Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Zürich
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Dein Brieflein und die Bücher sind in meinen Händen. Ich bin froh, dich gut aufgehoben zu wissen, und du kannst mir keine größere Freude machen, als wenn du diese Tage zu Schlaf und Erholung jeder Art gründlich ausnützest. Was mich betrifft, so habe ich einen freundlichen Tag hinter mir und bin doch bei Allem innerlich sehr müde und traurig. Eben habe ich einen Brief an dich wieder zerrissen. Er ging über den Text «Du hast es leicht …» oder vielmehr gegen diesen Text. Aber was ich dir da sagen wollte, kannst du mir vorläufig doch nicht abnehmen, und so will ich es ungesagt lassen. Irgendeinmal viel später wirst du es dann verstehen.
Grüße
Meine Lollo, ich bin dir gut.
Aus der Beilage magst du ersehen, wie ich mich
1895 (wer war damals noch nicht auf der Welt?) über das Problem der Ehe geäußert habe.2 Onkel