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Barth an v.K. in Krefeld
Es ist mir eine richtige Enttäuschung, daß soeben statt deiner selbst nur dein
Brief kommt – – und mit der gleichen Post die beiliegende Karte von
R. Karwehl1!! Es ist ja wie verhext.
Und ich hatte es mir für heute so schön ausgedacht, genügend vorgearbeitet usw.
Aber was machen wir nun? Auf keinen Fall darfst du in den Nachtwachen-Tunnel
einfahren, ohne hier gewesen zu sein. Es würde mich
wirklich betrüben. Du verstehst, daß ich R. Karwehl zunächst nicht gerne ein zweites
Mal zurückschiebe. Aber wenn es nicht anders geht, dann muß es eben sein und
wird geschehen. Ich riskiere nun (man wird in Krefeld
allmählich die schwersten Ereignisse vermuten angesichts dieser regen
Inanspruchnahme außerordentlicher postalischer Möglichkeiten!) ein
Telegramm2, das, diesen
Zeilen vorauseilend, dich auf morgen oder übermorgen aufmerksam machen soll. Du
schreibst zwar kategorisch: «nur der Freitag», aber vielleicht kannst du daran
doch rütteln. Dann tue es aus aller Kraft. Geht es Mittwoch
oder Donnerstag durchaus nicht, dann bitte ich dich, deinerseits an
Karwehl zu
telegraphieren: «Münster besetzt» oder so was, ohne Zaudern |21 und Bedenken. Er will ja ohnehin nur auf den Nachmittag kommen, kann
mich sehr wohl auch im März besuchen, und ich bereite ihn natürlich
auf die Möglichkeit deines Telegramms geziemend vor. Auf alle Fälle komm, und
komm früh genug am Tag, damit wir Zeit haben. Schade, schade, schade, daß es
nicht heute sein konnte!