Brief Nr. 167 · 5. November 1934

Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn

400

167

L. L.

Nach einem Tag mit ununterbrochenen «Gesprächen» («Wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz» [Ps. 90,9]), deren Nutzen fragwürdig, aber vielleicht doch auch fragwürdig ist (Meiser!, Kittel, |401 D. C.!), und einem guten Abend im Dehnkreis1 grüße ich dich vor einem mit Gertrud Staewen gemeinsam genossenen Glas Bier.

Heil Hitler!

Dein
K.

Lollo, liebe Lollo, dieses Mal bist du nicht da, aber ich habe die ganze Zeit an dich gedacht. Und dieses Mal ist uns Karl nicht aus der Bibelstunde weggeholt worden.2 Liebe Lollo, es soll dir gut gehen!
Deine G.

Sachfußnoten

1
Günther Dehn war nach dem Verlust seiner Professur Hilfsprediger und theologischer Referent der BK in Berlin (s. oben S. 226, Anm. 12; vgl. G. Dehn, Die alte Zeit. Die vorigen Jahre. Lebenserinnerungen, München 1962, S. 292f.308f. 📖).↩
2
Vorgang nicht ermittelt.↩