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Barth an v.K. auf dem Bergli
Hier ist, seit wir uns sprachen – wie froh war ich deine Stimme zu
hören!! -, wieder eine Veränderung eingetreten, die jedenfalls die
glückliche Folge hatte, daß der Sonntag gestern friedlich und annehmbar verlief.
Während ich mit Eduard
zusammen war und ich dir telefonierte, war Nelly bei Marguerite, und dort scheint
ihr das völlige |144 Durchsetzen ihres Willens doch etwas
leid und der damit bevorstehende Unsinn doch etwas unheimlich geworden zu sein.
Sie fing, trotzdem ich Schluß erklärt hatte, doch wieder und in etwas weicherer
Stimmung von der Sache an, und als ich ihr beiläufig von dem Vierteljahresvorschlag etwas sagte, der in deinem Brief an sie zu
erwarten sei, erklärte sie sofort, das wolle sie
annehmen.1 Es wird eine Episode sein wie eine andere – ich bin hier
sehr skeptisch geworden -, aber es war klar, daß ich mich sofort darauf
einstellen mußte, und nun scheint es N. in der Tat vorläufig dabei wohl
zu sein. Die Folge ist nun freilich auch die, daß ich meine Abreise noch etwas
aufschieben muß: ich tat es im Einverständnis mit Nelly auf den Freitag.
Also Freitag 352
Zürich, gelt. Mit solchen kleinen
Konzessionen werden wir nun einfach viel mehr arbeiten müssen: im Großen Ganzen
wäre überhaupt nichts zu erreichen. Ich erzähle dir dann von Allem,
wenn ich es bis dahin nicht schon wieder vergessen habe. Heute wird ein
gemeinsamer Ausflug in Szene
gesetzt: das Häuslein zittert unter den Vorbereitungen. Ich lasse mich mitreißen
wie ein Stück Holz vom Fluß und freue mich auf den Freitag. Gestern traf der
Kuchen ein2 und vermehrte den Frieden und die Freude. Nebenbei ist
es mir immerhin in dieser Woche gelungen, nun auch das Monologion vollständig auf Kärtchen zu bringen!3 Ich bin nun
an dem «von den Steinen»4, der mir wenig gefällt bisher. Grüße Alle! Ich muß gehen. Heute abend
finde ich deine Briefe vor!