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8. März 1932
Karl ist gestern nach Koblenz zu achttägigen Prüfungen [gefahren] und hat mir hinterlassen, dir zu melden, daß er am nächsten Montag (14. ds.) Abend etwa um 6 Uhr (den genauen Termin kannst du sicher aus dem Fahrplan ersehen) in Basel eintrifft und gern über eine Nacht bei euch bliebe, um andern Tags nach Bern weiterzufahren. — Und nun steht es so, daß ich mit dem gleichen Zug in Basel eintreffe, um nach Zürich weiterzurollen. Ich möchte es euch anheimstellen, ob mit unmittelbarem Anschluß oder ob auch erst am anderen Morgen? Für den zweiten Fall spricht in mir das herzliche Verlangen, euch zu sehen, gegen ihn meine Hemmung, dein kurzes Zusammensein mit K. zu stören und Marguerite einen Gast mehr aufzubürden. Ihr dürft es mir offen sagen, wenn lieber nicht. Ich hole es dann ein ander Mal nach. — Wir warten mit Spannung auf den Sonntag, der uns alle zur Wahlurne führen wird.1 Wie mag das enden? Man ist jetzt hier ganz verhaftet an diese politischen Vorgänge. — Karls Studenten schieden ausnahmslos freundlich von ihm. Sie waren alle gegen diese Antwort im Westdeutschen Beobachter2, auch die nationalsozialistischen.
Karl freut sich sehr auf das Zusammensein mit dir und läßt euch
herzlich grüßen.