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An eine Vertreterin des Vereins «Kirche und Frieden» in Holland, Frau Anna Tromp-de Jong, Zandvoort

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An eine Vertreterin des Vereins «Kirche und Frieden» in
Holland, Frau Anna Tromp-de Jong, Zandvoort

1938

Am 21.10.1938 wandte sich Frau Anna Tromp, geb. de Jong (1896–1982) an Barth um Rat, ob ein Christ angesichts der politischen Lage Pazifist bleiben könne. Frau cand. theol. Tromp-de Jong und ihr Mann, Pastor Dirk Tromp (1888–1948), die beide in Utrecht Theologie studiert hatten, kannten Barth seit Jahren. Pastor Tromp hatte Barth 1922 in Göttingen besucht1, 1924 einen Artikel über ihn veröffentlicht2 und sich 1926 an einem Buch über Barth beteiligt.3

Frau. Tromp-de Jong schrieb4:

Sehr geehrter Herr Professor,

Wenn es eine persönliche Angelegenheit wäre, so würde ich nicht den Mut haben, Ihnen zu schreiben. Wo aber die Problematik, worüber ich schreibe, einen großen «christlichen» Verein in Holland betrifft, wage ich es jedoch.

In 1920 haben wir mit sehr vielen jungen Pfarrern, Theolog. Studenten und Mitgliedern der Kirchen einen Verein gegründet: «Kirche und Frieden», gegen Krieg und Militarismus. Die Verein hat seitdem Krieg und Kriegsrüstung prinzipiell verurteilt. Es war ein Verein (also nicht: Kirche), aber sehr viele gläubige Kirchenglieder waren darin, nebst auch Liberalen und Humanisten. Es galt das Gebot: «Ihr sollt nicht töten.»

In der heutigen Lage sind aber viele von uns unsicher geworden, ob, was wir immer als das Gebot Gottes verstanden haben, auch in der heutigen Situation so unbeschränkt gilt. Wir meinen zu wissen, daß es auch Gottes Gebot ist, zu sorgen für den Frieden, d.h. für Gerechtig|135keit und Freiheit in dieser Welt, damit diese nicht unterm Fuß gelaufen werden. Wir schwankten im September bei dieser Wahl (auch früher schon, aber jetzt war es sehr deutlich): Krieg ist die Hölle, aber Diktatur ist nicht weniger die Hölle. Wir wollen Frieden, aber nicht jeden Frieden, nicht diesen, der gekauft wird, indem ein kleines Land für die Wölfe der Nazigewalt geworfen wird.

Was müssen wir jetzt? Unsre «Prinzipia» festhalten oder: umlernen? Unsre Prinzipia werden uns durch die Dämonie von heute entnommen.

In dieser Fragestellung können wir nicht stecken bleiben, wir müssen uns entscheiden, ob wir in diesem Verein Mitglied bleiben können.

Auch bilden diese «Prinzipia» jetzt ein Gefahr, weil wir durch sie der Diktatur Raum geben. Die Demokratie fragt jetzt um Bewaffnung, und wir sind auch Demokraten.

Wir wollen mit diesem Verein kein Abgötterei treiben, obwohl dieser uns sehr viel bedeutet hat. Wir sind bereit umzulernen, wenn es muß.

Nächstes Woche haben wir in unsrem Pfarrhaus in Zandvoort eine Versammlung von Pfarrern, die alle in «Kirche und Frieden» gehören und auch mehr oder weniger Schüler von Ihnen sind, z.B. Buskes5, mein Mann, u.A. (mein Mann ist schon lange sehr reserviert in dieser Angelegenheit). Wir wollen versuchen, zusammen uns zu entscheiden.

Wenn diese Sache für uns alle nicht so urgent wäre, Herr Professor, ich würde Ihnen nicht geschrieben haben. Aber wo wir alle so unsicher sind, aber auch alle wissen, daß Sie immer die Sachen weit schärfer gesehen haben als wer sonst auch, habe ich den Mut, Sie zu fragen um ein Wort für diese Konferenz über diese Angelegenheit. Sie verstehen die Fragen: kann man es jetzt noch verantworten, wenn man im Namen Gottes Gewalt und Krieg prinzipiell ablehnt? ist man verantwortet der Freiheit und dem Recht gegenüber, wenn man nicht rüstet? Was müssen wir in der Kirche den Menschen sagen, jetzt, wo die Freiheit, auch die Freiheit der Verkündigung, die Erziehung der Kinder, u.s.w. bedroht wird? darf man sich mit Waffen dagegen wehren?

136Wenn wir von Ihnen, Herr Professor, eine Antwort hätten, so könnte die uns ein Richtlinie bedeuten bei unseren Besprechungen.

Ich hoffe, daß mein schlimmes Deutsch von Ihnen verstanden wird und Sie mir nicht übel nehmen, daß ich Zeit von Ihnen frage.

Einen herzlichen Gruß von meinem Mann, hochachtungsvoll

Ihre ergebene Frau Tromp-de Jong

Barth antwortete umgehend am 24.10.1938 in Form eines Privatbriefes. Frau Tromp-de Jong dankte ihm am 4.11.:

Sehr dankbar bin ich Ihnen für Ihren Brief. Wie freundlich von Ihnen, daß Sie so viel Zeit und Sorge für uns und den Verein haben geben wollen. Sie hätten doch auch einfach sagen können: Lesen Sie bloß meine letzte Schriften.6 Wir haben sie gelesen, Herr Professor, aber eben dadurch und durch die September Ereignisse sind wir in diese Zweifel am Pazifimus gekommen.

Die Versammlung, über welche ich Ihnen schrieb, findet erst nächsten Donnerstag statt. Ihr Brief wird uns allen wohl sehr viel bedeuten.

Frau Tromp-de Jong teilte im Einverständnis mit ihrem Mann und Pastor M. C. Slotemaker noch mit, daß das «Algemeen Weekblad voor Christendom en Cultuur» – «es wird Ihnen wohl nicht unbekannt sein, daß dieses Blatt Ihnen gegenüber sehr ablehnend ist?» – Barths Brief an Hromádka nur unter Kürzung «zu scharfer Ausdrücke» veröffentlicht habe, und warnte ihn vor dieser Zeitung, «die wohl keine Gelegenheit passieren läßt, üble Sachen über Ihre Theologie dem Leserkreis vor zu legen.»7 «Wir meinen, wenn man sich von Ihnen belehren lassen soll, dann soll mans wenigstens anfangen mit dem Lesen Ihrer Bücher, und nicht einzelner Briefe, die man glaubt kürzen zu müssen und die doch immer etwas Zufälliges haben, weil sie gerichtet sind an bestimmte Personen in ihren persönlichen Verhältnissen.»

Barths Brief wurde dann im Pfarrhaus in Zandvoort besprochen.8

137Am 3.12.1938 teilte Frau Tromp-de Jong Barth mit, daß seine Briefe an Hromádka und Derksen (s. Nr. 17 und 19) in dem Blatt «Kerk en Vrede» veröffentlicht worden seien9, und bat ihn darum, «daß auch Ihr Brief an mich vom 24. Oktober (über Kirche und rechter Friede) in unser Blatt veröffentlicht wird. Es ist ja eine sehr bedeutende Antwort, die Sie mir geschickt haben, und es wäre von großer Bedeutung, wenn die Diskussion darüber in unsrem Verein auf der Weise angeregt würde.»

Barth, der seinen Brief in deutscher Sprache in der Schweiz inzwischen schon veröffentlicht hatte10 gab seine Einwilligung dazu11, und so wurde der Brief am 1.1.1939 in der Zeitschrift «Kerk en Vrede» in holländischer Übersetzung innerhalb des Artikels «Barth en het vraagstuk van oorlog en vrede» unter dem Untertitel «Karl Barth en Kerk en Vrede» abgedruckt.12 Frau Tromp-de Jong erinnerte sich später: «Dieser Brief hatte große Folgen; ich glaube, daß an die tausend Mitglieder von ‹Kerk en Vrede› ihre Mitgliedschaft beendigten, zu welchen selbstverständlich mein Mann und ich gehörten.»13

Das Ehepaar Tromp hat «Barth vor dem Kriege noch mehrere Male gesprochen, u. a. in Utrecht, wo wir Barths Vorlesungen verfolgten, und fernerhin noch bei uns in Zandvoort.»14 Auch nach dem Kriege blieb die Familie Barth verbunden.15

138Barth druckte den Brief 1945 in deutscher Sprache in «Eine Schweizer Stimme» unter der Überschrift «Brief an eine Vertreterin des Vereins ‹Kirche und Frieden› in Holland» wieder ab, ohne den Namen der Empfängerin zu nennen.16 Mit Namensnennung wurden Anfrage und Antwort zum ersten Mal 1981 während der Diskussion um die sogenannte «Nachrüstung» in der Bundesrepublik wiedergegeben.17

Sehr geehrte Frau Pfarrer!

Ihr Brief hat mich sehr bewegt und ich will Ihnen gerne sagen, was ich über die Sache denke. Im Entscheidenden, nämlich darin, daß der Augenblick gekommen sein dürfte, die Voraussetzungen Ihres Vereins einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen, habe ich dem, was Sie selbst geschrieben haben, nichts hinzuzufügen.

Wenn das Programm von «Kirche und Frieden» im Sinn einer kirchlichen Bejahung eines unbedingten Pazifismus zu verstehen war, dann war es theologisch von Anfang an unmöglich. Die Kirche kann das Gebot Gottes mit keinem Prinzip, mit keinem «ismus» identifi|139zieren, mit dem Pazifismus so wenig wie mit dem Militarismus. Die Kirche kann und muß wohl den Frieden verkündigen; sie muß aber in jeder neuen Situation neu offen sein dafür, aus Gottes Wort zu hören, was jeweilen unter Frieden zu verstehen ist. Sie kann sich also nicht darauf festlegen, daß dieser Friede durchaus und unter allen Umständen darin bestehen müsse, daß nicht geschossen wird.

Die Kirche muß darum beten und darum muß sie auch dafür arbeiten, daß der Staat nach innen und außen ein rechter Staat sei. Zum rechten Staat gehört auch das, daß er den Frieden schützt: aber eben schützt und zwar den Frieden, der der Gerechtigkeit und der Freiheit dient und in Gerechtigkeit und Freiheit zustande kommt. Nur in diesem Frieden kann ja auch das Evangelium verkündigt werden. In jedem anderen Frieden wird das Evangelium der Unterdrückung oder dem Gespött verfallen. Die Kirche kann das dulden, wenn es so kommt; sie kann es aber nicht wollen, daß es so kommt. Sie muß um des Evangeliums willen den rechten Staat und also den rechten Frieden wollen. 64

Um des rechten Friedens willen darf die Kirche dem Staat nicht wehren, das Schwert zu führen. Und wieder um des rechten Friedens willen darf sie nicht von ihm verlangen, daß er das Schwert «umsonst führe» (Röm. 13,4). Wenn der Staat den Frieden nicht mehr anders schützen kann, dann muß er ihn mit dem Schwert schützen. Die Kirche wird darum beten und dafür arbeiten, daß das nicht nötige werde. Sie wird sich aber die Augen nicht verschließen vor der eintretenden Notwendigkeit – es kann sogar sein, daß sie diese früher sehen muß als der Staat selber!! – und sie wird dann ihren Gliedern sagen, daß sie «dem Kaiser geben sollen, was des Kaisers ist.»18

Die Diktatur ist das ausgesprochene Regiment der bewußten und planvollen Ungerechtigkeit und Unfreiheit. Die Diktatur ist als solche die Bedrohung des rechten Friedens.19 Im Zeitalter der Diktaturen |140 muß die Kirche in allen noch nicht von ihnen beherrschten Ländern mit dem Willen zum rechten Frieden auch die Bereitschaft zu dessen Verteidigung gutheißen und fordern. Sie hat um des Evangeliums willen und durch die Verkündigung des Evangeliums den demokratischen Staat aufzurufen, um jeden Preis, auch um den von Not und Untergang, starker Staat zu sein, das heißt: den Diktaturen an seinen Grenzen mit allen Mitteln Halt zu gebieten. Und sie hat ihren Gliedern um des Evangeliums willen und durch die Verkündigung des Evangeliums zu sagen, daß es etwas gibt, das schlimmer ist als Sterben und als Töten: das freiwillige Jasagen zu der Schande der Herrschaft des Antichrist.

Was Ihren Verein betrifft, so scheint es mir zwei Möglichkeiten zu geben:

entweder Sie verwandeln ihn ausdrücklich in einen Verein «Kirche und Staat», der sich die Besinnung auf die politische Aufgabe der Kirche und ihre Verkündigung zum Ziele machen würde

oder Sie lassen ihm seinen Namen «Kirche und Friede», interpretieren diesen aber nach seinem grundsätzlich und praktisch allein möglichen Sinn: «Kirche und rechter Friede», was dann ebenfalls auf die angegebene neue Zielbestimmung hinweisen würde.

Ich nehmen an, daß meine letzten Schriften: «Rechtfertigung 65 und Recht»20 und «Gotteserkenntnis und Gottesdienst»21 dort auch bekannt sind, darf mich aber jedenfalls auf das dort weiter Ausgeführte vorläufig beziehen.

Mit freundlichem Gruß an Sie, Ihren Mann und an alle Ihre und meine Freunde
Ihr sehr ergebener
Karl Barth

Sachfußnoten

1
Brief von Frau Tromp-de Jong an der Hrsg. vom 25.1.1977.↩
2
D. Tromp, «Der Römerbrief» van Karl Barth, in: Eltheto, Zeist 1924, S. 219–234 📖. ↩
3
D. Tromp, Kritische Theologie: over den Römerbrief van Karl Barth, in: D. Tromp/ Ph. Kohnstamm/ O. Noordmans, Nieuwe Theologie: (de School van Barth), Baarn 1926, S. 3–54 📖. ↩
4
Die Wiedergabe folgt jeweils der Vorlage, berichtigt jedoch grammatische und orthographische Versehen.↩
5
Pfarrer Johannes Jacobus Buskes, Mitgründer des Vereins «Kirche und Friede».↩
6
Die am Ende von Barths Brief erwähnten Schriften Rechtfertigung und Recht und Gotteserkenntnis und Gottesdienst nach reformatorischer Lehre (s. Anm. 19 und 20). ↩
7
Siehe den vorigen Offenen Brief an Hromádka, Anm. 75, und den nächsten Offenen Brief an Derksen.↩
8
Brief von Frau Tromp-de Jong an den Herausgeber vom 25.1.1977. – Vgl. dazu auch: G. van Roon, Protestants Nederlande en Duitsland 1933-1941, Utrecht/Antwerpen 1973, S. 159f. 📖 ↩
9
Kerk en Vrede, Jg. 14, Nr. 11 vom 1.12.1938 📖.↩
10
In der Freitagszeitung Nr. 43 vom 28.10.1938 📖, siehe vorigen Offenen Brief, Anm. 80.↩
11
Das scheint handschriftlich geschehen zu sein; ein Durchschlag eines Briefes ist im KBA nicht erhalten.↩
12
Kerk en Vrede. Orgaan van de vereeniging van christen-antimilitairisten Kerk en Vrede, Jg. 14, Ammerstol 1938/39, Nr. 13 vom 1.1.1939, S. 103f. 📖 Daran schlossen sich Kommentare von J. J. B[uskes] jr. (S. 104) und Frits Kuiper (S. 104f.) an. In der Nr. 14 vom 15.1.1939 setzten D. Tromp (S. 120f.), Buskes (S. 121–123) u. a. die Diskussion über das Thema fort.↩
13
Brief an den Hrsg. vom 25.1.1977.↩
14
Ebd. – Frau Tromp-de Jong schrieb Barth am 21.3.1939, als er in Holland war (s. Busch, Lebenslauf, S. 305 📖), sie habe ihm am Vortage eine «persönliche Frage» stellen wollen, die sie nun schriftlich nachholen wolle; sie habe im März 1939 in einem Monatsblatt für Führerinnen der Chr. Frauen und jungen Mädchen einen Aufsatz über Der Christ und das politische Leben geschrieben und darin u. a. gesagt, daß die Fürbitte für die Obrigkeit «irgendwo aufhört, nämlich da, wo die Obrigkeit nicht mehr im Sinne von Rom. 13 Rechtsstaat ist, sondern zur Tyrannei geworden ist.» Dann könne der Gläubige nur noch beten: «Herr, erlöse uns von der Tyrannei.» «Wenn diese Frage Ihnen nicht zuviel im Politischen führt – ich möchte Ihnen nicht Schwierigkeiten besorgen –, so würden Sie mir sehr helfen, wenn ich auf diese Frage eine Antwort bekommen könnte.» Barth hat wohl mündlich in Holland auf diese Frage geantwortet; im KBA ist nur die schriftliche Anfrage erhalten.↩
15
«Als unsere zwei Töchterchen im Sommer 1945, nach dem grimmigen Hungerwinter in Amsterdam, bei der Pfarrerfamilie Rosin in Rüegisberg zur Erholung eingeladen waren, hat Frau Barth die Kinder am Bahnhof Basel abgeholt und sie erst in ihr Haus mitgenommen. Auch ist Christoph [Barth] häufig bei uns in Amsterdam gewesen.» (Brief an den Hrsg. vom 25.1.1977.) Frau Tromp-de Jong war nach dem Tode ihres Mannes als Gemeindehelferin und Presbyterin in Amsterdam tätig.↩
16
Schw.St., S. 63–65 📖. ↩
17
Innerhalb des Artikels von K. Scholder: «Die Demokratie fragt jetzt um Bewaffnung»: Karl Barth und der Verein «Kirche und Frieden»: ein Briefwechsel aus dem Jahre 1938 und eine Ergänzung aus dem Jahre 1950, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 187 vom 15.6.1981 📖. Unter diesem Titel auch in: K. Scholder, Die Kirchen zwischen Demokratie und Gewaltherrschaft. Gesammelte Aufsätze, hrsg. v. K. O. von Aretin und G. Besier, Berlin 1988, S. 231f. 📖 – Abdruck beider Briefe (gekürzt) auch in: D. Koch, Christen, S. 81f. 📖 ↩
18
Mt. 22,21a; Mk. 12,17a; Lk. 20,25a.↩
19
Diesen Satz zitierte Helmut Kohl (CDU) im Deutschen Bundestag, als er sich am 9.10.1981 auf Karl Barths Diktum aus dem Jahre 1938 berief, wie folgt: «Die Diktatur ist als solche die Bedrohung des rechten Friedens, und Bedrohung des rechten Friedens durch Diktatur heißt: durch jede Diktatur, ob es eine braune oder eine rote Diktatur ist.» (Zitatende nach Stenogr. Protokoll der 57. Sitzung der 3. Wahlpreriode, S. 3337 📖). Richtigstellung durch K. Handrich: Brief an H. Kohl vom 14.1.1982, in: Pfälzisches Pfarrerblatt, Jg. 72 (1982), S. 140 📖. Kohl antwortete Handrich, er habe den Nachsatz als seinen «persönlichen Kommentar hinzufügen» wollen, doch hätten die Parlamentsstenographen «das richtige Zitatende» nicht erkannt (a.a.O., S. 142). – Texte in Auszügen in Koch, Christen, S. 172f. 📖 ↩
20
K. Barth, Rechtfertigung und Recht (ThSt 1), Zollikon 1938 📖. – Später in: K. Barth, Schw.St., S. 13–57 📖, und zus. mit K. Barth, Christengemeinde und Bürgergemeinde und Evangelium und Gesetz, Zürich 1998, S. 5–45 📖. ↩
21
K. Barth, Gotteserkenntnis und Gottesdienst nach reformatorischer Lehre. 20 Vorlesungen über das Schottische Bekenntnis von 1560, Zollikon 1938 📖. ↩