Brief Nr. 147 · 19. September 1934

Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Rom

361

147

L. K

Nach einem landschaftlich wundervollen, aber im Herzen schwermütigen Tag im Tessin hat Ruedi uns heute im Auto bis Sils-Maria geführt, und von dort sind wir – Gerty und ich – hierher nach Silvaplana über die Höhe gewandert1, und das war nun schön. Die Luft hier beschwingt und hilft mir Saturn2 überwinden. – – Und du? Habt ihr es gut? Wir sind viel in Gedanken in Rom.3 – – Grüße Alle.

D.
L.

[Nachschrift von G. Pestalozzi:] Es ist doch gut und so schön, daß wir noch zusammen wandern durften. Grüße von Gerty.

Sachfußnoten

1
Nach einem Tagesausflug ins Tessin wanderten von Kirschbaum und G. Pestalozzi vom 19.-21.9.1934 im Engadin (Kt. Graubünden).↩
2
Vgl. oben S. 114, Anm. 2.↩
3
Vom 17.-26.9.1934 unternahm Karl Barth mit seinem Sohn Markus, seinem Bruder Peter und E. Wolf eine Italien-Reise, die über Genua und Pisa nach Rom und auf dem Rückweg nach Florenz führte.↩