1. Januar 1921

Offenbarung 21,1–7 (Neujahr)

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Offenbarung 21,1­–7
[Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.]

1.

Wie merkwürdig bedeutungsvoll ist doch die Tatsache, von der wir eben gesungen haben: Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern!2 Wir wollen doch ja nicht zu gescheit und zu vornehm sein, um diese Tatsache ernst und wichtig zu nehmen. Es ist ja schnell gesagt, daß der Jahreswechsel etwas rein Äußerliches sei, daß der Augenblick des Glockenschlages zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar ein Augenblick sei wie alle anderen und dergleichen mehr. Diese Weisheit ist fast zu billig, als daß sie viel wert sein könnte. Es müßte denn sein, daß sie die wertvollste, die höchste, die letzte Weisheit wäre; aber dann wäre sie nicht so billig zu haben, wie sie von denen, die so reden, meistens erworben ist. Daß der Jahreswechsel nichts Besonderes sei, das dürfte der sagen, dem jeder Stundenwechsel, jeder Tageswechsel etwas Besonderes ist. Wenn es uns beständig ernst und wichtig ist, daß wir dahingehen und wandern vom Gestern zum Morgen, von der Vergangenheit in die Zukunft, vom Alten zum Neu|4en, dann ist der Jahreswechsel in der Tat nicht mehr besonders ernst und wichtig. Wir denken aber daran, daß wir dieses Dahingehen und Wandern vielmehr fast beständig verschlafen und vergessen3, und haben Grund genug, uns durch den Jahreswechsel daran erinnern zu lassen.

2.

Ist’s denn wahr, daß wir Menschen wandern, Schritte tun, uns bewegen, vom Alten zum Neuen? Gibt es denn das überhaupt, ein Altes und ein Neues, also eine Veränderung? Nein, sagt uns die Erfahrung und der gesunde Menschenverstand. Wir sind die Gleichen heute wie gestern. Wir sind nicht glücklicher geworden trotz allen Glückwünschen, mit denen wir uns beim mitternächtlichen Glockenschlag oder heute morgen begrüßt haben. Wir sind nicht heiterer geworden trotz aller lauten und leisen Sylvesterfreudigkeit [?], von der wir herkommen. Wir sind nicht klüger geworden trotz all der Selbstbesinnung, der wir uns vielleicht auf eine Viertelstunde hingegeben haben. Wir sind nicht besser geworden trotz der guten Vorsätze, die wir vielleicht gefaßt haben. Es ist offenkundig, daß wir mit den gleichen Kräften, Tugenden und Hoffnungen, aber auch mit den gleichen Schwachheiten, Fehlern und Sorgen unseren Weg werden weitergehen müssen, im neuen wie im alten Jahr. Kann man diesen unseren Weg durch die Zeit überhaupt einen Weg nennen, etwa darum, weil wir mit dem Alter allmählich ruhiger, gesetzter, reifer werden, wie man sagt, aber auch müder, gebrochener, enttäuschter? Kommt’s nicht im Grunde auf dasselbe heraus? Und kann man etwa den Weg der Menschheit durch die Jahrhunderte einen Weg nennen? Bleibt da irgendwo tatsächlich etwas Altes zurück, und kommt da irgendwo tatsächlich etwas Neues? Oder besteht nicht aller sogenannter Fortschritt im Grunde darin, daß dieselbe Menge eines nicht sehr guten Weines fortwährend aus einem Glas in ein anderes geschüttet wird? Ist’s nicht im Grunde immer das Gleiche? Oder gibt es eine Veränderung der menschlichen Dinge? Nein, müßten wir wahrhaftig antworten. Nur Schein ist unser Wandern, nur Einbildung unser Schritte-­Tun, auf ei|5ner Sinnestäuschung beruht es, wenn wir meinen, daß wir uns bewegen, daß es so etwas wie ein Altes und ein Neues gebe.

3.

Und nun antworten wir Menschen, in einem merkwürdigen, geheimnisvollen Widerspruch, wahrhaftig mit Ja. Ja, es gibt eine Veränderung. Ja, wir wandern. Wir unterscheiden, sehr klar und bestimmt sogar, zwischen dem, was hinter uns, und dem, was vor uns liegt. Wir sagen: Jetzt!, wir reden von einer Gegenwart und blicken von da aus nach rückwärts und vorwärts, wo es doch gar kein solches Jetzt! gibt, auf das wir uns stellen könnten, um zu unterscheiden, sondern immer nur den einen Strom vergangener oder zukünftiger Augenblicke. Wir wenden ein Maß an, mit dem wir das Vergangene vom Zukünftigen trennen, als ob uns ein solches Maß zur Verfügung stünde. Wir ziehen die Zeitgrenzen zwischen den Stunden, Tagen und Jahren, als ob wir im Stande wären, solche Grenzen zu ziehen. Wir sagen Ende und Anfang, wo doch weder vom Ende noch vom Anfang irgend etwas wahrzunehmen ist. Und das alles ist nun nicht etwa bloß eine Rechnungsgewohnheit der Uhr und des Kalenders, der sich unser Leben nur allmählich angepaßt hätte. Sondern umgekehrt: unsere Rechnungsgewohnheit kommt davon her, daß unser Leben merkwürdigerweise dem widerspricht, daß Alles immer im Gleichen bliebe. Wir leben davon, daß wir uns vom Gestern ab-­ und dem Morgen zuwenden, wir leben von dieser Bewegung, und wenn es uns noch so klar wäre, daß es eine solche Bewegung nicht gibt, daß Gestern und Morgen eins sind. Wir sind froh oder auch traurig darüber, daß das Vergangene vergangen ist, und wir erhoffen oder ersorgen die Zukunft, und wenn uns die Erfahrung tausendmal sagte, daß nichts Altes wirklich vergeht und nichts Neues wirklich wird. Wir drehen uns jubelnd oder seufzend, leidend oder kämpfend auf dem merkwürdigen Standpunkt der Gegenwart, auf dem man doch gar nicht stehen kann, von der Vergangenheit zur Zukunft, dort wie Einer, der eine schwere Last ablegen darf, oder auch wie Einer, der von Vielem4 ausgegliedert wird, hier wie Einer, der zum allerersten Mal eine schwere Arbeit übernehmen muß, oder auch wie Einer, dem ganz unerwartet ein reiches Geschenk gemacht wird. Und in dieser Drehung, bei der wir eigentlich in der Luft |6 stehen, in diesem Sich-­Abwenden oder Sich-­Zuwenden, das uns immer wieder etwas ganz Neues, etwas höchst Lebendiges ist, in diesem Umschlagen der Seiten unseres Lebenslaufes leben wir. Wir leben in der Veränderung, wir leben davon, daß uns das Alte alt und das Neue neu ist, und darum geben wir beidem ein Datum, einen Namen: Freitag und Samstag, 1920 und 19215. Gerade als ob das nicht Einbildung, nicht Schein wäre, gerade als ob das die wirkliche Wahrheit wäre: dieses Schreiten, dieser Weg, dieses Vorwärts: gegen die Erfahrung, gegen den gesunden Menschenverstand, gegen die Zeitung, gegen die Naturwissenschaft und gegen die Weltgeschichte, die uns sagen, daß es keine Veränderung gibt, daß im wesentlichen Alles im Gleichen bleibt. Gerade als ob wir etwas wüßten, was wir doch durchaus nicht wissen und nicht wissen können. Gerade als ob wir etwas gehört hätten von jener Stimme vom Thron her, von der es in unserem Text heißt, daß sie sprach: Das Erste ist vergangen! Und abermals sprach: Siehe, ich mache Alles neu!

4.

Ja, meine Freunde. Wenn wir nun tatsächlich wüßten, was wir nicht wissen können! Wenn wir nun tatsächlich jene Stimme vom Thron her hörten! Wenn nun tatsächlich gerade der tiefe Widerspruch zu allem Augenschein, in dem wir uns offenbar befinden, der tiefste, der eigentliche Sinn unseres Daseins sein sollte? Täuschen wir uns nicht darüber: Wir dürfen nicht erwarten, daß jenes harte: Nein, es gibt keine Veränderung! jemals aufgehoben werde. Wir werden im Gegenteil immer wieder erfahren, daß wir ihm gegenüber machtlos, mit leeren Händen dastehen. Wir werden immer wieder erfahren, daß der Augenschein und was uns der Augenschein sagt, in seiner Weise recht hat und daß wir uns mit unserer Rechnungsgewohnheit und mit unserem ganzen Leben, das wir uns ohne Veränderung gar nicht denken können, im Widerspruch zum Augenschein befinden. Wir werden immer wieder erfahren, daß wir in einem kleinen Kreis herumgehen, nicht vorwärts, daß der Mensch im Laufe seiner Jahre und die Menschheit im Lauf ihrer Jahrhunderte immer im Wesentlichen die Gleichen sind. Wir werden immer wieder erfahren, daß Gestern und Morgen, Vergangenheit und Zukunft sich überraschend ähnlich se|7hen, daß das, was wir für alt und vergangen halten, sich überraschend vollständig auch im Neuen und Zukünftigen wiederfindet. Wenn es in unserem Text heißt: Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde! Ich sah das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabfahren!, so heißt das wahrhaftig nicht: Ich sah den Menschen auf einer höheren Stufe seiner Entwicklung, ich sah einen besseren, glücklichen, frommen, gereinigten, geheiligten, erleuchteten Menschen. Ich sah die Menschheit besser und gerechter geordnet leben, als sie heute lebt. Ich sah diese dunkle Erde auf dem Wege, ein Paradies, ein Gottesgarten, ein Friedensreich zu werden. Nun, dergleichen Entwicklungen und höhere Stufen müssen kommen, sie müssen mit allem Ernst erstrebt werden, und das Streben danach ist das unumgänglich notwendige Zeichen davon, daß es uns ernst ist mit unserem Widerspruch, mit jenem eigentümlichen Leben in der Veränderung, in dem wir alle stehen. Aber auch wenn nur das gemeint wäre, dann müßten wir doch ehrlicherweise antworten: Dergleichen haben wir auch schon gesehen, wenigstens in allerlei Anfängen und Anläufen und bemerkenswerten Versuchen. Wir haben aber auch gesehen, wie auch ein solches Morgen immer wieder zum Gestern wurde, wie rasch Alles immer wieder ins Gleiche kam, wie ähnlich, wie erschreckend ähnlich alles damalige Neue dem Alten war. Wenn uns die Stimme vom Thron nur das zu sagen hätte, daß es ja doch noch einmal, etwa im Herbst, oder im Jahre 1925 oder 2000, anders mit uns kommen könnte, sollte und werde, dann wäre sie zwar gewiß eine sehr schöne, ermutigende und tröstliche Stimme, aber eben doch nicht die Stimme vom Thron, sondern irgendwie sicher unsere eigene Stimme, deren Verheißungen der Augenschein immer gleich gewaltig gegenüberstehen wird.

5.

Es könnte aber auch sein, daß dieses «Ich sah» ganz anders gemeint ist. Es könnte sein, daß wir uns selbst noch ganz anders verstehen lernen müssen. Es könnte sein, daß unsere merkwürdige unmögliche Rechnungsgewohnheit, unser Unterscheiden und Trennen von Gestern und Morgen, Alt und Neu, unser Leben in einer Veränderung, die es doch gar nicht gibt, eine Erinnerung wäre, ein Abbild, ein Zeugnis von einem wirklichen Gestern und Morgen, von einem wirklichen Alt und Neu, von einer wirklichen Veränderung. Es könnte sein, daß wir tatsächlich wissen, was wir nicht wissen und nie wissen werden, daß wir tatsächlich die Stimme vom Thron hören. |

8 Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Vielleicht müssen wir darum so tief im Widerspruch stehen zu allem, was uns unter diesem Himmel und auf dieser Erde der Augenschein lehrt, damit wir doch ja darauf aufmerksam würden: unser Widerspruch hat einen tieferen Grund und ein höheres Ziel, als wir denken; um einen neuen Augenschein, um einen neuen Himmel und eine neue Erde handelt es sich; darum müssen wir uns sozusagen in die Luft stellen, um jene Wendung und Drehung vom Alten zum Neuen zu vollziehen, die wir doch täglich vollziehen, weil wir da tatsächlich auf eine Veränderung hinblicken, die ganz und gar anders ist als alle Veränderungen, die uns die Vergangenheit gebracht hat und die uns die Zukunft bringen kann. Von dieser Veränderung Himmels und der Erde, von dieser Veränderung, die darin besteht, daß das Ganze, das uns jetzt immer als das Gleiche begegnet, neu wird, leben wir in unserem tiefen Widerspruch. |

Ich sah das neue Jerusalem herabfahren von Gott aus dem Himmel. Vielleicht ist darum in unserem Menschenjerusalem auf Erden, in der sehr unheiligen Stadt unserer menschlichen Gesellschaft nie Ruhe und Frieden, immer Veränderung, und doch keine wirkliche Veränderung zu erreichen, damit wir doch ja nicht vergessen, wohin unsere Augen eigentlich gerichtet sind, damit wir doch ja nie verwechseln, was wir erstreben und erreichen können und was wir eigentlich meinen und suchen, damit [wir] doch ja nie, ob wir nun mehr Leidende oder mehr Kämpfende sind, in eine Ruhe, in einen Frieden versinken können, die noch nicht die des neuen Jerusalems wären, auf das wir eigentlich warten. |

Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott, wird mit ihnen sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Vielleicht braucht es darum so viel Aufmerksamkeit, Tapferkeit und Ausdauer dazu, täglich zu verharren in der Veränderung, in der Bewegung, im Zurücklegen des Alten und Ergreifen des Neuen, ganz klein scheinbar, ganz erfolglos offenbar, weil wir nur ja wach bleiben sollen, die Augen offen behalten sollen für jene Veränderung und Bewegung, für jenes Vergehen und |9 Neuwerden, von dem alles, was bei uns geschieht, nur ein schwaches Anzeichen ist. Gott wird mit ihnen sein. Der Tod wird nicht mehr sein… Verstehen wir uns selbst? Verstehen wir unser Seufzen und unsere Freude, unsere Bedrängnis und unsere Kraft? Verstehen wir, daß wir immer wieder wagen müssen, was wir doch gar nicht wagen können? Wir sind im Widerschein ewigen Gerichts und ewiger Erlösung, darum kommen wir nicht los von unserem Widerspruch. |

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen, ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Vielleicht müssen wir darum so ringen um das, was doch nicht geschehen kann: ein Ende zu machen, ein Ende mit aller Sünde, allem Leid, allem Unheil, und einen Anfang zu suchen, einen Anfang neuen Willens, neuen Mutes, neuer Freiheit, weil wir doch nur ja hören sollen: Bei Gott und durch Gott und mit Gott geschieht das, was geschehen muß, es ist schon geschehen, er ist das A und das O, der Anfang und das Ende. Bei ihm zu suchen, was ihm gehört – bei ihm zu suchen, was er geschaffen – bei ihm zu empfangen, was er schenken will, darum, darum handelt es sich für uns.

6.

Und nun wenden wir uns noch einmal zurück und sehen uns selbst zwischen den Jahren, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ist es nicht merkwürdig und bedeutungsvoll, was wir da tun, wenn wir wissen, was wir tun? Wir wandern, wir schreiten, wir bewegen uns, vielleicht mit wenig Kraft, mit wenig Mut, mit wenig Ernst – aber wir tun es alle irgendwie. Und indem wir es tun, indem wir es wagen, diesen großen Widerspruch auf uns zu nehmen, leuchtet in unsere Zeit das Licht der Ewigkeit. Es leuchtet in unsere Kraft und in unsere Schwachheit, in unser Steigen und in unser Fallen, in unser Siegen und in unser Unterliegen. Wir sind in dem allem einander viel näher und Gott ist in dem allem uns allen viel näher, als wir denken. Er ist das Einfachste und zugleich das Gewaltigste, was es gibt; unser Wandern, Schreiten und Bewegen [hat] mit Gott zu tun. Das Einfachste, wie es heißt: Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst! Denn es ist ja schon in Gott getan, was wirkliches ernsthaftes Ringen, Suchen und Streben des Menschen ist, der es wagt, dem Alten den Rücken und dem Neuen das Gesicht zuzuwenden. Aber auch das Gewaltigste, wie es heißt: Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. |10 Denn es bleibt ein Kampf, ein heißes Streben und Überwinden, wenn es wahrhaft in Gott getan sein soll. Es ist uns beides nahegelegt: das Einfache und das Gewaltige, das Umsonst-­Trinken vom Brunnen des lebendigen Wassers und das heiße, mühselige Überwinden. So gewiß wir in Bedrängnis stehen und doch in der Hoffnung, in der Gefangenschaft und doch in der Freiheit, in der Zeit und gerade darum im Lichte der Ewigkeit.

Lieder:
  • Nr. 67 «Nun laßt uns gehn und treten» von P. Gerhardt, Strophen 1.2.5.6.8 (RG [1998] 548,1.2.7.8.11; EG 58,1.2.7.8.11) 🎵
  • Nr. 69 «Wir treten in das neue Jahr» von S. Preiswerk, Strophen 1­-3 (RG [1998] 552,1.­-. 2) 🎵

Sachfußnoten

1
Am Sonntag, dem 2. Januar, predigte Barth in der Gemeinde seines Bruders Peter Barth. Der Ausflug nach Madiswil (Kt. Bern) war mit einem Familientreffen verbunden (Bw.Th. I, S. 458f. 📖).↩
2
Strophe 2 des Eingangsliedes 🎵; s. unten S. 10.↩
3
Anspielung auf Lied 52 «Der Mond ist aufgegangen» von M. Claudius (RG [1998] 599; EG 482), Str. 2: … Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt 🎵.↩
4
Könnte vielleicht auch "vom Sterben" heißen.↩
5
Der 31.12.1920 war ein Freitag, der 1.1.1921 ein Samstag.↩