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von Kirschbaum an B. in
Basel
[Bad Honnef], 12.7.1935 [I]
Nun kommt deine zweite Karte. Ich steige also Schweizerbahnhof aus
am Sonntag zwischen 5 und 6 Uhr. Bist du enttäuscht, daß es nun doch
Sonntag wird? Und bist du einverstanden, daß wir Montag aufs
Bergli fahren, schon damit
du an deine Vorlesungen kommst?
Daß Frl. S[eifert] Alles
aufs Beste machen würde, wußte ich. Sie kann das ja viel besser als ich und – -
viel unabgelenkter!! Es wird sicher schön sein in der
V[atikan-]Stadt, und ich werde es sicher
schön finden. – Morgen feiern wir hier noch Traubs Geburtstag. Ich habe bei
Lempp deinen 2. Vortragsband1 für ihn bestellt, als Dank und Gruß von dir, und
ich schenke ihm den W. Vischer2. Ist es dir recht so? – Er und Schwester
Helene lassen dich auch
grüßen. Sie sind beide sehr gut zu mir. Ich scheide nicht ganz leicht von dieser
kleinen Insel und habe noch ein bißchen Angst vor der Fülle in Basel
und auf dem Bergli. Aber mit dir zusammen wird Alles gehen und
recht werden. –
Lieber Karl, in zwei Tagen um diese Zeit ist es dann so weit.
Es grüßt dich
Ich würde nur anrufen, wenn die Abreise am Sonntag nicht
glückte. Aber sie wird glücken!!