16. November 1933

Kirchliche Opposition 1933. Grundsätzliches

581

KIRCHLICHE OPPOSITION 1933
GRUNDSÄTZLICHES

1933

Als Barth am Dienstag, dem 14. November 1933, gegen 10 Uhr vormittags aus seinem Kolleg nach Hause kam, erhielt er die Nachricht von einem Telefonanruf aus Berlin: Gerhard Jacobi hatte dringend darum gebeten, dass er nach Berlin komme. Auf seinen sofortigen Rückruf hin erfuhr Barth vom «Sportpalastskandal»1 und davon, dass nun der oppositionelle Pfarrernotbund 2 einen Gegenschlag gegen die Herrschaft der Deutschen Christen plane,3 der «zur Kirchenspaltung |582 führen könne».4 Trotz der Enttäuschung, die ihm kurz zuvor die ablehnende Haltung der Führung des Pfarrernotbundes gegenüber seiner Teilnahme an einer geplanten Audienz bei Hitler bereitet hatte,5 sagte Barth zu und befand sich schon eine Stunde später in Begleitung Charlotte von Kirschbaums im D-Zug Köln-Berlin.6

Am gleichen Abend trafen beide gegen 21.30 Uhr in Berlin ein und wurden von Jacobi, Gertrud Staewen und Günther Dehn in Jacobis Wohnung7 gebracht, wo führende Vertreter des Pfarrernotbundes8 |583 versammelt waren. In der sich bis tief in die Nacht hinziehenden Diskussion über das gebotene weitere Vorgehen gab es einen Dissens vor allem zwischen Martin Niemöller und Barth. Für Barth ging es jetzt «ums Ganze», um eine «umfassende Opposition». Von Verhandlungen mit Müller erwartete er nichts und plädierte dafür, direkt an den Staat heranzutreten, um für die Kirche durch eine Revision der Kirchenwahlen die Freiheit so weit zurückzuerlangen, «dass sie aus ihren eigenen Kräften heraus die Krankheit bekämpfen kann, von der sie jetzt befallen ist».9 Niemöller dagegen setzte auf Gespräche mit Müller, den er als Reichsbischof weiter anerkennen und auf eine kirchliche, bekenntnistreue Linie festlegen wollte, um die Deutschen Christen zu spalten. Deshalb lehnte er im Namen des Pfarrernotbundes geführte Verhandlungen mit Hitler – auch und gerade, wenn Barth sie geführt hätte – ab.10

Am nächsten Morgen tagten in der Wohnung Jacobis parallel der Bruderrat, das Leitungsorgan des Pfarrernotbundes, und eine Versammlung von etwa 100 Notbundpfarrern aus Berlin,11 mit denen Barth auch schon am 31. Oktober 1933 diskutiert hatte.12 Zuvor hatte Barth unter seinem Eindruck «der wirklich qualvollen Besinnungslosigkeit der Opposition» Charlotte von Kirschbaum «noch in größter Eile einige Thesen diktiert, in denen er versuchte, das niederzulegen, was er an grundsätzlicher Besinnung für nötig erachtet[e]».13 Hierbei handelte es sich um die unten wiedergegebenen Thesen, die in der Versammlung der Berliner Pfarrer verteilt wurden, während Barth selbst an der Tagung des Bruderrats teilnahm. Mitten in der Diskussion darüber, was dem Reichsbischof in der für den Mittag verabredeten Besprechung zu sagen sei, wurde Barth von einem Pfarrer herausgerufen, weil der zwischenzeitlich auf der Pfarrerversammlung erschienene Otto Dibelius in einer längeren Ansprache gegen seine |584 Thesen Stellung genommen hatte. Barth erklärte, er «habe seine Thesen [...] nicht als Bekenntnis gemeint [...], sondern lediglich als Anregung», erläuterte die ihn bewegenden grundsätzlichen Gedanken und warnte in der einsetzenden Diskussion vor zuviel Euphorie.14

Währenddessen hatte der Bruderrat eine «Eingabe an den Reichsbischof» entworfen, die in sieben Forderungen u. a. die Trennung des Reichsbischofs von den Deutschen Christen, die Entfernung aller für die Sportpalastkundgebung Verantwortlichen aus kirchlichen Ämtern, die Rücknahme aller Maßnahmen gegen oppositionelle Pfarrer und die Entfernung der dafür Verantwortlichen aus ihren Ämtern sowie die Neuverpflichtung der deutschchristlichen Amtsinhaber auf ihr Gelübde vor Gott verlangte.15 Nach ihrer Verlesung in der größeren Runde stand Barth auf und forderte: «Da muss ein grundsätzliches Wort hinein; sonst gleitet die ganze Sache in eine kirchenpolitische Aktion ab.»16 Einzelne Proteste auch anderer über das Vorgehen des Bruderrates, der den in kleiner Runde formulierten Text nicht zur Diskussion gestellt hatte, führten dazu, dass Niemöller seinen Widerstand gegen ein grundsätzliches Wort, das er zunächst abgelehnt hatte, weil Müller es «doch nicht verstehe», aufgab: «Schließlich ‹durften› Barth, Bodelschwingh, Schulz-Sydow und Heinz Vogel in ein Nebenzimmer gehen und eine Formulierung produzieren.»17 Barth selbst sprach von einem «Torpedo gegen den unglückseligen Reichsbischof», dem er «mit Mühe außer all der kirchenpolitischen Ladung [...] auch noch etwas theologischen Gehalt geben konnte».18 Nach weiteren eineinhalb Stunden der Beratung fand die wesentlich auf Barth zurückgehende Formulierung auch die Billigung des Bruderrates.19

Barth hatte die grundsätzlichen Aussagen, die in den die Einzelforderungen einleitenden Abschnitt der Eingabe eingefügt wurden, zunächst handschriftlich am unteren Rand des Typoskripts der unten |585 wiedergegebenen sechs Thesen notiert.20 In einem Typoskript der nun vollständigen Eingabe an Müller, das Charlotte von Kirschbaum ihrem Bericht über Barths Aufenthalt in Berlin beilegte, sind die auf ihn zurückgehenden Sätze hervorgehoben.21 Der einleitende Abschnitt lautete nun:

«Im Namen aller Pfarrer des Pfarrer-Notbundes stellen wir als die Vertreter sämtlicher preußischer Provinzen fest:

Das innerste Anliegen unseres Ringens ist die Wahrung der Geltung von Schrift und reformatorischem Bekenntnis in Lehre, Leben und Verfassung der Kirche. Wir kennen22 die Heilige Schrift als die alleinige Offenbarungsquelle und die alleinige Regel und Richtschnur unserer Lehre, unseres Glaubens und unseres Lebens. Darum verwerfen wir nicht nur die einzelnen Irrlehren und die daraus erwachsenen unkirchlichen Methoden und Taten der Deutschen Christen, sondern ihre Grundirrlehre. Sie besteht darin, dass die Deutschen Christen23 neben der Heiligen Schrift das Volkstum24 in seiner Geschichte und politischen Gegenwart als eine zweite Offenbarungsquelle behaupten und behandeln.

Dieses Anliegen hat durch die Kundgebung im Sportpalast seine blitzartige Rechtfertigung gefunden [...].»25

586 Gegen 15.30 Uhr trennte sich die Versammlung. Eine Delegation des Bruderrates begab sich mit der Eingabe zu dem zugesagten Termin beim Reichsbischof, der sich jedoch von Otto Weber vertreten ließ. Barth und Charlotte von Kirschbaum verbrachten mit Gertrud Staewen den Abend bei Günther Dehn, bevor sie am nächsten Morgen zurück nach Bonn fuhren.26

Dieses zweite Zusammentreffen Barths mit Vertretern des Pfarrernotbundes in Berlin hinterließ bei ihm einen «wesentlich negativen» Eindruck. Karl Gerhard Steck gegenüber beklagte er die weitgehende Ignoranz gegenüber seinen Einwänden: «Mich schien man schließlich nur zu dem Zweck von meiner Arbeit weggeholt zu haben, um mich möglichst wenig – der Schweizer, der S. P. D.-Mann usw. spuckte [sic!] wieder einmal – zum Schuss kommen zu lassen.»27 Er sprach vom Pfarrernotbund als von einem «Ameisenhaufen aufgeregter Pfarrer [...] unter der Diktatur des U-Bootskommandanten Niemöller, der [...] sich im Namen der ‹Gemeinde› jegliche theologische Bedenklichkeiten verbat»,28 und kam zu dem Schluss: «Diese Leute schaffen es eben wirklich auch nicht. [...] Und darum habe ich einfach Angst vor dem Augenblick, wo es mit den D[eutschen] C[hristen] zu Ende sein wird. Was dann kommt, wird nach menschlichem Ermessen eine pfäffische Mittelmäßigkeit sein.»29 Im Ton zwar moderater, dafür aber öffentlich und in der Sache ebenso deutlich, formulierte er seine Kritik am Pfarrernotbund dann im Vorwort zum Heft «Lutherfeier 1933».30

Das von Barths Thesen erhaltene Typoskript31 ist auf den 16. November 1933 datiert; da Barth auf dem freien unteren Rand des Blattes handschriftlich seine Formulierung für die Eingabe an Müller notiert hat, kann es sich hierbei nur um ein Versehen handeln. Der Erstab|587druck der sechs Thesen erfolgte in: K. Barth, Lutherfeier 1933 (ThExh 4), München 1933, S. 20f 📖. Hierauf bezieht sich die in den Text eingefügte Originalpaginierung.

Kirchliche Opposition 1933
Grundsätzliches

1. Der Protest richtet sich gegen die von den deutschen Kirchenregierungen vertretene Lehre der Deutschen Christen, weil sie Irrlehre und weil sie durch Usurpation32 zur in der Kirche herrschenden Lehre geworden ist.

2. Weil die Lehre und Haltung der Deutschen Christen nichts anderes ist als ein besonders kräftiges Ergebnis der ganzen neuprotestantischen Entwicklung seit 170033, richtet sich der Protest gegen eine eingerissene und vorhandene Verderbnis der ganzen evangelischen ­Kirche.

3. Der Protest gegen die Irrlehre der Deutschen Christen34 kann nicht erst beim Arierparagraphen35, bei der Verwerfung des Alten Testamentes, bei dem Arianismus der deutsch-christlichen Christologie, bei dem Naturalismus und Pelagianismus der deutsch-christlichen Rechtfertigungs- und Heiligungslehre, bei der Staatsvergötterung der deutsch-christlichen Ethik einsetzen. Er muss sich grundsätzlich dagegen (als gegen die Quelle aller einzelnen Irrtümer) richten, dass die Deutschen Christen neben der heiligen Schrift als einziger Offenbarungsquelle36 das deutsche Volkstum, seine Geschichte und seine politische Gegenwart als eine zweite Offenbarungsquelle37 behaupten |588 und sich damit als die Gläubigen eines «anderen Gottes» [vgl. Ex. 20,3] zu erkennen geben.

21 4. Der Protest gegen die kirchliche Usurpation der Deutschen Christen kann nicht erst bei Anlass von Suspensionen38 und ähnlichen Einzelübergriffen der deutsch-christlichen Kirchenregierungen einsetzen. Er muss im Blick auf die Ereignisse des 24. Juni39, auf die Kirchenwahlen vom 23. Juli40, auf die Konstituierung und auf die Beschlüsse der Synoden im August und September41 die Rechtmäßigkeit dieser Kirchenregierungen als solche in Abrede stellen.42

5. Der Protest muss bei jeder einzelnen Aktion das Wesen und das Ganze der Krankheit der Kirche im Auge haben. Er kann im Einzelnen und gemeinsam nur da sinnvoll, ernsthaft und kraftvoll erhoben werden, wo man sich über das Wesen und über das Ganze dieser |589 Krankheit im klaren und einig ist und wo man sie darum in ihrem Wesen und als Ganzes bekämpfen will.

6. Wer in einem dieser fünf Punkte «anderer Ansicht»43 ist, gehört selber zu den Deutschen Christen und sollte eine ernsthafte kirchliche Opposition nicht länger stören dürfen.44

Sachfußnoten

1
Am Abend des 13. November 1933 hatte Reinhold Krause (1893–1980), seit 1932 Berliner «Gauobmann» der Glaubensbewegung Deutsche Christen, auf der Generalversammlung der Mitglieder des Gaues Groß-Berlin im Sportpalast die Hauptrede gehalten, in der er u. a. die «Befreiung von allem Undeutschen im Gottesdienst und im Bekenntnismäßigen, Befreiung vom Alten Testament mit seiner jüdischen Lohnmoral, von diesen Viehhändler- und Zuhältergeschichten», den «Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus» und die «Rückkehr zu einem heldischen Jesus» forderte (Rede des Gauobmannes der Glaubensbewegung «Deutsche Christen» in Groß-Berlin Dr. Krause, gehalten im Sportpalast am 13. November 1933 [nach doppeltem stenographischen Bericht], o. O., o. J. [Sonderdruck, 12 S.], Zitate S. 5.6.8 📖). Eine ähnliche Forderungen enthaltende «Entschließung» wurde am Ende der Veranstaltung fast einstimmig angenommen – mit den Stimmen der zahlreich anwesenden Bischöfe, Pröpste und Oberkirchenräte (vgl. Gauger I, S. 109–112 📖; JK 1 [1933], S. 309–312 📖; Scholder I, S. 701–705 📖; K. Meier, Die Deutschen Christen. Das Bild einer Bewegung im Kirchenkampf des Dritten Reiches, Göttingen 1964, S. 32–37 📖; ein Foto des Präsidiums der Versammlung findet sich in: O. Kühl-Freudenstein, Die Deutschen Christen, in: ders. u. a. [Hrsg.], Kirchenkampf in Berlin 1932–1945. 42 Stadtgeschichten [SKI 18], Berlin 1999, S. 97–112, dort S. 109 📖).↩
2
Der Pfarrernotbund war am 11. September 1933 als Reaktion auf die fast vollständige Übernahme der kirchlichen Leitungsgremien durch die Deutschen Christen und insonderheit auf die Verabschiedung des Arierparagraphen gegründet worden. Die Leitung übernahm wenig später Martin Niemöller. Vgl. H.-W. Wörmann, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, in: Kirchenkampf in Berlin (Anm. 1), S. 263–275, dort S. 264f. 📖; Scholder I, S. 612–615. 📖↩
3
Schon am Nachmittag des 14. November 1933 gingen Jacobi und die Brüder Martin und Wilhelm Niemöller (1898–1983) im Namen des Pfarrernotbundes zum anscheinend noch weitgehend ahnungslosen Reichsbischof Ludwig Müller und forderten ihn ultimativ auf, sich von den Deutschen Christen zu distanzieren, die Verantwortlichen für die Sportpalastkundgebung, besonders Joachim Hossenfelder, zur Rechenschaft zu ziehen und die deutschchristlichen Amtsträger erneut auf ihr Amtsgelübde zu verpflichten. Ein Protokoll der Zusammenkunft, an der auch Otto Weber teilnahm, findet sich in: LKA Bielefeld 5.1, Nr. 99/1 (Abdruck: Reformationstag 1933. Dokumente der Begegnung Karl Barths mit dem Pfarrernotbund in Berlin, hrsg. u. eingeleitet von E. Busch, Zürich 1998, S. 114–120 📖).↩
4
Bericht Charlotte von Kirschbaums vom 18./19.11.1933, erhalten als «Abschrift» aus einem Brief (KBA 9233.333; Br. 1933, S. 524–529, Zitat S. 525 📖), dessen ursprünglicher Adressat unbekannt ist. Kopien dieser Abschrift befanden sich im Besitz von Hellmut Traub und Karl Gerhard Steck, weshalb diese in Br. 1933, S. 524, als Adressaten genannt sind. Einen ganz ähnlichen Bericht von den Ereignissen gab Charlotte von Kirschbaum in ihrem Brief an Anna Barth vom 21.11.1933 (KBA 9233.345; Br. 1933, S. 544–548).↩
5
Siehe oben, S. 521f., Anm. 32.↩
6
Vgl. Bericht Ch. von Kirschbaums (Anm. 4; Br. 1933, S. 525 📖).↩
7
Achenbachstraße 18, zugleich Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisgemeinde, in dem sowohl die Jungreformatorische Bewegung als auch der Pfarrernotbund gegründet worden waren (zu Jacobis Gemeinde- und Oppositionsarbeit vgl. Wörmann [Anm. 2]; dort S. 265 auch eine Abbildung des Hauses 📖).↩
8
Laut Charlotte von Kirschbaums «Protokoll des Gespräches am Dienstag, den 15. Nov. 1933 abends im Hause von Pfr. Jacobi-Berlin» (LKA Bielefeld 5.1, Nr. 343; Durchschlag: KBA, Dokumente und Materialien 1933–1935; Abdruck: Reformationstag 1933 [Anm. 3], S. 121–131, dort S. 121 📖) waren anwesend:Jacobi, Martin und Wilhelm Niemöller, Fritz Müller (1889–1942, seit 1933 Pfarrer in Berlin-Dahlem, 1936 Vorsitzender der 2. Vorläufigen Leitung der DEK), Eitel-Friedrich von Rabenau (1884–1959, seit 1924 Pfarrer in Berlin-Schöneberg), Georg Schulz, Max Diestel (1872–1949, seit 1925 Superintendent in Berlin-Lichterfelde, im Juni/Juli 1933 beurlaubt), Wilhelm Lütkemann (1892–1973, Rechtsanwalt, als Konsistorialrat juristischer Mitarbeiter im Konsistorium der Evangelischen Kirche der Mark Brandenburg); dazu kamen noch Günther Dehn und später der ebenfalls herbeigerufene Friedrich von Bodelschwingh.↩
9
A.a.O., S. 122f. 📖↩
10
Vgl. a.a.O., S. 123f.128.130f. 📖↩
11
Von beiden Versammlungen sind keine Protokolle erhalten. Vgl. aber neben den Berichten Ch. von Kirschbaums (Anm. 4) auch den Brief Barths an Richard Karwehl vom 17.11.1933 (KBA 9233.332; Br. 1933, S. 522f. 📖).↩
12
Siehe oben, S. 519–522.↩
13
Brief Ch. von Kirschbaums an Anna Barth vom 21.11.1933 (Anm. 4; Br. 1933, S. 546 📖).↩
14
Bericht Ch. von Kirschbaums (Anm. 4; Br. 1933, S. 527 📖).↩
15
Abdruck in: W. Niemöller, Der Pfarrernotbund. Geschichte einer kämpfenden Bruderschaft, Hamburg 1973, S. 41. 📖↩
16
So zitiert im Bericht Ch. von Kirschbaums (Anm. 4; Br. 1933, S. 527 📖).↩
17
Ebd. 📖↩
18
Brief an Karwehl vom 17.11.1933 (Anm. 11; Br. 1933, S. 523 📖).↩
19
Vgl. Bericht Ch. von Kirschbaums (Anm. 4; Br. 1933, S. 527f. 📖).↩
20
Einseitiges, einzeilig getipptes Typoskript (KBA 11053).↩
21
Das Typoskript dieser Eingabe umfasst eine Seite und ist einzeilig getippt (KBA 11055). Handschriftlich notierte Ch. von Kirschbaum am unteren Rand: «Die unterstrichenen Sätze sind von Karl Barth eingefügt». An anderer Stelle berichtet sie, dass zwei «grundsätzliche Sätze, die wesentlich Karl formuliert hatte, an den Anfang gesetzt» wurden (Brief an Anna Barth [Anm. 4]; Br. 1933, S. 547 📖). Mit geringfügigen Abweichungen sind die in der Eingabe enthaltenen Thesen abgedruckt in: JK 1 (1933), S. 353 📖; Reformationstag 1933 (Anm. 3), S. 134f. 📖↩
22
Im handschriftlichen Original Barths: «bek[ennen]».↩
23
Im handschriftlichen Original Barths ist dieser Satz als Nebensatz formuliert und lautet bis hierhin: «[…], die darin besteht, dass sie».↩
24
Im handschriftlichen Original Barths: «deutsche Volkstum».↩
25
Die Hervorhebung kennzeichnet die auf Barth zurückgehenden Sätze (s. Anm. 21). Die Eingabe ist vollständig abgedruckt in: Niemöller (Anm. 15), S. 40f. 📖↩
26
Vgl. Bericht Ch. von Kirschbaums (Anm. 4; Br. 1933, S. 528 📖).↩
27
Brief Barths an Steck vom 17.11.1933 (KBA 9233.329; Br. 1933, S. 514f. 📖).↩
28
Brief an Karwehl vom 17.11.1933 (Anm. 11; Br. 1933, S. 522f. 📖).↩
29
Ebd.; Br. 1933, S. 523. 📖↩
30
Siehe unten, S. 591–599.↩
31
Siehe Anm. 20. Das Typoskript weist hinsichtlich der Zeichensetzung, aufgelöster Abkürzungen und korrigierter offensichtlicher Tippfehler Abweichungen vom Erstabdruck auf; im Folgenden werden aber nur darüber hinausgehende größere Differenzen angemerkt.↩
32
Vgl. oben, S. 566.↩
33
Vgl. oben, S. 32, Anm. 49.↩
34
Ausführlicher hatte sich Barth mit der Lehre der «Deutschen Christen» zuerst in Theologische Existenz heute! 📖 (s. oben, S. 320–330) und wenige Tage vor der Niederschrift dieser Thesen in seinen Gegenthesen zu den Rengsdorfer Thesen 📖 (s. oben, S. 558–566) auseinandergesetzt.↩
35
Siehe oben, S. 474, Anm. 63.↩
36
Typoskript: «Offenbarung Gottes».↩
37
Typoskript: «Offenbarung».↩
38
So waren am 11. November 1933 mit Martin Niemöller, Eitel-Friedrich von Rabenau und Kurt Scharf (1902–1990; 1933 Pfarrer in Sachsenhausen) führende Vertreter des Pfarrernotbundes auf Anordnung des Evangelischen Oberkirchenrats vom Dienst suspendiert worden. Als Grund nannte man die im ersten Rundschreiben des Notbundes enthaltene ablehnende Stellungnahme zur Beantwortung der kirchenbehördlichen Fragebogen, mit denen die «arische Abstammung» der Pfarrer festgestellt werden sollte. Am gleichen Abend wurde die Suspendierung nach einer Intervention aus der Reichskanzlei aufgehoben, am 13. November jedoch wieder in Kraft gesetzt. Vgl. JK 1 (1933), S. 309 📖; Gauger I, S. 109 📖.↩
39
Tag der Einsetzung August Jägers als Staatskommissar für die evangelischen Kirchen in Preußen und des daraufhin erfolgten Rücktritt Bodelschwinghs (s. oben, S. 369f., Anm. 28–32).↩
40
Siehe oben S. 384 und 391f.↩
41
Siehe oben, S. 556, Anm. 16 und 17.↩
42
Die grundsätzliche Infragestellung der rechtlichen Grundlage der neuen Kirchenregierungen deckt sich mit dem Schluss, zu dem Wilhelm Flor (1882–1938), seit 1931 Reichsgerichtsrat in Leipzig, in einem vier Wochen zuvor veröffentlichten Aufsatz gekommen war, dass nämlich «das Vorgehen gegen die preußischen evangelischen Kirchen rechtlich nicht haltbar ist und unter allen Umständen insoweit als vom Staatskommissar oder seinen Vertretern kirchliche Amtsträger zwangsweise beurlaubt und andere Personen, wenn auch nur kommissarisch, in kirchliche Ämter eingesetzt, und soweit kirchliche Körperschaften aufgelöst sind» (W. Flor, Der Kirchenstreit vom Rechtsstandpunkt aus beurteilt, in: JK 1 [1933], S. 226–239, Zitat S. 239 📖).↩
43
Im Typoskript ohne Anführungszeichen.↩
44
Das Typoskript ist mit «Karl Barth» gezeichnet und mit Orts- und Datumsangabe versehen: «Berlin, 16. November 1933» (vgl. oben, S. 586).↩