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Barth an v.K. in Bonn
Ich geriet gestern abend zunächst in eine Einladung bei Präses Koch hinein2, in der es ganz gemütlich und interessant war, um derentwillen ich
nun aber doch nicht hiehergefahren wäre. Nachher saß ich dann noch drei Stunden
(!) mit Asmussen zusammen, mit
dem ich mich sehr gut verstanden habe, auch hinsichtlich einer
eventuellen Basler Zukunft3. Heute morgen trat4 nun der theologische Ausschuß zusammen5, um eine Grundlage für die nötigen geistig-geistlichen
Unterbauungen der Bekenntnisfront, zunächst über den Problem|410kreis «Kirche-Staat»6 auszuarbeiten.
Aber ach, da sind der Schwierigkeiten schon in diesem kleinsten Kreise
unzählige! Und mir fällt wiederum die Rolle des bösen Mannes zu, der für die
spitzeste Form der Fragen eintritt. Georg ist nicht da; er hat sich der Sache mit einer merkwürdigen
Begründung entzogen. Morgen tritt nun der Bruderrat
zusammen. Ich sehe der Sache mit großer Sorge entgegen.7 Mir redet man lebhaft, aber ohne allzu große Klarheit zu,
in D[eutschland] zu bleiben. Kommt Zeit, kommt Rat.
Grüße Alle! Es grüßt dich