10. November 1934

Marguerite Thurneysen an Charlotte von Kirschbaum

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Liebe Lollo,

Ich möchte Dir und Karl in Nellys Auftrag heute Abend noch schnell sagen, daß sie erst am Dienstag kommt, voraussichtlich mit dem Abendzug, der um 11 Uhr hier wegfährt.

Wir haben einfach eine gute Zeit zusammen, jedes an seinem Ort, in seiner Arbeit. N. ist entspannter, als ich sie seit langem sah. Heute und morgen sind Markus und Stöpheli1 da.

Euch begleiten wir von Tag zu Tag. Wie könnte uns Euer Erleben nicht aufs tiefste mit bewegen! Wir sind so froh, daß K. uns so auf dem Laufenden erhält. Die B. N. scheinen endlich ein wenig zu begreifen2 auf alles Sturmlaufen hin.

Warme Grüße Dir und K.
Deine
Marguerite

Sachfußnoten

1
Christoph Barth.↩
2
Vgl. die aktuellen Artikel über die deutsche Kirche: K., Große Kundgebungen der Bekenntniskirche in Berlin (Privattel. 9.11.) 📖, und ders., Rücktritt des Reichsbischofs wird als unerläßlich gefordert (Privattel. 9.11.), in: BN, Jg. 90 (1934), Nr. 307 vom 9.11.1934 📖; Warum ist ein Zusammengehen des Rates der Deutschen Evangelischen Kirche mit der Reichskirchenregierung unmöglich?, a.a.O., Nr. 308 vom 10./11.11.1934, 2. Beilage 📖 (dem Artikel ist die Anmerkung vorangestellt: «Wir erhalten die nachstehenden Ausführungen, die sich mit der Auffassung des ‹Rates der Deutschen Evangelischen Kirche› (Oberste Behörde der Bekenntniskirche) decken dürften. Die Red.»).↩