Bibelstellen-Register

Mt. 19,27–20,16

Mt. 19,27–20,16

27Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür? 28Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels. 29Und wer verläßt Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, der wird’s hundertfältig nehmen und das ewige Leben ererben. 30Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.

Das 20. Kapitel

Gleichnis von den Arbeitern im Weinberge. Dritte Leidensverkündigung. Die Kinder des Zebedäus; Rangstreit. Zwei Blinde.

1Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg. 2Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. 3Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte müßig stehen 4und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. 5Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleichalso. 6Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? 7Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedingt. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. 8Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und heb an an den letzten bis zu den ersten. 9Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. 10Da aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. 11Und da sie den empfingen, murrten sie wider den Hausvater 12und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben. 13Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Groschen? 14Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleich wie dir. 15Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum scheel, daß ich so gütig bin? 16Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 18. Januar 1932

    … Siehe oben S. 191, Anm. 2 . ↩ 3 Barths am 24.1.1932 im Universitätsgottesdienst in der Bonner Schloßkirche gehaltene Predigt über Mt. 19,27-20,16 ist unter dem Titel Die Arbeiter im Weinberge 📖 wieder abgedruckt in: Pr. 1921-1935, S. 253–264 liegt online noch nicht vor . 📖 ↩ 4 Anna Barth , d …