Brief Nr. 12 · 19. Februar 1926

Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Krefeld

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L.L.

Nun meldet sich mir ausgerechnet auf Montag der dir wohl auch bekannte Richard Karwehl2, Georgs Schwager, zum Besuch. Du hast nun aber entschieden den Vorrang, und ich schreibe ihm, er solle am Dienstag kommen. Dies natürlich in der Annahme, du habest dich unterdessen für Montag frei gemacht. In diesem Fall braucht es deinerseits nichts weiter, als daß du eben am Montag kommst. Dürfte ich dich andernfalls (wenn du am Montag nicht kommen wolltest) bitten, Karwehl (Blücher-Str. 4, Osnabrück) ein kurzes Telegramm, etwa «Montag frei» oder dergl., zu schicken? Da noch zwei Göttinger Licentiaten der Theologie nächste Woche hieher kommen wollen, wäre |19 ich nun doch auf alle Fälle froh zu wissen, ob du und an welchem Tag du nächste Woche kommen willst, damit es ja keine Kollision gibt.3 Ausführen sollst du den Plan auf alle Fälle, gelt?

Gruß!
Karl Barth

Sachfußnoten

1
Postkarte: «Durch Eilboten».↩
2
Richard Karwehl (1885–1979), 1918-1956 Pfarrer in Osnabrück-Schinkel. Beeinflußt von Lehrveranstaltungen seines späteren Freundes Barth, die er von Osnabrück aus besuchte, wandte er sich von der liberalen Theologie ab und wurde zum Vertreter der dialektischen Theologie (vgl. Bw.Th. III, S. 405, Anm. 13 📖).↩
3
Barth schreibt am Freitag, dem 19.2.1926. Bei den erwogenen Terminen der folgenden Woche handelt es sich dementsprechend um Montag, den 22.2., bis Freitag, den 26.2.1926.↩