Brief Nr. 227 · 11. Juli 1935

Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bad Honnef

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L.L.

Nun ist jedenfalls in der V[atikan]-Stadt schon fast alles an seinem Ort, und es wird, wenn nicht Alles täuscht, eine schöne, würdige und behagliche Sache werden, die dir auch wohlgefallen wird. Frl. Seifert leistet unschätzbare Dienste!! Wir haben viel aufgeräumt und weggeräumt, so daß du relativ ziemlich viel freie Luft vorfinden wirst. Aber in deinem Zimmer ist noch viel zu tun. Es soll auch dort hübsch werden, bis m. L. eintrifft. Wenn nur die Genfer Vorlesungen1 nicht wären!! Es fängt doch an, mich zu beunruhigen! N. und die Buben werden vor Montag nicht hier wegkommen. Wann kommst du? Ich will das dritte Mal nicht vom Abholen reden, weil ich schon zeitlich nicht sehe, wie es gehen soll. Die Einrichtung mit den Schlafzimmern von N. und mir ist weder sinnvoll noch praktisch, mußte aber offenbar so sein. Ich habe es mir aber so gemütlich als möglich gemacht. Ach, so vieles, was geschieht und gesagt wird, freut mich weniger. Aber das muß nun mal so sein. Gruß in Eile

Dein
K.

Frl. S. und Markus grüßen mit!