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Nelly hat mir
dein Brieflein an sie geschickt1, aus dem ich sehe, daß du heil
zurückgekehrt und nun wieder in deine Arbeit eingetaucht bist. Wie ich hier in
die meinige. Die Neujahrstage mit dir waren doch sehr gut. Zu der Karte, die ich
dir aus Danzig schreiben wollte, kam
es dann nicht. Es geschah auch nichts Besonderes bei jener Konferenz2. Man stand aber sehr unter dem Eindruck der Bedrängnis, unter
der sich die deutschen Polen befinden. In Berlin war ich auf dem Ministerium, und es kam zu einer annehmbaren
Einigung über unser Haus in Göttingen. Hier in Münster werde ich wahrscheinlich
(zum ersten Mal in meinem Leben) einen Prozeß führen müssen, um meiner Familie
endlich an diesem Ort ihre Unterkunft zu verschaffen. Ich hoffe wirklich, du werdest uns dann
im April (merke dir: 12.-15. April Ferienkurs in Münster3) hier vorfinden.|
Wie endete denn die Geschichte mit dem Mann mit der goldenen Kette (oder was es
war) und die andere mit dem Prozeß, wo du zeugen sollst? Wirklich, ich staune
immer wieder über die bewegten Szenen, durch die dein Lebensweg dich
hindurchführt! Hast du das Bedürfnis, den Elberfelder Vortrag von Lic. Cordier4 nochmals zu lesen? Er steht |14 dir gerne
zur Verfügung und in derselben Nummer der Reformierten Kirchenzeitung ein
Artikel: «Die Theologie Karl Barths in ihrer Bedeutung für die !! Pädagogik
!! der Gegenwart»5 – leider mehr ein Kehr- als ein
Quertunnel, um mit Cordier zu reden6, obwohl der Mann treulich
begeistert ist.
Sei herzlich gegrüßt