Bibelstellen-Register

Jer. 22,10–23

Jer. 22,10–23

10Weinet nicht über die Toten und grämet euch nicht darum, weinet aber über den, der dahinzieht; denn er wird nimmer wiederkommen, daß er sein Vaterland sehen möchte. 11Denn so spricht der Herr von Sallum, dem Sohn Josias, des Königs in Juda, welcher König ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser Stätte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen, 12sondern muß sterben an dem Ort, dahin er gefangen geführt ist, und wird dies Land nicht mehr sehen.
13Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und gibt ihm seinen Lohn nicht 14und denkt: »Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer!« und läßt sich Fenster drein hauen und es mit Zedern täfeln und rot malen! 15Meinst du, du wollest König sein, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch über Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm wohl? 16Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm wohl. Ist’s nicht also, daß solches heißt, mich recht erkennen? spricht der Herr. 17Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinen Geiz, auf unschuldig Blut zu vergießen, zu freveln und unterzustoßen. 18Darum spricht der Herr von Jojakim, dem Sohn Josias, dem König Juda’s: Man wird ihn nicht beklagen: »Ach Bruder! ach Schwester!«, man wird ihn nicht beklagen: »Ach Herr! ach Edler!« 19Er soll wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.
20Gehe hinauf auf den Libanon und schreie und laß dich hören zu Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind zunichte gemacht. 21Ich habe dir’s vorhergesagt, da es noch wohl um dich stand; aber du sprachst: »Ich will nicht hören.« Also hast du dein Lebtage getan, daß du meiner Stimme nicht gehorchtest. 22Alle deine Hirten wird der Wind weiden, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mußt du zum Spott und zu Schanden werden um aller deiner Bosheit willen. 23Die du jetzt auf dem Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schön wirst du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehen kommen werden wie einer in Kindsnöten!

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 29. November 1933

    … hristen. Vgl. Scholder I, S. 715–723 📖 , und Literatur unter Anm. 2. ↩ 4 Vgl. 2.Kön. 23,1–30 ; 2.Chr. 34,29-35,25 ; Jer. 7,1–15 ; 22,10–23 ; 25,1–14 . ↩ 5 Siehe oben S. 436, Anm. 2 . ↩ 6 Am 21.11.1933 wurde Fr. Lieb entlassen. Er erhielt die Nachricht (nach einem Brief Ch. von Kirschbau …