Bibelstellen-Register

Mt. 5,28–42

Mt. 5,28–42

28Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. 29Ärgert dich aber dein rechtes Auge, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 30Ärgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 31Es ist auch gesagt: »Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief.« 32Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freit, der bricht die Ehe.
33Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.« 34Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl, 35noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt. 36Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht, ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. 37Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.
38Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« 39Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. 40Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. 41Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. 42Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • Krieg, Sozialismus und Christentum [I] 1914

    … ein Völkerhaß. Dienen u. nicht herrschen [vgl. Mt. 20,25 par.], daher kein Machtkampf. Lieber Unrecht leiden als Unrecht tun [vgl. Mt. 5,28–42 par.], daher kein Militarismus. Wo diese Ordnungen gelten, da ist das R[eich] G[ottes], um das der Jünger Jesu betet [vgl. Mt. 6,10 par.], da ist al …