Franz von Assisi1
Oftringen,
Bl† [Blaukreuz]
2. III 15
Unsere Zeit öffnet uns die Augen für die Welt[,] in der wir leben. Jetzt siehts jeder: sie ist eine Welt voll Leid, Unrecht, Haß, Zerstörung. Aber das darum, weil sie ruht auf der Selbstsucht, dem Geld, der Gewalt. Was sollen wir thun? [Lk. 3,10; Act. 2,37] Vereine gründen zur Verbesserung u[nd] Verhinderung der Übelstände? Alles gut. Aber eins ist Not [Lk. 10,42]: Glaube an die andere bessere Welt Gottes, die Jesus uns eröffnet hat. Von einem seiner Jünger wollen wir heute hören.
Assisi in Umbrien 1182. Vater Pietro Bernardone Tuchhändler. Sein Sohn Francesco2, lebenslustig, aufs Ganze gehend, flottes Leben.3 Gefangen im Krieg mit Perusia.4 Krank. Als Rekonvaleszent Spaziergang u. Lebensabscheu. Rückfall.5 Soll als Begleiter eines Ritters ausziehen. Vom Fieber erfaßt, muß umkehren.6
Immer [?] in den Wäldern. Fest. Ankündigung seiner Verlobung mit – der Armut.7 Ruhe in der Natur. Verkleidung in St. Peter in Rom. |128 Messe mit Ev[an]g[elium]: Folge mir nach! [Mt 19,21 par.]8 Aussätzigem Hand geküßt.9
Kirchlein von San Damiano. Kruzifix. Reparierbedürftig.10 Verkauft Alles in Foligno u. bringts dem Priester.11 Versteckt sich dort, wird gesucht, geht selbst zum Vater: Pazzo! Geschlagen u. gefangen, von d[er] Mutter befreit.12 Vor dem Bischof.13 Gesang in den Wäldern. Der Herold Gottes u. die Räuber.14 In S. Damian[.] Bettelt um Öl15
Predigt in Assisi.16 Die ersten Anhänger: Bernhard. Egidius.17 Zug über Land als Jocul[atores] Dom[ini]. Helfen den Bauern. Großes Aufsehen.18 Einspruch des Bischofs: hartes Leben. Antwort: Eigentum verursacht Krieg.19 Mißachtung in Florenz: Übernachten im Freien, Kot angeworfen, Kleider zerrissen, an die Kapuzen gehängt20
Guter Katholik. Darum nach Rom zu Innozenz III. Wollen nach dem Ev[an]g[elium] leben.21 Sollen in einen Orden eintreten. «Zu schwer».22 Anerkannt.23 Verlassen Rom aufs Freudigste. In Orte Versuchung zum Klosterleben.24
Rivo Torto. Leben in Hüttlein.25 Darf in Assisi predigen.26 Die Minores. Stiftet Frieden in der Stadt.27
129 Portiuncula.28 Arbeitsames Leben. Wenn ungenügender Ertrag, dann mensa Domini. Brodarbeit [?], Wassertragen, Körbe flechten, Tote begraben, Holz machen, Nüsse herabschlagen[.] Als Lohn nur das Nötigste.29 Das Geld wird ihm Teufelsinstrument!30 Armut u. Arbeit. Ritterschaft, freudige Askese! Regel.31 Behandlung der Räuber.32 Juniperus in Rom. Säulein!33 Die vollkommene Freude (Heiligkeit, Heilungen, Engelsprache, Predigt – Leiden!)34 Aussätzige.35 Il Poverello.36 Asche37
Clara Sciffi in St. Damian.38
Missionsarbeit.39 Bischof in Imola («durchs Fenster»)40 Leben eine Predigt.41 Predigt an die Vögel.42 Tauben. Fisch. Freude an der Natur. An den Blumen.43 Kleiner M[an]n mit schwarzen Augen.44 Generalkapitel unter freiem Himmel.45 Nach Deutschland u. Afrika46 *
130 Franz u. die Kirche. Freiheit von Regeln: der Sünder kann Alles, nicht Gott treu sein.52 Rede vor dem Papst.53
Tod. Krankheit u. Halberblindung.54 Mitten darin das Sonnenlied.55 Testament56 u. Briefe. Assisi.57 Portiunkula[.]58 Heiligsprechung – Kirche59
Bedeutung60: Nachahmen? Geht nicht.
Also unbegreifl[iche] Offenbarung einer höhr[en] Welt.
Sie ist wahr.
Diese Welt wieder anerkennen: Glaube
Dann auch Kinder des Friedens
Dann kommt der Friede u[nd] wir haben ihn
Zeige uns den Vater ... [Joh. 14,8f.]
Jetzt schon Taten wie die des Poverello?
Es könnte dazu kommen
Abstinenz als eine Freude?
Blaukreuzler Joculatores?
| 7 |
Demut 3 |
5 |
Schwein 1 |
| 1 |
Vollk[ommene] Freude 8 |
4 |
Arme 4,5 |
| 9 |
Aussätzige 25 |
3 |
Schaukel 9 |
| 8 |
Prediger Nackt 30 |
| 2 |
Räuber 2661 |