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[ca. 15. September 19341]
Karl wird nun bereits dem Süden zurollen, Peter und Markus an seiner Seite. Mögen es gute Tage für ihn werden — die deutschen Sorgen werden ja freilich doch nie ganz loszuwerden sein! Mit Karls freut man sich über Peters Entspannung; ich war vor 8 Tagen bei Lindts in Bern, |704 die von sich aus sehr offen über Peters Lage und Not2 sprachen. Hier ein paar gute Ausschnitte, alle aus der Nat. Ztg. und alle von dem gleichen O Korrespondenten3, der seine Sache stets ausgezeichnet macht. Willst du gelegentlich weitere haben? Laß uns auf alle Fälle auch deine Adressen in den kommenden Wochen wissen! Mir steht nicht klar vor Augen, wo du von Mal zu Mal sein wirst. Hoffentlich hast auch du nicht nur Sorgen und bei allem Alleinsein getroste Tage! Ein Abstecher zu uns hin kommt wohl nicht mehr in Frage?? Ich erhielt gestern eine trübe Nachricht über Gogarten von einem deutschen Theologen, der ihn im Juli in Tübingen reden gehört hatte4: es muß ein richtig herab|705gekommener Vortrag über das «neu zu schaffende» «Bekenntnis» gewesen sein, auch trieb sich G. in T. ausschließlich und taglang mit Leuten wie Rückert und Fezer herum, also D. C.-Leuten. — Pratteln war — von uns aus gesehen — ein selten guter Nachmittag, ob es auch Karl so empfunden hat? Für ihn war es eine Überleistung nach Vaumarcus!
Laß auch von dir hören, grüße Ruedis!
Gelt, du schickst mir den Brief aus dem Balkan5 zurück, der vorgestern an Karl ging — ich sollte ihn beantworten.