Bibelstellen-Register

Mk. 13,14–37

Mk. 13,14–37

14Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwüstung (von dem der Prophet Daniel gesagt hat), daß er steht, wo er nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf die Berge; 15und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause; 16und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen. 17Weh aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeit! 18Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter. 19Denn in diesen Tagen werden solche Trübsale sein, wie sie nie gewesen sind bisher, vom Anfang der Kreatur, die Gott geschaffen hat, und wie auch nicht werden wird. 20Und so der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er diese Tage verkürzt. 21Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht. 22Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Auserwählten verführen, so es möglich wäre. 23Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt.
24Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren, 25und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. 26Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. 27Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. 28An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blätter gewinnen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. 29Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschieht, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist. 30Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. 31Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. 32Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. 33Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. 34Gleich als ein Mensch, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen. 35So wachet nun (denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens), 36auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend. 37Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • Die Sonntagspredigt der letzten Jahre 1923 – 1924

    … e Christus nicht der, auf den wir unsere Hoffnung setzen. In der Hauptpredigt am Sonntag Septuagesimae 46 behandelt Schleiermacher Mr. 13,14–37 (also die zweite Hälfte der eschatologischen Rede). Er findet darin einerseits Dinge, die sich schon in diesem Leben wirklich so ereignet haben und …