6
3
Es war doch gut, neulich in Elberfeld dein freundliches Angesicht zu erblicken
unter all den reformierten Brüdern, mit denen ich so gar keine Ehre einlegen
konnte1. Ich hoffe schon sehr, daß du
von Zeit zu Zeit in dieser Weise auftauchst. Unterdessen habe ich mich also in
Münster niedergelassen. Nach Nellys Heimkehr gehörig vereinsamt, mit Haussorgen,
Arbeit und zäh weiterlebender Ischias gesegnet, mit den
hiesigen Eingeborenen von «Pumpernickel» mich nährend. In der Verzweiflung habe
ich mir gestern ein überaus patriotisches Kino-Schauspiel angesehen. Eben habe ich an Georg Merz geschrieben, daß er dir
womöglich den ersten Teil der Dogmatik-Vorlesung2 schicken soll, die du beim dritten zu
lesen begonnen3. Ich wohne hier Warendorfer Strasse 73 bei Frau von
Flottwell; vom 16.
November ab (hoffentlich! es droht noch allerlei Störung!) Himmelreichallee 43.