4 · 1936

An Pastor Hermann Klugkist Hesse, [Wuppertal-]Elberfeld

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An Pastor Hermann Klugkist Hesse, [Wuppertal-]Elberfeld

1936

Der reformierte Pastor Hermann Klugkist Hesse (1884–1949) war 1911-1920 Pastor in verschiedenen Gemeinden Ostfrieslands gewesen und seit 1920 bis zu seinem Tode als Pastor an der reformierten Gemeinde (Wuppertal-)Elberfeld tätig, seit 1930 Dozent an der dortigen Theologischen Schule. Barth hatte ihn 1923 bei einer Vortragsreise in Emden kennengelernt.1 Hesse stimmte schon damals mit Barths Theologie überein2, und beide Theologen blieben seitdem in ständigem brieflichen und persönlichen Kontakt.3 Hesse gab seit 1932 (mit Karl Immer) die Zeitschrift «Unter dem Wort. Ein biblisches Wochenblatt» heraus, das zunächst für den Raum Elberfeld gedacht war, aber in ganz Deutschland unter den entschiedenen Anhängern der Bekennenden Kirche Leser gewann.4 Hesse wurde wegen seiner Haltung im Frühjahr 1934 vom Reichsbischof Müller amtsenthoben, später teilweise rehabilitiert.

Im April 1936 trafen Barth und Hesse in Holland bei einer theologischen Tagung zusammen.5 Zu Barths 50. Geburtstag verfaßte Hesse einen Beitrag zur geplanten Festschrift, schrieb Barth am 7.5.1936 einen längeren persönlichen Brief6 und druckte in der Zeitschrift «Unter dem Wort 📖» einen kürzeren Gratulationsbrief ab, den er «Zur Vollendung des fünfzigsten Lebensjahres von Karl Barth 10. Mai 1936» überschrieb.7

19Barth antwortete ihm am 16.5.1936 mit einem langen Dankschreiben, an dessen Ende er ihm vorschlug, seinen Brief in «Unter dem Wort 📖» abzudrucken, damit er als Antwort an viele Gratulanten in Deutschland gelten könne. Hesse veröffentlichte Barths Brief schon am 31.5.1936.8

Wegen dieses Abdrucks geriet Hesse in politische Bedrängnis.9 Der Reichspressekammer und dem Kirchenministerium war die Zeitschrift wegen ihrer Kritik an den Kirchenausschüssen ein Dorn im Auge. Am 30.5.1936 forderte das Kirchenministerium ein laufendes Exemplar der Zeitschrift an10, und das Propagandaministerium erteilte dem Schriftleiter am 7.7.1936 eine «ausdrückliche Warnung» und drohte ihm «schärfste Mittel» an: «Es entspricht nicht einer staatstreuen Haltung, diesem ausdrücklichen Gegner des dritten Reiches zu seinem 50. Geburtstag in einer deutschen Zeitschrift zu gratulieren und auch noch das Dankschreiben der Öffentlichkeit zu unterbreiten.»11 Nachdem das Propagandaministerium auch noch andere Veröffentlichungen Hesses gerügt hatte, wurde das Blatt im August 1936 für ein halbes Jahr und Ende 1936 auf Dauer verboten.12

Die beiden Briefe wurden nach Barths Tode wieder abgedruckt.13

Sehr geehrter Herr Professor!

Wie einem, der unter uns weilt und der zu uns gehört, bringen wir Leser von Unter dem Wort – eine Gemeinde von einzelnen und von Gemeinden, die über ganz Deutschland verstreut leben – Ihnen unsere Segenswünsche zu Ihrem 50. Geburtstage ernst und dankbar dar.

20Wir wissen, daß Sie nicht angefeiert sein wollen. Darum legen wir unseren Dank, der uns beseelt, vor dem Herrn nieder, der Ihnen das Lehramt gab. Daß er unserer evangelischen Kirche und damit uns einen Mann in Ihnen schenkte, der uns aus der Verherrlichung der vorletzten Güter und aller Kulturseligkeit aufgeweckt und aufgerüttelt hat und zu den letzten Dingen gerufen hat und noch ruft, durch Wort und Schrift, durch Predigt und Wissenschaft, – wir preisen dafür an Ihrem Jahrestag Gottes Erbarmen. Ihnen ward gegeben, so zu uns zu reden, daß wir fortan ein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn wir in unserer Haltung uns festhalten lassen bei uns selber und unseren Erlebnissen, wenn wir hören auf die Stimme unseres Gemütes und Geblütes, wenn wir achten auf die Stimme eines Fremden14; Sie haben uns wie die Reformatoren bezeugt, daß Christi Jünger Menschen des Glaubensgehorsams sind und nichts anderes: dieses erkennen wir als eine uns widerfahrene Huld des Herrn. Daß Sie uns gemahnt haben und immer wieder mit unerbittlichem Ernst mahnen, unter dem Worte zu bleiben und alles Bemühen zu setzen an die Erkenntnis der Schrift und alles Heil einzig zu sehen in dem Sohne Gottes, damit wir vor ihm in Buße uns beugen und von ihm als seine Knechte die Gnade empfangen: wir loben dafür den Namen des Herrn.

Und das verbindet uns fort und fort mit Ihnen als mit dem uns geschenkten Lehrer unserer Kirche. Hieran ändern nichts die Grenzen. Hiervon brechen die Zeiten nichts ab. Wir feiern mit Ihnen. Wir lieben Sie. Wir lernen von Ihnen und lassen uns von Ihnen weisen weg von allen Menschen auf das Wort: Ich bin der Herr dein Gott.15

Im Namen der Leser von Unter dem Wort:
Lic. H. Klugkist Hesse
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Lieber Herr Pastor!

Sie haben mich in «Unter dem Wort 📖» und dann auch noch in einem persönlichen Brief bei Anlaß meines 50. Geburtstags in einer Weise begrüßt, die mich bewegt, beschämt und gefreut hat. Ich danke Ihnen. Was ich Ihnen bei unserem letzten Abschied über die Fortsetzung unserer persönlichen Beziehungen gesagt habe16, brauche ich nicht zu wiederholen. Es soll aber in Gedanken kräftigst unterstrichen sein.

Und nun sind mir in denselben Tagen Briefe und Kundgebungen ähnlicher Art aus allerlei Ländern, in überwältigender Fülle aber besonders aus Deutschland, zugegangen. Bekannte und Unbekannte, alte und neue Weggenossen, Theologen und andere Gemeindeglieder, einzelne und ganze Kreise oder Kollegien haben mir in ernsten und freundlichen Worten ihre Teilnahme an meinem Weg und meiner Arbeit, ihr treues Gedenken an die Gemeinschaft vergangener Friedens- und Kampfesjahre und ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft ausgesprochen. Die Tatsache, daß mein Name am 10. Mai im deutschen Pfarrerkalender steht (während der schweizerische – auf daß kein Fleisch sich rühme – unter diesem Datum statt dessen vielmehr an die Zerstörung Magdeburgs erinnert!17), scheint sich besonders mächtig ausgewirkt zu haben. Aber wie dem auch sei, der Postbote (und ich kann Ihnen dazu verraten, daß es nicht nur der Postbote war!) hat dafür gesorgt, daß meine Gedanken in jenen nun schon wieder eine Woche zurückliegenden Tagen, wenn sie es nicht ohnehin getan hätten, unablässig über den Rhein nach Norden gehen mußten, zurück nach Hannover, nach Westfalen, ins Rheinland, wo ich so ereignisreiche, so im besten Sinn dieses einfachen Wortes: schöne Zeiten meines bisherigen Lebens verbringen durfte18, und nach all den |22 anderen südlichen und nördlichen Gegenden des Reiches, aus denen mich Menschen gegrüßt haben, die mir ihre Freundschaft schenken und durch alles hindurch erhalten wollten.

Und dann ist mir durch berufenste Hände das festliche Werk «Die Freiheit der Gebundenen», das demnächst auch im Buchhandel erscheinen wird19, auf den Geburtstagstisch gelegt worden: eine Sammlung von theologischen Arbeiten, an der wieder meine reichsdeutschen Freunde (von der Leitung und Veranstaltung des Unternehmens ganz abgesehen) mitten in all den zeit- und kraftraubenden Nöten ihrer Gegenwart in nun erst recht betätigtem Ernst des Denkens und der Nachforschung, wie er immer ein deutscher Ruhm gewesen ist, den hervorragendsten Anteil genommen haben. Es ist mir durch das alles aufs neue sehr klar geworden, daß ich, was auch noch kommen und wohin und zu wem ich auch sonst noch gehören mag, auf alle Fälle zur deutschen evangelischen Kirche und zu den in ihr versammelten Christenmenschen gehören und an ihren Sorgen, Verantwortlichkeiten und Verheißungen beteiligt sein werde. Daß ich das darf, nachdem mich Gott so geführt hat, dafür bin ich ihm und nach ihm doch auch all den Menschen, die es mir jetzt eben wieder so bestimmt und verpflichtend gesagt haben, dankbar.

Was soll ich zu dem besonderen Anlaß sagen, der mir alle diese Grüße und Gaben eingetragen hat? Daß ich wirklich ohne mein Zutun und Verdienst eines schönen Morgens 50 Jahre alt wurde und dann auf einmal vor einer solchen Fülle von Liebe stehen durfte, das hat mir so recht bildhaft vor Augen geführt, wie es mit den Werken und mit der Gerechtigkeit des Menschen steht: da ist nichts, wirklich nichts Besonderes und dann auf einmal alles und das Beste. Daß in jenen 50 Jahren oder doch in den letzten 25 dieser Jahre allerhand |23 passiert ist, bei dem ich dabei sein und von dem ich in Wort und Schrift Rechenschaft ablegen durfte, das ist wohl wahr; aber wenn ich dann zurückdenke, meine ich, daß es viel mehr über mich hinweg und durch mich hindurch gegangen sei, als daß ich selbst ein Werk auf den Plan gestellt hätte. Es war mir eine ganz besondere Freude, aus fast allem, was mir in diesen Tagen geschrieben worden ist, wahrzunehmen, daß die Schreiber gerade im Gedanken an mich ganz mit der Sache und nur beiläufig mit meiner Person beschäftigt waren und darum nicht mir, sondern mit mir Gott dankten und die Ehre gaben. Wir sind alle dazu da, uns einzusetzen, und wenn wir das tun, haben wir gar keinen Raum, uns auch noch an dem Bild unseres eigenen Einsatzes oder auch dem eines anderen als solchem zu ergötzen. Aus besonderem Anlaß20 las ich eben heute einige Kapitel aus der Biographie eines Mannes, den ich in seinen Werken von meinen Kinderjahren an vor anderen liebte und in mich aufnahm: des Wolfgang Amadeus Mozart, und das Erstaunliche war mir aufs neue lehrreich und tröstlich, daß abseits von seiner Musik eigentlich nichts Bedeutendes, sondern höchstens allerlei Problematisches von seiner Gestalt zu vermelden ist. Man soll eben seine Musik hören, und damit Schluß! Haben Sie die Biographie von Harnack schon gelesen?21 Welch anderes Bild! Man kann und muß sich auch daran freuen. Aber wie gut, daß heute wieder viele eingesehen und verstanden haben, daß noch viel mehr als in der Musik in Theologie und Kirche der Mensch kein Gegenstand zu Betrachtungen, sondern ein Instrument ist, das seinen Dienst tun muß und das man um seines Dienstes, aber auch nur um seines Dienstes willen lieben soll. Wenn mein immer noch nicht ersäufter alter Adam22 so vielen kein namhaftes Hindernis gewesen ist, sich durch mich dienen zu lassen, dann bin ich der erste, der auf der Höhe dieser 50 Jahre Gott und den Menschen eben dafür zu danken hat. – Und nun gleich noch eine weitere weltliche Leserfrucht:

24In einer Zeitung stieß ich vor acht Tagen auf den für die vergangene Woche ausgegebenen astrologischen Kalender und fand da die Mitteilung, daß der 11. Mai, also der Tag nach meinem Geburtstag, besonders geeignet gewesen sei: «zum Beginn weit ausschauender Unternehmungen.» Soll ich, da man sich, wenn man nicht unter dem Gesetz steht, bekanntlich nicht an den astrologischen Kalender halten soll23 – darin eine Warnung erblicken, mich spätestens von jetzt an gerade auf keine weitausschauenden Unternehmungen mehr einzulassen? Darauf könnte ja nun doch auch eine Schriftstelle hinweisen, auf die ich ebenfalls in jenen Tagen stieß: 4. Mose 8,25, wo sehr klar zu lesen steht, daß die Leviten von ihrem 50. Lebensjahr an des Amtes des Dienstes ledig sein und nicht mehr dienen sollen. Ein bibelkundiger Freund in Paris hat mich auch telegrafisch auf diese Stelle aufmerksam gemacht, allerdings mit Bemerken: Heureux que tu ne sois pas lévite!24 (Welch ein Glück, das du kein Levit bist!) Aber woher weiß er, daß ich kein Levit bin? Werden wir unserem (von unseren hier nicht zu nennenden Freunden so gepflegten!) Ruf als «gesetzlichbiblizistische» Reformierte25 nicht mindestens damit Ehre machen müssen, daß wir uns auch dies, wie alles, was die Heilige Schrift uns sagt, jedenfalls nachdenklich zu Herzen nehmen? Es gibt offenbar Grenzen, innerhalb derer Gott den Menschen zu seinem Dienste braucht, wenn er ihn überhaupt brauchen will. Dieser Grenzen sich zu erinnern, dürfte, wenn das 50. Jahr überschritten ist, in der Tat angebracht sein, wenn man es etwa vorher noch nicht getan haben sollte. Daß das «Amt des Dienstes» an seine Person gebunden sei, das soll nur ja keiner denken, sondern es soll ein jeder sich freuen, solange er es haben darf, und sich wieder freuen, auch wenn es ihm eines Tages genommen wird. Ich will mich also der Sicherheit halber an den Vers 26 jenes Textes halten, wo den über 50 Jahre alten Leviten nun immerhin noch das zugestanden wird, daß sie auch als solche «ihren |25 Brüdern helfen sollen, der Hut warten in der Hütte des Stifts». Ist das nicht immer noch eine gewaltige und wahrlich «weitausschauende» Instruktion, die zu erhalten man auch jenseits der 50 Jahre dankbar sein darf?

Gerade innerhalb der deutschen evangelischen Kirche bin ich ja durch die Ereignisse der letzten Jahre ganz deutlich und offenkundig aus dem «Amt des Dienstes» in die Funktion eines Helfers hinübergedrängt worden. Es wird eine gute Ordnung und Führung auch darin verborgen sein. Wenn ich den auf mir liegenden besonderen Auftrag annehme und nach Kräften ausführe und also meinen Brüdern auch in Zukunft wenigstens helfen darf in der Hut der Hütte des Stifts, so gehe ich wirklich auch in Gedanken an Deutschland gern und freudig in diese Zukunft und an meine weitere Arbeit. Und alle, die meine persönliche Gegenwart und Mitarbeit dort vermissen zu sollen meinen, sollen das mit mir tun. Man braucht bloß in das Buch «Die Freiheit der Gebundenen» hineinzusehen, um sich sogar menschlich betrachtend davon zu überzeugen: Es ist gesorgt, der Herr der Kirche hat wirklich schon sichtbar gesorgt dafür, daß das «Amt des Dienstes» nicht still stehen noch aufhören wird.

Und nun habe ich einen Wunsch, lieber Herr Pastor, mit dem ich Ihnen hoffentlich nicht zu beschwerlich falle. Mir ist es, wenn ich nicht für eine Woche meine Vorlesungen und Übungen einstellen und Tag und Nacht nur noch Briefe schreiben will, ganz unmöglich, zu tun, was ich jetzt gerne tun wollte: nämlich allen denen, die mich gegrüßt haben, persönlich und direkt zu antworten. Darf ich Sie darum bitten, diesen Brief an Sie in «Unter dem Wort» als einem Organ, das wohl die meisten, die es angeht, erreichen dürfte, zum Abdruck zu bringen, und zugleich zu gestatten, daß er auch sonst in einigen Durchschlägen versandt wird? Und darf ich für diesen Fall alle die anderen bitten, diesen Brief an Sie als auch an sich gerichtet zu lesen und also auf diesem Weg meinen warmen, herzlichen Dank entgegenzunehmen für alles: für die Briefe, Postkarten und Telegramme, für die solennen Sendschreiben, für die «Freiheit der Gebundenen», für all die gute, ernste und mutige Gesinnung, die aus dem allem spricht dazu meinen brüderlichen Gegengruß und meine aufrichtigen Wünsche hinsichtlich alles dessen, was Sie selbst mit Kummer und mit Freude erfüllt? Uns ist – alles, was mir zugekommen ist, hat es mir neu |26 bestätigt – in den Jahren, in denen ich in Deutschland leben durfte, und ganz besonders in diesen letzten Jahren, eine große Gemeinschaft der Liebe, des Verstehens, des einmütigen Hoffens, Wollens, Bittens und Dankens geschenkt worden. Wir wissen alle, daß das Gnade ist und daß es für jeden einzelnen von uns Verantwortung bedeutet.

Indem auch ich daran denke und zu denken nicht aufhören werde, grüße ich Sie, lieber Herr Pastor, und Sie, Euch liebe Freunde, Schüler, Arbeits-, Streit- und Glaubensgenossen, alle, alle!

Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christo Jesu!26

Treulichst
Ihr
Karl Barth

Sachfußnoten

1
Busch, Lebenslauf, S. 163 📖. ↩
2
Bw. Th. II, S. 185 📖. – Hesse hatte 1922 in der Elberfelder Kirche einen Vortrag über Paulus und die Reformatoren gehalten, in dem er zustimmend auf die 2. Auflage von Barths Der Römerbrief einging (RKZ, Jg. 72 [1922], S. 133–140.141-43.146-147 📖).↩
3
Siehe den Briefwechsel im Karl Barth-Archiv.↩
4
G. Abrath, Subjekt und Milieu im NS-Staat. Die Tagebücher des Pfarrers Hermann Klugkist Hesse 1936-1939. Analyse und Dokumentation (AKZ Reihe B, Bd. 21), Göttingen 1994, S. 98f. 📖 ↩
5
G. Abrath, a.a.O., S. 249–251 📖. ↩
6
Original im Karl Barth-Archiv.↩
7
Unter dem Wort, Jg. 4, Nr. 19 (10.5.1936), S. 178 📖.↩
8
Unter dem Wort, Jg. 4, Nr. 22 (31.5.1936), S. 200–202 📖.↩
9
Sein Sohn Prof. Franz Hesse erinnerte sich, daß sein Vater deshalb «verschiedene Verhöre bei der Gestapo über sich ergehen lassen mußte» (Brief an den Hrsg. v. 4.1.1977).↩
10
G. Abrath, a.a.O. (s. Anm. 4), S. 101f. 📖 ↩
11
R. Steiner, Unter dem Wort. Die kurze Geschichte eines biblischen Wochenblattes in der Zeit des Kirchenkampfes, in: Monatshefte für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes, Jg. 20/21 (1971), S. 362 📖, und G. Abrath, a.a.O., S. 102 📖.↩
12
G. Abrath, a.a.O., S. 102–111 📖. ↩
13
H. Vorländer, Kirchenkampf in Elberfeld 1933-1945: ein kritischer Beitrag zur Erforschung des Kirchenkampfes in Deutschland (AGK, Ergänzungsreihe Bd. 6), Göttingen 1968, S. 609–612 📖, und in: R. Steiner, a.a.O., S. 357–361 📖. ↩
14
Vgl. Joh. 10,3–5 und die erste der sog. «Düsseldorfer Thesen» vom 20.5.1933 (BSRK 327,3-5 📖), die wörtlich die erste Berner These von 1528 (BSRK 30,9-11) wiedergibt.↩
15
Ex. 20,2a. ↩
16
Hesse notierte in seinem Tagebuch unter dem 16.4.1936: «Aufbruch nach Tisch im Auto mit Barth und Immer usw. nach Utrecht. Barth läd mich ein nach Basel. «Ich muß von Zeit zu Zeit ihr Gesicht sehen.› Ein bewegender herzlicher Abschied: Klugkist, leben Sie wohl.» (G. Abrath, a.a.O., S. 251 📖).↩
17
Vgl. 1.Kor. 1,29. Am 10.5.1631 wurde die evangelische Stadt Magdeburg von den kaiserlichen Truppen unter Tilly erobert und geplündert und ging in Flammen auf.↩
18
1921–1925 in Göttingen in der preußischen Provinz Hannover, 1925–1930 in Münster in der Provinz Westfalen und 1930–1935 in Bonn in der Provinz Rheinland.↩
19
Das unter dem Titel Die Freiheit der Gebundenen angezeigte Werk durfte unter diesem Titel nicht erscheinen; außer dem Beitrag von Hans Asmussen wurden die Beiträge unter dem Titel Theologische Aufsätze: Karl Barth zum 50. Geburtstag vom Verleger Albert Lempp 1936 im Kaiser-Verlag in München herausgebracht und Barth von Ernst Wolf, Hermann Diem, Karl Steinbauer und vom Verleger überreicht (Busch, Lebenslauf, S. 289 📖). H. Kl. Hesses Beitrag dort S. 490–504: Der Unionsversuch des Pädagogen Joh. Friedr. Wilberg: zum Artikel Karl Barths über die Möglichkeit einer Bekenntnisunion und zu seinem Urteil über die Union des 19. Jahrhunderts 📖.↩
20
Barths Freund Rudolf Pestalozzi hatte Barth zu dessen Geburtstag ein Abonnement für sechs Mozartkonzerte geschenkt, die er alle in einer Woche anhörte (Busch, Lebenslauf, S. 289 📖).↩
21
A. von Zahn-Harnack, Adolf von Harnack, Berlin-Tempelhof 1936 📖. ↩
22
Vgl. M. Luther, Der kleine Katechismus (1529), BLSK 516, 32f. 📖 ↩
23
Vgl. Gal. 4,9f. ↩
24
Pierre Maury und Willem Visser’t Hooft telegraphierten am 9.5.1936 aus Paris: «HEUREUX QUE TU NE SOIES PAS LEVITE VOIR NUMERO 8 VERSET 25 BONNE FETE = MAURY VISSERTHOOFT».↩
25
Auf lutherischer Seite wurde es als gesetzlich empfunden, daß die Reformierten, vornehmlich Hermann A. Hesse, die Ordnung in Kirche und Gemeinde am biblischen Vorbild orientierten (H. Vorländer, a.a.O., S. 573 📖).↩
26
Phil. 4,7.↩