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Es ist wohl sehr töricht von mir; aber ich bin so beunruhigt, seit bald drei
Wochen nichts mehr von dir zu wissen. Mir geht’s nicht sehr
gut. Ich mußte die holländischen Vorträge1 dann doch
absagen, weil ich mehr, als ich damals merkte, am Ende meiner Kräfte war und bin und an dem, was mir
ohnehin obliegt, gerade genug habe. Hier hatte ich, besonders bei Anlaß eines
ausgezeichneten Vortrags von Eduard, sehr deprimierende Eindrücke vom geistigen
Zustand meiner Heimat2 und fahre nun gerne
weiter nach Zürich3 und
St. Gallen4. Vom Montag abend an werde ich dort sein,
vermutlich nicht länger als bis |34 Freitag. Dann holt mich
Nelly dort
ab, und wir fahren noch nach München
zu Lempps5 und Georgs.
Wenn du kannst und willst, so schreib mir nach St. Gallen oder München oder Münster ein paar Worte,
aus denen ich sehen kann, wie du dran bist und was du tust. Mir wird Alles,
Alles (und das Eine besonders) so schwer, und ich wollte, ich säße schon wieder in der Zange an meinem
Schreibtisch.
Neulich hielt Eduard meiner Mutter und meinem Bruder hier eine
kleine Rede über dich, die
ich aufmerksam anhörte und in passender Weise ergänzte. Versäume nicht, wenigstens am Tag richtig zu schlafen!
Gruß!