Jer. 38,1–6
Jer. 38,1–6
1Es hörten aber Sephatja, der Sohn Matthans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die Reden, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach: 2So spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben müssen; wer aber hinausgeht zu den Chaldäern, der soll lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen. 3Denn also spricht der Herr: Diese Stadt soll übergeben werden dem Heer des Königs zu Babel, und sie sollen sie gewinnen. 4Da sprachen die Fürsten zum König: Laß doch diesen Mann töten; denn mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch übrig sind in dieser Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was diesem Volk zum Frieden, sondern was zum Unglück dient. 5Der König Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Händen; denn der König kann nichts wider euch. 6Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias, des Königssohns, die am Vorhof des Gefängnisses war, und ließen ihn an Seilen hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war; und Jeremia sank in den Schlamm.
Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)
Fundstellen im Text 1
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Der Beruf
1928
… nd die Haltung Jeremias während der Belagerung von Jerusalem war nicht gerade Treue gegen sein Volkstum [vgl. Jer. 27 ; 37 ; v. a. 38,1–6 ]. Ein weiterer Kreis schöpfungsmäßiger Berufenheit scheint sich hier aufzutun gegenüber Verwandtschaft und Volkstum, und was die Treue diesen gegen …