reformierten <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche">Landeskirche</term> «nur von </hi>einer<hi rend="italic"> Seite unterrichtet», zugleich «einen Einblick in die wirklichen Verhältnisse unserer Landeskirche und ihrer Gemeinden, die von den rheinischen ja so sehr verschieden sind», bekomme.</hi><note xml:id="n11">Ebd. </note></p>
			<p>
				<hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sagte am <date when="1934-12-14">14. Dezember</date> zu und nahm <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> Angebot, ihn angesichts der weiten Reise in die «abgelegene Ecke ‹an des Landes Grenze›» schon in <placeName ref="kbga-places-44">Münster</placeName> vom Bahnhof abzuholen,</hi><note xml:id="n12">Ebd. </note>
				<hi rend="italic"> dankend an.</hi><note xml:id="n13">Vgl. Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> vom
					<date when="1934-12-14">14.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25202">KBA 9234.364</ref>) </note>
				<hi rend="italic"> Er schlug als einzigen ihm noch möglichen Termin die beiden Tage unmittelbar nach seinem <term type="sachen" key="Prozess gegen Barth">Prozesstermin</term>, den <date when="1934-12-21">21.</date> und <date when="1934-12-22">22. Dezember</date>, vor und bat zugleich darum, «dass zu den Verhandlungen oder jedenfalls zu einem Teil der Aussprachen auch ein möglichst ausgesprochener Vertreter der in der Bildung begriffenen <term type="sachen" key="Bentheim">Bentheimer</term> Bekenntnisgruppe zugezogen wird, damit ja nicht wieder – nur von der andern Seite – nur eines Mannes Rede gehört werde».</hi><note xml:id="n14">Ebd. </note>
				<hi rend="italic"> Außerdem bat er <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName>, auf <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> einzuwirken, damit dieser seine bisher nicht vorliegende Zustimmung zum Detmolder Beschluss doch noch vor der nächsten anstehenden Sitzung des <term type="sachen" key="Reformierter Bund, Moderamen">Moderamens</term> am <date when="1934-12-17">17. Dezember</date> mitteile, um «sein Ausscheiden aus dem Moderamen und den Bruch zwischen dem <orgName ref="kbga-actors-4134">Reformierten Bund</orgName> und <placeName ref="kbga-places-653">Aurich</placeName>» zu vermeiden. Noch hoffte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> auf eine solche Zustimmung <persName ref="kbga-actors-5282">Hollwegs</persName>, denn er hatte <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> Schreiben entnommen, «dass es nicht unmöglich wäre, dass er sie bejaht und nur aus irgendwelchen persönlichen oder formalen Gründen, wie sie den Luftraum zwischen <placeName ref="kbga-places-653">Aurich</placeName> und dem <placeName ref="kbga-places-162">Wuppertal</placeName> so häufig verfinstern, [seine Zustimmung] zurückhält».</hi><note xml:id="n15">Ebd. </note></p>
			<p><pb xml:id="p629" ed="pga" rend="noPipe"/> <hi rend="italic">Als <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> daraufhin mit <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> telefonierte, musste er erfahren, dass dieser «bereits seinen Austritt erklärt habe»; <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> gestattete ihm jedoch, <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> mitzuteilen, «</hi>dass er hoffe, dass die Unterredung am Freitag ihm die Möglichkeit gebe, sich noch anders zu entscheiden<hi rend="italic">».</hi><note xml:id="n16">Brief <persName ref="kbga-actors-1239">Schumachers</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
				<date when="1934-12-17">17.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25227">KBA 9334.1293</ref>). </note><hi rend="italic">
				<persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> stimmte dem Ansinnen <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>, einen Vertreter der Bekenntnisgruppe zu einem Teil des Gesprächs hinzuziehen, zu, schlug aber vor, «das auf alle Fälle bis zum Sonnabendmorgen zu verschieben, damit aus der Unterhaltung mit <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> alles ferngehalten wird, was eine Verständigung erschweren möchte».</hi><note xml:id="n17">Ebd. </note><hi rend="italic"> Auf dieses Procedere einigte man sich, und so sollte der <term type="sachen" key="Schüttorf">Schüttorfer</term> Pfarrer <persName ref="kbga-actors-1777">Friedrich Middendorff</persName> am Morgen des zweiten Tages zu den Beratungen hinzustoßen.</hi><note xml:id="n18">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-5606"><persName ref="kbga-actors-1239">P. Schumacher</persName>, <hi rend="italic">Das Uelsener Protokoll</hi>, in: Biblische Zeugnisse 32 (1934), Nr. 21/24, S. 299</bibl>. – <persName ref="kbga-actors-1777">Friedrich Middendorff</persName> (1883–1973), seit 1926 Pfarrer in <placeName ref="kbga-places-680">Schüttorf</placeName>, ab Februar 1936 Mitglied des Reichsbruderrats und des Rates der Deutschen Evangelischen Kirche, 1946–1953 Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland. </note></p>
			<p>
				<hi rend="italic">Die Gedanken und Absichten, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> bei seiner Reise nach <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> bewegten, drückte er in einem Brief an <persName ref="kbga-actors-10873">Rudolf Tuente</persName> so aus: «Ich werde freilich kommen, ohne eine formula concordiae in der Tasche zu haben, und ob es uns gelingen wird, uns geistlich und vernünftig auf eine bestimmte Linie zu einigen, das muss Gott befohlen bleiben. Aber es hat noch immer eine Verheißung gehabt, wenn man sich im kleinen Kreis in der Absicht, sich jedenfalls nicht steif zu machen, um einen runden Tisch setzte. Und das mag denn also versucht sein.»</hi><note xml:id="n19">Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> an <persName ref="kbga-actors-10873">R. Tuente</persName> vom
					<date when="1934-12-14">14.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25203">KBA 9234.362</ref>). <persName ref="kbga-actors-10873">Rudolf Tuente</persName> (1899–1957) war seit 1930 Pfarrer in Emlichheim. </note>
			</p>
			<p>
				<hi rend="italic">Über den Verlauf der beiden Tage in <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> und der dortigen Besprechung berichtete <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in einem Brief an <persName ref="kbga-actors-403">Eduard Thurneysen</persName> ausführlich: «Am folgenden Morgen, Freitag, musste ich früh wieder hinaus, um nunmehr nach <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> in der <placeName ref="kbga-places-662">Grafschaft Bentheim</placeName> zu eilen, wohin ich als eine Art Schiedsrichter in dem Streit zwischen dem dortigen (d. h. dem ostfriesischen) <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Kirchenleitung">Kirchenregiment</term> und der <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Bekenntnisgemeinschaft">Bekenntnisgemeinschaft</term> gerufen war. Eine Autofahrt von 80 Kilometer von <placeName ref="kbga-places-44">Münster</placeName> bis dorthin durch die winterliche <term type="sachen" key="Westfalen">westfälische</term> Landschaft war <pb xml:id="p630" ed="pga"/> erquickend; dann war in einer Sitzung von nachmittags 3 Uhr bis nachts 1 3/4 Uhr zu arbeiten, d. h. eine Menge von gegenseitigen Missverständnissen und auch von tatsächlichen Irrtümern und Fehlern allseitig auszuräumen. Um 1 Uhr verfertigte ich ein Protokoll von 5 Punkten, das dann am folgenden Tag nach nochmaliger Beratung von vier dort wichtigen Personen und von mir unterschrieben wurde und nun hoffentlich als Instrument des Friedens und der Wahrheit zugleich seinen Dienst tun wird.»</hi><note xml:id="n20">Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-403">E. Thurneysen</persName> vom
					<date when="1934-12-24">24.12.1934</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25328">KBA 9270.645</ref>; <bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p803#p803">S. 803</ref></bibl>). </note>
				<hi rend="italic"> <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schränkte diese Hoffnung jedoch gleich ein: «Wenn nicht irgendwelche jetzt noch unübersehbare Verwicklungen und Dummheiten diese harten ostfriesischen und grafschaftlichen Köpfe aufs Neue durcheinander bringen.»</hi><note xml:id="n21">A.a.O.; <bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p803#p803">S. 803f.</ref></bibl> </note>
				<hi rend="italic"> Auf der Heimreise – <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> wurde auch wieder zurück zum <term type="sachen" key="Münster/Westf.">Münsteraner</term> Bahnhof gebracht – ließ er sich «im Auto rasch noch einmal durch die Himmelreichallee führen».</hi><note xml:id="n22">A.a.O.; <bibl corresp="kbga-bibls-6">Bw.Th. III, <ref type="pub" target="../volume/34/p804#p804">S. 804</ref></bibl>. – In der Himmelreichallee 43 in <placeName ref="kbga-places-44">Münster</placeName> hatte die Familie <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> von 1926 bis 1930 gewohnt. </note>
			</p>
			<p>
				<hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sollte, was die Wirkung des Uelsener Protokolls anbelangt, mit seiner Befürchtung recht behalten. Schon das von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> als «freundlich und […] nicht unfruchtbar» empfundene Gespräch mit <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName></hi><note xml:id="n23">Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> vom
					<date when="1935-01-10">10.1.1935</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25499">KBA 9235.8</ref>). </note>
				<hi rend="italic"> führte nicht zum von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> und <persName ref="kbga-actors-1239">Schumacher</persName> erhofften Ergebnis. <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> kam der von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> ausgesprochenen Bitte, nun auch die Frage seiner weiteren Mitgliedschaft im <term type="sachen" key="Reformierter Bund, Moderamen">Moderamen</term> zu überdenken, für die es in <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> Augen «kein sachliches Hindernis» mehr gab,</hi><note xml:id="n24">Ebd. </note>
				<hi rend="italic"> auch bis zur nächsten Moderamenssitzung nicht nach. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> fragte daraufhin kurz vor seiner Abreise in die <placeName ref="kbga-places-58">Schweiz</placeName></hi><note xml:id="n25">Vgl. unten, <ref type="pub" target="../volume/52/p675#p675">S. 675</ref>. </note>
				<hi rend="italic"> nochmals nach und versuchte, <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> eine positive Entscheidung durch Zugeständnisse zu erleichtern,</hi><note xml:id="n26"><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schlug vor, dass <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName>, wenn er seinen Austritt nicht gleich zurücknehmen wolle, doch wenigstens <persName ref="kbga-actors-1044">Hesse</persName> oder ihm signalisieren könne, dass er zur nächsten Sitzung als Gast eingeladen zu werden wünsche. Angesichts der persönlichen Differenzen zwischen <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> und <persName ref="kbga-actors-1044">Hesse</persName> regte er eine Aussprache an. Außerdem versprach <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, auch im Fall <persName ref="kbga-actors-6658">Wilhelm A. Langenohls</persName>, der dem Detmolder Beschluss ebenfalls distanziert gegenüberstand und deshalb nicht mehr zur Moderamenssitzung geladen wurde (vgl. ­<bibl corresp="kbga-bibls-244">Lekebusch</bibl>), nochmals initiativ zu werden. <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> hatte beide Sachverhalte offenbar schon in <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> miteinander verknüpft. Vgl. Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> vom
<date when="1935-01-10">10.1.1935</date> (<ref type="pub" target="#fn_n23">Anm. 23</ref>). </note>
				<hi rend="italic"> erhielt aber schließlich doch eine Absage: Zwar ver<pb xml:id="p631" ed="pga" break="no"/>sicherte <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName>, er werde <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> für die stattgefundene Aussprache und für das, was <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> mit dem Uelsener Protokoll für die reformierte <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche">Landeskirche</term> getan habe, immer dankbar sein, doch konnte er sich nicht zu einer schnellen Rückkehr ins Moderamen entschließen und bat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> dafür um Verständnis: «Ich würde es für meine Person für ein Unrecht halten, die mir entgegen gestreckte Hand eigensinnig zurückzuweisen. Aber es will mir auch gut erscheinen, dass man gewisse innere Hemmungen und Schwierigkeiten nicht einfach übergeht. Solche sind vorhanden, hüben und drüben. Deshalb mache ich folgenden Vorschlag: Lassen Sie […] mich doch ruhig einmal ein paar Monate laufen. Das <term type="sachen" key="Reformierter Bund, Moderamen">Moderamen</term> wird so nicht aktionsunfähig. Nach einiger Zeit überlegen wir gegenseitig erneut unser Verhältnis. Ich könnte mir sehr wohl denken, […] dass man sich dann in voller Ehrlichkeit und mit Freude zu neuer Arbeit zusammenschlösse.»</hi><note xml:id="n27">Brief <persName ref="kbga-actors-5282">Hollwegs</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
					<date when="1935-02-12">12.2.1935</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25760">KBA 9335.185</ref>). </note>
			</p>
			<p><hi rend="italic">Aber auch das Protokoll selbst stieß auf ein geteiltes Echo und wurde schon nach kurzer Zeit zum Teil scharf kritisiert. Bereits am
				<date when="1935-01-04">4. Januar 1935</date> erreichte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> seitens eines führenden Mitglieds der <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Bekenntnisgemeinschaft">Bekenntnisgemeinschaft</term> die Klage: «Das Uelsener Protokoll hat in einigen Gemütern Verwirrung angerichtet. Die Meinung greift um sich, dass nach dieser ‹Einigung› die Sammlung einer Bekenntnisgemeinschaft nicht mehr nötig sei. Uns ist aber bei dieser ‹Einigung› nicht sehr behaglich zumute.»</hi><note xml:id="n28">Brief <persName ref="kbga-actors-10874">H. Steens</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> (<ref type="kba-objects-id" target="25468">KBA 9335.21</ref>). – <persName ref="kbga-actors-10874">Hermann Steen</persName> (1899–1980), seit 1931 Pfarrer in Holthusen, Gründungsmitglied und Schriftführer der Bekenntnisgemeinschaft der reformierten Landeskirche <placeName ref="kbga-places-30">Hannover</placeName>. </note><hi rend="italic"> Noch deutlicher formulierte <persName ref="kbga-actors-8907">Heinrich Oltmann</persName> aus <term type="sachen" key="Loga">Loga</term>: «die ‹Uelsener Erklärung› hat unsere Bekenntnisgemeinschaft, die wir zur Durchführung der Dahlemer Sätze innerhalb unserer Landeskirche ins Leben gerufen hatten, in arge Bedrängnis gebracht. Prediger, Kandidaten und Älteste, die bis dahin willig waren, sich zusammenzuschließen, fragen jetzt bestürzt: ‹Ist die Bekenntnisgemeinschaft nicht überflüssig geworden, nachdem Professor <pb xml:id="p632" ed="pga"/> <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> und D. <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> sich geeinigt haben›».</hi><note xml:id="n29">Brief <persName ref="kbga-actors-8907">Oltmanns</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
	<date when="1935-01-09">9.1.1935</date> (<ref type="kba-objects-id" target="25495">KBA 9335.38</ref>) </note><hi rend="italic"> <persName ref="kbga-actors-8907">Oltmann</persName> wies <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> auch darauf hin, wer von dieser Erklärung profitiert habe: «Die, die uns bisher trotz aller guten Worte widerstanden, sind z. T. froh, uns lahmgelegt zu haben», und bat dringend um eine Klarstellung durch <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, wie die Uelsener Sätze zu verstehen seien, denn: «Geschieht nichts derartiges, dann ist die Lage für uns </hi>nach<hi rend="italic"> <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> ärger denn </hi>vor<hi rend="italic"> <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName>.»</hi><note xml:id="n30">Ebd. – <persName ref="kbga-actors-8907">Oltmann</persName> forderte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> im Weiteren beinahe ultimativ auf, Ende Januar oder Anfang Februar vor der Bekenntnisgemeinschaft in Leer oder <placeName ref="kbga-places-650">Emden</placeName> über das Uelsener Protokoll zu sprechen, und ergänzte: «Wenn es Ihnen scheinen sollte, als ließe Ihre Zeit es nicht zu, diesen Dienst zu übernehmen, so wage ich doch, Sie daran zu erinnern, daß Ihre Mitbeteiligung an der Uelsener Erklärung diesen weiteren Dienst fast zwangsläufig von Ihnen erfordert, damit noch weitergehende Verwirrung von unserer Landeskirche ferngehalten werde.» In seiner im KBA nicht erhaltenen Antwort musste <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> dieses Ansinnen abweisen, scheint aber ansonsten im Sinne <persName ref="kbga-actors-8907">Oltmanns</persName> geschrieben zu haben, der <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> am
		<date when="1935-01-12">12.1.1935</date> zurückschrieb (<ref type="kba-objects-id" target="25517">KBA 9335.50</ref>): «Im Wesentlichen habe ich den Brüdern, die sich durch das Uelsener Protokoll bedrängt sahen, dasselbe geantwortet, was Sie mir schrieben.» Zugleich stellte er fest, dass er selbst mit dem Protokoll Hoffnungen verband, die denen <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> ähnelten: «Mich hat das Uelsener Protokoll keinen Augenblick ‹bedrängt›, sondern […] wieder mit einer geringen Hoffnung erfüllt, daß auch die Auricher noch Marschrichtung gewinnen und das Gehen ohne Zickzack lernen.» – Auch von anderer Seite erreichten <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> – weniger fordernd formulierte – Bitten, erläuternd Stellung zu nehmen (vgl. Briefe von <persName ref="kbga-actors-1239">P. Schumacher</persName> vom
		<date when="1935-04-11">11.4.1935</date> [<ref type="kba-objects-id" target="26137">KBA 9335.385</ref>]; <persName ref="kbga-actors-1668">K. Immer</persName> vom
		<date when="1935-06-15">15.6.1935</date> [<ref type="kba-objects-id" target="26530">KBA 9335.591</ref>]; <persName ref="kbga-actors-7284">H. Otten</persName> vom
		<date when="1935-06-17">17.6.1935</date> [<ref type="kba-objects-id" target="26553">KBA 9335.599</ref>]). </note></p>
			<p>
				<hi rend="italic">In der Tat interpretierte die <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Kirchenleitung">Landeskirchenleitung</term> im Folgenden das Uelsener Protokoll als eine Bestätigung ihres eigenen, in keiner Weise veränderten Kurses. So ging man etwa zur Untermauerung der in einer Erklärung vom
<date when="1935-06-12">12. Juni 1935</date> erneut ausgesprochenen Weigerung, die <term type="sachen" key="Bekenntnissynode">Bekenntnissynode</term> als rechtmäßige Leitung der Deutschen Evangelischen <term type="sachen" key="Deutsche Evangelische Kirche">Kirche</term> anzuerkennen und sich ihr zu unterstellen, explizit auch auf dieses Protokoll ein: «Besonders heben wir noch hervor, daß diese Haltung in keiner Weise eine Verleugnung der in den Uelsener Thesen ausgesprochenen Stellung bedeutet. Denn bei ihrer Abfassung wurde ausdrücklich Übereinstimmung dahingehend festgestellt, daß diese Thesen weder die Eingliederung unserer Landeskirche <pb xml:id="p633" ed="pga"/> in die Bekenntnisfront, noch den Abbruch jedes Verkehrs mit der <term type="sachen" key="Deutsche Evangelische Kirche, Kirchenregierung">Reichskirchenregierung</term> bedeuten soll.»</hi><note xml:id="n31">Zit. nach der Abschrift im Brief <persName ref="kbga-actors-7284">H. Ottens</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
<date when="1935-06-17">17.6.1935</date> (<ref type="pub" target="#fn_n30">Anm. 30</ref>). </note>
			</p>
			<p><hi rend="italic">Das Uelsener Protokoll wurde und wird selbst von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> wohlgesinnten Interpreten überwiegend kritisch betrachtet: Schon <persName ref="kbga-actors-1044">Hermann A. Hesse</persName> sah seinen entscheidenden Fehler darin, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>, statt auch «die Negationen von <term type="sachen" key="Barmer Theologische Erklärung">Barmen</term> gegenüber der <term type="sachen" key="Häresie / Irrlehre">Irrlehre»</term> zur Sprache zu bringen, «sich mit positiven Bekenntnis-Sätzen begnügte, die so ihre Entscheidungskraft verloren und reformiert <placeName ref="kbga-places-30">Hannover</placeName> gestatteten, während des ganzen Kirchenkampfes hinter einer schönen Bekenntnis-Deckung neutral zu bleiben».</hi><note xml:id="n32"><bibl corresp="kbga-bibls-6741"><persName ref="kbga-actors-1044">H. A. Hesse</persName>, <hi rend="italic">Elberfeld</hi>, in: G. Harder / W. Niemöller (Hrsg.), <hi rend="italic">Die Stunde der Versuchung. Gemeinden im Kirchenkampf 1933–1945. Selbstzeugnisse</hi>, München 1963, S. 302–318, dort S. 309.</bibl> </note><hi rend="italic"> Auch <persName ref="kbga-actors-1513">Eberhard Busch</persName> urteilt, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> dieses Protokoll, das ein «Minimum von reformiertem Konsens formulierte, freilich ohne Verwerfungen», «in einer schwächeren Stunde» ausgehandelt habe.</hi><note xml:id="n33"><bibl corresp="kbga-bibls-6742"><persName ref="kbga-actors-1513">E. Busch</persName>, <hi rend="italic">Reformierte Tradition im Kirchenkampf. Vortrag zu Ehren von Prof. Dr. Wilhelm Holtmann, dem 70-jährigen, am
1.12.1997 an der Universität Konstanz</hi>, in: RKZ 139 (1998), S. 122–130, dort S. 123.</bibl> – Vgl. auch <bibl corresp="kbga-bibls-664">H.-G. Ulrichs, <hi rend="italic">«Ihrem reformierten Bekenntnis entsprechend wesentlich notwendig…». Vor 60 Jahren schrieb Karl Barth das Uelsener Protokoll</hi>, in: RKZ 136 (1995), S. 82–89, dort bes. S. 85–87. </bibl></note><hi rend="italic"> In der Tat fällt auf, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> hier zugunsten des Versuchs, einen Konsens herbeizuführen, seine eigene, in der </hi>Kurzen Erläuterung der Barmer Theologischen Erklärung<hi rend="italic"> ausgesprochene Mahnung vom Juni 1934 nicht beherzigte: «Und endlich darf bei einem Bekenntnis das ebenso deutliche</hi> Nein <hi rend="italic">nicht fehlen. Würde es nicht gesprochen, so wären Missverständnisse dem Ja gegenüber immer noch möglich. Das Nein richtet den Zaun auf, der notwendig ist, um zu verhindern, dass die Angegriffenen sich missverständlich dem Ja anschließen.»</hi><note xml:id="n34">Siehe oben, <ref type="pub" target="../volume/52/p313#p313">S. 313</ref>. </note></p>
			<p>
				<hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> registrierte zwar, dass man «mit dem Uelsener Protokoll nicht mehr zufrieden» sei,</hi><note xml:id="n35">So in einem im KBA nicht erhaltenen Brief an <persName ref="kbga-actors-1652">W. Herrenbrück</persName>; zit. nach dem Brief <persName ref="kbga-actors-1239">P. Schumachers</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
<date when="1935-04-11">11.4.1935</date> (<ref type="pub" target="#fn_n30">Anm. 30</ref>). </note>
				<hi rend="italic"> reagierte gleichwohl lange nicht öffentlich. Erst als er im <date when="1936-03">März 1936</date> um ein Gutachten im Fall des vor dem Ge<pb xml:id="p634" ed="pga" break="no"/>richtshof der Landeskirche angeklagten Pfarrers <persName ref="kbga-actors-8436">Gerhard Brunzema</persName></hi><note xml:id="n36"><persName ref="kbga-actors-8436">Gerhard Brunzema</persName> (1894–1989), seit 1928 Pfarrer in Großwohlde, ab Sommer 1935 in <placeName ref="kbga-places-650">Emden</placeName>. </note>
				<hi rend="italic"> gebeten wurde, nahm er nochmals zu den Sätzen Stellung. Brunzemas Einführung in <placeName ref="kbga-places-650">Emden</placeName> am
<date when="1935-07-07">7. Juli 1935</date> war vom dortigen Kirchenrat angefochten worden, weil er den ihn einführenden Pfarrer <persName ref="kbga-actors-8437">Heinrich Zwitzers</persName></hi><note xml:id="n37"><persName ref="kbga-actors-8437">Heinrich Zwitzers</persName> (1878–1956), damals Pfarrer in Wybelsum bei <placeName ref="kbga-places-650">Emden</placeName>, Vorsitzender der Bezirkssynode. </note>
				<hi rend="italic"> gefragt hatte, ob er zu den <orgName ref="kbga-actors-8309">Deutschen Christen</orgName> gehöre.</hi><note xml:id="n38">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-664">Ulrichs (<ref type="pub" target="#fn_n33">Anm. 33</ref>), S. 85.</bibl> </note>
				<hi rend="italic"> In seinem Gutachten reichte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> wunschgemäß «nun doch noch die fehlenden Negationen» nach.</hi><note xml:id="n39">Brief <persName ref="kbga-actors-3487">A. Rosenbooms</persName> an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom
					<date when="1936-03-11">11.3.1936</date> (<ref type="kba-objects-id" target="28224">KBA 9336.160</ref>). <persName ref="kbga-actors-3487">Anton Rosenboom</persName> (1899–1964; seit 1929 Pfarrer in <placeName ref="kbga-places-882">Neuenhaus</placeName>) hatte in seiner Anfrage die Sachlage geschildert und die von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> erbetenen Feststellungen bereits formuliert. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> kleidete diese in Frageform und lieferte zu den fünf Fragen eine ausführliche Begründung (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-664">Ulrichs [<ref type="pub" target="#fn_n33">Anm. 33</ref>], S. 85f.</bibl>), deren auf das Uelsener Protokoll sich beziehenden Teile unten in den Fußnoten vermerkt sind. </note>
				<hi rend="italic"> Mit seinen Hinweisen auf «die Voraussetzung der guten Treue aller Unterzeichner» und die «gutgläubige Auslegung» des Protokolls lässt das Gutachten wohl den Rückschluss zu, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in der Runde der Unterzeichner krasse Fehlinterpretationen für ausgeschlossen hielt und daher auf solche Negationen meinte verzichten zu können.</hi><note xml:id="n40">Vom <hi rend="italic">Gutachten</hi> liegen im KBA ein Manuskript (<ref type="kba-objects-id" target="546">KBA 11104</ref>), ein Typoskript (<ref type="kba-objects-id" target="547">KBA 11105</ref>) und ein weiteres hektographiertes Typoskript (<ref type="kba-objects-id" target="548">KBA 11106</ref>; Zitate dort, S. 3) vor. Ein Abdruck findet sich in: <bibl corresp="kbga-bibls-125"><persName ref="kbga-actors-1668">K. Immer</persName>, <hi rend="italic">Die Briefe des Coetus reformierter Prediger 1933–1937</hi>, hrsg. von J. Beckmann, Neukirchen-Vluyn 1976, S. 134–137</bibl>; dort einsortiert unter Brief Nr. 28 vom
<date when="1936-03-14">14. März 1936</date>. Da das Gutachten selbst auf den <date when="1936-03-16">16. März</date> datiert ist und erst noch von <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName> aus nach <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> geschickt worden sein muss, ist diese Zuordnung offenkundig falsch. Im Evangelischen Zentralarchiv Berlin findet sich ein Exemplar des vollständigen folgenden Coetus-Briefes vom
					<date when="1936-04-08">8. April 1936</date> (EZA 50/188, Bl. 123–125; in <bibl corresp="kbga-bibls-125"><persName ref="kbga-actors-1668">Immer</persName>, S. 137f.</bibl>, ist nur das Anschreiben <persName ref="kbga-actors-1668">Immers</persName> abgedruckt), das auch das Gutachten <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> (identisch mit <ref type="kba-objects-id" target="548">KBA 11106</ref>) enthält. Das <hi rend="italic">Gutachten</hi> wird hier und im Folgenden zitiert nach dem hektographierten Typoskript. </note>
				<hi rend="italic"> Er stellte dort klar: «Dieses Protokoll stammt in allen entscheidenden Bestandteilen aus meiner eigenen Feder»,</hi><note xml:id="n41"><hi rend="italic">Gutachten</hi>, S. 2. </note>
				<hi rend="italic"> und: «Wir gingen in <placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName> nach meiner bestimmten Erinne<pb xml:id="p635" ed="pga" break="no"/>rung auseinander im Bewusstsein, eine für beide verhandelnden Teile, also auch für die reformierte Landeskirche <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche">Hannover</term> gültige und bindende Verständigung geschaffen zu haben.»</hi><note xml:id="n42">A.a.O., S. 3. </note>
				<hi rend="italic"> Angesichts des zu Tage getretenen Sachverhalts aber distanzierte er sich nun deutlich davon: «Gab es zur Zeit des Uelsener Protokolls noch einen erklärten <orgName ref="kbga-actors-8309">Deutschen Christen</orgName>, der in der reformierten Landeskirche <placeName ref="kbga-places-30">Hannover</placeName> ein Aufsichtsamt bekleidete – was mir persönlich damals nicht bekannt war – so musste er, gutgläubige Auslegung des Uelsener Protokolls vorausgesetzt, am 22. Dezember 1934 aus diesem Amt entfernt werden. Wenn ich der durch die Herren D. <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName> und P. <persName ref="kbga-actors-7508">Voget</persName> vertretenen reformiert-hannöverschen <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche, Kirchenleitung">Kirchenleitung</term> die Absicht zugetraut hätte, Maßnahmen in dieser Richtung nach wie vor zu unterlassen, so würde ich das Uelsener Protokoll nicht unterschrieben haben.»</hi><note xml:id="n43">Ebd. </note>
			</p>
				<p><hi rend="italic">Vom Uelsener Protokoll sind im KBA ein Typoskript-Durchschlag, dem <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> handschriftlich die Namen der Unterzeichner hinzufügte, und eine mit kleineren Fehlern behaftete Abschrift erhalten.</hi><note xml:id="n44"><ref type="kba-objects-id" target="1189">KBA 10589</ref> (Typoskript-Durchschlag); <ref type="kba-objects-id" target="88383">KBA 16731</ref> (Typoskript, Abschrift). </note><hi rend="italic"> Der erste Abdruck erfolgte noch im Dezember: </hi><bibl corresp="kbga-bibls-5606"><hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-1239">P. Schumacher</persName>, </hi>Das Uelsener Protokoll<hi rend="italic">, in: Biblische Zeugnisse 32 (1934), Nr. 21/24, S. 299f.</hi></bibl><note xml:id="n45">Weitere Abdrucke, teilweise mit kleineren Abweichungen: <bibl corresp="kbga-bibls-494">Schmidt III, S. 33</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-183"><persName ref="kbga-actors-1777">Fr. Middendorff</persName>, <hi rend="italic">Der Kirchenkampf in einer reformierten Kirche. Geschichte des Kirchenkampfes während der nationalsozialistischen Zeit innerhalb der Evangelisch-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland</hi> (AGK 8), Göttingen 1961, S. 17</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-664">Ulrichs (<ref type="pub" target="#fn_n33">Anm. 33</ref>), S. 84.</bibl> </note><hi rend="italic"> Dieser Abdruck, der mit dem Typoskript-Durchschlag identisch ist, liegt dem Editionstext zugrunde.</hi></p>
		</div>
		<div>
			<pb xml:id="p636" ed="pga" rend="noPipe"/>
			<head>Protokoll über eine Aussprache im Pfarrhause zu <term type="sachen" key="Uelsen"><placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName></term> am 21. Dezember 1934.</head>
			<p rend="left">1. Wir sind einig darin, dass das Leben der nach Gottes Wort reformierten <term type="sachen" key="Kirche, nach Gottes Wort reformierte">Kirche</term> allein im Gehorsam gegen den einen Herrn Jesus <term type="sachen" key="Jesus Christus, Herr der Kirche">Christus</term>, wie er uns in der heiligen <term type="sachen" key="Bibel / Heilige Schrift">Schrift</term> bezeugt ist, Grund und Bestand hat.<note xml:id="n46">Im <hi rend="italic">Gutachten</hi>, S. 2, erläuterte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>: «Satz 1 dieses Protokolls ist inhaltlich identisch mit den zweifellos gegen die <orgName ref="kbga-actors-8309">Deutschen Christen</orgName> gerichteten Sätzen II,1 der Erklärung der ersten freien reformierten <term type="sachen" key="Bekenntnissynode, Barmen, Freie reformierte">Synode</term> und 1 der Erklärung der Bekenntnissynode der <term type="sachen" key="Barmer Theologische Erklärung">DEK</term> […], und es kann unter Voraussetzung der guten Treue aller Unterzeichner des Uelsener Protokolls auch darüber keine Meinungsverschiedenheit bestehen, dass sie sich darüber einig waren, mit diesem Satz die Lehre der <orgName ref="kbga-actors-8309">Deutschen Christen</orgName> als Irrlehre zu bezeichnen». Zu den von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> angeführten Sätzen s. oben, <ref type="pub" target="../volume/52/p073#p073">S. 73</ref> und <ref type="pub" target="../volume/52/p296#p296">S. 296</ref>. </note></p>
			<p rend="left">2. Wir sind einig darin, dass es der evangelisch-reformierten Landeskirche von <term type="sachen" key="Hannover, Evangelisch-reformierte Landeskirche">Hannover</term> ihrem reformierten <term type="sachen" key="Bekenntnis, reformiertes">Bekenntnis</term> entsprechend wesentlich notwendig ist, mit den anderen <term type="sachen" key="Kirche, Bekenntniskirche">bekenntnisbestimmten</term> und <term type="sachen" key="Bekennende Kirche">bekennenden</term> evangelischen Kirchen Deutschlands gemeinsam zu glauben, zu lieben und zu hoffen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.13.13">1.Kor. 13,13</ref>].</p>
			<p rend="left">3. Wir sind einig darin, dass sich der wirkliche Bekenntnisstand unserer reformierten <term type="sachen" key="Kirche, reformierte">Kirche</term> nach Lehre und Ordnung in einer dem <term type="sachen" key="Bekenntnis, der Väter">Bekenntnis</term> <pb n="300" ed="A"/> der Väter entsprechenden praktischen, insbesondere auch <term type="sachen" key="Kirchenpolitik">kirchenpolitischen</term> Bekenntnishaltung beweisen und bewähren muss.<note xml:id="n47">Im Blick darauf, dass mit <persName ref="kbga-actors-8437">H. Zwitzers</persName> ein Pfarrer, der den <orgName ref="kbga-actors-8309">Deutschen Christen</orgName> zuzurechnen war, noch als Amtsträger fungierte, zitierte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> im <hi rend="italic">Gutachten</hi>, S. 3, den dritten Satz des Protokolls und fragte: «Was heißt ‹praktische, insbesondere auch kirchenpolitische Bekenntnishaltung›, wenn darunter nicht auch und gerade eine bestimmte Haltung in allen Amtsbesetzungsfragen verstanden sein soll?» </note></p>
			<p rend="left">4. Wir sind einig darin, dass unsere reformierte Kirche mit den anderen evangelischen Kirchen Deutschlands in der heutigen Lage aufgerufen ist, sich in Erkenntnis und Leben in neuer Demut und mit neuem Mut unter das erste <term type="sachen" key="Gebot / Gebote, erstes">Gebot</term> und die erste Frage des Heidelberger <term type="sachen" key="Katechismus, Heidelberger">Katechismus</term><note xml:id="n48"><bibl corresp="kbga-bibls-17">BSRK, S. 682f.</bibl> (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-20">RefBS 2/2, S. 175,32–176,6</bibl>): «Was ist dein einiger trost in leben und in sterben? […] Das ich mit Leib und Seel, beyde in leben und in sterben nicht mein, sonder meines getreuen Heilands Jesu Christi eigen bin, der mit seinem theuren blud, für alle meine sünden volkommlich bezalet, und mich auß allem gewalt des Teuffels erlöset hat, und also bewaret, das one den willen meines Vatters im Himmel, kein har von meinem haupt kann fallen, ja auch mir alles zu meiner seligkeyt dienen muß. Darumb er mich auch durch seinen heiligen Geist des ewigen lebens versichert, und jm forthin zu leben von hertzen willig und bereit macht.» </note> zu stellen.</p>
			<p rend="left"><pb xml:id="p637" ed="pga" rend="noPipe"/> 5. Wir sind einig darin, dass die den Pastoren unserer reformierten Kirche aufgetragene Arbeit für das <term type="sachen" key="Bekenntnis">Bekenntnis</term> entscheidend in der Richtung eines neuen Ernstnehmens ihrer Aufgabe als Prediger, Lehrer und Seelsorger und der Notwendigkeit gründlichen <term type="sachen" key="Theologie">theologischen</term> Studiums zu suchen ist.</p>
			<p><hi rend="italic"><placeName ref="kbga-places-688">Uelsen</placeName></hi>, den <date when="1934-12-22">22. Dezember 1934</date>.</p>
			<p>    gez. Prof. <hi rend="italic">D. <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName></hi>.</p>
			<p rend="left">gez. Landessuperintendent <hi rend="italic">D. Dr. <persName ref="kbga-actors-5282">Hollweg</persName></hi><term type="namen" key="Hollweg, Walter">.</term></p>
			<p rend="left">gez. <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-7508">C. O. Voget</persName></hi><term type="namen" key="Voget, Carl Octavius">.</term></p>
			<p rend="left">gez. <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-1239">Peter Schumacher</persName></hi><term type="namen" key="Schumacher, Peter">.</term></p>
			<p rend="left">gez. <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-1777">Fr. Middendorff</persName></hi><term type="namen" key="Middendorff, Friedrich">.</term></p>
		</div>
		</div>
	</body>
	</text>
</TEI>
