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eigentlich sollte ich dir einen wirklichen Liebe-brief schreiben, um alles Gewölk zu zerstreuen, das offenbar aus meiner Ankündigung im Brief an Karl für dich aufgestiegen ist. Aber nicht wahr, das ist doch unnötig zwischen uns? Was sagst du da von «Gunst» und «Gnade», wo doch auch meine Fragen an dich wirklich «eingewickelt in lauter Ja», wie Papa Kutter zu sagen liebte, daherkommen. Ach nein, zum Schreiben ist das alles nicht, und wir sollen uns doch lieber auf den Grasweg auf dem Bergli vertrösten, wo du wieder in jenem schönen weißen Kleide, in dem Ruedi dich mit mir das letzte Mal festgehalten hat, ein wenig mit mir auf- und abgehen wirst.1 Hätte ich das nicht schon ganz nahe vor mir gesehen, so hätte ich dir gar nichts geschrieben. Ich dachte, ihr würdet spätestens nächste Woche eintreffen! Hab Dank für deine guten Zeilen und all dein Unser-Gedenken. Es vergeht kein Tag, ohne daß wir nicht auch euer gedächten. Ich bin gespannt auf die Utrechtervorträge, ganz besonders auch erfreut über die mit hereingenommene Diskussion, die festzuhalten dein Werk gewesen sein wird. Immer neu höre ich von der besonderen Wirkung, die jene Wiedergabe des Ge|871sprächs in la Châtaigneraie im Druck2 hat. Ich erhalte eben heute ein kleines Echo auf mein letztes Tun in Basel, das ich als kleines Fenster, durch das hindurch du in die Basler Möglichkeiten einen freundlichen Blick erhalten magst, beilege. Es stammt von einem Lehrer, der auch an Karls Arbeit wirklichen Anteil nimmt.3 Es gibt auch hier gute Menschen!
Sei treulich, herzlich gegrüßt!