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31. Dezember 1933
Karl läßt dich bitten, ihm doch bitte sogleich die bei dir zurückgelassene Schüler-Predigt1 zu senden.
Wir saßen gestern noch eine Stunde mit D. Hesse zusammen nach Karls Ankunft. Der Gute war in höchster Erregung. Nach einer Mitteilung von Otto Weber2 sei Karls Entlassung (infolge der Hitlergrußaffaire) in Berlin beschlossene Sache. Karl konnte Hesse davon überzeugen, daß er in dieser Sache nicht mehr zurückkönne. So steht also nur noch der Weg offen, Rust zu bereden. Das soll geschehen, scheint aber eine sehr problematische Sache. Wie soll der Mann schon verstehen, und selbst wenn er verstünde, so darf er nicht. — — Laß bitte dies alles noch |568
Niemandem zu Ohren kommen (am wenigsten K. L. Schmidt!) ausgenommen Ruedis. — Es kann ja in letzter Minute doch noch einen Ausweg geben, und wir scheuen unnötige Alarmierungen, insbesondere auch in Bern3! Wie ist das Herz sehr schwer über dem allen. —
Lieber Eduard, sei mit Marguerite gegrüßt mit guten Wünschen für das neue Jahr.
Dank für den Blumhardt-Kalender4!