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[zwischen dem 6. und 9. Juni 1933]
hier eine Korrespondenz, die dich als weiterer Beitrag zur «Lage» interessieren mag. Inzwischen hast du ja selber etwas deutsche Luft geatmet! —
Ich war an Pfingsten in Bethel1, hörte eine Ansprache von Bodelschwingh (er stellte sich seiner Bethelgemeinde als Bischof vor)2 und ei|424ne Predigt von Georg und hatte mit diesem einen Abend unter schwierigen, aber notwendigen Gesprächen. Sie haben mir sein Dransein, sachlich und persönlich, neu gezeigt, und sie haben andererseits ermöglicht, ihn zu hindern, Karl mit psychologischen Erklärungen zu belasten, wo für diesen entscheidend wichtige theologisch-kirchliche Einwände gegen Georgs Weg im Augenblick vorliegen. Ich glaube, es war gut, daß dies alles zur Sprache kam, auch wenn das Ergebnis nicht das sein kann, Wege, die sich sicher notwendig scheiden, aufzuhalten.3 Bodelschwinghs Rede war sehr sympathisch, aber das kann ja die grundsätzliche Frage gar nicht berühren. Karl ist sehr erstaunt, wie hemmungslos jetzt alle «Gutgesinnten» — auch in der Schweiz — diese vergessen und sich von der diakonischen Haltung4 beeindrucken lassen. —