Brief Nr. 189 · 22. Januar 1935

Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern

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L. K.!

Es geht besser heute, wenn auch noch nicht gut. Auf meine zwei Beine gestellt, bin ich noch unbrauchbar. Es ist eben eine richtige solide Grippe. – Aber das Bild von dir im Winterschnee könnte mich allein gesund machen! Wie schön ist das! Hab Dank für deine beiden heute eingetroffenen Karten. – Hoffentlich haben wir dich wegen Fi[edler] nicht unnötig in Spannung versetzt. Uns selbst ging es nämlich ein wenig so mit ihm. Aus der Nähe reduzierte sich seine Ansicht von der Sache mehr oder weniger auf das, was Bl[eibtreu] auch wußte und sagte. Trotzdem hält er am Wunsch nach Rev[ision] fest. ­– Hu[mburg] rief mich gestern abend an. Ich kann aber jetzt die Urteils|460begründung nicht vervielfältigen und lasse heute ein Exemplar an ihn abgehen. Er sagte mir, alle Barmer, die in Oe[ynhausen] waren, seien krank, sogar Beckmann!! Es war zu kalt dort. – Hoffentlich hast du gute Tage in Bern, auch noch ein wenig ruhige und erhaltende. Es grüßt dich

D.
L.