Brief Nr. 172 · 11. Januar 1935

Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn

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172

L.L.!

Nach friedlich beschaulicher Fahrt1 mit Mahlzeit im Speisewagen, Kaffeelein im Abteil und heiteren Gesprächen zwischen Vater und Tochter fährt uns der Zug in Eile der schweizerischen Talschaft zu. Bald wird Basel erreicht sein.

Dich und alle Lieben grüßen

Dein
K.

Von ferne sei herzlich gegrüßet.2 Hurrah! Wir nähern uns Basel.

Dein
Fränzeli

Viele Grüße von Papa und mir auch an Mama.

Sachfußnoten

1
Zum Urlaubsantritt in der Schweiz. Am 10.1.1935 verabschiedete sich Barth bei K. Immer mit der Erklärung: «Ich bin im Begriff, auf ein paar Wochen nach der Schweiz zu fahren, um nach den verschiedenen Erlebnissen dieser Monate und Wochen ein bißchen auszuschnaufen und über meine künftige Existenz einigen Überblick zu gewinnen.» (KBA 9235.6)↩
2
Anfangszeile des Rütli-Liedes von Johann Georg Krauer (1792–1845).↩