Barth an v.K. in Bonn
Eben ist deine Karte vom 18. eingetroffen. Sie steigert meine Spannung aufs
Höchste. Du weißt nun dauernd so viel mehr über mein Schicksal als ich selber!
Gleichzeitig melden mir Maury
und Visser ’t Hooft ihren Besuch nach Bern an.1 Mir geht’s fortwährend |459 gut.
Wir sind gerade im Begriff, einen kleinen Marsch ins Gebirge
anzutreten für den ganzen Tag. Gestern habe ich also gepredigt2 und am Nachmittag ein Bob-Rennen gesehen. Fast könnten mich die verschiedenen
Sportsmöglichkeiten, die hier locken, auch anziehen. Aber für Verschiedenes wird
es nun zu spät sein. – An der mitlaufenden Ansichtskarte siehst du mich im
Gespräch mit Nil (links) und dem
Postvorstand (rechts) an der Bobrennstrecke.3 Die Reporter haben neben den eigentlichen Helden des Tages doch auch unsere
Gruppe aufgestöbert und festgehalten. Der Aufbruch naht und damit der Abbruch
dieses Schreibens. Es grüßt dich und alle guten Menschen
Eben telephoniert mir Eduard.
1. Ich bin mit jeder euch gut
scheinenden Verbreitung der Urteilsbegründung einverstanden.
2. Ich bin
besorgt um deine Gesundheit. Bitte tu alles, um sie wieder
herzustellen und zu erhalten.