Brief Nr. 229 · 11. Juli 1935

Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel

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Lieber Karl!

Ich bin bei Fr. Schlomka und ruhe etwas aus. Heute morgen war ich lang auf der Bank, um die 500 Mark für dich loszueisen. Es ist mit und nach vielem Hin und Her gelungen. – Ich reise doch erst Sonntag, Karl. Es wäre ein wenig zu schnell, Samstag schon. Ich merke das doch erst heute, nachdem ich den Liegestuhl für einige Stunden verlassen habe. Sonntag dann bestimmt, hier ab 947, Bad[ischer] Bahnhof an mit demselben Zug wie neulich N. und die Kinder. Du holst mich ab, gelt? Und wir fahren dann Montag früh weiter aufs Bergli – ins Törli, gelt? Bitte.

556Ich danke dir für deine Karte mit der Zeichnung. Lieber Karl. – – Nun schreibe ich vielleicht nur noch ein Kärtlein. Gestern der Abend mit Eichholz sehr schön und gut, fast ununterbrochen über und um Asmussen. –

Leb wohl. Grüße Alle und behalt mich lieb.

Deine
L.

Das Zimmerlein «nebenan» ist scheinbar nicht Karl?? Nun ja. – Gleich fahre ich nach Honnef zurück und darf morgen noch einen stillen Tag dort sein. Sonntag dann Abschied von allen Lieben: Landgrebe, Bleibtreu, Wolf etc.