Mt. 12,22–30
Mt. 12,22–30
22Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, also daß der Blinde und Stumme redete und sah. 23Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? 24Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen sie: Er treibt die Teufel nicht anders aus denn durch Beelzebub, der Teufel Obersten. 25Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst; und eine jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, kann’s nicht bestehen. 26So denn ein Satan den andern austreibt, so muß er mit sich selbst uneins sein; wie kann denn sein Reich bestehen? 27So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. 29Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube? 30Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)
Fundstellen im Text 1
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An Prof. D. Gerhard Kittel, Tübingen (vier Briefe)
1934
… men ist). Natürlich ist alles Geschehen zwei- oder vieldeutig. Auch Jesu Wunder waren zweideutig. Was ist die Schuld der Pharisäer Mt. 12,22ff. ? Daß sie den Blick nicht über die Zweideutigkeit des durch Jesus Geschehenen hinaus richten; und dies, obwohl doch wirklich nicht zu bestreiten war …