1921

Generalbericht über zwei Amtsperioden

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GENERALBERICHT ÜBER ZWEI AMTSPERIODEN

1921

Der Generalbericht bezieht sich auf die «Kirchen-Ordnung» von 18961, die in § 54 eine solche «schriftliche Berichterstattung» vorsah, die dem Kirchenrat «das Material zu liefern» hatte «zu Abfassung seines Generalberichts an die Synode über die Verhältnisse und Zustände der Landeskirche». Für diese Generalberichte, die in Barths Safenwiler Zeit über zwei Amtsperioden der Synode, d.h. für acht Jahre zu erstatten waren, wurden die Kirchenpflegen (Kirchenvorstände) und die Pfarrer gesondert vom Kirchenrat befragt.2

Die Fragen zu dem Generalbericht, den Barth 1921 dem Kirchenrat zu erstatten hatte, sind bedauerlicherweise weder im Karl Barth-Archiv noch im Archiv der aargauischen reformierten Landeskirche erhalten. So muss offen bleiben, worauf sich die Fragen bezogen, die Barth nicht beantwortete. Jedenfalls weckten die Fragen bei ihm Unmut. Das zeigen seine Antworten, das bringen seine Schlussbemerkungen deutlich zum Ausdruck, das zeigt aber auch ein Schreiben von Pfarrer Traugott Haller in Kölliken, den Barth offenbar für diese Fragen als Mitglied des Kirchenrates verantwortlich gemacht hatte:

Lieber Nachbar!

Damit Du nicht etwa beunruhigt bist, will ich Dir gern mitteilen, daß ich an der Fragestellung der Berichtsformulare durchaus nicht persönlich beteiligt bin. Diese Fragebogen sind durchaus nicht «mein Werk», es sind vielmehr andere Mitglieder des KR. mehr beteiligt als ich.3

In eigener Weise zeigte sich Barths Freund Pfarrer Gottlob Wieser in Wattwil (Kanton St. Gallen) für den Fragebogen dankbar:

Durch Thurneysen habe ich deinen Bericht an den aargauischen Kirchenrat zu lesen bekommen. Vieles darin war mir sehr erleuchtend u. belehrend, sodaß ich dem Kirchenrat für seine dummen Fragen dankbar sein muß. Vor allem hat mir diese Unterscheidung zwischen |703 den wie? u. den was? Fragen Klarheit gegeben über unsern Gegensatz zur kirchlichen Frömmigkeit. Dort wird immer wie? gefragt, von den Kirchgängern an, die eine schöne Predigt hören wollen, bis zum Kirchenrat, der fragt, wie man der Kirche auf die Beine helfen könnte. Das was? das die Hauptsache wäre, das wird vorausgesetzt u. damit bei Seite geschoben. Ich kann da persönlich nur dankbar sein, daß mich das was? immer mehr beunruhigt, und bin dir in diesem Stück für viel Förderung dankbar. – Auch was du über die Stellung zur Arbeiterbewegung sagst, habe ich bisher nicht so klar als den Übergang von Fragen zu Antworten erkannt, wenn ich schon unklar spürte, daß etwas anders geworden sei u. auch von uns eine andere Haltung verlange.4

Auch Pfarrer Robert Epprecht in St. Gallen hatte den Bericht «mit grosser Zustimmung» gelesen:

Du kannst das, was ich auch gern sagen möchte u. natürl. auch sagen sollte, immer so ausdrücken, dass es einem vorkommt, wie das Ei des Columbus. Was sagen wohl Eure Kirchenräte dazu? «O herjä, aber jetzt simmer jo dänn dä Ma los!»5 6

Durch Wieser hatte auch Barths Freund Lukas Christ in Pratteln von Barths Generalbericht gehört. Am 18. Juni 1921 schreibt er an Barth:

Lieber Freund,

du hast mich nach dem Preise der Ötingerbände gefragt. Ich habe sie dir eigentlich schenken wollen, hätte nun aber doch gern etwas dafür. Wieser hat mir kürzlich ein paar Stellen aus deinem Bericht an den Kirchenrat vorgelesen. Diesen Bericht hätt ich gern. Würdest du ihn mir zur Abschrift überlassen?

Ich hoffe, du findest diese Rechnung nicht zu unverschämt. Ich weiss ja nicht, ob dir der alte Ötinger so viel wert ist, dass du ein eigenes Werk dafür geben magst.7

Anscheinend war der Generalbericht in Barths Freundeskreis besonders geschätzt. Das zeigen nicht nur die Schreibmaschinenabschriften, von denen eine, die dem vorliegenden Abdruck zugrunde |704 liegt, aus dem Besitz Eduard Thurneysens an das Archiv gekommen ist.8 Das zeigen auch die Stenogramm-Abschrift, die sich Gottlob ­Wieser angefertigt hat9, und die Abschrift, die Line Merz in eine Art Poesie-Album zusammen mit einer Predigt Barths eingetragen und Charlotte von Kirschbaum «mit sehr herzlichen Wünschen zum Geburtstag» 1925 geschenkt hat10. Bemerkenswert ist aber auch, dass der Verfasser des Generalberichts des Kirchenrats Pfarrer Max Dietschi Barths Stellungnahmen so wichtig fand, dass er daraus in seinem Bericht an nicht weniger als 14 Stellen ohne Nennung des Namens – meistens mehrere Sätze – zitiert.11

Generalbericht
über zwei Amtsperioden der Synode,
erstattet von Pfr. Karl Barth,
Safenwil, Mai 1921.

I. Pfarrer und Gemeinde.

1. Haben Sie über Textwahl, Vorbereitung, Vortrag, Art und Wirkung der Predigt etwas zu bemerken?

Ich habe dazu folgendes zu bemerken: Wenn (worüber aber bereits kein Einverständnis herrscht) das Ziel der Arbeit der reform. Kirche darin besteht, dem Göttlichen im Menschen und nicht etwa dem Menschlichen (dem Persönlichen, Sentimentalen, Moralischen, Ästhetischen, «Religiösen») im Menschen zu dienen, so ist die Predigt, sofern sie sich unzweideutig dieses Ziel setzt, die Aufgabe, die dem Pfarramt Sinn und Wichtigkeit gibt. Ich sehe darum in der Vorbereitung der Predigt, die mit meiner eigenen Weiterbildung im Verständnis jenes Ziels praktisch zusammenfällt, die Arbeit, die zu tun ich als Pfarrer schuldig bin. Das Predigen selbst wird mir von Jahr zu Jahr |705 schwerer, je deutlicher ich zu sehen meine, um was es geht. Was weiss ich von der Wirkung meiner Predigten? Ich sehe einige aufmerksame, vermute viele befremdete und weiss noch mehr – abwesende Zuhörer, ohne mich darüber zu verwundern. Pfarrer und Gemeinde kranken m.E. an den Folgen einer bis auf die Anfänge der Kirche zurückgehenden verfehlten Entwicklung, letztlich aber daran, dass der Mensch gerade dann, wenn er Gott dienen will, an Gott zu Schanden werden muss. Das darf aber kein Hindernis sein, die Aufgabe – ohne nach der «Wirkung» zu fragen, wenigstens so auffassen und anfassen zu wollen, wie es durch das Vorbild der Propheten, Apostel und Reformatoren geboten ist und wie es ihrem Gegenstande: Jesus Christus entspricht.

6. Welchen Charakter hat die Konfirmationsfeier? Konfirmieren Sie mit oder ohne «Bekenntnis und Gelübde»? Kommen Ungetaufte in den Konfirmandenunterricht und wie handeln Sie mit solchen?

Ich halte die übliche «Konfirmation» für ein ungutes Erbe des Pietismus. Die Bestätigung des Taufbundes liegt weder in 16jähriger Kinder noch in irgend jemandes Willen und Macht und der gewohnte Verlauf dieser Feier ist ein jedes wirklichen Ernstes spottendes Schaustück. Ich kann sie nur als Abschluss der Unterweisung gelten lassen, nehme darum weder Bekenntnis noch Gelübde ab und frage auch nicht nach dem getauft sein. Gerade weil die Taufe die Bezeichnung der göttlichen Möglichkeit der Menschen ist, darf sie weder durch jenes «bestätigende» Bekenntnis auf das Niveau eines seelischen Erlebnisses noch durch diese Nachfrage auf das Niveau eines kirchenrechtlichen Requisits heruntergedrückt werden.

7. Besteht noch die Unsitte gemeinsamen Wirtshausbesuches der neukonfirmierten Knaben und Mädchen? Was geschieht dagegen?

Ist mir ein einziges Mal von einem Teil meiner Konfirmanden bekannt geworden. Sollte der Ertrag der Unterweisung u. a. der sein, dass die Kinder nach der Konfirmation das Bedürfnis haben, gemeinsam das Wirtshaus zu besuchen, so würde ich das als ein gewisses Gericht über meinen Unterricht betrachten (der in andern wichtigen Beziehungen ohnehin gerichtet ist) würde es aber als ganz verspätet und unnütz ansehen, etwas Besonderes dagegen geschehen zu lassen.

8. Können Sie etwas tun für die Neukonfirmierten, oder haben Sie in der Sache einen Vorschlag zu machen?

706 Ich kann als Pfarrer für die aus meinem Unterricht Entlassenen grundsätzlich nur das «tun», was ich für die ganze Gemeinde zu «tun» habe: auf meinem Posten sein als derjenige, der über die verschiedenen menschlichen (weltlichen und christlichen) Möglichkeiten hinweg der göttlichen Möglichkeit (Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung, Auferstehung, ewiges Leben12) gedenkt und darum statt auf eine (ohnehin illusorische!) Obsorge für die jungen Leute auf die Öffnung und Offenhaltung dieser Türen bedacht ist. Ich halte dafür, es sei ein persönliches Verhältnis zu den ehemaligen Schülern oder gar eine besondere Gruppenbildung unter ihnen jedenfalls nicht zu suchen, weil die Gefahr des Missverständnisses solcher Menschlichkeiten bei den Beteiligten und vor Allem bei den Nicht-Beteiligten (gerade wenn der Versuch gelingt!) grösser ist als der Gewinn[,] der für die Beteiligten allenfalls zu erwarten ist.

9.  Wie ist der Besuch des hl. Abendmahls ? Wird Haus- und Krankenkommunion verlangt?

Der Besuch des Abendmahls ist mässig, eher im Ab- als Zunehmen, mir ein nachdenkliches Zeichen dafür, dass das Erbe katholischer Sakramentsfrömmigkeit, von dem wir bis jetzt noch zehrten, seinem Ende entgegengeht, ohne dass ein ebenbürtiger Ersatz dafür, wie er nach reformatorischer Intention in der Verkündigung des reinen Wortes hätte liegen müssen, vorhanden ist. Wie kann eine Kirche, in der das reine Wort eine so problematische Grösse ist wie bei uns, Verständnis für das Wort im Zeichen erwarten? – Krankenkommunionen wurden in der Berichtsperiode nur 3 mal verlangt.

11. Halten Sie Gottesdienste im Freien, Gottesdienste und Abendmahlsfeiern am Abend, Bibel- und Missionsstunden, Vorträge, oder lassen Sie solche halten und von wem? Wie denken Sie über solche Veranstaltungen?

Ich erwartete als Anfänger viel von diesen Verbreiterungs-Versuchen und habe mit Erfolg und Misserfolg allerlei derartiges versucht, bin aber ganz davon abgekommen, weil ich den modern-kirchlichen Eifer um das Wie? Wo? und Wieviel und die entsprechende Gleichgültigkeit gegenüber dem Was? für grundsätzlich verkehrt halte. Ich bezweifle nicht, dass solche Veranstaltungen an sich sehr freundlich |707 sind und allerlei «Bedürfnissen» (welchen?!) entsprechen, ich bezweifle aber, ob damit tatsächlich etwas erreicht wird als eine enorme Selbsttäuschung von Pfarrer und Gemeinde über den Umstand, dass bei dem Allem die Mühle leer läuft resp. dass damit den Menschen mehr als Gott gedient ist. Für die betr. «Bedürfnisse» ist durch das Vorhandensein der Gemeinschaften ausgiebig gesorgt. Reisepredigern wie Vetter13 und Oberst Fermaud14 wurde auf mein Zuraten immer bereitwilligst auch die Kirche freigegeben. Ich selbst gedenke auf diesem Felde nicht mehr zu konkurrieren.

13. Wird die Sonntagsruhe beeinträchtigt und wie?

Nicht mehr und nicht anders als landesüblich.

14. Wie lange und in wöchentlich wieviel Stunden unterrichten Sie Präparanden und Konfirmanden? Haben Sie ein besonderes Lokal? Welche Lehrmittel benützen und was behandeln Sie? Wie urteilen Sie über Memorieren von Liedern und Sprüchen? Haben Sie Schwierigkeit betr. regelmässigem Besuch und Disziplin? Werden Kinder dem kirchlichen Unterricht entzogen und von wem? Haben Sie Schwierigkeiten mit welschen Konfirmanden? Halten Sie darauf, dass kein Kind ohne richtigen Ausweis Ihren Unterricht verlässt oder in denselben eintritt?

Ich gebe wöchentlich 1 Stunde Präparanden- und 2 (im Winter 3) Stunden Konfirmandenunterricht15 in einem dem Pfarrhaus angebauten Unterweisungslokal. Ich betrachte den Konfirmandenunterricht als einen Spezialfall der Predigtaufgabe und verweise auf das in I 1 Gesagte. Darum wende ich ihm meine volle Aufmerksamkeit zu, be|708reite jede Stunde schriftlich vor und gebe den Kindern ein Diktat, das an die Stelle eines Lehrmittels tritt. Das Ziel, das ich mir dabei stecke, besteht darin, den Kindern eine Anschauung von dem Inhalt der biblischen Botschaft in ihrem vollen Eigen-Sinn zu geben, so gut ich selbst ihn zu verstehen meine. Der Gesichtspunkt der Erziehung hat dabei jedenfalls zurückzutreten hinter dem der Belehrung. Dass die Kinder, indem sie vielleicht lernen, selbst in der Bibel zu lesen, zu einer gewissen Einsicht einer ihnen und uns zunächst (und immer wieder!) fremden neuen Möglichkeit geführt werden, scheint mir der Aufgabe der Kirche entsprechender[,] als wenn sie vielleicht innerhalb ihrer eigenen bekannten Möglichkeiten (z.B. moralisch) einige Schritte weitergeführt werden. Ich fürchte darum das die Hauptsache wenigstens nicht verunmöglichende Dogmatisieren der alten Schule weniger als das gottvergessene Psychologisieren der neuen. Vom Memorieren halte ich wenig; ich habe auch das manches Jahr versucht, aber wenig oder keinen wirklichen Wert in dieser Übung finden können; ich beschränke es jetzt auf das Nötigste und auf den Präparandenunterricht. Schwierigkeiten betr. regelmässigen Besuch und Disziplin habe ich nicht – wenn ich die Kinder einmal habe. Da ich aber darauf halte, weder am Abend nach Fabrikschluss noch am freien Samstagnachmittag Unterricht zu erteilen, entzieht mir a) die zunehmende Bequemlichkeit der Eltern und Kinder, b) die Chikane mit der mich ein hiesiger Fabrikant (vgl. II 12) aus politischen Gründen in diesem Punkte alljährlich verfolgt16, c) der Umstand dass in umliegenden Gemeinden und bei den Methodisten dem § 75 des Fabrikgesetzes17 nicht nachgelebt wird, d) die Tatsache, dass der h. Kirchenrat sich |709 trotz meiner Reklamation nicht entschliessen konnte, ein einheitliches Vorgehen aller Pfarrer in dieser Sache herbeizuführen18 – in den letzten Jahren zahlreiche Kinder. Diese wandern meistens der Kapelle zu19, der sie im übrigen vorher und nachher wenig nachfragen. Dies Jahr ist die Herde übrigens (dank der Arbeitslosigkeit!!) vollzählig. – Für die Ausweisformalität20 vermag ich kein Interesse aufzubringen.

16. Machen Sie Haus-, Kranken-, Spital- und Gefängnis-Besuche und wie sind Ihre Erfahrungen?

710 Ja, ich mache solche Besuche, aber weniger als die neuere Pastoraltheologie vorschreibt, regelmässig nur bei Kranken und bei den Eltern der Konfirmanden. Ich werde fast überall freundlich aufgenommen, wie ich überhaupt mit der grossen Mehrzahl meiner Gemeindegenossen persönlich auf bestem Fuss stehe und für viel Liebe zu danken habe. Ich verlasse aber die Häuser fast immer mit dem Haupteindruck, dass sich zwischen Pfarrer und Gemeindegenossen etwas Anderes ereignen müsste, als ein menschlich freundliches sich Begegnen, dass aber die Voraussetzung für dieses andere Ereignis fast immer fehlt und jedenfalls nicht durch vermehrte Häufigkeit dieser Begegnungen zu schaffen ist.

17. Welche Stellungen haben Sie in Kirchen-, Schul- und Armenpflege21?

Ich bin Mitglied (nicht Aktuar22) der Kirchenpflege und Präsident der Schulpflege. Eine bes. Armenpflege neben dem Gemeinderat haben wir nicht.

18. Wird Ihre Arbeit durch die Kirchenpflege gewürdigt und gefördert? Wie ist die Kirchenpflege zusammengesetzt, und wie ist Ihre Stellung zu derselben?

Nachdem ich gewisse modern-kirchliche Anschauungen vom Wesen und Erwartungen von der Tätigkeit einer Kirchenpflege endgültig begraben habe, erlebe ich auf diesem Gebiet keine Enttäuschungen mehr. Mit den jetzigen Kirchenpflegern verbindet mich ein ruhiges Vertrauens- und Freiheitsverhältnis und ich habe den Eindruck von ihnen, dass sie die Bedrängnis der Lage eines reformierten Pfarrers wenigstens einigermassen begreifen. Mehr als das zu verlangen scheint mir nicht möglich und nicht einmal wünschenswert. Die Sorge um meine eigentliche Arbeit kann und soll mir niemand abnehmen oder auch nur erleichtern.

19. Inwiefern sind Sie nebenamtlich tätig in Diaspora, Schule, relig. und andern Vereinen, Anstalten und Behörden?

711 Ich versehe das Pfarramt in der benachbarten, offiziell zu der K[irch-]G[emeinde] Olten gehörigen, etwa 120 Personen umfassenden Diaspora-Gebiet23 Rothacker – Walterswil.

Ich habe manches Jahr die Versammlungen des Blaukreuzvereins und die Diskussionsabende des sozialdemokrat[ischen] Arbeitervereins geleitet.

Zu meiner «nebenamtlichen» Tätigkeit muss ich wohl auch meine theologische Schriftstellerei rechnen, von der sogar zu sagen wäre, dass sie mich zeitlich mehr in Anspruch nimmt als meine «amtliche» Tätigkeit, wenn nicht Beides für mich eine solche Einheit wäre, dass ich kaum sagen könnte, wo die Arbeit für die Gemeinde aufhört und die für meine Bücher anfängt.

21. Erhalten Sie eine genügende Besoldung von der Gemeinde?

Ich bin zufrieden, könnte aber allein von der Besoldung nicht leben.24

II. Religiöses und sittliches Leben.

1. Ist nach Ihrem Empfinden das religiöse und sittliche Leben in Ihrer Gemeinde im Zunehmen oder nicht?

Ich kann diese Frage nur bedauern. Sofern es sich bei den ganz fragwürdigen Begriffen «Religion» und «Sittlichkeit» um Gottes-[,] nicht um Menschenwerk handelt (worüber ich aber mit dem Fragesteller nicht einig bin) kann doch nicht nach einem zu- oder abnehmenden Quantum gefragt werden, als ob das Göttliche in einer Gemeinde ein Heustock wäre!

2. Wie steht es bezüglich sexuelle Moral, Ehe, Familienleben, Kindererziehung, Arbeit und Vergnügungen?

Die Fabrik macht sich in allen diesen Dingen als auflösender Faktor immer mehr geltend. Gegenüber der Zersetzung, in der der alte Bau der Gesellschaft heute begriffen ist, ist die jetzige Kirche so machtlos |712 wie die jetzige Schule. Wenn wir Gott nicht erkennen, werden wir noch ganz andere Dinge erleben.

3. Wird die Bibel gelesen?

Ich kenne Einige, welche die Bibel lesen[,] und Viele, die sie wahrscheinlich nicht lesen.

5. Was geschieht gegen den Alkoholismus? Spüren Sie Besserung in der Gemeinde? Bestehen Abstinenzvereine, von wem geleitet? Wie urteilen Sie über ihre Wirksamkeit?

Es geschah und geschieht die mehr oder weniger lebhafte Propaganda des Blauen Kreuzes und der Guttempler, beide seit dem Kriege an Mitgliederzahl und Bedeutung stark zurückgegangen. Sie haben als sichern Erfolg aufzuweisen, dass eine Anzahl Trinker nicht mehr trinken. Der Alkoholismus als solcher ist nach wie vor ungebrochen. Ich bin auch hier von früher grossen Hoffnungen und von meiner aktiven Mitarbeit abgekommen, seit ich in der moralischen Höhe auf der sich die Abstinenten ausnahmslos zu bewegen pflegen, das grössere Hindernis für das Werk Gottes sehe als in der moralischen Tiefe, in der sich die Alkoholiker aufhalten[,] und seit ich deutlicher sehe, dass gerade zur Überwindung der grossen Sünden der Menschen Gesetzgebung, gutes Beispiel und «Rettung» Einzelner ganz unzureichende Übel25 sind. Das darf natürlich nicht hindern, die relative Notwendigkeit und Nützlichkeit der Abstinenzbewegung dankbar zu anerkennen, wohl aber hindert es mich, die Parole, die ich als Pfarrer auszugeben habe, fernerhin mit der Abstinenzparole auch nur von ferne zusammenzuspannen.

8. Wie macht sich die heutige Arbeiterbewegung geltend, und wie urteilen Sie über die Aufgaben der Kirche gegenüber den sozialen Fragen der Zeit?

Die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen hat sich in der Berichtsperiode nahezu verdreifacht. Daneben hat die Gewerkschaftsbewegung eingesetzt, marschiert aber bes. da, wo es am Nötigsten wäre, unter den Frauen und Mädchen, noch auf sehr unsichern Füssen. Die Frage nach der Aufgabe der Kirche in dieser Sache kommt zu spät. Damals als die soziale Frage noch eine Frage war, als die soziale |713 Not und die sozialistische Hoffnung brannten, damals als eine einzigartige Gelegenheit für die Kirche war, den göttlichen Sinn dieser Frage, dieser Not, dieser Hoffnung zu erkennen und zu verkündigen, damals schwieg die Kirche oder wenn sie redete, so redete sie von Zufriedenheit, Sparsamkeit, Einigkeit und Gottvertrauen und sass zu Gericht über die Gottlosigkeit der Sozialdemokraten. Damals wurde die Kirche das, was sie heute in den Augen jedes aufrechten Sozialisten ist – ohne dass die paar sozialdemokratischen Pfarrer es verhindern können – eine der stärksten Stützen des Bürgertumes, des «Vaterlandes», des Kapitalismus und Militarismus. Heute ist diese Gelegenheit, dem Göttlichen im Menschen zu dienen, versäumt und vorbei. Denn heute ist m.E. der lebendige resp. tote Punkt in der Arbeiterbewegung bereits überschritten. Not und Hoffnung brennen jedenfalls nicht mehr und die soziale Frage ist keine Frage mehr, sondern hat sich in eine Reihe von Antworten, von mehr oder weniger fertigen geschichtlichen Erscheinungen, von der vorsichtigen bürgerlichen Sozialreform bis zum enthusiastischen Kommunismus aufgelöst. Was will die Kirche diesen Antworten gegenüber? Die Stellungen sind im Guten wie im Bösen überall bezogen ohne uns und wir können nichts mehr dazu sagen, das nicht Andere besser sagen können als wir Pfarrer. Sollte heute in der Kirche eine verspätete Ära sozialen Dilettantismus anbrechen, so wäre das nur ein neues Zeichen dafür, wie wenig die Kirche weiss[,] was sie will, wie wenig sie an der Ewigkeit, wie sehr sie an der Zeit orientiert ist. Einsehen sollte heute die Kirche, dass sie gegenüber dem Sozialismus versagt hat, um sich dann auf sich selbst und ihre Aufgabe zu besinnen, um dann vielleicht einer neu auftretenden Frage (möglicherweise im Gegensatz zu der heutigen sozialistischen Zeitströmung!!) anders, offener, für Gott bereiter entgegenzutreten.

9. Bestehen relig. Vereine, Konfirmanden-, Jünglings-, Missionsvereine u. dergl.? Wieviel Mitglieder und von wem geleitet?

Nein.

10. Sind Einrichtungen für Armen- und Krankenpflege und -Obsorge vorhanden? Ist Wohltätigkeitssinn in der Gemeinde?

Ja.

12. Sind Austritte aus der Landeskirche vorgekommen und aus welchen Gründen?

714 Gewiss! Ein Fabrikant mit Gattin, Sohn und grossem Steuerkapital «wegen der unerfreulichen Verhältnisse in der hiesigen Seelsorge»26, lies: weil der Pfarrer Sozialdemokrat ist.27

14. Wie ist das Verhältnis zu den kath. Mitchristen?

Das Verhältnis ist, soweit ich sehe, das einer stillen duldsamen ein bischen gleichgiltigen gegenseitigen Bemitleidung, wobei man sich jedenfalls auf unsrer Seite erheblich darüber täuscht, wie sehr uns der Gegner in jeder Beziehung (bis und mit der vorletzten!) überlegen ist. Vgl. I.9.28

Zu Reformationsfeiern haben wir keinen (keinen!) Anlass und es wäre dringend zu wünschen, dass damit nun Schluss gemacht wird. Mag vor 400 Jahren geschehen sein, was da will – wir stehen durchaus nicht «auf dem Boden der Reformatoren». Die Fragen, die der Kirchenrat an die Pfarrer und Kirchenpfleger zu richten hat, würden sonst – nach diesen 8 Jahren – anders lauten!

15. Wie ist der Religionsunterricht in der Schule und die Stellung der Lehrer zu Kirche und Pfarrer? Wie urteilen Sie über den sogen. konfessionslosen Religionsunterricht?

Der Religionsunterricht in der Schule ist nicht viel besser und nicht viel schlechter als der meinige. Mit den Lehrern stehe ich ausgezeichnet und sie kommen sogar in die Kirche. Den Konfessionslosen29 halte ich für selbstverständlich, solange ja auch die sogen. reformierte Kirche keine Konfession, keine wirklich höhern Anliegen, keine gemeinsame Sache hat. Ist die Kirche nicht christlich (wofür mir u. a. dieser Fragebogen ein Beweis ist) wie soll es dann unser |715 Volk sein? Ist es das Volk nicht, wie soll es dann die Volksschule sein? Wessen Konfirmanden waren denn die Lehrer, über deren «schlechten» Religionsunterricht man sich so entsetzt? Das Schlimmste in dieser Sache sind jedenfalls die Versuche, den Lehrern, wie zu Aarau und Lenzburg geschehen, durch Einweihung in die Geheimnisse der modernen Theologie diesen Unterricht «lieb» zu machen. Er soll – ihnen und uns! – bei der jetzigen Lage gar nicht «lieb» sein und in ihrer weitverbreiteten Abneigung dagegen ist mehr wirkliche Gottesfurcht als in der unerhörten Sicherheit, mit der die Pfarrer die Lehrer in dieser – wahrhaftig mindestens gemeinsamen – Verlegenheit meinen belehren zu können und («Wie urteilen Sie ...?») be- und verurteilen zu dürfen.

Schluss.

1. Meine Antworten sind wesentlich negativ, weil sie wesentlich ein Protest gegen die Fragen selbst sein wollen, in deren Auswahl und Formulierung ich ein neues bedenkliches Zeichen dafür finde, dass wir uns auf keinem guten Wege befinden.

2. Was in meinen Antworten als Angriff auf Andere empfunden werden muss, ist einerseits immer auch Angriff auf meine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, andrerseits notgedrungene Verteidigung gegen den Angriff auf das Christentum, als den ich diese Fragen und das, was dahinter steht, empfinde.

3. Der grundsätzliche und unversöhnliche Gegensatz zwischen dem Fragesteller und mir besteht darin, dass er und mit ihm die Kirche, in deren Namen er fragt, mit lauter Wie? Wo? Wieviel?-Fragen beschäftigt scheint und nicht das leiseste Interesse für eine allfällige Was?-Frage verrät; während m.E. eine reform. Kirche, die wäre, was ihr Name sagt, mit der Was-Frage anfangen müsste und am Besten gar nicht darüber hinauskommen dürfte.

4. Man sage nicht, dass die Hauptfrage (nach dem Inhalt der kirchlichen Arbeit) hier, wo es sich um das Äussere handle, stillschweigend vorausgesetzt sei. Eben gegen dieses stillschweigende Voraussetzen der Hauptfrage, als ob die Antwort darauf etwa gegeben sei, richtet sich mein Widerspruch. Wer diese Hauptfrage kennt, der kann Tag |716 und Nächte nimmer davon schweigen30. Er ist nicht imstande, Inhalt und Äusseres so gemächlich von einander zu kennen31.

5. Ich habe dem «Negativen»[,] das damit gesagt ist, nichts im Sinne des Fragestellers «Positives» gegenüberzustellen. Er versteht mich dann richtig, wenn er mich nicht versteht. Das «Positive», das ich meine, bestünde in dem Suchen, Bitten und Anklopfen [vgl. Mt. 7,7f. par.], das jenseits dieser Fragen anfangen, aber wirklich anfangen würde, so anfangen, dass diese Fragen einmal für 10-50 Jahre in der Kirche verstummen müssten. Solange sie sich so hartnäckig breit machen dürfen, hat es noch nicht angefangen. Ich bemerke zur Vorsicht, dass ich mit diesem Positiven nicht etwa das meine, was ich tue[,] und nichts, was Gegenstand eines Antrags oder einer neuen Unternehmung werden könnte.

6.  Jeremia 4,3.

Sachfußnoten

1
Kirchenordnung für die evang.-reformierte Landeskirche des Kantons Aargau. Von der Synode beschlossen am 20. Februar 1896, Seengen 1896 📖.↩
2
Zum Generalbericht 1905-1913 vgl. V.u.kl.A. 1909-1914, S. 718, Anm. 3 📖.↩
3
Brief ohne Datum (KBA 9321.142).↩
4
Brief vom 31.5.1921 (KBA 9321.129).↩
5
= O herrje, aber jetzt sind wir ja dann diesen Mann los!↩
6
Postkarte vom 10.6.1921 (KBA 9321.136).↩
7
Brief vom 18.6.1921 (KBA 9321.144).↩
8
KBA 12269.↩
9
KBA 12275.↩
10
KBA 12272.↩
11
Generalbericht über die Verhältnisse und Zustände der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Aargau in den Jahren 1913 bis 1921. Erstattet vom Kirchenrat an die reformierte Synode, Ober-Entfelden 1921, S. 8f.12.14.21.26.28f.31.33.36f.44.58 📖.↩
12
Vgl. den dritten Artikel des Apostolikums (BSLK 21 📖).↩
13
Jakob Vetter (1872–1918) war nach seinem Studium auf St. Chrischona bei Basel in der Evangelisation tätig und gründete 1902 die Deutsche Zeltmission; vgl. W. Putschky, Seine Gnade reicht aus. Aus dem Leben Jakob Vetters (Telos-Bücher 7849), Lahr 2002 📖. Über die Evangelisation Vetters in Safenwil vom 13. bis zum 19. November 1916 vgl. Barths Berichte an Thurneysen,Bw.Th.I, S. 161f.163–165 📖.↩
14
Charles Fermaud (1855–1937), Artillerie-Oberstleutnant, von 1879 bis 1912 erster Generalsekretär des Weltbundes des CVJM, Mitarbeit im Blauen Kreuz. Mit Vetter befreundet (Putschky, a.a.O., S. 169 📖). Laut einem Eintrag Barths in seinem Taschenkalender sprach Fermaud am Himmelfahrtstag, 13. Mai 1920, in Safenwil.↩
15
Vgl. K. Barth, Konfirmandenunterricht 1909–1921 (Gesamtausgabe, Abt. I), hrsg. v. J. Fangmeier, Zürich 1987 📖.↩
16
Siehe unten S. 713f.↩
17
Der Art. 75 des «Bundesgesetzes betreffend die Arbeit in den Fabriken (Vom 18. Juni 1914.)» lautet: «Für Personen unter sechzehn Jahren, die nicht Lehrlinge sind, sollen der Schul- und Religionsunterricht und die Arbeit in der Fabrik zusammen die Dauer der normalen Tagesarbeit nicht übersteigen. Dieser Unterricht darf durch die Fabrikarbeit nicht beeinträchtigt werden.» Das Fabrikgesetz konnte «während der Kriegszeit» «wegen ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen auf unser Land» nicht in Kraft treten. Es wurde vom Bundesrat «auf den 1. Januar 1920 in Kraft erklärt» (Schweizerisches Bundesblatt, Jg. 71 [1919], Bd. 5, S. 261 📖).↩
18
Diese «Reklamation» Barths erfolgte in einem Brief, den er am 6. März 1920 an den Sekretär des Kirchenrats, Pfarrer Tr. Haller, richtete: «§ 75 des neuen, in Kraft getretenen Fabrikgesetzes bestimmt in unzweideutiger Weise, dass der kirchliche Unterricht den Normalarbeitstag nicht verlängern darf d.h. dass er nicht neben, sondern in die Fabrikzeit hinein anzusetzen ist. Das wäre das Ende der ewigen Scherereien mit den Fabrikanten u. Eltern, die durchaus nicht einsehen wollen, dass der Konfirmandenunterricht eine anständige Zeit beansprucht so gut wie die Arbeit. Ich wehre mich seit Jahren in dieser Sache, habe aber unter der ‹illoyalen Konkurrenz› – ich kann es nicht anders nennen – der andern Pfarrer noch beständig zu leiden. Da wird des Abends, am freien Samstag Nachmittag u. ich weiss nicht zu welchen Unzeiten unterrichtet und die Folge ist, dass ich alle Jahre einen ungebührlichen Prozentsatz von nach Zofingen u. Schönenwerd Abwandernden habe und mich wegen der Hartköpfigkeit, mit der ich auf der Sache bestehe, bei den übrigen unbeliebig mache. Wäre es nun nicht möglich, dass der Kirchenrat auf Grund der neuen Ordnung eine allgemeine Weisung erliesse, des Inhalts, der 8 Stundentag resp. die 48 Std Woche sei auch von den Pfarrern zu respektieren?» Der Kirchenrat antwortete am 26. März 1920 u. a. mit dem Hinweis, dass in manchen Gemeinden bei der Ansetzung der Unterweisung «auf die Bezirksschule & ihre Unterrichtszeit Rücksicht genommen werden» müsse. Barth dankte Haller am 27. März 1920: «Der Kirchenrat kann mir nicht helfen und ich werde den kleinen Kampf auf dem Boden der Gemeinde weiterführen müssen.» (Archiv der Reformierten Kirche des Kantons Aargau, Kirchenrat 1919/1920, Nr. 206 und Nr. 228 [KBA 9320.90]).↩
19
D.h. zu freikirchlichen Gemeinschaften.↩
20
Der Generalbericht des Kirchenrats an die Synode (s. oben S. 704, Anm. 11), S. 23, klagt: «Während viele Pfarrer Ausweise abgeben und kein Kind aufnehmen, das einen Ausweis nicht beibringt, verlangen andere das gar nicht.» Die Ausweise sollten u. a. dafür sorgen, «daß in einer anderen Gemeinde wohnende Kinder nicht ohne Erlaubnis der Kirchenpflege des Unterrichtsortes aufgenommen werden».↩
21
Die örtlichen gewählten Gremien zur Pflege des Kirchen-, Schul- und Armenfürsorgewesens.↩
22
= Schriftführer.↩
23
Versehentlich statt: «Diaspora-Gemeinde». ↩
24
Barth erfuhr Unterstützung besonders von Ruedi Pestalozzi, der Barth z.B. am 3. Februar 1919 eine «einmalige Extra-Zulage» aus dem im Blick auf «die Verhältnisse im Kanton Aargau» angelegten «Bolschewiki-Pfarrer-Fonds» schickte (KBA 9319.30). ↩
25
Versehentlich statt: «Mittel»? Doch heißt es auch in der Abschrift von L. Merz (s. oben S. 704) «Übel».↩
26
Fr. Hochuli teilte am 16. April 1919 der Kirchenpflege Safenwil mit: «Die bedauerlichen Zustände in der hiesigen Seelsorge veranlassen mich hiermit in meinem Namen und in dem meiner näheren Familie den Austritt aus der reformierten Landeskirche zu erklären.»↩
27
Auseinandersetzungen über die Teilnahme am Konfirmandenunterricht, die u. a. Beschäftigten der Firma Hochuli erschwert oder verunmöglicht wurde, führten zu langwierigen Streitigkeiten mit Barth, die schließlich zu dem Austritt der Familie Hochuli aus der Reformierten Landeskirche führten (vgl. Busch, S. 77.81.101.116.119 📖; Marquardt, Der Aktuar, a.a.O. [s. oben S. 446, Anm. 8], bes. S. 136f. 📖).↩
28
Vgl. oben S. 706.↩
29
Zum «von den Konfessionen unabhängigen» Religionsunterricht an den Schulen im Aargau vgl. Vortr. u. kl. A. 1909-1914, S. 719, Anm. 8 📖.↩
30
Vgl. den Anfang des Chorals «Wach auf, du Geist der ersten Zeugen, / der Wächter, die auf Zions Mauern stehn, / die Tag und Nächte nimmer schweigen …» von Karl Heinrich von Bogatzky (GERS [1891] 162; RG [1998] 797; vgl. EG 241) 🎵.↩
31
Versehentlich statt: «trennen»? Doch heißt es auch in der Abschrift von L. Merz (s. oben S. 704) «kennen».↩